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Zeitung ist gut, aber noch entwicklungsfähig

Die Ergebnisse der Leserinnen- und Leserumfrage

Am häufigsten wird unsere neue Fakultätszeitung von Studentinnen mit Hauptfach an der LiLi-Fakultät gelesen, denen die Zeitung wichtig ist, die sie gut finden und sich auch vorstellen könnten, selber mal einen Beitrag zu verfassen. Das jedenfalls hat die Auswertung der Fragebögen ergeben, die der ersten Ausgabe der Zeitung beigelegt waren. Soweit, so gut; nur leider hat die Sache noch einen kleinen Schönheitsfehler: Genau zehn Fragebögen sind zu der Umfrage, auf der diese Analyse beruht, bis dato zurückgekommen, so dass wohl davon auszugehen ist, dass sich vor allem die ohnehin besonders aktiven unter unseren Leserinnen und Lesern die Mühe gemacht haben, den Fragebogen auszufüllen. Daher können die Umfrageergebnisse bestimmt nicht als repräsentativ für die ganze Lesendenschaft gelten; einige interessante Tendenzen lassen sich aber durchaus ablesen. Denjenigen, die den Fragebogen abgegeben haben, sei für den konstruktiven Beitrag, den sie damit zur Weiterentwicklung der Zeitung geleistet haben, herzlich gedankt - und weitere Antworten werden natürlich immer noch gerne angenommen! Übrigens fand am 13. Januar im Rahmen einer Veranstaltung der "Woche der offenen Türen" die öffentliche Verlosung des Büchergutscheins statt, den die Buchhandlung Stute freundlicherweise für das mit der Umfrage verbundene Preisausschreiben zur Verfügung gestellt hatte. Gewonnen hat ihn Thuc-Anh Ton-Nu - herzlichen Glückwunsch!

Sechs Studierende, drei Lehrende und ein nicht der LiLi-Fakultät Angehörender haben ihre Meinung kundgetan. Im Großen und Ganzen ist die Zeitung bei Ihnen auf positive Resonanz gestoßen: Alle fanden eine Fakultätszeitung wichtig oder in zwei Fällen gar sehr wichtig, der Gesamteindruck von der Ausgabe war bei zwei Dritteln der Befragten gut. Unter den Beiträgen hat sich die Rubrik "LiLi-Lehrende privat" als größter Renner erwiesen: Sie wurde als einziger Beitrag mehrheitlich als "sehr gut" eingestuft. Das mag vielleicht auch den einen oder anderen Lehrenden, der sich den neugierigen Fragen bislang noch nicht gestellt hat, dazu motivieren, sich doch noch an der Aktion "LiLi-Lehrende privat" zu beteiligen und den Lehrendenfragebogen auszufüllen!

Die meisten anderen Beiträge wurden mehrheitlich für "gut" befunden, bei "Slavistik in der Krise" hielten sich "gut" und "sehr gut" sogar die Waage. Der Beitrag "Slavistik darf nicht sterben!" allerdings war der einzige, der neben mehreren guten Noten auch ein "sehr schwach" abbekommen hat. Auch wurden die beiden Artikel zur Slavistik je einmal als zu lang kritisiert, was ebenso wie das Desinteresse daran in jeweils vier Fällen sonst keinem Artikel widerfahren ist. Das dürfte wohl darauf zurückzuführen sein, dass diese beiden Beiträge sich so spezifisch wie kein anderer mit einem einzelnen Fach der Fakultät auseinandersetzten - was freilich nicht heißen soll, dass es für Fakultätsangehörige aus anderen Fächern nicht auch von Interesse sein kann, sich über so etwas zu informieren, da von einschneidenden Veränderungen in einem Teilbereich ja letzten Endes auch die Fakultät als Ganzes betroffen ist!

