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Kapitulationserklärung

Auf der FaKo am 09.02.2000 haben die studentischen Mitglieder mitgeteilt, dass sie ab sofort ihre Mandate in sämtlichen Gremien der Fakultät ruhen lassen.

Im folgenden werden wir die Gründe unseres Vorgehens erläutern.

Zum einen vermissen wir seit längerem die Basis für eine Zusammenarbeit zwischen den Statusgruppen. Wir haben den Eindruck, dass Vorschläge der Studierenden oftmals ignoriert und übergangen und Anregungen sowie konstruktive Kritik nicht in dem Maße diskutiert werden, wie es der aktuellen Problematik an der Fakultät angemessen wäre.

Außerdem sind wir der Meinung, dass viele Lehrende ihrer Verantwortung den Studierenden gegenüber nicht gerecht werden. Dies verdeutlicht sich jedes Semester wieder in den Lehrplanungen (z.B. fehlendes Angebot in den Pflichtbereichen) sowie in den Gremien der Fakultät, in denen die Mehrzahl der Lehrenden durch Abwesenheit oder durch schlechte Vorbereitung glänzt, so dass eine inhaltliche Arbeit kaum möglich ist.

Gremienarbeit findet von studentischer Seite aus auf freiwilliger Basis statt. Gerade deshalb ist es sehr kontraproduktiv und absolut unverständlich, dass von der Seite der Lehrenden aus kein Entgegenkommen und nicht einmal ein an sich selbst- verständliches Engagement für die Fakultät zu erkennen ist.

Dieses im Hinblick auf den persönlichen Einsatz sichtbare Ungleichgewicht zeigt sich einmal mehr daran, dass die freiwillige Mitarbeit seitens der Studierenden nicht nur nicht gewürdigt wird, sondern in Zukunft auch noch erschwert wird, indem bei der Teilnahmescheinregelung die Gremienarbeit nicht berücksichtigt wird, geschweige denn überhaupt anrechenbar ist.

Unser Vorgehen ist nicht als Boykott zu verstehen, sondern als Aufforderung zu konstruktiverem Austausch. Die Fachschaft ist weiterhin dialogbereit und gibt die Hoffnung auf Veränderung nicht auf.






Die Gremienmitglieder


Die Anmerkungen zur Kapitulation der Fachschaft finden sich hier.





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