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Beratungsstelle für Kinder mit Rechenstörungen




Herzlich Willkommen auf der Seite der Bielefelder Beratungsstelle für Kinder mit Rechenstörungen. Hier können Sie sich über Aufgaben, Voraussetzungen für die Teilnahme an einer Förderung, häufig gestellte Fragen (FAQ) und Literatur informieren.


Inhaltsverzeichnis dieser Seite:

Aufgaben und Ziele
Voraussetzungen für die Teilnahme an einer Förderung
Häufig gestellte Fragen
Literatur zum Thema Rechenstörungen


Aufgaben und Ziele


Die Beratungsstelle besteht seit dem Ende der 70er Jahre. Sie wurde ab 1994 von Prof. Dr. Schipper übernommen und weiterentwickelt. Seit dieser Zeit ist die Arbeit der Beratungsstelle eng in Forschung und Lehre eingebunden. Seit 2011 haben Prof. Dr. Andrea Peter-Koop und Dr. Thomas Rottmann die wissenschaftliche Leitung der Beratungsstelle übernommen. Die Aufgabenfelder der Beratungsstelle sind folgende:

Telefonische Beratung von Eltern, Lehrerinnen und Lehrern
Sowohl Eltern als auch Lehrerinnen und Lehrer können zu festgelegten Sprechzeiten (siehe rechts) bei der Beratungsstelle anrufen. Die telefonische Beratung dient als erste Anlaufstelle, wenn bei Kindern gravierende Probleme beim Mathematiklernen festgestellt wurden. Bei der telefonischen Beratung können auch Kinder für eine Förderung angemeldet werden.

Durchführung von Diagnosegesprächen bei gravierenden Problemen beim Mathematiklernen
In der Beratungsstelle können Diagnosegespräche mit Kindern stattfinden. Eine solche Diagnose wird nur dann durchgeführt, wenn grundsätzlich eine Aussicht auf Aufnahme in die Förderung besteht. Das Diagnosegespräch wird zu wissenschaftlichen Zwecken per Video aufgezeichnet und protokolliert. Die Erziehungsberechtigten unterzeichnen eine entsprechende Einverständniserklär-ung.

Betreuung der Förderungen von Kindern mit Rechenstörungen
In den Räumen des Didaktischen Labors werden in regelmäßigen Abständen Förderungen von Kindern mit Rechenstörungen durchgeführt. Die Förderungen finden wöchentlich über einen Zeitraum von gut drei Monaten statt. Die einzelnen einstündigen Fördersitzungen werden zu wissenschaftlichen Zwecken per Video aufgezeichnet und ausführlich vor- und nachbereitet. Die Förderungen werden von speziell ausgebildeten Studierenden übernommen, die in ihrer Arbeit durch die Mitarbeiter der Beratungsstelle betreut und unterstützt werden.

Angebot von Lehrveranstaltungen zum Thema "Prävention und Förderung"
Die Arbeit der Beratungsstelle ermöglicht Studierenden der Universität Bielefeld durch den Besuch entsprechender Lehrveranstaltungen eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Prävention von Rechenstörungen und der Förderung betroffener Kinder. Auch andere mathematikdidaktische Lehrveranstaltungen können auf die Erkenntnisse zurückgreifen, die durch die Arbeit der Beratungsstelle gewonnen werden.

Lehrerfortbildungen zum Thema "Rechenschwäche als schulische Herausforderung"
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beratungsstelle werden bundesweit für Lehrerfortbildungen von Schulämtern und Schulen eingeladen. Auch für das SINUS-Projekt werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beratungsstelle zu Fachtagungen als Referenten eingeladen, so auch zu den Bundestagungen in Hessen und Rheinland-Pfalz. Das Programm »SINUS an Grundschulen« entwickelt den mathematischen und naturwissenschaftlichen Grundschulunterricht weiter. Zehn Länder der Bundesrepublik nehmen mit ausgewählten Grundschulen aktiv am Programm teil, fünf weitere Länder als assoziierte Mitglieder.

Kooperationsprojekte der Beratungsstelle
Die Beratungsstelle ist in zahlreichen Kooperationsprojekten eingebunden:

FörSch Bielefeld: Seit dem Jahr 2006 besteht eine Kooperation zwischen der Beratungsstelle, dem Schulamt Bielefeld und der regionalen Schulberatungsstelle. Im Rahmen dieser Kooperation werden in Räumlichkeiten der Beratungsstelle und an Bielefelder Grundschulen Kinder mit Rechenstörungen gefördert und interessierte Lehrerinnen und Lehrer der Primarstufe und Sekundarstufe I in dieser Thematik fortgebildet. Ziel des Kooperationsprojektes ist es mindestens an jeder Bielefelder Grundschule eine Kollegin/einen Kollegen als Ansprechpartnerin/Ansprechpartner bei Rechenstörungen zu etablieren. Insgesamt wurden in diesem Projekt bereits mehr als 100 Lehrkräfte fortgebildet. Ein weiterer Durchgang ist in Planung

