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Der Master InterAmerikanische Studien ist in 12 Module gegliedert. Hierzu gehören 5 Pflichtmodule, 6 Wahlpflichtmodule und das Abschlussmodul, über die Sie sich hier per Klick genauer informieren können.
Dieses Modul dient der Einführung in den interdisziplinären regional- wissenschaftlichen Fachkontext und der Zusammenführung der Studierenden aus den verschiedenen Fachdisziplinen. Anschließend an ein Blockseminar treffen sich die Studierenden in einer semesterbegleiteten Studiengruppe, in der ein medienpraktisches Projekt mit abschließender Präsentation erarbeitet wird. Mögliche Themengebiete sind u.a. Ethnizität und indigene Bewegungen, transnationale Räume und Zonen des Kulturkontakts, Genderproblematik, Migration und Exil, Urbanisierung, politische Kommunikation, kulturelle Hybridität und Border Studies. Insgesamt umfasst dieses Modul 14 Leistungspunkte.
Aufgrund der interdisziplinären Ausrichtung des Studiengangs und der unterschiedlichen fachlichen Herkunft der Studierenden soll dieses Modul dazu dienen, fehlende Theoriekenntnisse und Überblickswissen individuell zu ergänzen. Hierzu wird ein im eKVV ausgewiesenes Veranstaltungsangebot der Fakultät für Soziologie, der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft sowie der Abteilung für Geschichtswissenschaft bereitgestellt. Insgesamt umfasst dieses Modul 12 Leistungspunkte, die mit mindestens 3 Veranstaltungen und ohne benotete Einzelleistungen erbracht werden müssen. Sprachveranstaltungen sind nicht anrechenbar.
Das Modul Transnational Area Studies unterteilt sich in zwei unabhängige Teilbereiche mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung: Modul 3a, Contact Zones and Intercultural Studies, und Modul 3b, Theoriemodul Transnationale Geschichte. Die Studierenden wählen einen dieser Teilbereiche im Sinne einer profilbildenden Entscheidung zwischen einem kulturwissenschaftlichen oder einem historisch-sozialwissenschaftlichen Schwerpunkt. Insgesamt umfasst dieses Modul 12 Leistungspunkte, die mit zwei Veranstaltungen und einer benoteten Einzelleistung erbracht werden müssen.
Inhaltliches Ziel dieses Moduls ist der Erwerb theoretischer und methodischer Perspektiven des Kulturkontaktes und -austauschs, Theorien kultureller Hybridität und der Transkulturation im interamerikanischen Kontext. Für dieses Modul sollen Studierende eine Veranstaltung aus dem Bereich „Cultural Theory and Cultural Studies“ oder „Literary Theory“, sowie eine Veranstaltung aus dem Bereich „Cultural Contact and Transculturation in the USA“ oder „Languages in Contact“ wählen. In diesen erwerben Studierende deskriptive, analytische, medien- und vermittlungsorientierte interkulturelle Kompetenzen und erlangen vor allem kommunikative und handlungsoriertierte Qualifizierungen im Hinblick auf Prozesse des Kulturaustausches und der Transkulturation.
Das Theoriemodul umfasst zwei Einzelveranstaltungen, die zusammen die theoretische Basis für den Ansatz des Gesellschaftsvergleichs vertiefen. Inhalte der Seminare sind die unterschiedlichen Konzeptionen des Vergleichs, des Transfers und der transnationalen Geschichtsschreibung. Hierbei werden theoretische Ansätze aus anderen Fachrichtungen, wie der Soziologie, der Literatur-, Kultur-, und Medienwissenschaft mit geschichtswissenschaftlichen Fragestellungen verknüpft. Insgesamt baut das Modul die Fähigkeiten zum Gesellschaftsvergleich und der Anwendung interdisziplinärer Theorien und Methoden aus. Die Studierenden sollen mit Hilfe der Konzepte von Vergleich und Transfer befähigt werden, eigene Forschungsvorhaben zu konzipieren.
In diesem Modul werden Veranstaltungen angeboten, die spezifische Fragestellungen, theoretische bzw. methodische Ansätze zur Analyse von Literatur, Medien und Kultur aufgreifen und vertiefen. Im Zentrum stehen dabei insbesondere Fragen der Transkulturation bzw. des kulturellen Austauschs. Es sollen insgesamt drei Veranstaltungen aus folgenden vier Bereichen gewählt werden: „American Literature and the Meeting of Cultures“, „American Literature and the Meeting of Cultures“ oder „Mediating American Literature“ sowie „Theorising the Meeting of Cultures in American Literature“. Die Studierenden vertiefen hier ihre Fachkenntnisse der literaturwissenschaftlichen Methoden und intensivieren darüber hinaus ihre interdisziplinären und interkulturellen Kompetenzen. Insgesamt umfasst dieses Modul 12 Leistungspunkte, die sich aus drei Veranstaltungen und einer benoteten Hausarbeit ergeben.
