Das Gleichstellungsbüro
 
 
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Aktuelles

Workshop zum Thema Netzwerken für Frauen

Am 30.11.2016 findet der Workshop "Karrierewege nach dem Hochschulabschluss: Meet the female professionals!" von 14 Uhr s.t. bis 17 Uhr im Haus Wellensiek statt. Dieser Workshop richtet sich an alle Studentinnen, Doktorandinnen und Absolventinnen der Uni Bielefeld und FH Bielefeld. Weitere Informationen zu den teilnehmenden Berufsfeldern und der Anmeldung finden Sie hier.

 

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Am 25. November 2016 ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und wir möchten auf Aktionen rund um diesen Tag in Bielefeld aufmerksam machen. Sie finden hier alle Informationen und Aktionen, sowie auf der Homepage der Stadt Bielefeld.

 

Graphic Novel "Hinter den Türen"

In diesem Monat ist das erste Kapitel der Graphic Novel "Hinter den Türen" erschienen. Diese wurde in Zusammenarbeit mit dem Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" entwickelt und lenkt den Blick auf eine unbequeme Wahrheit: Gewalt gegen Frau findet mitten in der Gesellschaft statt, aber viel zu oft wird geschwiegen. Den Link zur aktuellen und den kommenden Episoden finden Sie hier.

 

->Kontakt:

Das Gleichstellungsbüro
der Universität Bielefeld
Universitätsstraße 25
D-33615 Bielefeld

Räume: L3 -- 113/ 117/ 119
Fon: (0521) 106-4202/03
Fax: (0521) 106-89 008

E-Mail:
gleichstellungsbuero@uni-bielefeld.de

Unsere Sprechzeiten:
Montags - Donnerstags
9.00 - 13.00

Das Gleichstellungsbüro ist die erste Anlaufstelle für Terminvereinbarungen  und für Fragen aller Art.

Arbeitsgruppe der Kommission für die Gleichstellung von Frauen und Männern (FGK)

 
·     Zukunft für Sekretärinnen?!

Eine seit 1989 aktive Arbeitsgruppe der Zentralen Gleichstellungskommission für die Mitarbeiterinnen in Technik und Verwaltung (MTV):

 

sekr

 

„Wir sind Sekretärinnen aus verschiedenen Fakultäten/Einrichtungen der Universität Bielefeld und arbeiten mit den Gleichstellungsbeauftragten, dem Personalrat und der Gewerkschaft ver.di zusammen.

Unsere aktuellen Schwerpunkte sind z. Zt.:

  • Unterbewertung von Frauenarbeit abbauen
  • Vorschläge für eine diskriminierungsfreie Entgeltordnung im neuen TV-L
  • Innerbetriebliche Fort- und Weiterbildung verbessern
  • Anregungen zur Umsetzung des Gleichstellungsplanes für Mitarbeiterinnen inTechnik und Verwaltung
 Die Arbeitsgruppe widmet sich seit langem Aktionen gegen die Unterbewertung von Frauenarbeit, die auch im alten BAT bzw. dem neuen TV-L nachzuweisen ist. Ausgangspunkt war das von der Bundeskonferenz der Hochschulfrauenbeauftragten veranlasste Gutachten von Barbara Degen „Bewertung der Tätigkeiten von Frauen am Arbeitsplatz Hochschule im nichtwissenschaftlichen Bereich“ (Bonn 1995). Die aus diesem Gutachten resultierenden Forderungen Lohnsummenstatistik“ (Vergleich des Durchschnitts der Frauen- und Männerlöhne) und Gleichstellungskommission zwischen Tarifpartnern zur Entdiskriminierung des BAT waren Grundlage für die weitergehende Arbeit der Arbeitsgruppe.
 

frauenlohn

 

2001 wurde in Bielefeld ein Teil eines EU-Projektes Alles was recht ist: Frauen verdienen mehr durchgeführt. Unter Anleitung von Dr. Karin Tondorf (Berlin) und Anna Stefaniak (Sozialforschungsstelle Dortmund)[1] wurden die Tätigkeiten einer Gruppe von Sekretärinnen und einer Gruppe von vergleichbaren männlich dominierten Berufen, wie z. B. Handwerkern, miteinander verglichen, um unter dem Einsatz von ABAKABA (Schweizer Modell einer analytischen Arbeitsplatzbewertung) diskriminierende Bewertungsanteile zu identifizieren. Im Schnitt lagen die Einkommen der Frauen mit gleichwertigen Tätigkeiten ca 300,-- Euro unter denen der Männer.

