Anmerkungen


1) Der Stellvertreter. Ein christliches Trauerspiel, Reinbek 1963. Uraufführung am 20. 2. 1963.

2) Msgr. E. Klausener, "Billig und böse", und "Papst Paul VI. zu Hochhuths Anklage gegen Pius XII.", in: W. Jäggi (Hrsg.), Der Streit um Hochhuths Stellvertreter (Theater unserer Zeit. 5), Basel/Stuttgart 1963, S. 100-110 und S. 73-75, hier: S. 110 und S. 75. Ein zweiter wichtiger Sammelband zur Rezeption des Stellvertreter wurde herausgegeben von Fritz Joachim Raddatz: Summa iniuria oder Durfte der Papst schweigen? (Rororo. 591), Reinbek 1963.

3) W. Jäggi, "Vorwort", in: Der Streit um Hochhuths Stellvertreter, S. 9-14, hier: S. 12; Klausener, S. 110.

4) Edition Suhrkamp. 64, Frankfurt a. M. 1964. Uraufführung am 11. 10. 1964 (als Fernsehspiel am 23. 1. 1964).
 
5) R. Ch. Zimmermann, "Drama oder Pamphlet?", in: Der Streit um Hochhuths Stellvertreter, S. 137-169, hier: S. 137. Auch in einer Reihe von Tageskritiken klingt an, daß vor allem die Vermischung dokumentarischen Materials mit einer fiktiven Handlung als Ursache für die historischen Sacheinwände angesehen wird.
 
6) Abgrenzungen dieser Art versucht u. a. Walter Hinck, "Von der Parabel zum Straßentheater", in: H. Kreuzer (Hrsg.), Gestaltungsgeschichte und Gesellschaftsgeschichte, Stuttgart 1969, S. 583-603, hier: S. 597 ff.
 
7) Süddeutsche Zeitung vom 15. 12. 1964.
 
8) Vgl. ebd. und Kurier vom 28. 12. 1964. Kipphardt bestritt, daß Vilars Bearbeitung den Dokumenten genauer folge als sein Stück.
 
9) Die Ermittlung. Oratorium in 11 Gesängen, Frankfurt a. M. 1965. Uraufführung am 19. 10. 1965.
 
10) M. Nössig, "Ermittlung zur Ermittlung", Theater der Zeit Jg. 20/1965, H. 23, S. 4-7. 29, hier: S. 4.
 
11) Vgl. Th. v. Vegesack, "Dokumentation zur Ermittlung", Kürbiskern Jg. 1966, H. 2, S. 74-77.
 
12) Vgl. Stuttgarter Zeitung vom 25. 10. 1965 (Bericht über eine Podiumsdiskussion im Kleinen Haus Stuttgart). Schwerwiegende (nicht publizierte) Sacheinwände hat auch Bernd Naumann, der wohl sorgfältigste Beobachter des Auschwitz-Prozesses, gegen die Ermittlung erhoben. Vgl. J. Kaiser, "Eine kleine Zukunft", Akzente Bd. 13/1966, S. 212-216, hier: S. 216.
 
13) J. Kaiser, "Plädoyer gegen das Theater-Auschwitz", Süddeutsche Zeitung vom 4. 9. 1965.
 
14) "Anmerkungen zu einem großen Thema", Programmheft der Freien Volksbühne Berlin, Spielzeit 1965/1966, Heft 12 ("Die Ermittlung"), S. 1-5, hier: S. 4.
 
15) München 1965. Uraufführung am 2. 11. 1968.
 
16) Vgl. Stuttgarter Zeitung vom 6. 11. 1965.
 
17) Süddeutsche Zeitung vom 30. 11. 1965.
 
18) "Namen sind nicht Schall und Rauch", Die Zeit vom 20. 11. 1964, wieder abgedruckt in: M. R.R., Literarisches Leben in Deutschland, München 1965, S. 246-250 ("In der Sache Oppenheimer und Kipphardt"), hier: S. 249.
 
19) Neuwied/Berlin 1966. Uraufführung am 15. 1. 1966.
 
20) Klappentext der Erstausgabe.
 
