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Für die altsächsische Zeit (800-1150) gibt es neben dem latenischen Schrifttum nur eine sehr geringe niederdeutsche Überlieferung. Nach der Verdrängung des Lateinischen im 14. Jahrhundert steigt die die niederdeutsche Überlieferung sprunghaft an. Im 15. und 16. Jahrhundert sind nahezu alle Bereiche der Schriftlichkeit niederdeutsch. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts nimmt wegen des Schreibsprachenwechsels zum Hochdeutschen die niederdeutsche Überlieferung langsam ab. Seit etwa 1800 entsteht eine Literatur in den niederdeutschen Mundarten, die bis heute existiert. Diese neuniederdeutschen oder auch plattdeutschen Mundarten wurden in den vergangenen 200 Jahren zu Kulturdialekten ausgebaut.