Faculty of Linguistics and Literary Studies
 
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Fach: Deutsch als Fremdsprache - FORSCHUNG: MAGISTERARBEITEN & DISSERTATIONEN - ABSTRACTS

Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft

Backhaus-DeGraft, Anke: Schreiben, die vergessene Fertigkeit: Schriftliche Sprach-produktion in der Fremdsprache Deutsch. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1995. – 93 S. mit einem Anhang (Fragebogen und Interviewtranskription).

Die Verfasserin kritisiert, daß bisher in der Schreibforschung das Schreiben in der Fremdsprache ausgeklammert worden sei, was sie mit der Übernahme des linguistischen Prinzips der Priorität der gesprochenen Sprache erklärt. Durch diese Überbetonung des Gesprochenen auch im DaF-Unterricht sei nicht erkannt worden, daß das Prinzip der Handlungsorientierung auch den Bereich der Schriftlichkeit einbeziehen müsse, um erwachsenen DaF-Lernenden den Alltag in der schriftsprachlich orientierten Bundesrepublik zu erleichtern bzw. ihnen negative Auswirkungen schriftsprachlicher Defizite zu ersparen. Dabei konzentriert sich die Arbeit auf die exemplarische Beschreibung der schriftlichen Kompetenz von in der Bundesrepublik lebenden Ausländern, die ungesteuert Deutsch gelernt haben. Empirische Daten wurden u.a. in zwei Schreibkursen an der VHS Bielefeld gesammelt, in denen 15 Fragebögen ausgefüllt wurden. Die Autorin konstatiert einen dringenden Bedarf an Forschungsarbeit über systematischen Schreibunterricht für die behandelte Zielgruppe.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.40 B126  BNR: 158/3168813


Balku, Ilhami: Das Bild der Ausländer im Fremdsprachenunterricht. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1996. – 91 S. mit einem Anhang (Zeitungsartikel).

Der Autor beginnt seine Arbeit mit der Präsentation der Begriffe Stereotyp und Vorurteil, leitet dann sofort über zu einer Behandlung der Diskussion “Türkische Frauen in den Medien” mit Berichten aus der deutschen Presse. Bei den meisten weiteren Texten handelt es sich Quellen von vor 1986. Mit dem 3. Kapitel beginnt der Didaktisierungsteil und die Diskussion über die Rolle der Landeskunde. Als Didaktisierungsvorschlag wird der Artikel „Neuer Terroranschlag erschüttert Israel“ aus der Welt vom 5.3.96 mit der Begründung vorgestellt, daß das Thema Nahost-Konflikt seit Jahren in den Medien präsent sei und deshalb “hervorragend für die Produktion einer Unterrichtsreihe” geeignet sei. Es ist es dem Autor außerdem gelungen, eine Reihe von selbst erschlossenen Quellen zu diesem Thema und Bibliographien zu bearbeiten, so daß Vorarbeiten zu einer weiteren Bearbeitung dieses Themas geleistet wurden. Die Didaktisierungen seien auf andere Texte übertragbar.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB299.90 B186  BNR: 158/3225780


Banze, Kathrin: Fernsehwerbung in Deutschland und Spanien: Eine vergleichende sprachwissenschaftliche Analyse für den DaF-Unterricht. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2004. 128 Seiten mit einem Anhang (Transkription von Werbespots; Fragebögen).

