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Syntaktische KategorienUnter syntaktischer Kategorie versteht man eine Klasse von Elementen (Konstituenten), die die gleichen morpho-syntaktischen Eigenschaften aufweisen. Es wird zwischen lexikalischen und phrasalen Kategorien unterschieden. Erstere sind einfache Konstituenten (Wörter), letztere komplexe Konstituenten (Phrasen). Lexikalische KategorienLexikalische Kategorien sind die einfachen Konstituenten, d.h. die Konstituenten, die sich nicht in ihre unmittelbaren Konstituenten analysieren lassen. Aus diesen einfachen Konstituenten (Wörtern) werden komplexe Konstituenten (Phrasen) gebildet. Oft werden lexikalische Kategorie und Wortart synonym verwendet. In den meisten Fällen stimmt die Kategorie eines Wortes in einem Satz mit dem im Lexikon angeführten Wortart überein, so das diese Gleichsetzung weitgehend unproblematisch ist.
Phrasale Kategorien (Phrasen)
Phrasen bilden eine syntaktische Kategorie zwischen der Wort- und Satzebene. Phrasen sind komplexe Konstituenten. Sie sind Expansionen von lexikalischen Kategorien. So ist
Verbalphrase:
Nominalphrase:
Präpositionalphrase:
Adjektivphrase:
KopfprinzipPhrasen haben die Eigenschaft, dass sie endozentrisch sind, d.h. sie haben einen Kopf , der seine Merkmale auf die ganze Phrase projiziert und somit ihre Eigenschaft bestimmt. So bildet stets ein Verb den Kopf einer VP, ein Nomen den Kopf einer NP, eine Präposition den Kopf einer PP und ein Adjektiv den Kopf einer AP. VP ------> .....V...... NP------>.......N..... PP------>........P..... AP------>.......A.....
PhrasenprinzipWörter (lexikalische Kategorien) werden erst als Phrasen syntaktisch 'verwendungsfähig'. Dabei kann eine Phrase auch aus einem einzigen Wort bestehen:
Die Sätze Maria weint , Paul liest und Carla schläft bestehen je aus einer Einwort-NP und einer Einwort-VP. Häufig müssen aber Wörter ergänzt werden, um Phrasen bzw. syntaktisch verwendungsfähig zu werden. Wie die Wörter zu ergänzen sind, ergibt sich aus ihren im Lexikon enthaltenen syntaktischen Selektionseigenschaften.
Dass Sätze hierarchisch strukturiert sind, zeigt sich am deutlichsten an den syntaktisch ambiguen Sätze. Syntaktisch ambigue Sätze weisen bei gleicher linearer Ordnung verschiedene syntaktische Strukturen auf und erlauben somit mehr als nur eine Interpretationsmöglichkeit.
Dem Satz in (1) können zwei syntaktische Strukturen zugewiesen werden:
(1')
(1'')
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