Ziel dieses Moduls ist es, Verständnis für die zentrale Rolle von Literatur und Medien im Kontext der Herausbildung, Transformation und Dekonstruktion kultureller Identitäten im iberoamerikanischen Raum zu vermitteln. Zu diesem Modul gehört je eine Veranstaltung aus den Bereichen „Literatura latinoamericana en su contexto histórico-social“ und „Teoría e historia de los medios en América Latina“. Die Unterrichtssprache ist Spanisch. Ausgehend von postkolonialen Theorien und der Kulturkontakt- und Hybriditätsforschung sollen im Sinne einer kulturwissenschaftlich ausgerichteten Literatur- und Medienwissenschaft insbesondere die für die lateinamerikanischen Kulturen prägenden Mischkulturphänomene der indigenen, europäischen und afrikanischen Kulturtraditionen (kulturelle Mestizaje, Synkretismus) angesprochen werden. Insgesamt umfasst dieses Modul 12 Leistungspunkte, die mit drei Veranstaltungen und einer benoteten Einzelleistung erbracht werden müssen.
Aus den folgenden Wahlpflichtmodulen sind zwei der Module 6, 7, 8, 9, 10 und 11 zu wählen. Das Modul 12 ist verpflichtend.
Mit diesem Modul können Studierende eine Profilbildung im literaturwissen- schaftlichen und kulturwissenschaftlichen Bereich vornehmen. Der Fokus dieses Moduls liegt auf den Repräsentationen des interkulturellen Austauschs in unterschiedlichen Medien sowie im Kontext der Alltagspraxis. Zur Analyse von Texten, Filmen und Kunstproduktionen werden kulturtheoretische Ansätze (u.a Cultural Materialism, Gender Studies, Media Studies) und literatur- wissenschaftliche Ansätze (u.a. Hermeneutics, New Criticism, Structuralism) sowie film- und medienwissenschaftliche Analysekriterien vermittelt. Studierende müssen hierfür eine Veranstaltung aus dem Bereich „Literatures in the Americas“ und eine Veranstaltung aus dem Bereich „Film and the Arts in the Americas“ oder „Representations of Intercultural Processes in the Americas“ wählen. Insgesamt umfasst dieses Modul 12 Leistungspunkte, die durch die Teilnahme an den Seminaren und die Anfertigung einer modulbezogenen Hausarbeit erlangt werden.
Dieses Modul befasst sich mit der Beschreibung und Analyse von Phänomenen des Sprachkontakts wie sie in nahezu jeder Sprachgemeinschaft wirksam sind: Kontakt zwischen natürlichen Sprachen zeigt sich sowohl beim Inidviduum (Bilingualismus, individuelle Mehrsprachigkeit) als auch in der Gesellschaft (Diglossie-Polyglossie). Sprachkontakt betrifft alle Ebenen des Sprachsystems und ist ein wesentlicher Faktor in Prozessen des Wandels von Sprachen und führt langfristig zu besonderen Formen von Kontaktsprachen (Mischsprachen, Vehikulärsprachen, Pidgins, Kreolsprachen), deren Analyse zentrale Erkenntnisse für Sprachtheorie und Universalforschung liefert. Dieses Modul umfasst 12 Leistungspunkte und es sollen jeweils eine Veranstaltung zum Thema „Sprachliche Varietäten, Sprachkontakt und Sprachwandel“ sowie eine Veranstaltung zum Thema „Kontaktsprachen“ oder „Mehrsprachigkeit“ belegt und eine benotete Einzelleistung in Form einer Hausarbeit erbracht werden.
Ziel dieses Moduls ist es, die theoretische Basis zur Erforschung transnationaler Beziehungen und ihre historischen Varianten auf dem amerikanischen Doppelkontinent zu vertiefen. Hierzu sollen jeweils ein Kurs zur transnationalen Geschichte und ein Seminar zur transnationalen Geschichte belegt werden. In diesen werden miteinander in Beziehung stehende Themen behandelt, in deren Mittelpunkt Fragen der Globalisierung, des Kolonialismus und anderer transnationaler Prozesse stehen. Der Kurs behandelt in der Regel Themen, die übergreifende Forschungsfragen thematisieren, während das Seminar stärker in die Tiefe einzelner Forschungsfragen einsteigt. Das Modul umfasst 12 Leistungspunkte, die mit der Belegung von Kurs und Seminar sowie einer benoteten Hausarbeit im Seminar erbracht werden.