Die Arbeit beschäftigt sich vorrangig mit der Frage, ob und inwieweit sich die aktuelle spanische Fernsehwerbung von der deutschen unterscheidet und wie sich Werbespots im Rahmen des DaF-Unterrichts einsetzen lassen. Sie verdeutlicht, daß Fernsehwerbung ein facettenreiches und aktuelles Thema ist, dessen Bearbeitung sich sowohl in sprachlicher wie auch in landeskundlicher Hinsicht für den Unterricht anbietet. Darüber hinaus zeigt vor allem die kontrastive Analyse spanischer und deutscher Werbespots, daß Werbung generell im Fremdsprachenunterricht einsetzbar ist. Nach der Beschreibung der allgemeinen Charakteristika von Werbung befaßt sich die Autorin mit der werbungsspezifischen Sprache, indem sie einzelne für Werbetexte typische Phänomene anhand einer Vielzahl von spanischen und deutschen Beispielen analysiert. Mit Hilfe der Betrachtung der historischen Entwicklung des Werbefernsehens in Spanien und Deutschland werden die Rahmenbedingungen für die aktuell ausgestrahlte Fernsehwerbung verdeutlicht. Wie die gewonnenen Erkenntnisse für den DaF-Unterricht, insbesondere mit spanischen Deutschlernenden, genutzt werden können, wird im dritten Kapitel anhand von exemplarischen Didaktisierungsvorschlägen dargestellt, die Möglichkeiten bei der Verwendung von Fernsehwerbung als Unterrichtsgegenstand aufzeigen. Es folgt die Vorstellung einer Fragebogenstudie, mit deren Hilfe untersucht wurde, wie Fernsehwerbung auf eine bestimmte Zielgruppe wirkt, welche Aspekte und Darstellungsformen besondere Beachtung finden und inwieweit Werbung das tägliche Leben beeinflußt.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.00 B219 Mediennr. 158/4163105


Bärenfänger, Olaf: Methodisch-methodologische Probleme der Empirischen Fremdsprachenforschung: Das Beispiel der mündlichen Sprachproduktion. Dissertation, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2002. - 180 Seiten mit einem Anhang (Einzelaufsätze).

Diese kumulative Dissertation beschäftigt sich u.a. mit dem Vorwurf, der der der Empirischen Fremdsprachenforschung von verschiedenen Seiten gemacht werde, sie zeige mangelndes Methodenbewußtsein, uneinheitliche Gütekriterien sowie eine unzureichende Transparenz bei der Darstellung ihrer Ergebnisse. Angesichts dieser methodologischen Defizite besteht das Hauptziel dieser Arbeit in der Bereitstellung und Erprobung eines leicht zu handhabenden Instruments, das ? unabhängig vom gewählten methodischen Paradigma ? die standardisierte und präzise Beschreibung sowie die verläßliche Evaluation von fremdsprachenforschungsspezifischen Methoden erlaubt. Die Anwendung des Instruments soll Forscher zum einen dazu veranlassen, jegliche relevanten Voraussetzungen ihrer Methoden ebenso offenzulegen wie deren verfahrenstechnische Details. Mit der so erreichten Transparenz werden die Voraussetzungen für eine bessere Nachvollziehbarkeit, Vergleichbarkeit und Kritisierbarkeit der Studien geschaffen. Zum anderen soll das Instrument Anlaß zur Reflexion über Möglichkeiten und Grenzen von Methoden sein, wie sie sich in Gütekriterien widerspiegeln. Zu diesem Zwecke wird zunächst eine Diskussion über universal anwendbare Gütekriterien präsentiert sowie Überlegungen dazu, welche Faktoren sich im einzelnen potentiell auf die Qualität einer Methode auswirken. Hierauf aufbauend wird dann ein Katalog mit einer überschaubaren Anzahl von Kriterien aufgestellt, der auch die verschiedenartigen Methoden der Fremdsprachenforschung hinsichtlich der oben genannten Aspekte erfassen kann. Am Beispiel der Untersuchung von sprachlichen Automatismen bei der mündlichen Produktion in der Fremdsprache soll die Anwendbarkeit des Kriterienkatalogs auf ein Verfahren zur Erhebung von Primärdaten und auf ein solches zur Erhebung von Sekundärdaten illustriert werden. Zuvor wird jedoch einerseits der Forschungskontext dargestellt, für den die beiden Verfahren entwickelt wurden sowie andererseits auch die theoretischen Voraussetzungen hinsichtlich des Untersuchungsgegenstandes ?Sprachliche Automatismen?, um daraus daraufhin eine geeignete Operationalisierung herzuleiten. Ein Beitrag mit konkreten Ergebnissen und Schlußfolgerungen über die Situationsabhängigkeit des sprecherseitigen Gebrauchs von sprachlichen Automatismen beschließt diese Arbeit. Somit wird der gesamte Ablauf einer empirischen Forschung, angefangen bei der Forschungsfrage über deren Operationalisierung, die Designerstellung, Durchführung, Datenaufbereitung und Datenanalyse bis hin zu den Ergebnissen abgebildet.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.80 B141; BNR: 58/4118285/6



Bärmann, Uta: Schreiben im DaF-Unterricht: Stellenwert und Möglichkeiten unter Berücksichtigung des kreativen Schreibens. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1995. – 104 S.

