Soziologische Analyse des bewegungsförmigen Rechtsextremismus

Kurzbeschreibung

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Forschungsprojekt untersucht den Wandel des bewegungsförmigen Rechtsextremismus in ausgewählten Sozialräumen. Im Unterschied zum parteiförmigen Rechtsextremismus, der auf die Eroberung staatlicher Macht abzielt, richtet der bewegungsförmige Rechtsextremismus sein Handeln auf außerparlamentarische Aktivitäten. Dabei wird der bewegungsförmige Rechtsextremismus als ein Prozess verstanden, der getragen wird von Akteuren und Gegenakteuren, ihren raum- und aktionsbezogenen Strategien, sowie ihren Erfolgen und Misserfolgen. Entsprechend wird der bewegungsförmige Rechtsextremismus nicht als eine homogene Bewegung betrachtet, sondern es werden seine vielfach ausdifferenzierten, teilweise miteinander konkurrierenden Strömungen in den Blick genommen. Dabei stellt sich die Frage, unter welchen Bedingungen der Wandel des bewegungsförmigen Rechtsextremismus eine Be- bzw. Entschleunigung erfährt, welche Bedingungen zu einer Homo- bzw. Heterogenisierung beitragen und Innovationen erzeugen, und unter welchen Bedingungen der partei- und der bewegungsförmige Rechtsextremismus voneinander profitieren bzw. unter welchen Bedingungen sie eher miteinander konkurrieren. Diese Fragen sollen dabei mithilfe von qualitativen Methoden in vier ausgewählten Sozialräumen vergleichend in den Blick genommen werden.

Laufzeit
01/2015-04/2018

Projektleitung
Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer

Projektmitarbeiter*innen
Manuela Freiheit
Dr. Peter Sitzer
Sylja Wandschneider

Förderung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)