21) "Vor und Nachgeschichte der Tragödie des Coriolanus von Livius und Plutarch über Shakespeare bis zu Brecht und mir" (Rede vom 24. 4. 1964), in: G. G., Die Plebejer proben den Aufstand (Fischer Bücherei. 910), Frankfurt a. M. 1968, S. 101-124, hier: S. 123.
 
22) Süddeutsche Zeitung vom 19. 7. 1966.
 
23) "Trauerspiel von einem deutschen Trauerspiel", Die Zeit vom 21. 1. 1966; wieder abgedruckt in: M. R.R., Literatur der kleinen Schritte, München 1967, S. 173-178 ("Günter Grass: Die Plebejer proben den Aufstand"), hier: S. 175.
 
24) Soldaten. Nekrolog auf Genf. Tragödie, Reinbek 1967. Uraufführung am 10. 10. 1967.
 
25) Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 2. 12. 1967. Daß die Rahmenhandlung nicht beachtet wurde, lag auch an ihrer Vernachlässigung in manchen Aufführungen.
 
26) Der ehemalige Royal-Air-Force-Pilot Edvard Prchal, überlebender Flugzeugführer der abgestürzten Sikorski-Maschine, hatte in London eine Verleumdungsklage eingereicht, die Anfang Mai 1972 zu einer Verurteilung Hochhuths zu 50 000 Pfund Schadensersatz führte.
 
27) Vgl. Tagesspiegel vom 5. 2. 1969.
 
28) Edition Suhrkamp. 294, Frankfurt a. M. 1968. Uraufführung am 9. 11. 1968.
 
29) A. Anders, "Weder Dichtung noch Wahrheit. Kritische Bemerkungen zu Tankred Dorsts Toller", Volksbühnenspiegel Jg. 15/1969, H. 7-8, S. 5 f., hier: S. 6.
 
30) "Wie war Levine? Ein Briefwechsel zwischen Tankred Dorst und der Witwe des Münchner Räterevolutionärs", Die Zeit vom 25. 4. 1969.
 
31) Jäggi, "Vorwort", S. 13; W. Haas, "Hochhuths Stellvertreter - Legende und Historie", in: Der Streit um Hochhuths Stellvertreter, S. 23-33, hier: S. 26.
 
32) Martin Luther & Thomas Münzer oder Die Einführung der Buchhaltung (Quartheft Wagenbach), Berlin 1971. Uraufführung am 4. 12. 1970.
 
33) Süddeutsche Zeitung vom 8. 4. 1971; Die Welt vom 13. 4. 1971; Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 7. 12. 1970; Tagesspiegel vom 1. 4. 1971.
 
34) Hölderlin. Stück in zwei Akten, Frankfurt a. M. 1971. Uraufführung am 18. 9. 1971.
 
35) Die Welt vom 21. 9. 1971; Die Welt vom 24. 9. 1971; Frankfurter Rundschau vom 6. 11. 1971; Die Zeit vom 24. 9. 1971.
 
36) H. Fabian, "Ein erregendes Dokument", Volksbühnenspiegel Jg. 10/1964, H. 11, S. 8. Ganz ähnlich auch W. Muschg, "Hochhuth und Lessing", in: R. Hochhuth, Der Stellvertreter (Rororo Theater. 997-998), Reinbek 1967, S. 294-296.
 
37) Stuttgarter Zeitung vom 17. 1. 1966.
 
38) "Jedermann und Churchill. Uraufführung der Soldaten von Rolf Hochhuth in Berlin", Die Zeit vom 13. 10. 1967.
 
39) "Halbwahres über einen Dichter. Die Umdeutung zum Jakobiner und die Literaturwissenschaft", Die Welt vom 21. 9. 1971.
 
40) B. Brecht, "Die Expressionismusdebatte", in: B. B., Gesammelte Werke (Werkausgabe Edition Suhrkamp), Bd. 19, S. 290-292, hier: S. 290.
 
41) Ästhetik, hrsg. von F. Bassenge, 2 Bde., Frankfurt a. M. 1967, Bd. 1, S. 242.
 
42) "Hochhuth als Historiker", Die Zeit vom 27. 10. 1967.
 
43) "Historische Streiflichter", in: Der Stellvertreter (Taschenbuch-Ausgabe), S. 229-278, hier: S. 229.
 