Das Schreiben sei von den vier Fertigkeiten Sprechen, Lesen, Hören und Schreiben die im Unterricht am wenigsten geforderte Fertigkeit. Die Verfasserin versucht mit ihrer Arbeit zu zeigen, daß das Schreiben diesen Stellenwert zu Unrecht besitze, weil es nicht nur den Unterrichtsprozeß positiv beeinflusse, sondern auch entscheidend zum Spracherwerb beitragen könne. Geschriebene Zeichen ließen sich leichter über die Augen übermitteln, speichern und verarbeiten als das Ohr das zu leisten vermag. Der Mensch nehme 80% seiner Eindrücke über die Augen auf, weniger als 10% die Ohren. Gute Ansatzmöglichkeiten würde das kreative Schreiben bieten. Die Lernenden müßten dabei davon überzeugt werden, für sich zu schreiben und nicht für die Lehrenden. Diese Forderungen werden durch eine Vielzahl von Übungen und Techniken in der Arbeit vorgestellt.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.00 B141  BNR: 158/3225786


Baranska, Malgorzata: Übersetzungsschwierigkeiten bei deutsch-polnisch-deutschen Wirtschaftsübersetzungen. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2000. - 130 S. mit einem Anhang (Originalfachtexte).

Im theoretischen Teil der Arbeit wird anhand bestimmter theoretischer Modelle versucht, die Probleme am Beispiel deutsch-polnisch-deutscher Wirtschaftsübersetzungen zu analysieren und die Erkenntnisse in theoretische Überlegungen mit einzubeziehen. Im didaktischen Teil wird die Verwendbarkeit der Theorie am Beispiel überprüft, indem entsprechende Übersetzungsübungen für den Unterricht entworfen werden.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NP731.00 B225 BNR:158/4090390


Bäumker, Margit: Bildungswirkungen von Internetprojekten im DaF-Unterricht am Beispiel des Projekts "Willkommen in Deutschland". Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2004. 79 Seiten mit einem Anhang (Interviewleitfaden, ausgewählte Seiten des Projekts, Zeitungsartikel über das Projekt, Verzeichnis der Abbildungen).

Während sich zahlreiche Publikationen mit dem Einsatz des Internets im Bereich des Fernstudiums befassen, mangelt es im deutschsprachigen Bereich immer noch an Erfahrungsberichten zu erfolgreichen Realisierungen des Interneteinsatzes zur Unterstützung der Präsenzlehre, womit sich die vorliegende Arbeit insbesondere befaßt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Form des (Internet-)Projektunterrichts und seine Bildungswirkungen speziell im Rahmen des DaF-Unterrichts in Bezug auf Sprach-, Medien- und Handlungskompetenz sowie auf die individuelle und interpersonelle Entwicklung der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. Ausgangspunkt und Grundlage ist dabei ein von der Autorin durchgeführtes Internetprojekt namens "Willkommen in Deutschland".

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB292.00 B142; BNR: 158/4163096


Beck, Svenja: "Zurück ins Funkhaus": Phraseologismen in der WDR-2-Fußballreportage. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2004. - 76 Seiten mit einem Anhang von 132 Seiten Anhang (Transkriptionen, Auflistung der Phraseologismen).

