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Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft | Fach: Germanistik
Eines der wenigen Werke aus der Zeit der höfischen Klassik, das bislang nicht in Übersetzung bzw. in einer zweisprachigen Ausgabe für den akademischen Unterricht bereit steht. Eine Neuausgabe des mhd. Textes in kritischer Ausgabe erfolgte letztmalig im Jahre 1926 (durch J.M.N. Kapteyn).
Der Text zählte für die Gründerväter der Germanistik zu den wichtigsten Grundlagentexten (sein Wortschatz bildet den Grundstock des "Benecke-Müller-Zarncke") und war im Mittelalter selbst (mit 41 noch erhaltenen Handschriften) ein mindenstens ebenso beliebter Lesestoff wie Hartmanns Iwein oder das Nibelungenlied.
Der Wigalois entstand zwischen 1208 (Hochzeit der Beatrix von Burgund und Otto VII. von Andechs-Meranien) und ca. 1220 (u.a. Abreise Friedrichs II. nach Italien und Rückzug des Mansfelders aus der Reichspolitik).
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