Anfang 2012 wird die alte, nicht mehr zeitgemäße Telefonanlage der Universität Bielefeld von einer neuen und modernen Anlage abgelöst, die auf dem Internet Protokoll (IP) basiert. Beim sogenannten Voice over IP (VoIP) laufen Telefonate über das Intranet der Universität.
Unter Voice over IP (kurz VoIP) versteht man das Telefonieren über Computernetzwerke mittels des Internet Protokolls (IP). Im Unterschied zum klassischen Festnetz werden bei Voice over IP keine "Leitungen" geschaltet, sondern die Sprache in Pakete umgewandelt und jedes einzelne Paket für sich als IP-Paket übertragen. Diese IP-Pakete werden dann im Netzwerk (gleich ob LAN, WAN oder Internet) zum gewünschten Ziel gesendet. Durch die Verschmelzung von IP-Netz und Telefonie lassen sich interessante Funktionen realisieren, wie z. B. der Zugriff auf Telefonbücher, die auf dem Rechner gepflegt werden oder das Einrichten von Rufumleitungen aus der Ferne.
Genau wie bei der klassischen Telefonie wird die Sprache als analoges Signal mithilfe eines Mikrofons am Hörer aufgenommen. Über einen Analog/Digital-Wandler werden diese Signale dann in ein digitales Format gewandelt und in entsprechende Audioformate kodiert. Hierfür stehen verschiedene Codecs zur Verfügung, die die Sprache kodieren. Nach der Kodierung der Daten werden diese über ein Netzwerk versendet. Im Netzwerk gibt es dann Knoten, sogenannte Router, die die (IP-) Pakete bis zum Ziel leiten. Für die Übertragung der Daten wird bei Voice over IP derzeit das IP-Protokoll der Version 4 genutzt. Für die Signalisierung der Anrufe wird das Protokoll SIP verwendet. Weiterhin besteht die Möglichkeit, diese Gespräche zu verschlüsseln. Ein Abhören der Telefonate ist somit nicht möglich.
Um eine Verbindung zu einem herkömmlichen Festnetzanschluss herzustellen, benutzt man sogenannte Gateways (Vermittlungsrechner, "Übersetzer"). Diese Gateways sind zum einen mit dem Computernetzwerk als auch mit dem normalen Telefonnetz verbunden und leiten die Anfragen in beide Richtungen weiter. Dabei werden die IP-Pakete auf der einen Seite in einen digitalen Bitstrom für das ISDN-Netz übersetzt. Ruft man also von seinem IP-Telefon eine Festnetznummer an, so wird diese über das Gateway ins ISDN-Telefonnetz übertragen und die Verbindung wird durchgestellt.
Für Neuanschlüsse gelten hinsichtlich Geräte und Preise die Angaben aus dem "Neuanschluss-Portfolio" . Das "Austausch-Portfolio" greift, wenn ein Gerät gewechselt werden soll.
Hinweis:
Im Rahmen der Umstellung der alten Telefonanlage auf Voice over IP im Jahr 2012 werden die Bestandstelefone der Firma Siemens kostenlos gegen das neue Cisco VoIP Standardtelefon vom Typ 6945 ausgetauscht.
Im Rahmen der Umstellung der Telefonie auf Voice over IP (VoIP) erhält jeder berechtigte Nutzer ein Standardgerät (Cisco 6945).
Im Rahmen einer Aktion ist ein Upgrade auf das Telefon Cisco 8945 (Farbe schwarz) möglich. Die Aktion läuft, solange der Vorrat reicht. Der unterschriebene Umbuchungsantrag muss dem HRZ vorgelegt werden. Die Herausgabe der Geräte erfolgt entsprechend der Antragseingänge. Die Auslieferung erfolgt im Rahmen der Umstellung.
Die Cisco VoIP-Telefone bieten eine Vielzahl von Funktionalitäten wie Kurzwahltasten, persönliches Telefonbuch oder Rufumleitungen. Dank einer speziellen Software namens CCMUser kann auf diese Funktionen schnell und komfortabel zugegriffen werden. Um CCMUser nutzen zu können, wird ein sogenannter UMS-Account benötigt. Nach Benachrichtigung über die Freischaltung des UMS-Accounts per E-Mail, dauert es einige Tage bis eine zweite E-Mail mit dem Hinweis: "Zugang zum CCMUSER freigeschaltet" verschickt wird. Erst ab diesem Zeitpunkt ist es möglich, den CCMUser Zugang zu nutzen.
Wem die Eingabe der Rufnummer über die Tastatur des Telefons zu mühsam ist, der kann diese auch am PC eingeben und anwählen. Möglich wird dies dank einer weiteren Funktion des CCMUser, dem Webdialer. WebDialer:https://cm.voip.uni-bielefeld.de/webdialer/Webdialer
Unified Messaging Services (UMS) oder Unified Messaging (UM) bezeichnet die Integration verschiedener Nachrichtenarten wie E-Mail, Sprachnachricht (Anrufbeantworter) und Fax auf einer gemeinsamen Plattform. Alle empfangenen Informationen liegen in einer Mailbox und können von dort aus schnell und komfortabel verwaltet werden − auch von unterwegs.