44) Interviews mit Hochhuth, Stuttgarter Zeitung vom 7. 7. 1966; Die Zeit vom 10. 1. 1969.
 
45) "Nachbemerkung", in: H. K., In der Sache J. Robert Oppenheimer (Edition Suhrkamp. 64) Frankfurt a. M. 61968, S. 142 f. Vgl. Hegel, Ästhetik, Bd. 2, S. 359. - Grundsätze dieser Art vertritt auch Graetz, Die Verschwörer, S. 2.
 
46) "Wahrheit wichtiger als Wirkung. Heinar Kipphardt antwortet auf J. R Oppenheimers Vorwürfe", Die Welt vom 11. 11. 1964. Den zitierten "Haupteinwand" Oppenheimers, geäußert am 12. 10. 1964 in einem Rundbrief an Kipphardt und mehrere Theaterintendanten, veröffentlichte erst Die Zeit vom 1. 1. 1965.
 
47) Jäggi, "Vorwort", S. 12.
 
48) Reich-Ranicki, "Namen sind nicht Schall und Rauch".
 
49) Martin Luther & Thomas Münzer, S. 6 und S. 140 ("Zur Methode").
 
50) Forte in einem Gespräch mit Esther Cornioley, Schweizer Theater Zeitung Jg. 1971, H. 1, S. 4-14, hier: S. 12.
 
51) B. Lohse, "Ein feste Burg sind Geld und Zins...", Die Welt vom 17. 4. 1971.
 
52) Ph. Wolff-Windegg, "Der Faktenfetischismus des Dieter Forte", Schweizer Theater Zeitung Jg. 1971, H. 2, S. 6-10, hier: S. 9; Fortes Erwiderung: S. 10-13. Einen extrem positivistischen Standpunkt nahm Forte auch in einer Podiumsdiskussion am 2. 5. 1971 im Hamburger Thalia-Theater ein, wo ihn die Professoren Kupisch, Lohse und Thielicke vergeblich dazu zu bewegen versuchten, die notwendige Relativität jeder Geschichtsdarstellung zuzugeben.
 
53) "Engagement im Historischen. Ernst Schumacher unterhielt sich mit Peter Weiss", Theater der Zeit Jg. 20/1965, H. 16, S. 4-7, hier: S. 4.
 
54) "Das Material und die Modelle. Notizen zum dokumentarischen Theater", in P. W., Dramen in zwei Bänden, Frankfurt a. M. 1968, Bd. 2, S. 464 bis 472, hier: S. 468 f.
 
55) Interview in Der Spiegel vom 13. 9. 1971, S. 166
 
56) Ebd.
 
57) Trotzki im Exil. Stück in zwei Akten, Frankfurt a. M. 1970. Uraufführung am 20. 1. 1970.
 
58) "Offener Brief an die Literaturnaja Gaseta, Moskau" (1970), zugänglich in: V. Canaris (Hrsg.) Über Peter Weiss (Edition Suhrkamp. 408), Frankfurt a. M. 1970, S. 141-150, hier: S. 141. 150.
 
59) Frankfurt a. M. 1970. Uraufführung am 8. 6. 1970.
 
60) "Ein Selbstbildnis der Konterrevolution", in: H. M. E., Das Verhör von Habana, S. 11-56, hier: S. 52 ff.
 
61) Die Zeit vom 12. 6. 1970; Süddeutsche Zeitung vom 9. 11. 1970; Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 4. 2. 1971.
 
62) "Wie war Levine?"
 
63) Stuttgart 21967, S. 27.
 
64) "Über den Gebrauch des Chors in der Tragödie", in: F. Sch., Sämtliche Werke, hrsg. von G. Fricke und H. G. Göpfert, 5 Bde., München 1959, Bd. 2, S. 816-823. hier: S. 818.
 
65) Vgl. dazu W. Vosskamp, Untersuchungen zur Zeit- und Geschichtsauffassung im 17. Jahrhundert bei Gryphius und Lohenstein, Bonn 1967.
 
66) G. Schönle, Das Trauerspiel Carolus Stuardus des Andreas Gryphius. Diss.Köln (Teildruck: Würzburg) 1933, S. 38 ff.
 