Die Sportreportage, die Geschichte der Fußballübertragung im Radio sowie das Berufsbild des Sportreporters werden knapp und präzise vorgestellt, ein weiterer Teil ist der Fußballsprache gewidmet; es wird zwischen der Fachsprache (britischer Einfluß, Militär, Technik) und der Reportsprache Fußball unterschieden, letztere steht im Zentrum der Analysen. Allgemeine Charakteristika der Hörfunk-Fußballsprache wie Synonymengebrauch, Rederechtswechsel in der sogenannten Konferenzschaltung, Nominalstil und bewertende Äußerungen werden zuerst kurz vorgestellt, anschließend werden die im Korpus vorgefundenen Begriffe und Syntagmen klassifiziert. Die Typologie wird um weitere fünf Klassen erweitert, die sich aus dem Material ergeben: Reformulierung, Lehnwörter, fachsprachliche Komposita und bewertende Komposita sowie sogenannte. Charakterisierungen. Dann werden die lexikalischen Einheiten zwölf Klassen zugeordnet und in ihrer Funktionalität analysiert, Okkasionalismen stehen neben fachsprachlichen Termini und idiomatischen Phraseologismen. Abschließend werden rezeptive oder produktive Beherrschung in DaF/DaZ-Kontexten skizziert. Der Anhang enthält die Transkriptionen der vier Fußballübertragungen und des Interviews mit der Sportchefin des WDR und den (phraseologischen) Wortschatz der Fußball- und Reportsprache.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB228.50 B388; Mediennummer: 150/4164370


Behrendt, Ulrike: Lehrmaterialien und Unterrichtsverfahren für die Vorbereitung chinesischer Postgraduierter auf ein Studium in der Bundesrepublik am Beispiel des Videoberichts "Studieren kontrastiv: Chinesische und deutsche Studenten innerhalb und außerhalb der Universitäten. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1990. – 151 S.

Den Hauptteil der Arbeit nimmt die Beschreibung der Produktion, der Konzeption und die Transkription des mehr als drei Stunden dauernden Videoberichts für chinesische Studierende ein, in dem fünf Deutsche und ein Chinese auftreten. Der Film soll die Vermittlung von Grundwissen leisten und mit anderen Materialien und Methoden kombiniert werden. Einleitend beschreibt die Autorin die Situation der Vorbereitungsklassen an den Deutsch-Kollegs in der Volksrepublik China.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB292.00:B421     BNR: 158/129860


Bergmann, Elke und Staar, Virpi: Zur Theorie und Analyse mündlicher fachsprachlicher Kommunikation am Beispiel von „Präsentationsgesprächen auf Messen“.  Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1990. – 145 S. mit einem Anhang.

Die Autorinnen kritisieren die einseitige Beschäftigung mit schriftlichen Fachtexten aus naturwissenschaftlichen und wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen, während sie sich mit mündlicher Fachkommunikation auf der beruflichen Ebene beschäftigen. Als Grundlage dienten 39 Präsentationsgespräche, die von finnischen Messeausstellern auf deutschen Messen mit deutschsprachigen Kunden geführt wurden, von denen sieben zur Analyse ausgewählt wurden.  Einleitend geben die Autorinnen einen Überblick über den Stand der Fachsprachenforschung, behandeln dann die Messen und den Messeplatz Bundesrepublik, widmen sich dem finnischen Außenhandel und der methodischen Vorgangsweise bei ihrem Projekt, bevor sie in den beiden letzten Kapiteln das ausgewählte Material analysieren und didaktische Überlegungen zu Kursplanung und Kurserstellung sowie exemplarischen Vorschlägen übergehen.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB231.00 B499  BNR: 158/129859


Beyer, Sabine: Der Fremdsprachenerwerb bilingualer Lernerinnen: Eine qualitative Untersuchung. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2000. - 150 Seiten mit einem Anhang (Interviewtranskripte).

