Das Gleichstellungsbüro
 
 
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Universität Bielefeld > Das Gleichstellungsbüro
  

Bundesweiter Wissenschaftstag Geschlechterforschung am 18.12.2017 (#4genderstudies)

Informieren Sie sich über das breite Angebot zu Forschung und Lehre an der Universität Bielefeld in den Gender Studies am IZG.

 

Workshop: Karrierewege nach dem Hochschulabschluss - Meet the female Professionals!

Wie können Karrierewege nach dem Hochschulabschluss aussehen? Wie verlaufen besonders weibliche Berufsbiografien? In welchen spannenden Arbeitsfeldern kann ich mit meinem Hochschulabschluss in der Wirtschaft tätig sein? Und wie kann ich Netzwerke zu berufstätigen Frauen aufbauen, die schon mitten im Berufsleben stehen?

Am 17. Januar 2018 findet eine Netzwerk-Veranstaltung für Studentinnen, Doktorandinnen und Absolventinnen der Universität Bielefeld und der FH Bielefeld in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL statt. Anmelden können Sie sich hier.

 

Fortbildung vom Frauennotruf e.V. Bielefeld am 25. Januar 2018

Im Januar 2018 findet eine halbtägige Fortbildung zum Thema "Professioneller Umgang mit Fällen von sexueller Belästigung" vom Frauennotruf Bielefeld e.V. in der Universität Bielefeld statt. Diese richtet sich an Führungskräfte aller Leitungsebenen, Interessen- und Gremienvertretungen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

->Kontakt:

Das Gleichstellungsbüro
der Universität Bielefeld
Universitätsstraße 25
D-33615 Bielefeld

Räume: L3 -- 113/ 117/ 119
Fon: (0521) 106-4202/03
Fax: (0521) 106-89 008

E-Mail:
gleichstellungsbuero@uni-bielefeld.de

Unsere Sprechzeiten:
Montags - Donnerstags
9.00 - 13.00

Das Gleichstellungsbüro ist die erste Anlaufstelle für Terminvereinbarungen  und für Fragen aller Art.

Gender als Indikator für gute Lehre und Forschung

Im Sinne einer umfassenden universitären Ausbildung, die nicht nur die Vermittlung fachlich-inhaltlicher Kompetenzen zum Ziel hat, sondern auch Reflexivität und Bewusstsein über unterschiedliche eigene und fremde Lebenslagen anregt, gilt Gender inzwischen als ein wesentlicher Indikator für die Bewertung guter Lehre. Aufgrund gesellschaftlicher Veränderungsprozesse sind Hochschulen zunehmend Orte, an denen sich Menschen unterschiedlichster Hintergründe und Zugehörigkeiten als Lehrende, Studierende und Mitarbeitende begegnen. "In der Debatte um die Verbesserung der Qualität der Lehre lässt sich aus der Perspektive einer intersektionalen, d.h. verkürzt Verschiedenheit berücksichtigenden Hochschuldidaktik die These vertreten, dass gendergerechte Lehre nachhaltige Lernerfolge fördert und damit zum Indikator für gute Lehre wird." (Auferkorte-Michaelis/Schönborn 2009: 15).

Eine geschlechtersensible Perspektive auf die eigene Disziplin ermöglicht eine kritische Auseinander-setzung in Bezug auf Geschichte und Entwicklungen des Faches. Das heißt, dass die Geschichte von Fachdisziplinen mit Blick auf die Beteiligung von Frauen und deren Errungenschaften mitunter anders erzählt werden muss. Die gängige Genealogie von Disziplinen ist männlich geprägt und spart dabei in der Regel nicht-männliche Ergebnisse aus. Außerdem gibt es Frauen- und Geschlechterforschung in nahezu allen Disziplinen. Siehe hierzu die Datenbank Gender-Curricula des Netzwerks Frauenforschung NRW. Aus einer Genderperspektive werden Problematiken sichtbar, die ohne sie verdeckt blieben. Des Weiteren erfordert die Berücksichtigung von Gender in der Lehre einen geschlechtersensiblen Umgang von Lehrenden und Studierenden, sowohl in den Lehrveranstaltungen als auch in sonstigen organisatorischen Begegnungen (Beratung, Sprechstunde, Studienorganisation etc.) sowie in der geschlechtersensiblen Vermittlung der Inhalte, also der Didaktik, unabhängig davon, ob die Inhalte Genderaspekte berücksichtigen.

Genderkategorien guter Lehre teilen sich auf in sieben Hauptkategorien (nach Jansen-Schulz/Riesen):

  • Berücksichtigung der einschlägigen Geschlechterforschung und der Forschungsansätze von Wissenschaftlerinnen,
  • Lernziel: Gender-Diversity-Kompetenz als Schlüsselkompetenz der Studierenden,
  • Inhaltliche Berücksichtigung von Genderaspekten
  • Inhaltliche Berücksichtigung von Diversityansätzen
  • Genderorientierte didaktische Ansätze,
  • Entwickeln und Anbieten von Gendermodulen,
  • Berücksichtigung von Genderaspekten in der Studiengangsorganisation (Jansen-Schulz/Riesen 2009: 74).

Literatur:

Jansen-Schulz, Bettina/Riesen, Katrin van: Integratives Gendering in Curricula, Hochschuldidaktik und Aktionsfeldern der Leuphana Universität Lüneburg. In: Auferkorte-Michaelis, Nicole (Hrsg.)(2009): Gender als Indikator für gute Lehre : Erkenntnisse, Konzepte und Ideen für die Hochschule. Opladen: Budrich UniPress. S. 65-86