Seit geraumer Zeit versuchen wir auf verschiedenen Ebenen darauf Einfluss zu nehmen, dass die als Ergänzung zum neuen TV-L (Tarifvertrag der Länder) zwischen den Tarifparteien zu verhandelnde Entgeltordnung Erkenntnisse aus dem Projekt zur diskriminierungsfreien Arbeitsbewertung aufnimmt und endlich zu einer gerechteren Vergütung von Frauenarbeit beiträgt. Auf der Grundlage von ABAKABA hat die Gewerkschaft ver.di einen Vorschlag erarbeitet, der in die Verhandlungen über eine Neue Entgeltordnung mit den öffentlichen Arbeitgebern eingebracht wurde. Die Arbeitgeberseite hat bisher keinen Vorschlag zu diskriminierungsfreien Entgelten gemacht. Sie verharrt auf den altenBAT-Grundsätzen. Die Arbeitsgruppe Zukunft für Sekretärinnen?! weist in ihrem aktuellen Informationsblatt auf die diskriminierenden Bestandteile des BAT (Bundesangestellentarifvertrag) hin und entlarvt die Methode der mittelbaren Diskriminierung.

mehr Infos

 

Leider haben sich die Tarifparteien Ende 2011 darauf geeinigt, die alte Entgeltordnung nur zu entrümpeln, dafür aber für seit 2006 Eingestellte die Eingruppierungsgrundsätze zu verbessern, aber ansonsten die bestehenden diskriminierenden Eingruppierungs­mechanismen weiter wirken zu lassen. Das neue ver.di- Modell soll immerhin noch in ausgewählten Betrieben rechnerisch erprobt werden, was aber wenig über die Chancen zur Umsetzung aussagt.

Am 23.03.2012 war wieder Equal Pay Day , wo auf die existierende Entgeltlücke von 23 % zwischen Männern und Frauen in der BRD als europäischem Schlusslicht hingewiesen wird. Diese Differenz beruht auf verschiedenen Faktoren, wie unterschiedlicher Berufswahl (wobei die Schlechterbezahlung von Frauenarbeiten z. B. im Pflegebereich gegenüber technischen Berufen kein Naturgesetz, sondern die Auswirkung von Geschlechterstereotypen, historischen Entwicklungen und Machtverhältnissen ist), längere Ausfallzeiten durch Kindererziehung und geringere Teilhabe an Führungspositionen. Aber auch bei gleichen Bedingungen ist der Unterschied zwar geringer aber noch eklatant. Damit wird die bestehende Rentenlücke in Zukunft auf 59 % für Frauen anwachsen.

Da alle Bemühungen um eine diskriminierungsfreie Entgeltordnung vorerst als gescheitert anzusehen sind, wenden wir uns nun hilfsweise verstärkt den Initiativen zur Beseitigung der Diskriminierung durch Gesetze zu.  So haben wir beim Infostand zum Equal Pay Day Unterschriften für die Postkartenaktion des DGB für ein Entgeltgleichheitsgesetz gesammelt.

 

EqualPayDay

 

Weitere Schwerpunkte der Arbeitsgruppe sind die Verbesserung der innerbetrieblichen Fort- und Weiterbildung und die Mitwirkung an der Umsetzung und Weiterentwicklung des Gleichstellungsplanes für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und Verwaltung.

Einen Überblick der umfangreichen Aktivitäten der AG bietet der folgende Zeitstrahl.

 

Treffen der Arbeitsgruppe finden regelmäßig mittwochs um 12 Uhr in L4-100 statt. Wir freuen uns über Interessentinnen, die frischen Wind, neue Ideen und Engagement für unsere Arbeit mitbringen!“

Kontakte: Jutta Grau – e-mail: frauenbuero@uni-bielefeld.de, Herta Ritsche, IDM – email: herta.ritsche@uni-bielefeld.de, Gitta Schmidt: gitta.schmidt@philosophie.uni-bielefeld.de

 


[1] Stephaniak, Anna/Tondorf, Karin u.a.: Alles was recht ist, Dortmund 2001,: Rainer Haupp Verlag, ISBN: 3-87988-615-6