Eine zentrale Frage dieses Projektes ist darauf gerichtet, wie die Veränderungen der Zu- oder Abnahme der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit mit gesellschaftlichen Entwicklungen einhergehen. Deshalb werden relevante Faktoren von sozialen Desintegrationsgefahren betrachtet.
Die Berichterstattung über die Entwicklung des Syndroms der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit zeigt eine differenzierte Entwicklung. Insbesondere haben Fremdenfeindlichkeit und die Einforderung von Etabliertenvorrechten zugenommen. Zugleich beleuchten die eingangs berichteten Verstörungen, die sich aus sozialen Desintegrationsängsten und -erwartungen, politischer Einflusslosigkeit und Orientierungslosigkeit zusammensetzen, steigende Ausmaße und erhöhte Intensität.
Desintegration: Die sozialstrukturelle Ebene
Abb.: Entwicklung der Mittelwerte GMF-Surveys 2002/2005/2008 in Ost- und Westdeutschland
Desintegration: Die institutionelle Ebene
Abb.: Entwicklung der Mittelwerte GMF-Surveys 2002/2005/2008 in Ost- und Westdeutschland
Desintegration: Die sozial-emotionale Ebene
Abb.: Entwicklung der Mittelwerte GMF-Surveys 2002/2005/2008 in Ost- und Westdeutschland