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Kurzbeschreibung:
In diesem Projekt geht es um die moralische Integration in rechtsstaatlich verfassten Demokratien. Dafür ist es nötig, dass Heranwachsende das Wissen um die Normen und Prinzipien einer universalistischen Minimalmoral erwerben, die Fähigkeit entwickeln, diese auch in komplexen Situationen angemessen anzuwenden und die Bereitschaft aufbauen, sie auch unter persönlichen Kosten zu befolgen. Ziel ist die Analyse des Zusammenspiels dieser unabhängigen moralischen Lernprozesse. Forschungsleitend ist die Hypothese, dass demokratieabträgliche Haltungen nicht nur Korrelat defizitärer Persönlichkeitsstrukturen, sondern auch inhaltlich abweichender normativer Überzeugungen sein können. Soweit dies zutrifft, gewinnen politische Bildung und inhaltliche Moraldebatten ein eigenständiges Gewicht gegenüber Fragen der Gestaltung frühkindlicher Sozialisationserfahrungen.
Im Projekt wurden insbesondere folgende Themengebiete intensiv bearbeitet: Ziviltugenden Jugendlicher, Gewalthandeln Jugendlicher, Geschlechterstereotype und Geschlechtsidentifikation, partikularistische und universalistische Orientierungen und deren Zusammenhang mit Fremdenfeindlichkeit, moralförderliche (z.B. Relativismus) und moralabträgliche (z.B. reduktonistisches Menschenbild) Deutungsmuster |