Die Arbeit untersucht die besonderen Voraussetzungen bilingual aufgewachsener Lernerinnen für das Erlernen von Fremdsprachen. Im theoretischen Teil wird zunächst ein Überblick über die Ergebnisse der Bilingualismusforschung und die damit verbundene Problematik der begrifflichen Abgrenzung gegeben. Die Autorin bezieht sich dabei nicht nur auf individuellen Bilingualismus, sondern auch auf gesellschaftliche Mehrsprachigkeit. Am Beispiel des katalanischen Bilingualismus werden die Probleme und Chancen regionaler Sprachpolitik erläutert. Des weiteren wird untersucht, inwieweit die Ergebnisse der Bilingualismusforschung in der Zweitsprachenerwerbsforschung berücksichtigt werden. Dabei wird auch auf die Rolle der Muttersprache und zuvor erlernter Fremdsprachen beim Erwerb weiterer Sprachen eingegangen und ein ausführlicher Überblick über die L3-Forschung gegeben. Als besondere Voraussetzungen bilingualer Fremdsprachenlerner/innen werden vor allem ein ausgeprägtes Sprachbewußtsein und spezielle Lernstrategien hervorgehoben. Forschungstheoretische Überlegungen bilden den Abschluß des theoretischen Teils. In der empirischen Untersuchung werden die von der Autorin durchgeführten Interviews mit fünf katalanisch-spanisch bilingualen Fremdsprachenlernerinnen mit Hilfe interpretativer Verfahren analysiert. Das zentrale Interesse bilden dabei die individuellen Lernerbiographien und die subjektiven Theorien der Lernerinnen über das Sprachenlernen und den Einfluß zuvor erlernter Sprachen. Im abschließenden Teil wird diskutiert, wie auf individuelle und gruppenspezifische Voraussetzung im Fremdsprachenunterricht eingegangen werden kann. (Autorin)

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.20 B573; BNR:158/4027425


Blex, Klaus: Die Wirkung von Instruktionsmaßnahmen auf den Fremdsprachenerwerb. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1998. – 83 Seiten.

Instruktionsmaßnahmen sind einer von vielen Faktoren, deren Zusammenwirken in das Produkt Fremdsprachenerwerb mündet. Die Existenz des Fremdsprachenunterrichts wird von Pädagogen unter anderem durch die  Annahme gerechtfertigt, daß durch Instruktionsmaßnahmen im Unterricht die Interimsprache der Lerner positiv beeinflußt werden kann.
Zentrales Thema dieser Magisterarbeit ist die Vorstellung von 22 Unterrichts- und Laborstudien aus der Fremdsprachenerwerbsforschung, in denen verschiedene Arten von Instruktion miteinander verglichen werden, um herauszufinden, welcher Instruktionstyp am effektivsten in den Spracherwerbsprozeß eingreift. Beschrieben werden diese Studien hinsichtlich ihres Erkenntnisinteresses, ihrer Methodologie (Probanden, Datenerhebungskontexte, Datenerhebungsverfahren) und ihrer Dateninterpretation. Abschließend werden die Ergebnisse unter terminologischen, forschungsmethodologischen und ergebnisorientierten Aspekten ausgewertet.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NA191.80 B647  BNR: 158/3259717


Blex, Klaus: Zur Wirkung mündlicher Fehlerkorrekturen im Fremdsprachenunterricht auf den Fremdsprachenerwerb. Dissertation, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2001. - 170 Seiten mit einem Anhang (Transkripte).

Hier werden im ersten Teil die Bereiche der Fremdsprachenerwerbsforschung vorgestellt, in denen mehr oder minder explizite Aussagen oder Vermutungen zur Beantwortung der zentralen Forschungsfragen in der Fehlerkorrekturforschung getroffen wurden bzw. aus deren empirischen Arbeiten sich Hinweise auf ein effizientes Korrekturverhalten ableiten lassen könnten. Im einzelnen sind dies die Bereiche Fehlerevaluation, Fehlerkorrekturen im Urteil von Fremdsprachenlernern, Observationsstudien zu Fehlerkorrekturen im Fremdsprachenunterricht, Wechselwirkungen von Input, Output, Interaktionen und Fremdsprachenerwerb, sowie der in Verbindung zu der von mir durchgeführten Studie zentrale Bereich der Wirkung von Instruktionsmaßnahmen auf den Fremdsprachenerwerb. Im Anschluß daran wird im zweiten Teil der Arbeit über die Durchführung und Auswertung einer eigenen Studie berichtet, deren zentrales Erkenntnisinteresse es war, die Wirksamkeit von mündlichen Fehlerkorrekturen im Fremdsprachenunterricht auf den kurzzeitigen Fremdsprachenerwerb vonFremdsprachenlernern zu ermitteln. Weitere Forschungsfragen betrafen die subjektiven Einschätzungen von Fremdsprachenlehrenden und -lernern zur Wirkung unterschiedlicher Variablen im Prozeß mündlicher Fehlerkorrekturen. Von besonderem Interesse war dabei, inwieweit die Einschätzungen mit der tatsächlichen Wirkung dieser Variablen auf den kurzzeitigen Spracherwerb korrespondierten. Des weiteren sollte noch ermittelt werden, inwieweit die Einschätzungen von Lehrenden zu ihrem Korrekturverhalten mit ihrem tatsächlichen Korrekturverhalten korrespondieren. Schließlich werden die Ergebnisse der Studie in einen aktuellen Forschungskontext eingebettet und diskutiert und es werden Anknüpfungspunkte für zukünftige Forschungsarbeiten aufgezeigt.
(Autor)

