I²SoS
 
 
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Aktuelles

 ZiF Conference: Responsible Research and Innovation: (RRI): Coming to Grips
with a Contentious Concept, 30.03.17 - 01.04.17
 John-G.-Diefenbaker-Preis für Prof. Martin Carrier
Auszeichnung für Prof. Martin Carrier:  "Blaise Pascal Medal in Social Sciences and Humanities" der Europäischen Akademie der Wissenschaften
Studiengang:  HEPS
Das I²SoS wurde am 3. Juli 2013 als neue Einrichtung in der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie gegründet.

 

Ziele

Wissenschaftliches Wissen spielt für Gestalt und Entwicklung moderner Gesellschaften eine herausragende Rolle. Die Wissenschaft und ihre Institutionen stellen ein prägendes Merkmal der Wissensgesellschaft und der technologischen Dynamik dar. Daher ist die systematische Analyse von Praxis und Institutionen der Wissenschaft sowie ihre Einbindung in gesellschaftliche Zusammenhänge eine vordringliche Aufgabe sozial- und geisteswissenschaftlicher Forschung. Die aktuellen Forderungen nach größerer Innovativität und vermehrter Anwendbarkeit der Forschung heben die Bedeutung der Wissenschaft für die gesellschaftliche Entwicklung nochmals hervor und verweisen auch auf die Wichtigkeit einer systematischen, interdisziplinären Analyse ihrer Formen, Funktionen und Folgen.

Das I²SoS verfolgt das Ziel, die Wissenschaftsforschung zu stärken und insbesondere einen institutionellen Rahmen für eine koordinierte interdisziplinären Wissenschaftsforschung in Bielefeld zu schaffen. Beteiligte Disziplinen sind Wissenschaftsgeschichte, Wissenschaftsphilosophie (in Form von Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsethik), Wirtschaftswissenschaften, sowie weitere sozialwissenschaftliche Denkansätze. Diese Forschung soll sich auf die Bedingungen der Erkenntnisgewinnung in den empirischen Wissenschaften und die Folgen solcher Erkenntnisse konzentrieren. Wissenschaft wird als eine Institution aufgefasst, deren Erkenntnisorientierung sich in der Verpflichtung auf bestimmte Werte und in besonderen sozialen Wechselbeziehungen in Fachgemeinschaften ausdrückt. Zugleich unterliegt Wissenschaft gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und weist entsprechend einen engen Zusammenhang mit weiteren kulturellen Bereichen auf. Demnach stehen die Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlichen Vorgaben, der Verfasstheit der wissenschaftlichen Gemeinschaft und der Erkenntnisorientierung der Wissenschaften im Zentrum.

Mit dem Anspruch, soziale und kulturelle Charakteristika mit der Erkenntnisgewinnung der Wissenschaften in einen systematischen Zusammenhang zu bringen, bewegt sich I²SoS im Kernbereich der internationalen Wissenschaftsforschung. Dabei wird international und national meist mono- bzw. bidisziplinär vorgegangen (so mit der geisteswissenschaftlichen History and Philosophy of Science und den sozial- und kulturwissenschaftlich orientierten Science and Technology Studies). In Bielefeld werden mit der Wissenschaftsökonomie, der medizinischen Ethik sowie der Kognitionsforschung/Psycholinguistik neuartige Denkansätze aufgenommen, die sonst nur selten Teil der Wissenschaftsforschung sind. Für die beteiligten Disziplinen bedeutet die enge Zusammenarbeit im I²SoS eine grundlegende Erweiterung des Methodenportfolios, eine Bereicherung der Forschungsthemen und die Berücksichtigung von Erkenntnissen in einer größeren und vielfäl-tigeren Gemeinschaft, als es innerdisziplinär möglich ist.