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Literatur- und Kulturwissenschaften
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Literatur- und Kulturwissenschaften
· Lehrstuhl Stoll

Die Literaturwissenschaft als Teilbereich des Faches Frankreich- und Frankophoniestudien beschäftigt sich mit den kulturellen und ästhetischen Errungenschaften Frankreichs und des französischsprachigen Raums beginnend bei der Frühen Neuzeit, wobei ein eindeutiger Akzent auf die Moderne seit dem 19. Jahrhundert gelegt wird. Die Literatur- und Kulturwissenschaft in Bielefeld hat dabei eine komparatistische bzw. intermediale und eine kulturwissenschaftliche Ausrichtung.

Das bedeutet zum einen, dass die in den Seminaren gelesenen Texte nicht singulär, sondern im intermedialen Netzwerk vielfältiger ästhetischer Repräsentationen betrachtet werden. Das kulturelle Substrat der Texte als ihre Tiefendimension in Form von Werken der Bildenden Kunst, aus Film und Fernsehen, Theater und Musik, Karikaturen, Comics, Boulevardkunst und Salonkultur aus Frankreich und den Ländern der Frankophonie ist zentraler Gegenstand unserer Literaturanalyse.

Zum andern bedeutet es, dass neben den traditionellen Zugängen der literaturwissenschaftlichen Textanalyse auch die Methoden der Cultural Studies eine Rolle spielen, die sich mit den Konsequenzen des Aufeinandertreffens und der Überlagerung unterschiedlicher Kulturen befassen. Dazu gehören etwa postkoloniale Theorien, Kulturkonflikttheorien, interkulturelle Hermeneutik, Stereotyp- und Vorurteilsforschung. Am Beispiel von Reiseliteratur, Erinnerungsromanen, Autobiographien etc. wird unter Zuhilfenahme dieser Methoden analysiert, wie sich Frankreichs Umgang mit Fremdheit in seiner Geschichte und Gegenwart gestaltet.

Literaturwissenschaftliche Spezialisierung

Wer sich ab dem 3. Semester für das Profil "Literarische, kulturelle und mediale Interaktion" entscheidet, wird sein auf Frankreich bezogenes literatur- und kulturwissenschaftliches Fachwissen sowie seine Vermittlungs- und Darstellungskompetenz dahingehend ausgestalten, dass er sich für eine künftige Berufstätigkeit im kulturellen Sektor - beispielsweise im Verlag, in einer Medienredaktion oder in der Personalabteilung eines Unternehmens - qualifiziert. Natürlich können auch die Grundlagen geschaffen werden, um sich auf den Lehrerberuf vorzubereiten. In der MA-Phase können die gewonnenen Kenntnisse vertieft und die Kompetenzen erweitert werden.

Innovative Impulse erhält das Literaturwissenschaftsstudium aus der engen Verzahnung von Forschung und Lehre. Die Studierenden erhalten dadurch die Möglichkeit, an Forschungsprojekten und Publikationen mitzuwirken, dadurch Erfahrungen im interdisziplinären Arbeiten zu sammeln und sich gleichzeitig praxisorientiert auf spätere berufliche Tätigkeiten vorzubereiten.

Die Literaturwissenschaft der Frankreich- und Frankophoniestudien wird von zwei Lehrstühlen aus organisiert und betreut. Hier finden sich weitere Hinweise auf Schwerpunkte in Forschung und Lehre:

Lehrstuhl Stoll

Lehrstuhl Wolff

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