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.80 B647; BNR: 158/4061233
sowie über http://bieson.ub.uni-bielefeld.de/volltexte/2002/97/


Block, Anja: Online-Projekte im Fremdsprachenunterricht: Zum Einsatz von E-Mail und Internet im Unterricht Deutsch als Fremdsprache. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1998. - 129 S.

In Zukunft werden viele weitere praktische Erfahrungen mit dem Internet und Email als vielseitigem Unterrichtsmedium sowohl auf Lehrer- als auch auf Lernerseite gesammelt werden. Diese Ideen und Impulse aus der Praxis regen die Autorin zu tiefergehenden theoretischen Überlegungen über die Einsatzmöglichkeiten in kommunikativen Situationen und folgenden Fragestellungen an: Welche konkreten Chancen hält das Internet als Publikations-, Kommunikations- und Informationsmedium für den Unterricht bereit? Welche besonderen Unterschiede und Konsequenzen ergeben sich aufgrund neuer technischer Gegebenheiten im Vergleich zu herkömmlichen Unterrichtsformen und -medien für die konkrete Lehr- und Lernsituation? Die Arbeit befaßt sich zunächst mit einigen grundlegenden Begriffen rund um das Thema (Online)Medien. Weiterhin geht es um den veränderten Umgang mit Sprache in den neuen Medien. Dabei werden in erster Linie Veränderungen durch neue digitale Textformen (Hypertext) und einer sich daraus ergebenden veränderten Textrezeption und -produktion geschildert. Nach der Darstellung lerntheoretischer Konzepte wird auf die damit verbundenen neuen Formen wie kooperatives, situatives und exploratives Lernen eingegangen. Ihr Bezug zu computergestützten Unterrichtsformen wird dabei insbesondere für projektbezogenes Lernen aufgezeigt. Anhand einer empirischen Befragung von Projektleitern, die sich auf die bisher gemachten Erfahrungen im Sprachunterricht bezog, werden diese jeweils kurz beschrieben und ausgewertet. Im fünften Kapitel werden einige grundsätzliche methodisch-didaktische Überlegungen zum Einsatz online-basierter Medien für den Fremdsprachenunterricht angeführt. Es geht dabei um die einzelnen Fertigkeitsbereiche und deren Training und Umsetzung in computerunterstützten Unterrichtssituationen. Die möglicherweise daraus folgenden didaktischen Implikationen sowie die zu erwartenden Veränderungen für Unterrichtsplanung, _gestaltung und Lehrerausbildung sowie konkrete Folgen für Lehrende und Lernende bilden den Abschluß dieser Arbeit.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB292.00 B651A341; BNR:158/4060920


Bolotova-Sanke, Elena: Kulturelle Vorstellungswelten am Beispiel verbreiteter Metaphorisierungen in der deutschen und russischen Presse: Die Metapher aus kognitiv-linguistischer und fremdsprachendidaktischer Sicht. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1999. - 86 Seiten.

Die Autorin gibt eingangs einen Überblick über die Forschungslage zur Metaphorik, anschließend werden Metaphorisierungen in der deutschen und russischen Pressesprache einander gegenübergestellt, z.B. zum Thema "Wahlen". Für die Fremdsprachendidaktik werden Lernziele entwickelt, die u.a. auch dem Kühnschen didaktischen Dreischritt "Metaphern erkennen, verstehen, gebrauchen" folgen. Dabei wird auch der Gebrauch von Wörterbüchern behandelt. Die didaktischen Vorschläge beinhalten Textarbeit und semantische Übungen. Nach Ansicht der Verfasserin kann durch die Kombination von linguistischer Analyse und kulturspezifischen Aspekten die Metaphorik zu einem interessanten Gegenstand des DaF-Unterrichts werden.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB221.00 B693; BNR:158/4059958


Brandl, Heike: Interkulturelle Aspekte in den Mittelstufenlehrwerken em und Unterwegs für DaF: Eine Lehrwerkanalyse. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2002. - 133 S.

