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BiLieF - Bielefelder Längsschnittstudie zum Lernen in inklusiven und exklusiven Förderarrangements

Projektbeschreibung

 

Die Bielefelder Längsschnittstudie zum Lernen in inklusiven und exklusiven Förderarrangements (BiLieF) greift international geführte Debatten um Chancen und Risiken inklusiver versus exklusiver Formen der Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf auf und prüft, ob die damit verknüpften Hoffnungen und Erwartungen erfüllt werden. Die Studie liefert aussagekräftige Ergebnisse zur derzeit intensiv diskutierten Frage, ob sich Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen in verschiedenen Settings der Beschulung über einen Zeitraum von zwei Jahren unterschiedlich entwickeln. Dabei werden drei in Nordrhein-Westfalen etablierte organisatorische Modelle der Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf im Lernen verglichen: (a) die Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen, (b) der gemeinsame Unterricht / die Integrationsklasse sowie (c) die Grundschule mit Unterstützung durch ein Kompetenzzentrum für sonderpädagogische Förderung (KsF).
Dem theoretisch zugrunde gelegten Angebots-Nutzungsmodell (Helmke 2009) folgend werden diese Fördersettings als formal unterschiedliche Bildungsangebote gefasst, deren Wirkung maßgeblich von der konkreten Umsetzung und Nutzung abhängt. Aus dieser Perspektive kommt somit individuellen sowie kontextuellen Risiko- und Resilienzfaktoren eine entscheidende Bedeutung zu. Sie werden, ebenso wie Bildungsprozesse und –ergebnisse, in einem interdisziplinären Zugriff (Sonderpädagogik und Pädagogische Psychologie) modelliert und mit Rückgriff auf Fragebögen und standardisierte Tests zur Mitte der 3. Klasse sowie zu Anfang und Ende der 4. Klasse erfasst. Dabei stehen die Entwicklung des Selbstwertgefühls, des schulischen Wohlbefindens und der Lernmotivation sowie der Schulleistungen im Bereich Schriftsprache bei Kindern mit Lernbeeinträchtigungen im 3. und 4. Grundschuljahr im Fokus. Darüber hinaus zielt das Projekt durch die schriftliche Befragung von Eltern und Lehrkräften sowie durch Gruppendiskussionen mit ausgewählten Schulteams auf die Identifizierung (primär) schulischer Bedingungen ab, die innerhalb der drei Settings zur Persönlichkeits- und Lernentwicklung dieser Kinder beitragen. Die Ergebnisse können in der Praxis genutzt werden, um die zukünftige Entwicklung einer schulischen Angebotsstruktur für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Schwerpunkt Lernen zu begründen, um Konzepte der inklusiven Beschulung weiterzuentwickeln und um Schulentwicklungsprozesse in diesem Feld gezielt unterstützen zu können. Darüber hinaus können auf Basis der Projektergebnisse evidenzbasierte Angebote der Aus- und Fortbildung von Grundschullehrkräften sowie von sonderpädagogisch qualifizierten Lehrkräften entwickelt werden.

 

 

Ansprechpartner:

Sie wünschen Information zu unserem Projekt oder haben Fragen bezüglich unserer Studie? Gerne helfen Ihnen unsere Projektmitarbeiter weiter. Wenden Sie sich dafür bitte an:

Frau Dr. Julia Gorges




Universität Bielefeld

Fakultät für Psychologie
BiLieF
Postfach 100131
D-33501 Bielefeld

Fon:    +49 (0)521 106-4530
Fax:     +49 (0)521 106-156865
E-Mail: inklusion@uni-bielefeld.de

 

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