"Sommerabend" schließlich, der kreative Gastbeitrag aus Finnland, wurde mehrheitlich mit "geht so" beurteilt. Aber an Literatur scheiden sich eben immer die Geister... Dafür gab es überwältigende Zustimmung für Titel und Logo der Zeitung: Alle sprachen sich für deren Beibehaltung aus, Alternativvorschläge gab es keine. Auch mit dem Druckbild der Zeitung waren die meisten zufrieden, die Änderungsvorschläge wurden mehrheitlich abgelehnt. Nur auf die Frage, ob die Zeitung mehr Bilder enthalten sollte, antworteten die meisten mit "wäre schön" - diesem Wunsch soll in der vorliegenden Ausgabe schon ein wenig entsprochen werden.

Zur Finanzierung der Zeitung wäre die überwiegende Mehrheit bereit, eine Mark für das Heft zu bezahlen; nur zwei Befragte gaben an, sie würden die Zeitung eher nicht kaufen, wenn sie denn eine Mark kosten würde. Aus diesem Ergebnis sollen aber erst Konsequenzen gezogen werden, wenn die Zeitung aus den "Kinderschuhen" heraus ist und noch einen höheren Bekanntheitsgrad erlangt hat - daher wird die vorliegende zweite Ausgabe nochmals kostenlos verteilt.

Besonders wichtig für die Zeitung sind die Antworten, die auf die Frage "Was fehlt in der Zeitung, was sollte in Zukunft unbedingt drinsein?" gegeben wurden. Häufig wurde ein ausführlicherer Veranstaltungskalender gewünscht, der auch Hinweise auf Feten etc. enthalten sollte. Dieser Wunsch sollte sicher aufgegriffen werden, wobei es allerdings auch in vielen Fällen gar nicht möglich ist, früh genug an die Termine bestimmter Veranstaltungen heranzukommen. Wer also von Veranstaltungen weiß, die in der Zeitung bekannt gegeben werden sollten, möge sie bitte möglichst frühzeitig an die Redaktion melden! In einer Ausgabe wie dieser, die zum Semesterende herauskommt, ist der Veranstaltungskalender naturgemäß leider sowieso nicht besonders lang, da in den Semesterferien wenig Weltbewegendes an der Uni stattfindet. Zum Ausgleich werden diesmal wenigstens einige Termine des Stadttheaters veröffentlicht.

Die meisten anderen Wünsche an die Zeitung bezogen sich darauf, dass mehr über Literatur und Linguistik, über Aktuelles aus der Fakultät und ihren Fächern und über LiLi-Lehrveranstaltungen berichtet werden sollte. Genau das ist ja auch das wichtigste Anliegen der Fakultätszeitung - und zu diesem Bereich haben auch alle, die an unserer Fakultät studieren und lehren, direkten Bezug und könnten daher auch aus ihrer eigenen Sicht Beiträge zur Zeitung beisteuern. In diese Richtung zielt auch der Aufruf zur Seminarkritik. Schließlich soll diese Zeitung Sprachrohr für all das sein, was unsere Fakultät bewegt - ein Sprachrohr, das nur darauf wartet, genutzt zu werden! Wer sich also in welcher Form auch immer zu irgendeinem Aspekt des Lebens an der LiLi-Fakultät äußern möchte, der ist hier genau an der richtigen Adresse. Solcherlei Beiträge sind immer herzlich willkommen!

Vereinzelt wurde auch um Beiträge zum Thema Auslandsaufenthalte, zu Praktika und dem beruflichen Werdegang ehemaliger LiLi-Studierender gebeten. Das sind sicher alles Bereiche, die für viele Leserinnen und Leser interessant sind und für die die LiLi-Zeitung auch das richtige Medium ist. Und deshalb gilt natürlich auch dafür: Schreibt Artikel, wenn ihr selber persönliche Erfahrungen auf diesen Gebieten gesammelt habt, wenn ihr im Ausland wart oder ein Praktikum gemacht habt, und veröffentlicht sie hier in der Zeitung! Denn am besten wird sich die Zeitung entwickeln, wenn möglichst viele Leute von innerhalb und außerhalb der Fakultät mit ihren Beiträgen dafür sorgen, dass aus den unterschiedlichsten Sichtweisen und Erfahrungen ein vielseitiges, buntes Panorama entsteht.

Felix Bubenheimer


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