Forschungsergebnisse der Psychologie und der Linguistik verdeutlichen die vielschichtige Problematik interkultureller Kontaktsituationen. In den achtziger und neunziger Jahren wurde deshalb innerhalb der Fremdsprachendidaktik bezweifelt, ob das Lehrziel Kommunikationsfähigkeit und dessen Operationalisierung in Lehrwerken noch den kommunikativen Anforderungen einer modernen Wirklichkeit genüge. Die sozio- und pragmalinguistisch ausgerichtete Lehrwerkanalyse geht vor diesem Hintergrund der Fragestellung nach, inwieweit die analysierten Mittelstufenlehrwerke angehende Fremdsprachen-Sprecher auf interkulturelle Kontaktsituationen vorbereiten. Mittels eines eigens entwickelten Analysefragebogens und -rasters werden sowohl die didaktische Konzeption der Lehrwerke als auch die Didaktisierungen verschiedener exemplarisch ausgewählter produktiver Sprachhandlungen, deren interkulturelles Missverständnispotential empirisch belegt ist beschrieben und analysiert. Die Untersuchung kommt hinsichtlich beider Lehrwerke zu unterschiedlichen Ergebnissen. Während em als monolingual konzipiert und sprach- bzw. kulturassimilatorisch ausgerichtet anzusehen ist und damit interkulturellen Anforderung nicht genügt, vermittelt das Lehrwerk Unterwegs den Fremdsprachenlernenden in einem integrativen lernerorientierten Ansatz soziokulturelles und kontrastiv-linguistisches Wissen, welches die Grundlage zur Entwicklung interkultureller Kompetenzen und Strategien bildet. (Autorin)

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.00 B818; BNR:158/4090419


Braun, Christiane: Berufssprache Hotel- und Gaststättengewerbe/Tourismus für den fachbezogenen Unterricht Deutsch als Fremdsprache am Beispiel des Sprachlehrfilms „Guten Tag, Sie wünschen bitte?“. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1989. – 112 S. mit einem Anhang (Transkript des Videofilms) und Zusatzmaterialien.

Wie bei der in Kooperation entstandenen Arbeit von Ursula Frenser versteht sich Fachsprache hier nicht als Fachsprache der Naturwissenschaften, sondern als Beitrag zum DaF-Unterricht auf beruflicher Ebene, besonders im Hinblick auf die europäische Integration und als eine Auseinandersetzung mit dem Problem der mündlichen Fachkommunikation. Nach einer Diskussion der verschiedenen Beschreibungsmodelle von fachlicher Kommunikation werden die Einsatzmöglichkeiten von Videofilmen im fachbezogenen DaF-Unterricht an Hand des produzierten Films beschrieben. Anschließend werden die Problemstellungen bei der Produktion, die landeskundlichen Aspekte, Überlegungen zur Didaktisierung des Films sowie mögliche Übungsvorschläge behandelt.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB231.00 B829  BNR: 158/1455590


Breckenkamp, Hartmut: Routineformeln: Möglichkeiten ihrer Behandlung im Deutschals-Fremdsprache-Unterricht. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft 1985. – 89 S. Mit der Transkription einer WDR-Sendung.

