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DIESER STUDIENGANG IST AUSGELAUFEN. ZU ARCHIVZWECKEN EXISTIEREN DIESE WEBSEITEN NOCH. ALLERDINGS SPIEGELN SIE KEINEN AKTUELLEN STAND WIDER. InterkulturalitätDas Fach Frankreich- und Frankophoniestudien beschäftigt sich mit der französischen Sprache und Kultur in Vergangenheit und Gegenwart in Frankreich sowie in ihrer Verbreitung über die Grenzen von Religionen, Ethnien und Nationalstaaten hinweg - von Afrika bis Indochina, von Kanada bis in die Karibik. Welchen Umgang mit fremden Kulturen vertreten die Autoren der Aufklärung? Wie findet die Faszination des Orients ihren Niederschlag in den Werken des 19. Jahrhunderts? Und wie wird die zeitgenössische Literatur Frankreichs durch den Beitrag frankophoner Autoren, etwa aus Afrika oder dem Nahen Osten, geprägt? Wie unterscheiden sich die Französisch-Varianten in Québec oder im Senegal von denjenigen in Belgien, in der Schweiz und in Frnkreich selbst, und wie kann man diese Unterschiede beschreiben? Intermedialität und MultimodalitätDie Frankreich- und Frankophoniestudien tragen dem Trend zur intensiven wissenschaftlichen Beschäftigung mit Medien Rechnung. Zunehmend rückt die generelle Bedeutung der Bildprozesse nicht nur als "bewegte Bilder" in Film und Internet, sondern für jegliche ästhetische Produktion in den Blick. Die Metapher als sprachliches Bild, aber auch die Logik des Traums als bildgenerierendes Verfahren stellen dabei zwei zentrale Untersuchungsbereiche der Literaturwissenschaft dar. Die Literaturwissenschaft setzt dem traditionellen Textkonzept ein Modell der Intermedialität entgegen, in dem Texte nicht als singuläre Phänomene, sondern in ihrer Bezogenheit auf Bildmedien betrachtet und bildliche Repräsentationen als kulturelles Substrat der Texte angesehen werden. Beispielsweise ist nicht zu übersehen, dass die französische Literatur in ihren Blütezeiten oft im Netzwerk wahrer Bilderfluten und Symbolwelten entstanden und gediehen ist, um nur an die Renaissance zu erinnern, von der Medienindustrie, der Photographie und Konsumkunst im Frankreich des 19. Jahrhunderts ganz zu schweigen. Und erst durch die Theorie des Traumbilds, wie es die Künstler des 19. Jahrhunderts und die Psychoanalyse Freuds entwickelt haben, konnten die Surrealisten neue kognitive Text-Räume erschließen. Die Einzelbereiche des FachesDas Studium umfasst neben Linguistik und Literatur- und Kulturwissenschaften die Bereiche culture et civilisation und Sprachpraxis, die aus dem Horizont der jeweiligen Disziplin heraus Prozesse der Interkulturalität und der Interaktion analysieren und das für eine spätere Berufstätigkeit notwendige wissenschaftliche und praktische Handwerkszeug vermitteln. Der Eintritt in das spätere Berufsleben wird außerdem durch die Erfahrung erleichtert, die im Rahmen des Auslandssemesters und eines Praktikums erworben wird. Wer den Lehrerberuf anstrebt, wird sich zusätzlich mit Fachdidaktik beschäftigen. Dass gute Französischkenntnisse die Grundvoraussetzung sind, die im Verlauf des Studiums weiter perfektioniert werden müssen, versteht sich von selbst. KombinationsmöglichkeitenDamit ist nicht nur Aktualität gewährleistet, sondern es sind auch optimale Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Fachrichtungen gewährleistet, die ebenfalls interkulturell und intermedial ausgerichtet sind. In den Allgemeinen Literaturwissenschaften beispielsweise lassen sich die von kultureller Seite medientheoretisch erworben Kenntnisse mit Medientheorien ergänzen. Und wer Texttechnologie studiert, kombiniert seine semiologischen zusätzlich mit medientechnologischen Kenntnissen. |
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