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Ein Projekt zur Datenaufbereitung

Die in der Vergangenheit bereits in so genannten Repositorien, also der Fachwelt zugänglichen Datenkatalogen und -archiven, publizierten Daten ausgewählter Projekte des IKG erfreuen sich regen Interesses in der Forschung. Für die Aufbereitung dieser Daten stand jeweils spezielle Förderung zur Verfügung. Die laufenden Untersuchungen sehen die Abgabe der Daten von Beginn an vor. Doch aus abgeschlossenen Projekten liegen weitere Datenbestände mit erheblichem Sekundärnutzungspotential aufgrund innovativer Methodik vor. Ihre Erschließung verursacht einen gewissen Aufwand, weil die Nutzung von Daten wesentlich mehr als die Übergabe von Dateien erfordert. Eine Bewilligung von Personalmitteln durch das Ministerium hat es dem IKG erlaubt, diese Daten aufzubereiten und einer Sekundärnutzung zugänglich zu machen.
Es wurden bisher unveröffentlichte Forschungsdaten aus Projekten des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung in den Jahren 1991 bis 2011 mit besonderer Bedeutung für die internationale Vorurteils-, Diskriminierungs- und Gewaltforschung (s. u.) erschlossen, dokumentiert und im Datenarchiv der GESIS veröffentlicht. Die Erschließung umfaßt die Beschreibung der Erhebungsinstrumente (Fragebögen, Skalen, Erhebungsmethoden) und die Prüfung bzw. Herstellung der Datenschutzkonformität bei Sekundärnutzung.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und andere Wissenschaftsorganisationen weisen darauf hin, daß Daten als Grundlage der wissenschaftlichen Erkenntnis bislang nur eingeschränkt zugänglich und oft nicht langfristig verfügbar sind. Dieser faktische Verlust von Daten für größere Nutzerkreise hat forschungsökonomisch erhebliche Nachteile für die Wissenschaft insgesamt und widerspricht einem Qualitätsverständnis, das strikte Methodenkritik einschließlich Replikationen verlangt. Die Wissenschaftsorganisationen fordern deshalb, Forschungsdaten sollen möglichst frei und überregional zugänglich und langfristig verfügbar sein. Aktuelle Forschungsprojekte sehen, dieser Forderung folgend, die Publikation ihrer Daten von Beginn an vor. In der Vergangenheit war die Datenweitergabe jedoch in der Regel nicht vorgesehen. Deshalb sind aus einigen abgeschlossenen Projekten wertvolle Daten vorhanden, deren Existenz nicht bekannt ist und die mangels adäquater Dokumentation nicht für eine Sekundärnutzung geeignet sind. Die Fördermaßnahme wurde genutzt, um ausgewählte Datensätze mit großer Bedeutung in der Konflikt- und Gewaltforschung nachträglich für die Sekundärnutzung zu erschließen.