Studierende des MHA 3 berichten...

Dr. med. Elisabeth Meyer-Bonmann, Bielefeld
Dr. med. Elisabeth Meyer-Bonmann„Heureka!“ So geht es mir immer wieder während des Studiums. 15 Jahre Hausarztpraxis bringen Routine. Aber immer wieder merkte ich, dass in meinem Medizinstudium und in der Facharztausbildung die Rolle der Führungskraft viel zu kurz kam. Das rächt sich im unternehmerischen Alltag. Hier im berufsbegleitenden Studium zum Master of Health Administration an der Universität Bielefeld lernen wir soziale, politische und betriebliche Zusammenhänge zu verstehen; das Wissen präsentieren uns unsere Dozentinnen und Do-zenten mal spannend, mal sachlich – aber immer auf dem neuesten Stand. Die unternehme-rischen Infos waren für mich am wichtigsten: Wie laufen Entscheidungen und Teamwork am besten ab? Wie funktioniert eine Balanced Scorecard? Wie führe ich ein Projekt durch? Die Erfahrungen meiner Kommilitoninnen und Kommilitonen bringen einen zusätzlichen Kick, die Vernetzung über unsere „Worksphere“ im Internet hilft enorm. Natürlich gibt es Engpässe – Arbeit, Familie und Studium zu vereinbaren, ist schon schwer. Aber so kann man sehr gut üben, das Wissen über Gesundheitsförderung direkt umzusetzen und vorbild-lich zu handeln. Und genau hier schließt sich der Kreis: Gesundheit fängt im Kopf an und Führen will gelernt sein. Und besser aufgestellt für eine Zukunft im deutschen Gesund-heitssystem bin ich auch noch. Ich freu mich auf meinen MHA 2011!

Dr. Arnd Hill, Essen
Am Anfang stand die Neugierde. Und die Erfahrung, dass ich als frisch bestellter Oberarzt in einer psychiatrischen Klinik außerhalb des medizinischen Bereiches zusätzliche Kenn-tnisse und Fähigkeiten gebrauchen könnte. Am Studium schätze ich besonders die Breite der angesprochenen Themen. Zwar lässt dieser Querschnittsaspekt manchmal den Wunsch nach (noch) mehr Tiefe aufkommen, insgesamt überzeugt mich aber der inhaltliche Aufbau des Studiums. Die online-Plattform des Studiengangs finde ich vorbildlich. Die Nutzung durch die Stu-dierenden im Sinne von Diskussionen des Lernstoffes oder anderer Themen ist eher zu-rückhaltend, was schade ist, da hier ein einmaliges Instrument zur Verfügung steht, mit Menschen aus verschiedenen Berufsgruppen und Arbeitskontexten zu diskutieren. Gerade diese Vielfalt ist ein weiteres großes Plus des Studiums. Einerseits ist man durch Experten aus allen Bereichen des Gesundheitswesens und hochkarätige Wissenschaftler mittendrin im praxisrelevanten Wissen und blickt andererseits ständig über den eigenen (bisherigen) Tellerrand hinaus. Die Betreuung durch das Studienteam ist – man kann es nicht anders sagen – optimal: Per-sönlich, kreativ und mit Verständnis für die besonderen Bedingungen eines berufsbeglei-tenden Studiums. Aber Vorsicht: Dieses Studium hat Nebenwirkungen. Ich habe den Impuls für die Beschäf-tigung mit mir bis dahin weitgehend gleichgültigen Inhalten bekommen. Und schließlich, auch dank der neu erworbenen Kenntnisse, einen neuen Job beim Institut für Entgeltsyste-me im Krankenhaus (InEK).

Rebecca Schnelle, Bielefeld
Rebecca Schnelle Nach meinem Bachelor of Science in Pflege und Gesundheit (2008) habe ich nach einem Weg gesucht, Wissenschaft und Praxis zu vereinen. Seitdem arbeite ich im Bereich der Personal- und Organisationsentwicklung im Gesundheitswesen. Die Implementierung betrieblicher Gesundheitsförderung und Qualitätsmanagement zählen hierbei zu meinen Tätigkeitsschwerpunkten. Durch das berufsbegleitende Studium habe ich viele neue Anregungen für meine Projekte in der Praxis erhalten. Dank der wissenschaftlichen Thematisierung meiner beruflichen Tätigkeitsfelder im Master of Health Administration (MHA), hatte ich die Möglichkeit meine eigene Arbeit zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Im Rahmen des MHA wurden zudem wichtige Grundlagen zur systematischen Betrachtung betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge vermittelt. Diese gelten als wichtige Entscheidungskriterien für Projekte im Gesundheitswesen und somit auch zunehmend für meine Arbeit. Als besonders bereichernd habe ich den interdisziplinären Austausch unter den Studieren-den empfunden. Meine Perspektive bezüglich des Gesundheitssystems hat sich dadurch enorm erweitert. Die Kombination von Beruf und Studium ging mit vielfältigen Herausforderungen einher, allerdings eröffnete sie auch neue Möglichkeiten für die berufliche Zukunft. Nach meinem Motto: „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“ werde ich auch nach meinem Abschluss innovative Projekte im Gesundheitswesen mitgestalten.

