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2010/11
University of California, Los Angeles, USA
Humboldt Research Fellow, Universität Bielefeld
Dr. Domokos ist bis zum Sommer 2011 Humboldt-Stipendiatin an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft. Ihr Forschungsthema ist die Entwicklung der multikulturellen Literatur in Finnland seit 1980.
Dr. Domokos hat einen MA in Hungarologie und Anglistik von der Universität Cluj, in Finno-Ugristik von der Universität Szeged sowie in Semiotik von der Technischen Universität Berlin. Sie hat an der Universität Szeged über vergleichende Literaturwissenschaft promoviert. Ihr Arbeitsschwerpunkt sind die zeitgenössischen Literaturen Nord- und Osteuropas. Sie hat sich intensiv mit Multikulturalität, mit Übersetzungstheorie und -praxis und mit Schnittpunkten zwischen Linguistik, Poetik und Semiotik befasst. Bevor Sie 2004 an die UCLA kam hat sie an verschiedenen europäischen Universitäten unterrichtet. Sie beteiligt sich aktiv und mit vielen eigenen Veranstaltungen am kulturellen Leben und ist dafür 2008 vom ungarischen Generalkonsul in Los Angeles ausgezeichnet worden. Sie war 2007-2008 die Direktorin des Baltic Studies Summer Institute, welches vom Center of World Languages, UCLA, ausgerichtet wurde.
Dr. Domokos ist die Autorin von "A számi költészet fordíthatóságáról" ("Über die Übersetzbarkeit der Samischen Poesie", Finnugor Füzetek 15, 2000), von sieben Gedichtbänden (z.B. "Sonnenreise" 2001, "Re(a)d Forest" 2004, "Himmelszelt" 2010), und fünf literarischen Übersetzungen (aus dem Finnischen und Samischen in das Ungarische und Deutsche). Sie hat Sonderausgaben verschiedener finnischer und ungarischer Zeitschriften über ungarische, finnische und deutsche Kultur herausgegeben (z.B. "Synteesi", "Lettre International", "Látó").
University of Sydney, Australien
Humboldt-Stipendiatin, Universität Bielefeld
Dr. Giesler ist von Juli 2011 bis zum Sommer 2012 Humboldt-Stipendiatin bei Professor Dr. Wolfgang Braungart an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft. Ihr Forschungsthema ist "Der Mensch zwischen Biologie und Biotechnologie im Drama der Gegenwart".
Dr. Giesler hat einen MA in Neuerer deutsche Literaturwissenschaft, Soziologie und Philosophie von der Universität Karlsruhe. Im Jahr 2001 wurde sie an derselben Universität mit einer Disseration zum erzählerischen Werk von Friederike Helene Unger promoviert. Ihr momentaner Forschungsschwerpunkt ist die theatrale Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen in Reproduktionsmedizin und Biotechnologie in der Dramatik seit dem Erscheinen von Rolf Hochhuths Schauspiel über künstliche Befruchtung und Leihmutterschaft "Unbefleckte Empfängnis" im Jahr 1989.
Bevor sie 2005 an die Universität Sydney kam, hat Dr. Giesler an verschiedenen deutschen Universitäten sowie an der Universität Lodz (Polen) Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Gender Studies unterrichtet. Sie ist die Autorin von "Literatursprünge. Das erzählerische Werk von Friederike Helene Unger" (Wallstein, 2003) und "'Wir Menschen alle sind Palimpseste.' Intertextualität in Hedwig Dohms 'Schicksale einer Seele' am Beispiel der Verarbeitung von Goethes 'Wilhelm Meisters Lehrjahre'" (Centaurus, 2000). Weitere Arbeitsschwerpunkte von Dr. Giesler sind ein bleibendes Interesse für das Werk Friederike Helene Ungers im literarischen Kontext seiner Zeit sowie Diskurse um Erinnern und Vergessen in der Literatur der Gegenwart.
Yale University, New Haven, Connecticut, U.S.A.
Humboldt-Stipendiatin, Universität Bielefeld
Prof. Dr. Herdt ist von Juli bis Dezember 2011 Humboldt-Stipendiatin bei Professor Dr. Wolfgang Braungart an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft. Ihr Forschungsthema ist Bildung, Bildungsroman, und die Wiederentdeckung der Tugendethik.
Prof. Herdt hat einen M.A. und einen Ph.D. in Religionswissenschaft von der Princeton University und wurde 1994 mit einer Dissertation über Mitleid in der Ethik David Humes promoviert. Seit 2010 ist sie Professor of Christian Ethics an Yale Divinity School, Yale University. Von 1999 bis 2010 arbeitete sie als Theologin an der University of Notre Dame, Indiana. Sie hat verschiedene Preise und Stipendien gewonnen: das Carey Senior Fellowship am Erasmus Institut der University of Notre Dame (2004-2005), ein Postgraduierten-Stipendium des Zentrums für Religionsphilosophie an der University of Notre Dame (1998-1999), ein Mellon Graduate Prize Fellowship des University Center for Human Values an Princeton University (1992) und ein Mellon Fellowship in the Humanities (1989). Prof. Herdt war im Vorstand der Society of Christian Ethics und ist momentan Mit-Herausgeberin des "Journal of Religious Ethics".
Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Herdt sind die Säkularisierung der Ethik und die theologischen Antworten auf diese Säkularisierung, besonders durch Tugendethik und Naturrecht. Prof. Herdt ist die Autorin von "Religion and Faction in Hume?s Moral Philosophy" (Cambridge, 1997), "Putting on Virtue: The Legacy of the Splendid Vice"s (Chicago, 2008) und zahlreichen Artikeln. Prof. Herdts Beiträge sind vor allem in theologischen Fachzeitschriften erschienen ("Journal of Religious Ethics", "Journal of Religion", "Modern Theology", "Soundings", "Studies in Christian Ethics", "American Catholic Philosophical Quarterly" u.a.) und beschäftigen sich mit Themen wie dem Verhältnis von Bescheidenheit und Ehrenkodex; allumfassender göttlicher Liebe; Milbanks Kritik der politischen Ökonomie; der Beziehung zwischen göttlichem Mitleid und der Mystifikation von Macht. Sie beschäftigt sich momentan besonders mit dem theologischen Hintergrund des neuhumanistischen Konzepts von Bildung und mit dem frühen Bildungsroman als Ersatz für die Heilige Schrift.
Universität Kyushu, Fukuoka, Japan
2010/11 Rotary Ambassadorial Scholar
Frau Mizumori ist von September 2010 bis zum Sommer 2012 Stipendiatin der Rotary Foundation an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft. Ihr Forschungsschwerpunkt ist Joseph von Eichendorff.
Frau Mizumori hat einen BA und einen MA in Germanistik von der Universität Kyushu in Fukuoka, Japan, wo sie derzeit promoviert. Sie hat 2002 mit einem Subsidium des DAAD eine Studienreise zu verschiedenen Theaterspielplätzen in Deuschland (Berlin, Frankfurt am Main, Mainz) gemacht und 2003 als DAAD-Stipendiatin an einem Sommerkurs der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel teilgenommen.
Sie beschäftigt sich besonders mit der Prosa Eichendorffs, zu der sie einige Zeitschriftenaufsätze veröffentlicht hat (auf Japanisch mit deutscher Zusammenfassung): "Zwischen Bewegung und Bewegungslosigkeit. Zu Eichendorffs 'Das Marmorbild'", "Der Wirbel als 'eine chaotische Form'. Eichendorffs Versuch eines 'romantischen Romans" und "Vom Engel zum Narren. Die Verwandlung des Begleiters in Eichendorffs Romanen".