Das Gleichstellungsbüro
 
 
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Workshop: Karrierewege nach dem Hochschulabschluss - Meet the female Professionals!

Wie können Karrierewege nach dem Hochschulabschluss aussehen? Wie verlaufen besonders weibliche Berufsbiografien? In welchen spannenden Arbeitsfeldern kann ich mit meinem Hochschulabschluss in der Wirtschaft tätig sein? Und wie kann ich Netzwerke zu berufstätigen Frauen aufbauen, die schon mitten im Berufsleben stehen?

Am 17. Januar 2018 findet eine Netzwerk-Veranstaltung für Studentinnen, Doktorandinnen und Absolventinnen der Universität Bielefeld und der FH Bielefeld in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL statt. Anmelden können Sie sich hier.

 

Fortbildung vom Frauennotruf e.V. Bielefeld am 25. Januar 2018

Im Januar 2018 findet eine halbtägige Fortbildung zum Thema "Professioneller Umgang mit Fällen von sexueller Belästigung" vom Frauennotruf Bielefeld e.V. in der Universität Bielefeld statt. Diese richtet sich an Führungskräfte aller Leitungsebenen, Interessen- und Gremienvertretungen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

->Kontakt:

Das Gleichstellungsbüro
der Universität Bielefeld
Universitätsstraße 25
D-33615 Bielefeld

Räume: L3 -- 113/ 117/ 119
Fon: (0521) 106-4202/03
Fax: (0521) 106-89 008

E-Mail:
gleichstellungsbuero@uni-bielefeld.de

Unsere Sprechzeiten:
Montags - Donnerstags
9.00 - 13.00

Das Gleichstellungsbüro ist die erste Anlaufstelle für Terminvereinbarungen  und für Fragen aller Art.

Genderkompetenz

Die Einbeziehung einer Geschlechterperspektive in Lehre und Studium setzt - in Anlehnung an eine Definition von "Genderkompetenz" des ehemaligen Gender-Kompetenzzentrums Berlin - ein "Wollen", ein "Wissen" und ein "Können" voraus. Notwendig ist das Wollen, geschlechtergerechte Lehrinhalte und -formen zu verankern, das Wissen, um welche Inhalte (der Geschlechterforschung) es dabei geht, und das Können, nämlich die strukturelle Verankerung in den Curricula und die Bereitstellung der notwendigen Ressourcen zur Umsetzung. (pdf. Gender Curricula- Studie)

Im Lehralltag genderkompetent zu handeln, bedeutet vor dem Hintergrund von Wissen und Wahrnehmung, dass Geschlechterverhältnisse sozialen Konstruktionsprozessen unterliegen, an denen Personen und Strukturen aktiv mitwirken (doing gender), die eigene Verortung in Geschlechter- und anderen Ungleichheitsverhältnissen sowie zu eigenen Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit zu reflektieren. Dies ermöglicht einen gendersensiblen Umgang mit Studierenden in Lehr- und Beratungsinteraktionen, weil es einen Abschied vom Bild eines ?Normalstudenten? (ein Abiturient deutscher Herkunft, der unmittelbar nach der Schulzeit ein Vollzeitstudium aufnimmt) bedeutet und somit Spielräume für vielfältige Lern- und Lehrformen eröffnet.

Die Kenntnisse aus der Frauen- und Geschlechterforschung, ebenso wie aus der Ungleichheitsforschung über Auswirkungen sozialer Ungleichheiten in Bezug auf das Geschlecht, können z.B. hinsichtlich Lernstrategien, Kommunikations- und Interaktionsstrukturen und Interessen berücksichtigt werden (vgl. Auferkorte-Michaelis/Schönborn 2009: 21f.). Genderkompetenz bei Lehrenden und Studierenden kann somit helfen Diskriminierungen zu vermeiden. Auf der Ebene von Strukturen und der Organisation von Studium und Lehre zielt Genderkompetenz darauf ab, ausgewogene Verhältnisse der Akteursgruppen anzustreben, Arbeitsbereiche geschlechterparitätisch zu besetzen und geschlechterstereotype Arbeitsteilung zu vermeiden.

Gender- und Diversitykompetenz auf einen Blick

4 Dimensionen von Gender-Kompetenz

 

Fachkompetenz

  • Wissen über Ungleichheitsverhältnisse, bezogen auf Geschlecht: Geschlechterverhältnisse und -konstruktionen; Methodenkenntnisse zur Analyse von Geschlechterungleichheiten und deren Ursachen

Methodenkompetenz

  • Fähigkeiten zur Transformation von sozialen Ungleichheiten, zur Lösung von Konflikten, die durch diskriminierende Strukturen und Prozesse entstehen

Sozialkompetenz

  • Fähigkeit soziale Interaktionen und Prozesse so zu gestalten und zu transformieren, dass sie Chancengleichheit fördern

Selbstkompetenz

  • Fähigkeit zur Reflexion eigener Identitätsvorstellungen, Denkstrukturen und Handlungsformen, zur Reflexion der eigenen gesellschaftsbiographischen Prägungen als z.B. Mann/Frau/Trans*/Inter*, weiß/of colour, Migrant_in, (nicht-)behindert, hetero-/homo-/bi-/asexuell

in Anlehnung an Liebig (2009)

Im Sinne von Diversitykompetenz lässt sich die Auflistung auf andere Ungleichheitsverhältnisse und Differenzkategorien erweitern.

Literatur:

Auferkorte-Michaelis, Nicole/Schönborn, Anette: Gender als Indikator für gute Lehre. In: Auferkorte-Michaelis, Nicole (Hrsg.)(2009): Gender als Indikator für gute Lehre : Erkenntnisse, Konzepte und Ideen für die Hochschule. Opladen: Budrich UniPress. S. 15-26.

Hilgemann, Meike/Kortendiek, Beate/Knauf, Anne (2012): Geschlechtergerechte Akkreditierung und Qualitätssicherung - Eine Handreichung. Analysen, Handlungsempfehlungen & Gender Curricula. Studien Nr. 7, Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW. Essen.

Liebig, Brigitte (Hrsg.) (2009): Handbuch Gender-Kompetenz: ein Praxisleitfaden für (Fach-)Hochschulen. Zürich : vdf Hochschulverlag an der ETH.