67) So Gotthard Heidegger, Mythoscopia romantica, zitiert nach: M. Wehrli, "Der historische Roman. Versuch einer Übersicht", Helicon Bd. 3/1941, S. 89-109, hier: S. 89. 93.
 
68) Beyträge zur Critischen Historie der Deutschen Sprache, Poesie und Beredsamkeit (1740), zitiert nach F. Sengle, Das historische Drama in Deutschland. Geschichte eines literarischen Mythos, Stuttgart 21969 (11952 unter dem Titel: Das deutsche Geschichtsdrama), S. 17.
 
69) Ebd.
 
70) Hamburgische Dramaturgie, 24. und 91. Stück; vgl. Sengle, S. 19. Verwiesen sei hier auch auf die Rolle, die Shakespeare bei Lessing und über ihn hinaus das ganze 18. und fast noch 19. Jahrhundert hindurch spielt. Seine Tragödien werden keineswegs als Modelle historischer Konflikte gefaßt, wie das später etwa Lukács getan hat, sondern immer als allgemeingültige "natürliche Abbildungen des menschlichen Lebens" (69. Stück).
 
71) Dichtung und Wahrheit, 13. Buch; vgl. Sengle, S. 37 ff.
 
72) Sengle, S. 48.
 
73) Rezension von Manzonis Conte di Carmagnola, 1820; vgl. Sengle, S. 59. - Im Gespräch mit Eckermann vom 31. 1. 1827 rügt Goethe Manzonis Verfahren, den Tragödien historische Sacherklärungen hinzuzufügen.
 
74) "Erinnerung an das Publikum", in: Sämtliche Werke, Bd. 1, S. 752-754, hier: S. 753.
 
75) Brief vom 10. 12. 1788 an Caroline v. Beulwitz; zitiert nach Sengle, S. 51.
 
76) In: Sämtliche Werke, Bd. 5, S. 372-393, hier: S. 390.
 
77) Sengle, S. 57.
 
78) Brief vom 5. 1. 1798, in: Der Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe, hrsg. von H. G. Gräf und A. Leitzmann, Frankfurt a. M. 1964, S. 415 f., hier: S. 416.
 
79) Schiller, "Über die tragische Kunst", S. 390.
 
80) "Erinnerung an das Publikum", S. 753.
 
81) Rezension von 1788, in: J. W. Braun (Hrsg.), Schiller und Goethe im Urtheile ihrer Zeitgenossen, 1. Abtheilung: Schiller im Urtheile seiner Zeitgenossen, 3 Bde., Leipzig 1882, Bd. 1, S. 226-230, hier: S. 226 f.
 
82) Aufführungskritik von 1801, in: J. W. Braun (Hrsg.), Goethe im Urtheile seiner Zeitgenossen, 3 Bde., Berlin 1884, Bd. 2, S. 381-384, hier: S. 384.
 
83) J. Möser, Über die deutsche Sprache und Literatur, 1781, in: H. Blumenthal (Hrsg.), Zeitgenössische Rezensionen und Urteile über Goethes Götz und Werther, Berlin 1935, S. 29-34, hier: S. 32.
 
84) Rezension von 1803, in: N. Oellers (Hrsg.), Schiller - Zeitgenosse aller Epochen, T. 1 (Wirkung der Literatur. 2), Frankfurt a. M. 1970, S. 98-109 hier: S. 102.
 
85) Rezension von 1773, in: Zeitgenössische Rezensionen und Urteile, S. 8 f. hier: S. 9.
 
86) Rezension von 1787, in: Schiller im Urtheile seiner Zeitgenossen, Bd. 1, S. 185-188, hier: S. 187.
 
87) "Über Egmont" (1788), in: Sämtliche Werke, Bd. 5, S. 933-942.
 
88) Rezension von 1774, in: Goethe im Urtheile seiner Zeitgenossen, Bd. 1, S. 28-31, hier: S. 29.
 
89) Rezension der Maria Stuart von 1801, in: Schiller im Urtheile seiner Zeitgenossen, Bd. 3, S. 88-90, hier: S. 89.
 
90) Aufführungskritik von 1800, in: Schiller im Urtheile seiner Zeitgenossen, Bd. 2 S. 384-386, hier: S. 384 f.
 