FörSch Lippe: Gemeinsam mit dem Schulamt des Kreises Lippe werden seit dem Jahr 2009 in einer jeweils einjährigen Fortbildung Lehrerinnen und Lehrer in Grundschulen in den Bereichen Diagnose und Förderung von Rechenstörungen ausgebildet. Im Rahmen dieser Fortbildung verpflichten sich die Kolleginnen und Kollegen eine Kleingruppe von vier Kindern zu fördern. Dabei werden sie durch Supervision unterstützt und erhalten durch theoretische Inputveranstaltungen das notwendige Hintergrundwissen. In den bisherigen zwei Durchgängen des Projekts konnten jeweils ca. 35 Lehrkräfte fortgebildet werden, ein weiterer Durchgang ist in Planung.

Kooperationsprojekt Gelsenkirchen: Angeregt durch die großen Erfolge der beiden FörSch-Projekte konnte durch das großartige Engagement des Schulamtes Gelsenkirchen und des Kompetenzteams in Gelsenkirchen auch hier eine Kooperation eingerichtet werden. Hier konnten seit 2008 80 Lehrkräfte der Primastufe und 40 Lehrkräfte der Sekundarstufe I fortgebildet werden. Ähnlich wie im Kreis Lippe fanden auch in Gelsenkirchen Förderungen in Kleingruppen, Supervisionsgespräche und Inputveranstaltungen zum Thema Rechenstörungen statt.


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Voraussetzungen für die Teilnahme an einer Förderung


Um an einer Förderung in der Beratungsstelle der Universität teilnehmen zu können, müssen Eltern bzw. Lehrerin oder Lehrer den (telefonischen) Kontakt mit der Beratungsstelle aufnehmen. Wurde der Erstkontakt durch die Lehrerin oder den Lehrer hergestellt, ist auch ein anschließendes Gespräch mit den Eltern erforderlich.
Das betreffende Kind muss die Grundschule besuchen. Förderungen von Kindern, die die erste Klasse besuchen, finden in aller Regel nicht statt.
Da die Förderung einmal wöchentlich in den Räumen der Universität Bielefeld stattfindet, müssen einerseits die Eltern bereit sein, ihr Kind regelmäßig zu den Förderterminen zu bringen. Andererseits muss dem betreffenden Kind die Hin- und Rückfahrt zu den Förderterminen zumutbar sein. Daher können nur Kinder im Nahbereich von Bielefeld aufgenommen werden.


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Häufig gestellte Fragen


Bis zu welchem Alter können die Kinder aufgenommen werden?
Es können nur Kinder in die Förderung aufgenommen werden, die die Grundschule besuchen. Kinder, die die erste Klasse besuchen, werden in aller Regel nicht in die Förderung aufgenommen.

Wie kann man sein Kind zur Förderung anmelden?
Um ein Kind anzumelden, müssen die Eltern mit der telefonischen Beratungsstelle Kontakt (siehe rechts oben) aufnehmen. Hier wird den Eltern mitgeteilt, welche Unterlagen für eine Bewerbung erforderlich sind.
Der Anmeldezeitraum beginnt im April.

In welchem Fall wird ein Diagnosegespräch mit dem Kind geführt?
Etwa im Juli wird anhand der Anmeldeunterlagen der einzelnen Kinder eine erste Vorauswahl getroffen. Das Diagnosegespräch dient dann der Erstellung eines Förderplans auf dessen Grundlage die Förderungen stattfinden können. Ein Diagnosegespräch wird ohne die Möglichkeit der anschließenden Förderung nicht durchgeführt.

In welchem Fall werden Kinder in die Förderung aufgenommen?
Generell bemühen wir uns, alle Kinder, bei denen wir einen Förderbedarf feststellen, auch zu fördern. Dies ist aus organisatorischen Gründen nicht immer möglich. Falls ein angemeldetes Kind deshalb nicht gefördert werden kann, werden wir trotzdem versuchen, den betroffenen Eltern bzw. der Lehrerin oder dem Lehrer weiter zu helfen, z. B. durch Gespräche mit dem/der Mathematik-/Förderlehrer oder -lehrerin.


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Literatur zum Thema Rechenstörungen


Es gibt mittlerweile eine unüberschaubare Flut an Büchern und Artikeln zum Thema Rechenstörungen. Eine Auswahl fundierter (und kurioser) Literatur findet sich im Didaktischen Labor, wo auch Beratung zu der vorhandenen Literatur in Anspruch genommen werden kann.

Einige grundlegende Artikel zum Thema Rechenstörungen können hier als pdf-Datei heruntergeladen werden:

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