Dr. rer. nat. Constanze Schäfer MHA, Mülheim an der Ruhr
Constanze SchäferLernen ist Luxus – und den habe ich mir mit diesem Studium mal wieder in vollen Zügen gegönnt. Natürlich ist ein berufsbegleitendes Studium, sind Klausurtermine, Hausarbeiten und Masterarbeit nicht immer ein Zuckerschlecken. Dennoch es lohnt sich, die Nase mal wieder in Bücher zu stecken, Vorlesungen zu hören, mit Dozenten zu diskutieren, sich mit Kommilitonen auszutauschen. Vor allem habe ich die interessante Erfahrung gemacht, wie spannend es sein kann, mit all dem Wissen, das man im beruflichen Alltag gesammelt hat, ein Studium zu durchlaufen. Während meines Pharmaziestudiums war mir oft nicht wirklich einsichtig, warum ich bestimmte Inhalte lernen musste – manche dieser Rätsel haben sich inzwischen gelöst. Ganz anders beim MHA: Ich konnte Lücken füllen, einiges aus Zeitmangel nicht weiter Verfolgtes und Unverstandenes aufarbeiten und gezielt einige Rosinen picken. Das macht Spaß! Und weil die fachlichen Inhalte noch durch Kommunikations- und Führungstechniken ergänzt werden, also Chance zur Reflektion der eigenen Arbeitsweise geben, gelingen manche Gespräche, Moderationen, Diskussionen und oftmals der normale Führungsalltag besser. Das schafft kostbare Zeit für Neues!

Vincenzo Cusumano, Hennef
Vincenzo Cusumano Seit Abschluss meines Bachelor-Studiums in "Sozialversicherung, Schwerpunkt Unfallversicherung" bin ich im Fachbereich Sozialversicherung der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg als wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftigt. Als "Sozialversicherungswissenschaftler" geht es unter anderem darum sich selbst als Akteur einer ständigen Modernisierung der Verwaltung - ganz im Sinne eines New Public Management - zu begreifen. Hierzu gehören z.B. Fragen optimaler Strukturierung der Sozialleistungsträger, der Entwicklung intelligenter Finanzierungsmodelle, der Gestaltung einer effektiven und effizienten Leistungserbringung, aber auch der Sicherstellung einer optimalen Schnittstellenarbeit zwischen Sozialleistungsträgern und Leistungsanbietern.
Nachdem ich mich über diverse Möglichkeiten der Weiterqualifizierung informiert hatte bin ich u.a. auf den berufsbegleitenden Master-Studiengang "Health Administration" (MHA) an der Universität Bielefeld gestoßen.
Durch das MHA-Studium habe ich konkrete Anregungen zur Initiierung und Durchführung von Projekten in der Praxis erhalten. Neben anwendungsorientiertem Wissen sind insbesondere auch grundlegende fachliche Kenntnissen im analytisch-methodischen vermittelt worden. Besonders interessant habe ich den interdisziplinäre Austausch während der Präsenzphasen empfunden.

