Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
 
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Repertorium der mittelalterlichen Autoritäten

Au1

Augsburg Stadt- und Staatsbibliothek, Cim. 31, früher 4° Cod. H. 27
Umfang 169 Bll.; hier Bl. 15v-16r
Datierung 1486-1520; hier 1516-1520 (s. KdiH, S. 268)
Schreiber Klaus Spaun, der auch zeitweise Besitzer der Hs. war; insgesamt mehrere Hände
Schreibsprache ostschwäbisch (Augsburg)
Inhalt Sammelhandschrift; darin u.a. 'De contemptu mundi', dt., 'Jammerruf der Toten', 'Greisenklage', 'Augsburger (südbairisches) Heiligkreuzspiel', 'Augsburger Georgsspiel', 'König Artus' Horn', 'Meister Aristoteles'  
Anzahl und Form 10 Zweizeiler
Repertorien Marburger Repertorium der Freidank-Überlieferung und
Handschriftencensus
Katalog  
Archivbeschreibung -
Literatur
  • Bergmann, Rolf: Katalog der deutschsprachigen geistlichen Spiele und Marienklagen des Mittelalters. München 1986 (= Veröffentlichungen der Kommission für Deutsche Literatur des Mittelalters der Bayerischen Akademie der Wissenschaften), S. 49-51.
  • Katalog der deutschsprachigen illustrierten Handschriften des Mittelalters. Von Hella Frühmorgen-Voss. Bd. 1. München 1991, S. 265-270. (online)
  • Heiser, Ines: Autorität Freidank. Studien zur Rezeption eines Spruchdichters im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Tübingen 2006 (= Hermaea N. F. 110), S. 29, 53 f.
  • Holtorf, Arne und Gärtner, Kurt: Autoritäten. In: 2VL 1 (1978), Sp. 557-560.
  • Kiepe, Hansjürgen: Die Nürnberger Priameldichtung. Untersuchungen zu Hans Rosenplüt und zum Druck- und Schreibwesen im 15. Jahrhundert. München 1984 (= MTU 74), S. 308-317; hier S. 309 u. 312.
  • Kully, Rolf Max: Spaun, Claus. In: ²VL 8 (1995), Sp. 32-35.
  • Simon, Gerd: Die erste deutsche Fastnachtsspieltradition. Zur Überlieferung und Chronologie der Nürnberger Fastnachtsspiele des 15. Jahrhundert. Lübeck/Hamburg 1970 (= Germanische Studien 240), S. 20-22, 87.
Anschrift Staats- und Stadtbibliothek
Schaezlerstraße 25
86152 Augsburg
 Bearbeiter Kathrin Wenzel

 

Transkription

<15v>

(1) Es spricht aristotiles
Fur war ich ewch verkundt/
was schandt ist das ist sundt

(2) joachim
hett sundt nit Sundes namen/
denocht wolt ich mich der sunden schamen

(3) jeremias
Hort yederman die warhaitt ger(e)n/
So wurdt ma(n) vil der sundt Enper(e)n

(4) Esayas
Manicher waist des rechte(n)s vil/
der des rechtens nit wissen will

(5) Oseas
wer strebt nach der gerechtigkaitt/
Hatt der vngerechtigkaitt wider saytt <16r>

(6) Aaron Spricht
Gerechtigkaitt ist ain hordt/
vnd pringt die ewig frewdt hie vnd dort

(7) moyses
wer gutz waist vnd arges tutt/
der sundet mit verdachtem mu+ott

(8) Helias
fur reichtum vnd fur alles gutt
ist ain hordt der recht vn(d) wol thut

(9) abacuck
Der ainen yeden hielt darnach er tett
So blib maniger an sein er(e)n stett

(10) daniel
Es kan vn(d) mag nit anderst gsein
der hie sundet der <leidet> dort zeitlich oder die ewig pein

<Es folgen Prosa-Sprüche mit Autoritäten-Zuweisung>