91) Rezension von 1805, in: Schiller im Urtheile seiner Zeitgenossen, Bd. 3, S. 428-441, hier: S. 432.
 
92) Rezension von 1800, in: Schiller im Urtheile seiner Zeitgenossen, Bd. 2, S. 386-391, hier: S. 389.
 
93) Rezension des Wallenstein von 1801, in: Schiller im Urtheile seiner Zeitgenossen, Bd. 3, S. 26-33, hier: S. 27.
 
94) Rezension von 1801, in: Schiller im Urtheile seiner Zeitgenossen, Bd. 3, S. 123-139, hier: S. 127.
 
95) Rezension von 1801, in: Schiller im Urtheile seiner Zeitgenossen, Bd. 3, S. 33-49, hier: S. 41.
 
96) Aufführungskritik der Maria Stuart von 1801, in: Schiller im Urtheile seiner Zeitgenossen, Bd. 3, S. 84-87, hier: S. 87.
 
97) Rezension der Maria Stuart von 1802, in: Schiller im Urtheile seiner Zeitgenossen, Bd. 3, S. 173-192, hier: S. 175.
 
98) Vgl. zum folgenden E. Schmidt, "Clavijo, Beaumarchais, Goethe", in: E. S., Charakteristiken, 2. Reihe, Berlin 1901, S. 99-116.
 
99) Schmidt, S. 105.
 
100) Rezension von 1776, in: Goethe im Urtheile seiner Zeitgenossen, Bd. 1, S. 339-342, hier: S. 341.
 
101) Rezension von 1774, in: Goethe im Urtheile seiner Zeitgenossen, Bd. 1, S. 73.
 
102) Schmidt, S. 116.
 
103) Die Zeit vom 19. 10. 1965; vgl. auch Vegesack, "Dokumentation zur Ermittlung".
 
104) Die Weltt vom 25. 3. 1969
 
105) Rororo Theater. 1323, Reinbek 1970, S. 93.
 
106) Die Welt vom 25. 3. 1969
 
107) Das historische Drama in Deutschland, S. 20.
 
108) Zitate nach Sengle, S. 23 f.
 
109) Rezension von 1775, in: Goethe im Urtheile seiner Zeitgenossen, Bd. 1, S.137-148, hier: S. 140.
 
110) Aufführungskritik von 1799, in: Schiller im Urtheile seiner Zeitgenossen, Bd.2, S. 349-362, hier: S. 352.
 
111) "Über Egmont", S. 936. Es verging fast ein volles Jahrhundert, bis Vorbehalte wie die Schillers öffentliche Geltung beanspruchen konnten. In der Vossischen Zeitung nennt Theodor Fontane 1870 die Egmont-Gestalt Goethes "einfach ein Greuel, eine historische Sünde", die er "dem ,Heros deutscher Nation' [als] Attentat gegen eins der schönsten Kapitel der Geschichte der Menschheit nicht verzeihen" könne. "Glücklicherweise immer kleiner" werde aber die Zahl derer, die Goethes Bedenkenlosigkeit als "Recht des Genius" verteidigten ("Egmont", in: Th. F., Schriften zur Literatur, hrsg. von H.H. Reuter, Berlin 1960, S. 149).
 
112) So in den historischen Dramen Zacharias Werners; vgl. Sengle, S. 75-86.
 
113) Rezension der Verschwörung des Fiesko von 1816, in: Schiller - Zeitgenosse aller Epochen, S. 223-229, hier: S. 227.
 
114) Geschichte der alten und neuen Literatur (1812), hrsg. von H. Eichner (= Kritische Friedrich-Schlegel-Ausgabe, 1. Abt., Bd. 6), Paderborn/ München / Wien 1961, S. 404 f.
 
115) Rezension des Wallenstein von 1823, in: Schiller - Zeitgenosse aller Epochen, S. 158-171, hier: S. 160 f.
 
116) "A. W. Schlegels Vorlesungen über dramatische Kunst und Literatur" (1819), in: Schiller - Zeitgenosse aller Epochen, S. 156-158, hier: S. 156. Vgl. außerdem Sengle, S. 104.
 
117) Ästhetik. Bd. 1. S. 359.
 
118) Ästhetik, Bd. 2, S. 265 und S. 271.
 
