Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
 

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FörBi

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Sie können uns Spenden über das Spendenkonto unseres Fördervereins zukommen lassen:

Verein zur Förderung von Schülerinnen und Schülern nicht deutscher Herkunftssprachen
Sparkasse Bielefeld (BLZ 480 501 61)
Konto 43 010 735

IBAN: DE07 4805 0161 0043 0107 35
BIC: SPBIDE3BXXX

Auf Wunsch stellen wir Ihnen selbstverständlich Spendenbescheinigungen aus und schicken Ihnen den Jahresbericht über die Leistungen des Projekts zu.

Sollten Sie noch weitere Fragen haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

In die Zukunft investieren

Das Projekt „FörBi – Förderunterricht für Schülerinnen und Schüler nicht deutscher Herkunftssprachen“ unterstützt Kindern und Jugendliche mit Migrationsgeschichte bei der Bewältigung schulischer Anforderungen und leistet so einen kleinen Beitrag gegen die strukturelle Benachteiligung dieser Schülergruppe im deutschen Bildungssystem. Im Vordergrund steht für uns, den Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, ihr persönliches Potential beim Erreichen ihrer Bildungsziele auszuschöpfen. Die Abmilderung spezifischer Benachteiligungen soll ihnen helfen, ihre Lebensziele zu verwirklichen. Ein gesellschaftlich bedeutender Nebeneffekt ist dabei, dass durch gezielte und qualifizierte Förderung Begabungs- und Bildungsreserven erschlossen werden, die sich unsere Gesellschaft zu ignorieren und zu verschenken nicht leisten kann. Erinnert sei nur an den Fachkräftemangel und das Klagen über Schulabgänger mit nicht ausreichender Ausbildungsreife.

In der Region OWL leben ca. 500 000 Menschen mit Migrationshintergrund (Quelle:spd-owl.de). Das entspricht rund einem Viertel aller Menschen in OWL. Seit etwa zwei Jahrzehnten verzeichnet die Region eine starke Zuwanderung insbesondere junger Menschen mit Migrationshintergrund. Eine Studie der Bundesregierung geht davon aus, dass sich OWL bis zum Jahre 2020 zur jüngsten Region im Bundesgebiet entwickeln wird (vgl. Integrationsbroschüre SPD OWL 2011, S. 8.). In der Stadt Bielefeld selbst leben ca. 100 000 Menschen mit Migrationshintergrund (Stand vom 31.12.2010; vgl. Schriften zur Integration, Stadt Bielefeld, Heft 1, 2011, S. 10). Dies entspricht einem an Anteil von etwa einem Drittel der Gesamtbevölkerung (im Vergleich: Der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in NRW beträgt 24,1 % im Bund 19,17%); in der Altersgruppe der 0- bis 10-Jährigen liegt der Anteil bei beinahe 50% (vgl. Lernreport 2012, Stadt Bielefeld, S. 12).

Untersuchungen der Schul- und Ausbildungssituation dieser Bevölkerungsgruppe kommen zu unerfreulichen Resultaten. Ein statistischer Vergleich von Daten der Stadt Bielefeld und der Region OWL mit denen des Landes NRW hat gezeigt, dass die Jugendliche mit Migrationshintergrund in OWL wesentlich schlechtere Schulabschlüsse erreichen als Vergleichsgruppen in NRW. Ca. 61,8% dieser Schüler schließen die Schule mit Haupt- oder Förderschulabschlüssen ab; dieser Anteil ist um 10% höher als im NRW-Durchschnitt. Im Gegensatz hierzu erreichen Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund in OWL seltener einen Realschulabschluss oder die allgemeine Hochschulreife, als dies im NRW-Durchschnitt der Fall ist (Quelle:spd-owl.de). In Bielefeld haben zwei Drittel aller Schülerinnen und Schüler an Hauptschulen einen Migrationshintergrund (vgl. Lernreport 2012, Stadt Bielefeld, S. 12).

Die Stadt Bielefeld weist eine höhere Arbeitslosenquote auf als das Land. Dabei hat die Arbeitslosigkeit bei den Personen unter 25 Jahren verstärkt zugenommen. Aus dem Bielefelder Lernreport 2012: „In 2010 war mehr als jeder siebte Jugendliche zwischen 15 und unter 25 Jahren von Unterbeschäftigung betroffen“ (S.12).

