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'...und hinterher?' Promotion als Karrierechance

Wissenschaftlerin in außeruniversitären Forschungseinrichtungen

Für jeden Fachbereich gibt es eine Vielzahl außeruniversitärer wissenschaftlicher Institute und Einrichtungen, die Forschungsarbeit leisten und besonders für empirisch versierte WissenschaftlerInnen immer wieder interessante Arbeitsplätze anbieten. Ein beispielhafter Überblick über Institute aus dem Bereich der Bildungsforschung findet sich auf den Seiten des Deutschen Bildungsservers unter der Rubrik 'Institutionen': www.bildungsserver.de

Viele dieser außeruniversitären Einrichtungen finanzieren sich überwiegend aus öffentlichen Mitteln. In solchen Fällen gelten auch hier die 2 x 6-Befristungsregelungen.

Weitere Chancen im außeruniversitären Bereich

Im außeruniversitären Bereich zahlen sich neben den fachlichen Qualifikationen besonders die positiven Attributionen eines Doktortitels aus: Ausdauer, Disziplin und Zielorientierung, die Befähigung eigenständig arbeiten und komplexe Sachverhalte schnell erfassen zu können. Dies sind Zuschreibungen, die Sie außerhalb der Universität für Stellen auf Leitungsebene interessant machen:

Dies gilt z.B. für Institute, Landesanstalten u.ä. Einrichtungen, die wissenschaftliche Tätigkeiten begleiten, verwalten und organisieren sowie mit WissenschaftlerInnen kooperieren.

Auch Einrichtungen wie Museen oder Volkshochschulen, die sich an ein gebildetes Publikum wenden, besetzen gehobene Positionen mit Außendarstellungskraft gerne mit einem Herrn oder einer Frau Doktor. Das Image eines solchen Titels ist außerhalb der Universität wesentlich höher als im wissenschaftlichen Bereich selbst.

Auch in der Wirtschaft verfügen Promovierte laut Studien über ein durchaus positives Image. Die Unternehmen schätzen analytische Fähigkeiten, Fachwissen und Karriereorientierung stärker noch als das Thema der Dissertation selbst. Höhere Gehaltsforderungen und auch das höhere Einstiegsalter werden durchaus in Kauf genommen, allerdings meist nicht über das 32. Lebensjahr hinaus. Ein besonderes Interesse an Promovierten haben Unternehmensberatungen, die gerne BeraterInnen mit hoher Qualifikation anbieten können.

In manchen außeruniversitären Bereichen ist eine Promotion mittlerweile sogar Pflicht:
Wer heute als (Kunst-)Historikerin in Museen und Gedenkstätten Karriere machen will, wird ohne Dissertation nicht weit kommen. Die Anforderungen sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen, nicht zuletzt wegen des großen Angebots an entsprechend qualifizierten BewerberInnen. Ähnlich sieht es in forschungsorientierten Bereichen der Industrie aus. Will man dort als NaturwissenschaftlerIn nicht auf dem Gehalts- und Stellenniveau technischer Angestellter verharren, ist eine Promotion ein Muss - zumindest in Deutschland.

Obwohl die Chancen auf dem außeruniversitären Arbeitsmarkt somit grundsätzlich positiv sind, kann dennoch nicht pauschal zu einer Promotion geraten werden: IhreWirkung ergibt sich immer erst aus der Kombination des gesamten Qualifikationsprofils. Sie muss sich hier sinnvoll einfügen, dieses ausbauen und schärfen. Wird eine Promotion als qualifikatorische Weiterbildung mit Blick auf außeruniversitäre Positionen in Erwägung gezogen, sollten Sie diese Entscheidung sehr überlegt treffen und z.B. eine Laufbahnberatung in Anspruch nehmen.

Literaturtipp
Jürgen Enders und Lutz Bornmann: Karriere mit Doktortitel? Ausbildung, Berufsverlauf und Berufserfolg von Promovierten, Campus Verlag, 2001.

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