Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
 
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Apl. Prof. Dr. Ulrich Seelbach

Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft | Fach: Germanistik

Wochensprüche 2008

Sprüche der vergangenen Wochen 2008

32. Das Kalb marschiert mit ruhig-festem Tritt (B. Brecht)

33. Ja, ja, ja. (B. Brecht, Die haltbare Graugans)

34. Wo man gelöscht hat, da muss es gebrannt haben.  (Johann Fischart)

35. Manc riuwe der gewinnet, der sînen vîent minnet.  (Freidank)

36. Frangenti fidem, fides frangatur eidem. (spätantiker Rechtsgrundsatz)

37. Denn aus Gemeinem ist der Mensch gemacht, Und die Gewohnheit nennt er seine Amme. (Schiller, Wallenstein)

38. Im Menschen kommt diese Verstellungskunst auf ihren Gipfel: hier ist die Täuschung, das Schmeicheln, Lügen und Trügen, das Hinter-dem-Rücken-Reden, das Repräsentieren, das im erborgten Glanze Leben, das Maskiertsein, die verhüllende Convention, das Bühnenspiel vor Anderen und vor sich selbst, kurz das fortwährende Herumflattern um die eine Flamme Eitelkeit so sehr die Regel und das Gesetz, dass fast nichts unbegreiflicher ist, als wie unter den Menschen ein ehrlicher und reiner Trieb zur Wahrheit aufkommen konnte. (Friedrich Nietzsche: Über Wahrheit und Lüge)

39. Sei im Besitze, und du wohnst im Recht, Und heilig wird's die Menge dir bewahren. (Schiller, Wallenstein)

40. In solchen Fällen, wo alle deine Widersacher wider dich arbeiten und deine Freunde machtlos dagegen sind, ist es stets das beste, alles dem Zufall zu überlassen. (Girolamo Cardano: De propria vita)

41. Was man nicht weiß, das eben brauchte man, Und was man weiß, kann man nicht brauchen (Goethe: Faust)

42. Sich selbselbsten überwinden ist der allerschönste Sieg. (Friedrich von Logau: Sinngedichte)

43. Beklage dich nicht, wenn du im Leben zu kurz kommst. Dafür geht es anderen ja besser. (Robert Gernhardt)

44. Nisi caste, saltem caute! (Lat. Sprichwort)

45. Quid leges sine moribus? (Horaz)

46. Tacent: satis laudant. (Terenz: Eunuchus 476)

47. Dem Schillerischen Sinngedicht, Fehlt, um zu sein ein Sinngedicht, Nichts als der Sinn und das Gedicht. (Friedrich Nicolai über die Xenien Schillers)

48. Ein großes Licht war der Mann eben nicht, aber ein großer Leuchter. Er handelt mit anderer Leute Meinungen. (Georg Christoph Lichtenberg, L 686)

49. Kluge Leute glauben zu machen, man sei, was man nicht ist, ist in den meisten Fällen schwerer als würklich zu werden, was man scheinen will. (Georg Christoph Lichtenberg, F 51)

50. Es ist kein sicherer Weg sich einen Namen zu machen, als wenn man über Dinge schreibt, die einen Anschein von Wichtigkeit haben, die sich aber nicht leicht ein vernünftiger Mann die Zeit nimmt zu untersuchen. (Georg Christoph Lichtenberg, E 513)

51. Es gibt keinen Arminius. (Georg Christoph Lichtenberg, D 666)

52. Er hat mein Mißtrauen verbraucht - Ich glaube ihm wieder. (Julius Wilhelm Zincgref, Apophthegmata)