Im Zusammenhang mit dem demografischen Profil der Region verleihen diese Ergebnisse der Thematik der sprachlichen und schulischen Förderung von Kindern und Jugendlichen in der kommunalen Politik eine zentrale Bedeutung. Eine hochentwickelte und -technisierte Volkswirtschaft ist auf die Kompetenzen der nachwachsenden Generationen existentiell angewiesen ist. Für Bielefeld ist eingedenk des demografischen Wandels und des Bedarfs an qualifizierten Fachkräften die fundierte Ausbildung von Nachwuchskräften für die langfristige Entwicklung in der Region auch ökonomisch bedeutsam.

Hervorzuheben ist, dass sich in der Stadt Bielefeld gleichzeitig ein positiver Trend abzeichnet: Nur hier liegen die Anteile von Schulabgängern der Haupt- oder Förderschule unterhalb des regionalen Durchschnitts (Quelle:spd-owl.de). Diese Entwicklung wurde mit gezielten Maßnahmen herbeigeführt und muss auch in Zukunft unterstützt und dauerhaft stabilisiert werden. Dafür müssen Konzepte erhalten bleiben, die gezeigt haben, dass sie der Komplexität des Themas Migration und ihre Folgeerscheinungen im Bildungssektor gerecht werden. Diesen Anspruch erfüllt das Projekt „Förderunterricht für Schülerinnen und Schüler nicht deutscher Herkunftssprachen“ – kurz: FörBi – nachweislich seit nunmehr über zehn Jahren. Exemplarisch kann dies anhand einiger Ergebnisse der Projektevaluation vom Juli 2012 gezeigt werden. Von ca. 300 Schülern wurden 147 befragt. Von diesen Schülerinnen und Schülern sind 123 versetzt worden. 39 dieser Schülerinnen und Schüler erreichten einen Schulabschluss und gaben an, maßgeblich von der Förderung profitiert zu haben. Auch zeigt sich eine positive Wirkung in der Notenentwicklung. So konnten 53% der Schülerinnen und Schüler ihre Note im Förderfach verbessern – oft um zwei bis drei Notenwerte! - und 23 % konnten ihre Note trotz anfänglicher Negativtendenz durch den Eintritt ins Projekt halten.

Ein duales Konzept der Förderung

Sprachkompetenz in Deutsch und schulische Leistungen hängen unmittelbar zusammen – das hat unter anderem die PISA-Studie nachgewiesen. Ebenfalls deutlich geworden ist in diesem internationalen Vergleich, dass in Deutschland die soziale Herkunft und Schulleistungen miteinander verknüpft sind (Der Lernreport 2012 bestätigt dies für Bielefeld.). Schülerinnen und Schüler mit Migrationsbiografien sind von beiden Benachteiligungen in besonderem Ausmaß betroffen. Ein wirksames Konzept zum Ausgleich dieser Benachteiligungen muss beide Ebenen berücksichtigen. Wir bieten diesen Ausgleich durch eine gezielte Aufnahme sozioökonomisch benachteiligter Schüler und durch eine kompetente, sprachsensible und für die Schüler kostenlose Förderung an. Deutsch als Zweitsprache wird in Verbindung mit den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch unterrichtet. Mit diesem Modell der dualen Förderung soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass für diese Schülergruppe die deutsche Sprache sowohl Lerngegenstand als auch Lerninstrument und schließlich Transportmedium für Sachinhalte ist.

Nachhaltigkeit

Zukünftige Lehrerinnen und Lehrer werden über die Arbeit im Projekt für die besonderen Bedarfe von Kindern und Jugendlichen mit Migrationsgeschichte bei der Bewältigung schulischer Anforderungen sensibilisiert. Sie entwickeln so im Laufe ihrer Tätigkeit – die von Fort- und Weiterbildungsangeboten unterstützt wird – Fertigkeiten und Strategien, die ihnen den erfolgreichen Umgang mit den Herausforderungen der sprachlichen und kulturellen Diversität im Schulalltag ermöglichen. Diese Kompetenzen wiederum tragen zu einer verbesserten Begleitung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund im Regelunterricht der Schulen bei. Nicht zuletzt kann nach dem Eintritt der Förderlehrerinnen und Förderlehrern in den Schuldienst eine multiplikatorische Wirkung erhofft werden.

Transparenz

Eine interne Projektevaluation wird jährlich durchgeführt. Die Ergebnisse und ein Jahresbericht werden dem Amt für Integration und interkulturelle Angelegenheiten vorgelegt. So erzeugen wir Transparenz und ermöglichen eine weitreichende Erfolgskontrolle.