Ausgehend von der Annahme, dass sich heute ein globaler Zusammenhang- eine „Weltgesellschaft“- herausgebildet hat, befassen sich die Lehrveranstaltungen dieses Moduls mir der Frage, über welche Prozesse die Herausbildung globaler Strukturzusammenhänge verläuft und wie diese ihrerseits auf regionale und lokale Strukturen zurückwirken. Diese Fragestellung soll einerseits am Beispiel unterschiedlicher Funktionssysteme (Recht, Wirtschaft, Soziologie) konkretisiert und andererseits aus mikrosoziologischer Perspektive behandelt werden. Das Modul vermittelt Kenntnisse verschiedener methodologischer und methodischer Ansätze zur Entwicklung von weltgesellschaftlichen und transnationalen Fragestellungen sowie Kompetenzen für ein besseres Verständnis der Konfliktbearbeitung in Feldern wie Migrations-, Entwicklungs-, und Sozialpolitik. Dieses Modul umfasst 12 Leistungspunkte, die durch die Belegung einer Vorlesung „empirisch“ und einem Seminar „empirisch“ oder „handlungsorientiert“ sowie durch eine benotete Einzelleistung in Form einer Hausarbeit oder einer Klausur erbracht werden.
Dieses Modul behandelt konkrete soziale Prozesse und soziokulturelle Mechanismen der Vergemeinschaftung und Vergesellschaftung auf der Ebene der Weltgesellschaft. Ausgangspunkt sind einerseits die Spannungs- verhältnisse, die sich aus den Beziehungen und den ungleichen Globalisierungsgeschwindigkeiten funktional differenzierter Systeme ergeben und andererseits Prozesse der Inklusion und Exklusion aus diesen Systemen, die mit kultureller und geschlechtsspezifischer Differenzierung einhergehen. Die Studierenden lernen, akademische Debatten und politische Maßnahmen über die Ursachen und Konsequenzen von Globalisierung und Transnationalisierung einzuordnen und die Folgen für soziale Integration herauszuarbeiten. Das Modul umfasst 12 Leistungspunkte, die durch die Teilnahme an einer Vorlesung „empirisch“ und einem Seminar „empirisch“ oder „handlungsoriertiert“ sowie einer benoteten Einzelleistung in Form von einer Hausarbeit oder eines Projektberichts zu erbringen sind.
Dieses Modul befasst sich mit den Modalitäten der kollektiven politischen und sozialen Bearbeitung transnationaler Prozesse in der Weltgesellschaft. Damit wird ein zentrales Bindeglied zwischen globaler und transnationaler Dynamik betrachtet und die Meso-Ebene im Sinne der politischen Bearbeitung von Transnationalisierung sowie die Konsequenzen für Individuen und für Kollektive einbezogen. Mit verschiedenen konzeptuellen und methodologischen Ansätzen sollen weltgesellschaftliche Fragestellungen analysiert werden. Zudem sollen Studierende Kompetenzen ausbilden, die dem für die berufliche Tätigkeit in unterschiedlichen Organisationen notwendigen Anforderungsprofil der Konflitktbearbeitung und der Politikberatung entsprechen. Es soll jeweils eine theoretische Lehrveranstaltung im Bereich Global Public Policy und ein Seminar „empirisch“ oder „handlungsorientiert“ gewählt werden. Die 12 Leistungspunkte dieses Moduls werden durch die Teilnahme an den genannten Veranstaltungen und einer benoteten Einzelleistung in Form einer Hausarbeit oder eines Projektberichts erbracht.
Das Abschlussmodul besteht aus dem Forschungskolloquium InterAmerikansiche Studien und der Masterarbeit. Das Forschungskolloquium dient dabei der Präsentation der jeweiligen Projekte der Masterarbeiten und darüber hinaus der Vorstellung und Diskussion auswärtiger Forschungs- arbeiten zum Themenspektrum der InterAmerikanischen Studien. Die Studierenden lernen hier, wie konkrete Forschungsprojekte angegangen werden und welche kritischen Fragen daran gestellt werden. Mit der Anfertigung der Masterarbeit (ca. 70 Seiten) weisen die Studierenden ihre Kompetenz zur wissenschaftlichen Forschungsarbeit nach. Das Abschlussmodul umfasst insgesamt 34 Leistungspunkte.
Weitere Informationen zu den einzelnen Modulen finden Sie im Modulhandbuch.