119) Ästhetik, Bd. 1, S. 359.
 
120) Ch. D. Grabbe, Anmerkung zur Zweiten Fassung von Marius und Sulla, in: Ch. D. G., Sämtliche Werke, hrsg. von E. Grisebach, 4 Bde., Berlin 1902, Bd. 1, S. 431.
 
121) G. Büchner, Brief an seine Familie vom 28. 7. 1835, in: G. B., Sämtliche Werke, hrsg. von P. Stapf, Berlin 1959, S. 431-433, hier: S. 432.
 
122) Brief vom 10. 6. 1836, abgedruckt in: G. B., Sämtliche Werke, S. 458 f., hier: S. 458.
 
123) F. Hebbel, "Mein Wort über das Drama!" (1843), in: F. H., Sämtliche Werke, hrsg. von R. M. Werner, 12 Bde., Berlin 1903, Bd. 11, S. 339, hier: S. 9.
 
124) So Hebbel über Raupachs achtteiligen Hohenstaufenzyklus (1837) im "Vorwort zu Maria Magdalene" (1844), in: Sämtliche Werke, Bd. 11, S. 39-65, hier: S. 60.
 
125) Vgl. dazu Sengle, Das historische Drama in Deutschland, S. 132 ff. 212 ff.
 
126) "Vorwort zu Maria Magdalene", S. 60.
 
127) Brief vom 18. 5. 1859, in: K. Marx / F. Engels, Über Kunst und Literatur, hrsg. von M. Kliem, Frankfurt a. M. / Wien 1968, Bd. 1, S. 183-188, hier: S. 186 f.
 
128) Brief an Lassalle vom 19. 4. 1859, in: Über Kunst und Literatur, S. 179-182, hier: S. 181. In seiner Replik (abgedruckt: S. 188-217) argumentiert Lassalle ebenfalls überwiegend mit der historischen Wahrscheinlichkeit und beruft sich lediglich dann auf Tatsachen, wenn er damit Einwände gegen einzelne Szenen widerlegen kann.
 
129) Darmstadt 1969 (Reprint), S. 239.
 
130) O. von der Pfordten, Werden und Wesen des historischen Dramas, Heidelberg 1901, S. 197.
 
131) Von der Pfordten, S. 102.
 
132) "Historientreue", Berliner Tageblatt vom 4. 9. 1923, jetzt in: G. K., Stücke, Erzählungen, Aufsätze, Gedichte, hrsg. von W. Huder, Köln / Berlin 1966, S. 688-690.
 
133) R. Weltrich, "Über das Verhältnis des Dramatikers zur Geschichte", Zeitschrift für Deutschkunde Jg. 36/1922, S. 81-101, hier: S. 98.
 
134) Es mag verwundern, daß in diesem Zusammenhang nicht auf die Stücke Brechts eingegangen ist, die sich ja ausdrücklich als Demonstration historischer Konflikte verstehen. Sie können jedoch außer Betracht bleiben, weil Brecht entweder den historischen Stoff so verfremdet, daß nicht eigentlich mehr von Geschichte gesprochen werden kann (ein Weg, dessen ästhetische Gefahren im Arturo Ui sehr deutlich wurden), oder weil er die historischen Prozesse am Beispiel anonymer Teilhaber und Opfer darstellt, womit ebenfalls der Bereich verifizierbarer Tatsachen verlassen ist. Bei einem Werk wie dem Galilei, das dem Typ des historischen Dramas schon näherkommt, hat vielleicht nur die bereits 'klassische' Geltung der Parabelform die sinngemäße Aneignung ermöglicht.
 
135) Die Welt vom 25. 3. 1969 und Süddeutsche Zeitung vom 14. 12. 1968.
 
136) Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 2. 12. 1967.
 
137) Süddeutsche Zeitung vom 20. 9. 1971.
 
138) Beispiele aus dem für diese Arbeit ausgewerteten Material.
 
139) Anmerkung zur zweiten Fassung von Marius und Sulla.
 
140) "Hölderlin - von Marx absolviert". Die Zeit vom 24. 9. 1971.
 
141) "Uraufführungstagebuch", Der Monat Jg. 18/1966, H. 210, S. 59-64
 
142) Süddeutsche Zeitung vom 11. 10. 1967.
 
