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Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft

Teilprojekt

Entwicklung der Lese-/literarischen Rezeptionskompetenz von BA-Studierenden der Germanistik

Über welche Lese-/literarischen Rezeptionskompetenzen verfügen BA-Studierende der Germanistik zu Beginn des ersten, nach dem dritten und nach dem sechsten Semester? Wie wird mit stilistisch und/oder strukturell 'fremden' Texten verfahren? Mit diesen Fragen nimmt das Teilprojekt ein wichtiges Desiderat der (nicht nur) germanistischen Hochschulforschung in Angriff: In einer empirischen Studie sollen über einen Zeitraum von drei Jahren die Entwicklung des Leseverhaltens und der Lese-/literarischen Rezeptionskompetenz von BA-Studierenden der Germanistik untersucht werden, und zwar in den Dimensionen (siehe das anhängende Raster):
 

  • ­Entwicklung des strategisch-zielbezogenen Leseverständnisses,
  • ­­Entwicklung der Lesemotivation,
  • ­Veränderungen auf emotionaler Ebene,
  • ­Entwicklung der Kompetenz zur Reflexion der eigenen Leseprozess,
  • ­Kompetenz zur Anschlusskommunikation.

Eine der dabei zu überprüfenden Thesen ist, dass es vielfach die mangelnde Fähigkeit zu historischem Kontextualisieren ist,die ein Textverstehen erschwert bzw. zu Lektüreabbruch und in der Folge entsprechender Lektürewahl fährt. Zu fragen ist daher: Bei welchen Texten zeichnen sich aus welchen Gründen Verständnisprobleme ab? Lässt sich so etwas wie 'cultural illiteracy' beobachten, die (historisches) Kontextualisieren erfordernde Texte als 'leere' Signifikantenketten erscheinen lassen? Weiter soll der Zusammenhang zwischen dem Erwerb literaturwissenschaftlichen Wissens (theoretisch, historisch, Fachbegriffe etc.) und der Entwicklung der Lesekompetenz/Lesemotivation in den Blick genommen werden.

Ziel des Projekts ist es, auf Basis der Projektergebnisse Vorschläge für Förderprogramme und damit die curriculare Weiterentwicklung leseintensiver BA-Studiengänge auch über die germanistische Literaturwissenschaft hinaus zu machen.

Leitung:
Prof. Dr. Kai Kauffmann
Prof. Dr. Rolf Parr (bis Juli 2010)


Wissenschaftliche Mitarbeiterin:
Dr. Ulrike Preußer


Wissenschaftliche Hilfskraft:
Tanja Morstein