Georg Kemker, Alverskirchen
Georg KemkerIch wollte mich auf Neuland begeben. Und die Uni Bielefeld hat mir die Chance dazu gegeben.
Von Hause aus bin ich Dipl. Ing. der Elektrotechnik. Da liegen die Gesundheitswissenschaften weit entfernt. Aber nur scheinbar. Nach einigen Jahren in der Industrie im Bereich Hausnotruf und anschließender Tätigkeit als IT-Leiter in einem Krankenhaus bekam ich immer intensivere Berührungspunkte zum Gesundheitswesen. Sei es der Mensch, den ich überzeugen musste, sei es die Organisation, die ich verstehen musste oder sei es die Technik, die funktionieren musste. Leider fehlten mir ausreichende Kenntnisse über die Zusammenhänge, Interessen und Funktionsweisen im Gesundheitssystem. Also habe ich mich auf die Suche gemacht. 2007 wurde der Master of Health Administration zum ersten Mal angeboten. Ich habe es gewagt. Und es war genau die richtige Entscheidung.
Auf der einen Seite standen die Inhalte, die mich sehr interessierten und auf der anderen Seite standen die Menschen, die das interessierte. Gestandene Akademiker verschiedenster Disziplinen aus ganz Deutschland, Väter und Mütter mit Full Time Job, engagierte Menschen in Freizeit und Beruf haben diesen zusätzlichen Aufwand auf sich genommen, um neue Ideen zu entwickeln und um etwas zu bewegen. Mir hat es sehr geholfen, mich selber wieder richtig einzuordnen und die richtige Motivation zu finden.
Insbesondere die Erkenntnisse der Organisationsentwicklung und des Wissensmanagements haben mir dabei berufliche Impulse gegeben. So setze ich mittlerweile Projekte im Bereich der sektorübergreifenden Vernetzung zur Telemedizin und zu Portallösungen um, die zuvor undenkbar gewesen wären. Ich habe für mich gelernt, dass nicht die Technologie etwas bewegt, sondern erst die Akzeptanz, diese zu benutzen.

Holger Petersmann Preußisch Oldendorf
Sind Familie, Beruf und Studium kombinierbar? Diese Frage stellte sich mir im April 2007, als ich – meinem Wunsch nach beruflicher Weiterentwicklung nachgehend – mein berufsbegleitendes Studium an der Universität Bielefeld aufnahm und mich dem ersten MHA-Jahrgang anschloss.
Unsere Studiengruppe zeichnete sich durch eine breitgefächerte berufliche Heterogenität aus und spiegelte die Interdisziplinarität der Studieninhalte wider. Für die Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte aus den unterschiedlichsten Public-Health-Themen hatte dies zum Vorteil, dass die Vorlesungen von den Studierenden durch die vielfältigen Berichte aus der beruflichen Praxis befruchtet wurden. Als sehr positiv für meine persönliche Weiterentwicklung habe ich dabei die Erweitung meines - beruflich geprägten – wirtschafts- und pflegewissenschaftlichen Wissenshorizontes um gesundheitswissenschaftliche Inhalte erfahren, welche durch ein umfangreiches Portfolio an hochkarätigen, z. T. externen, Dozenten vermittelt wurden. Die internetbasierte Arbeitsplattform, umfangreiche Studienmaterialien, durchorganisierte Präsenzphasen und ein engagierte Begleitung durch die Hochschule erleichterten die Bewältigung der studienbedingten Mehrbelastungen während der zweijährigen Studiendauer.
Rückblickend kann ich die eingangs gestellte Frage eindeutig bejahen – auf jeden Fall für den weiterbildenden Studiengang Master of Health Administration an der Universität Bielefeld!

Gisela Risse
Gisela RisseIn der Erwachsenenbildung hat das Konzept des Lebenslangen Lernens auf der einen Seite einen bildungspolitischen Aspekt auf der anderen Seite einen subjektiv-biografischen Aspekt.
Für mich bedeutet lebenslanges Lernen, meine (beruflichen) Qualifikationen ständig sozusagen auf einem „lebensumspannenden Kontinuum des Lernens“ zu aktualisieren. Daher war das Studium Master of Health Administration (MHA) für mich die logische Konsequenz – nachdem ich das weiterbildende Fernstudium Angewandte Gesundheitswissenschaften in 1997 und den Bachelorstudiengang Health Communication in 2003 an der Universität Bielefeld abgeschlossen hatte. Diese drei universitären Weiterbildungen haben mich in meiner beruflichen Sozialisation geprägt. Als Abteilungsleitung Organisation/Projekt- und Prozessmanagement eines Klinikverbundes haben mich insbesondere die Studieninhalte des MHA zur Reflexion und Weiterentwicklung der eigenen Arbeitsschwerpunkte angeregt. Die Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis im Studium mit meinem Erfahrungswissen war besonders wertvoll für meine aktuellen beruflichen Herausforderungen. Dabei war die hohe Kompetenz der Dozenten – die der Universität wie auch derer aus der freien Wirtschaft – einerseits anspruchsvoll für mich als Studierende andererseits spannend und interessant. Besonders genial war unsere kleine Lerngruppe: 4 Leute – 4 Professionen. Wir haben nicht nur gemeinsam für die Klausuren gelernt, sondern auch intensive philosophisch-soziologische Diskussionen geführt z.B. über die Kommunikationstheorie von Luhmann, danach habe ich dann auch neben der Klausur den Luhmann-Wissenstest im Internet (www.luhmann-online.de) bestanden.

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