143) "Jedermann und Churchill".
 
144) "Reportage oder Gestaltung?" und "Aus der Not eine Tugend", beide in: G. L., Schriften zur Literatursoziologie, hrsg. von P. Ludz (Soziologische Texte. 9), Neuwied 41970, S. 122-142 und S. 143-156.
 
145) Der historische Roman, Berlin 21956, S. 175 ff.
 
146) Der historische Roman, S. 176 f.
 
147) E. Pracht / W. Neubert, "Zu aktuellen Grundfragen des sozialistischen Realismus in der DDR" (1966), in: E. Schubbe (Hrsg.), Dokumente zur Kunst, Literatur und Kulturpolitik der SED, Stuttgart 1972, S. 1144-1179, hier: S. 1159.
 
148) H. Nitsche / M. Nössig/ K. Pfützner / E. Schumacher, "Zwischen Walser und Weiss (2)", Theater der Zeit Jg. 20 / 1965, H. 14, S. 24-27, hier: S. 25.
 
149) A. Müller, "Mode oder Methode? Bemerkungen zum dokumentarischen Theater", Theater der Zeit Jg. 21 / 1966, H. 13, S. 27-29. Ähnliche Äußerungen auch bei M. Nössig, "Berliner Tagebuchblätter", Theater der Zeit Jg. 21 / 1966, H. 23, S. 46.
 
150) "Berliner Tagebuchblätter", S. 6.
 
151) "Gott, war das schlecht", Theater der Zeit Jg. 21 / 1966, H. 5, S. 21 f., hier: S. 21.
 
152) Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 21. 1. 1966 (Auszüge aus Ost-Berliner Kritiken).
 
153) "'Selbstdarstellung' und Selbstentlarvung des Peter Weiss" (1970), zugänglich in: Über Peter Weiss, S. 136-140, hier: S. 136 f. 139 f.
 
154) Prozeß in Nürnberg. Ein Dokumentarstück (Fischer Bücherei. 872), Frankfurt a. M. 1968. Uraufführung am 15. 10. 1967.
 
155) G. Piens, "Ein praktischer Beitrag zum Thema Dokumentation und Theater", Theater der Zeit Jg. 22/1967, H. 24, S. 29-31.
 
156) B. Reich, "Bemerkungen zum Dokumentartheater", Theater der Zeit Jg. 23 / 1968, H. 24, S. 12-14.
 
157) "Geschichte und Drama", Sinn und Form Bd. 11 / 1959, S. 579-620, hier: S. 604.
 
158) Der historische Roman, S. 175
 
159) S. 606 f.
 
160) Drama und Geschichte. Bertolt Brechts Leben des Galilei und andere Stücke, Berlin 1965, S. 259.
 
161) "Zwischen Walser und Weiss (2)", S. 25.
 
162) Die Welt vom 24. 9. 1971.
 
163) Interview in der Stuttgarter Zeitung vom 7. 7. 1966.
 
164) Die Welt vom 11. 11. 1964.
 
165) Stuttgarter Zeitung vom 31. 7. 1970.
 
166) Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. 5. 1968.
 
167) Aufführung Bochum; vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. 12. 1967.
 
168) Stuttgarter Zeitung vom 18. 12. 1968.
 
169) Theaterprobleme (1955), jetzt in: F. D., Theaterschriften und Reden, hrsg. von E. Brock-Sulzer, Zürich 1966, S. 92-131, hier: S. 126 f.
 
170) Prozeß in Nürnberg, S. 6.
 
171) Martin Luther & Thomas Münzer S. 140
 
172) Süddeutsche Zeitung vom 21. 10. 1965.
 
173) E. Schöfer, "Auschwitz auf dem Theater?", Stuttgarter Zeitung vom 9. 10. 1965.
 
174) Dazu auch Schumacher, Drama und Geschichte.
 
175) Diese Tendenz erörtert exemplarisch Bernd Jürgen Warneken, "Kritik am Viet Nam Diskurs", in: Über Peter Weiss, S. 112-130.
 
176) Theater der Zeit Jg. 22 / 1967, H. 24, S. 29.
 
 
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©Bernd W. Seiler, Februar 1999