Fazit

Seit Jahren schaffen wir durch unser Angebot einen sozialen Raum, in dem nicht nur Integration gelingt und greifbar wird, sondern in dem erfolgreiche Förderung möglich wird. Kinder, Jugendliche und Studenten aus verschiedenen Schulen, Stadtteilen und verschiedenen Kulturkreisen begegnen sich, lernen zusammen, lösen Problem und Konflikte konstruktiv und freuen sich gemeinsam über ihre Erfolge. Diese jungen Menschen sind unsere Zukunft!


In „FörBi“ investieren heißt in die Zukunft investieren!

Ihr Beitrag zu unserer Leistung

Projekte sind heute wohl vor allem gefragt, wenn ihre Laufzeiten kurz sind und hoher Nutzen mit geringem Aufwand realisiert werden kann. Vor diesem Hintergrund sprach Karl-Heinz Voßhans, Leiter des Amtes für Integration und Kooperationspartner des Projekts, in seiner Rede anlässlich des 10jährigen Jubiläums im November 2011 von FörBi als einem „Dauerprojekt“. Eingedenk der oben dargelegten Fakten ist eine dauerhafte Fortführung des Projekts sinnvoll und wird von vielen Seiten befürwortet. Als nicht schulische Institution können wir helfen, Problemlagen zu bearbeiten, für die Schulen strukturell bedingt nicht in dieser individualisierten und effektiven Form Angebote schaffen und aufrechterhalten können. Schulen sind aktuell in einer komplexen Situation und auf außerschulische Unterstützung angewiesen. FörBi leistet eine solche Unterstützung bei der Erfüllung des Bildungsauftrages der Schulen gegenüber Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund.

Die Stadt Bielefeld beteiligt sich als Kooperationspartner finanziell in großem Umfang an den Koordinierungsstellen. Für die Bezahlung der studentischen Förderlehrer sind wir jedoch auf Ihre Spendengelder angewiesen!

Von Ihren Spenden werden ausschließlich die Honorare (Hilfskraftsätze) der studentischen Förderlehrerinnen und -lehrer finanziert. Diese werden erst nach eine Praktikums- und Qualifizierungsphase von einem halben Jahr sorgfältig ausgewählt und eingestellt (Informationen zum Praktikumsablauf). Nur so können wir die Schülerinnen und Schüler zuverlässig mit qualitativ hochwertigem Förderunterricht versorgen.

Wir möchten es für Sie so transparent wie möglich gestalten, wohin Ihr Geld geht:

Mit den studentischen Förderlehrern werden studentische Hilfskraftverträge abgeschlossen. Der Stundensatz beträgt derzeit 8,85 EUR (im Mindestsatz ohne Arbeitgeberanteil) bei einer für den Vertragsabschluss erforderlichen Mindeststundenzahl von 5 Stunden pro Woche. Die Verträge werden für 9 Monate im Jahr abgeschlossen, da in den Ferienzeiten der Schüler nicht unterrichtet wird. Ein studentischer Förderlehrer mit einem solchen Vertrag unterrichtet also zweimal in der Woche zwei Stunden, und zwar zwei Fördergruppen mit in der Regel 5 Schülern. Die Förderung von zwei Gruppen pro studentischen Förderlehrer nach diesen Richtlinien kostet pro Jahr durchschnittlich 2214 Euro (Bei dieser Berechnung wird von der monatlichen Vergütung der Hilfskräfte ohne Arbeitgeberanteil ausgegangen. Je nach Länge der Beschäftigung können diese Monatsbeträge durch die Zahlung der Arbeitgeberanteile für die Kranken- und Rentenversicherung steigen. Hierfür sind bis zu 25% Arbeitgeberanteil zu berücksichtigen.).

Sie haben die Möglichkeit, uns einfach eine bestimmte Summe zukommen zu lassen. Sie können aber auch gezielt Patenschaften für Gruppen übernehmen.

Sie können uns Spenden über das Spendenkonto unseres Fördervereins zukommen lassen:

Verein zur Förderung von Schülerinnen und Schülern nicht deutscher Herkunftssprachen
Sparkasse Bielefeld (BLZ 480 501 61)
Konto 43 010 735
IBAN: DE07 4805 0161 0043 0107 35
BIC: SPBIDE3BXXX

Auf Wunsch stellen wir Ihnen selbstverständlich Spendenbescheinigungen aus und schicken Ihnen den Jahresbericht über die Leistungen des Projekts zu.

Bitte helfen Sie uns, „FörBi“ zu erhalten!