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Wie war die StuTS? Ein Tagebuch...

Die 26. Studentische Tagung der Sprachwissenschaft fand vom 17. bis zum 21. November in Bielefeld statt. Seit 1987 treffen sich im halbjährlichen Rhythmus die Studierenden aller linguistischen Fachbereiche, um sich gegenseitig auszutauschen. Die StuTS ist die Bundesfachschaftstagung der Sprachwissenschaft und so Sprachrohr der Studierenden der Linguistik in ganz Deutschland. Mittwoch abend war Treffpunkt im „New Orleans“. Es kamen 30 Teilnehmer aus Kiel, Saarbrücken, Potsdam, Berlin, Leipzig, München, Graz, Wien, Bochum und Münster. Alle wurden mit Regenschirmen begrüßt (warum wohl???), der Tagungsbeitrag gleich abgeknöpft, die Schlafplätze verteilt und ein paar richtig nette Gastgeber waren auch vor Ort, um die Leute abzuholen. Großes „Hallo“ und Kennenlernen, immer gibt es einen Teil eingeschworener Gemeinschaft und andererseits Neuzugänge. Das Programm wurde gleich am ersten Abend durch diverse Wünsche auf den Kopf gestellt – und die Besprechung für alle auf morgen vertagt. Donnerstag: Nachdem wir uns in der Uni im Seminarraum eingefunden hatten, der auch unser Tagungsbüro für drei Tage war (es gab Wegweiser für alle!), frühstückten wir gemeinsam. Diese AG´s hörten wir: „Das UNL-Szenario“; „Ergativität“; „Inkorporation im Neugriechischen“ und es gab eine kurze Einführung in den „Dialekt des Ostwestfälischen“. Nächster Programmpunkt: Stadtrallye. Am Treffpunkt an der Skulptur „Die Leidenschaft für die Kunst“ stand ein gut erkennbare Traube von Leuten mit grünen Regenschirmen. Ich persönlich hatte Bedenken, daß die Meute gleich zum Ziel ins Brauhaus stürzt. Meine Vermutung wurde teilweise bestätigt, aber auch der Ehrgeiz alles herauszufinden kam bei einigen Kleingruppen zum Vorschein.

Hier einige Auszüge aus dem kreativen Teil:

Wir ham weder Zypressen noch Palm´,
dafür ham wir die Bielefelder Alm.
Oh Du launische Regennymphe,
wie oft verwandelst Du die Felder in Sümpfe.
Mit Steinhäger verwöhnen wir unsere Leber,
für´s Kulturelle haben wir den Leineweber.
Und fragt Dich einer: „Wo kommst Du denn wech?“
Nicht aus Bielefeld?- So´n Pech!

Oh wenn ich mich doch nicht erkält´
In diesem nassen Bielefeld,
doch weil wir hier sind bei der StuTS,
Benutzen wir den grünen Schutz,
Jetzt haben wir schon gut gegessen -
Die Rallye ist schon längst vergessen!

Wir sitzen hier in Bielefeld
und ihr fragt, wie´s uns hier gefällt?
Wir Münsteraner StuTSler
ham auf Rallyes keine Lust mehr,
weil hier so´n kalter Regen fällt.

Freitags, das Frühstück einen Tick später. Lorenz Sichelschmidt, Ulrich Schade und Hans-Jürgen Eikmeyer stellten ihren Forschungsbereich und die Themen vor, an denen sie gerade arbeiten. Danach kamen wieder AG´s (für alle, die unser Programm nie in der Hand hatten!): „Japanisch“; „(Computer-)linguistik in der Schule“; „Unternehmenskommunikation“ und ein Workshop zu dem Thema „Was will die Linguistik im Internet?“. Die Abendgestaltung hatte viele interessante Ansätze...Gelandet sind wir als Riesentafel im „Tineff“; wo wir auch blieben, denn um mehr zu sehen waren die Kältefühler zu empfindlich und es regnete Schnee. Alle waren sooo dankbar für das Geschenk!

Samstag war das Frühstück noch später (jahrelange Erfahrung hat diese Tradition hervorgebracht). Danach widmeten wir uns folgenden Themen: „Hören“; „Die koreanische Hangulschrift“; „Uto von Melzers persisch-deutsches Wörterbuch“; unser Unifunk stellte sich vor und es trafen sich Leute zum Austausch über die Organisation einer StuTS.In uns schlummerte die Erwartung an die Party: Sind Linguisten partyfähig???- Ich denke ja, denn um 5.00 Uhr mußten wir die Leute zum Gehen überreden...

Wenn ihr uns vorwerft, nicht genug Werbung gemacht zu haben - bitte verzeiht uns Organisatoren. Wir werden vom 31.05. bis 04.06.2000 bei der 27. StuTS in Bochum sein, um alles von der andren Seite zu betrachten. Wenn auch ihr einmal teilnehmen wollt, hier noch ein Tip: die Fahrtkosten und der Teilnehmerbeitrag werden bei rechtzeitiger Antragstellung vom AStA zurückerstattet.

Wollt ihr mehr über die Historie und die Errungenschaften der „Studentischen Tagung der Sprachwissenschaft“ erfahren, sucht im Netz unter www.stuts.org. Oder fragt nach dem StuTS-Team, in der Fachschaft hängt ein Bild von uns.

Sonntag dann der Abschied: Katerfrühstück im Unimax und das Versprechen, sich in einem halben Jahr wieder zu sehen. Der Rückblick nach drei Stunden putzen: Wir haben viel gelacht und wenig gepennt...und vermissen sie...

i.A. StuTS-Org. dr

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