Irritiert von der Beobachtung, daß ausländische Studierende in Universitätsseminaren gleichsam verstummen", versucht der Autor empirisch zu belegen, daß hierfür u.a. ein Mangel an sprachlicher Routine eine der Hauptursachen bilden könnte. Er versucht, einen Beitrag zu einem kommunikativ orientierten DaF-Unterricht dadurch zu leisten, daß er die Fähigkeit zum situationsadäquaten Einsatz der Routineformeln zum Lernziel für ausländische Studierende erhebt. Demnach ist der DaF-Unterricht möglichst als Diskussionssituation zu gestalten, wodurch gesprächssteuernde Routinen und entsprechende Formeln realiter eingeübt werden können. Dazu entwickelt der Autor eine Typologie gesprächssteuernder Routineformeln, in der sechs Typen unterschieden werden, die anhand des Mitschnitts einer Radiosendung auf ihre Einsetzbarkeit überprüft werden.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.00 B829  BNR: 158/371236


Breckle, Margit: Untersuchungen zur Interkulturellen Wirtschaftskommunikation: eine Bestandsaufnahme. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1997. – 124 S. mit einem 2seitigen Anhang (Fragebogen).

Ziel der Arbeit war es, die bisherigen Untersuchungen zum Thema vorzustellen und miteinander zu vergleichen, wobei die ausländische Sichtweise die zentrale Rolle spielen soll. Herangezogen wurden Untersuchungen zur Wirtschaftskommunikation von Deutschen mit Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Spanien, Frankreich, Italien, Rußland und Ungarn. Zusätzlich dazu erfolgte die Auswertung von 28 Fragebögen, die an die jeweiligen Außenhandelskammern geschickt wurden, um herauszufinden, ob dort Informationen zur Interkulturellen Wirtschaftskommunikation bekannt seien. Die Autorin unterscheidet in ihrer Zusammenfassung zwischen Kulturunterschieden, bei denen das Herkunftsland keine Rolle spielen würde und solchen, die spezifisch für das jeweilige Land seien. Sie plädiert für das Erlernen von interkultureller Kommunikationsfähigkeit zusammen mit Erklärungsansätzen für fremd- und eigenkulturelle Normen.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.60 B829  BNR: 158/3259729


Brune, Susanne: Projekt "German Culture Reflected in Movies" am Beispiel von Burning Life: ein Film von Peter Welz. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1999. - 206 S. mit einem Anhang (Filmsprache).

Anläßlich eines 15wöchigen Praktikums im Jahr 1995 am Deutschen Haus an der New York University in New York City wurde ein landeskundlicher Konversationskurs mit dem Titel "German Culture Reflected in Movies" entworfen und dort abgehalten. Auf diesen Erfahrungen basierend werden in einem ersten Abschnitt Generalia zur Verwendung von Film/Video im DaF-Unterricht dargelegt. Des weiteren wird der Film 'Burning Life' exemplarisch didaktisiert und mit vielen Zusatzmaterialien ausgestattet. Das Projekt wird mittels Fragebogenevaluation durch die Kursteilnehmerinnen und eigener Erfahrungen von der Verfasserin ausgewertet. Im Anhang der Arbeit findet sich ein 40seitiges Kompendium der Filmsprache, das als universell ersetzbares Handbuch Glossar, Kameraeinstellungen und -perspektiven etc. behandelt.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB299.90 B894 BNR:158/4026528


Bubenheimer, Felix: Betriebliche Weiterbildung in Deutsch als Fremdsprache in Finnland. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2001. - 105 Seiten mit einem Anhang (Fragebogen, Unternehmensliste).

Den Kern der Arbeit bildet eine empirische Untersuchung zur betrieblichen DaF-Weiterbildung in finnischen Unternehmen und Organisationen, dabei werden der Umfang und Stellenwert der Mitarbeiterfortbildung in diesen Unternehmen und deren Organisationsformen analysiert sowie der Erfolg dieser Bildungsmaßnahmen im Hinblick auf eine tatsächliche Verbesserung der für den Beruf relevanten Deutschkenntnisse. Zur Gewinnung dieser Erkenntnisse wurden mittels zweier Fragebögen sowohl Fortbildungsverantwortliche und -organisatoren befragt als auch Mitarbeiter, die bereits einen DaF-Fortbildungskurs durchlaufen haben. Zur Einbettung der empirische Untersuchung in einen theoretischen Kontext wird das Wesen des betrieblichen Fremdsprachenunterrichts beleuchtet. Anschließend wird die Situation und Bedeutung der deutschen Sprache in der finnischen Wirtschaft beschrieben und anhand bereits existierender Studien der Bedarf an Deutsch als Fremdsprache sowie an Weiterbildungsangeboten auf diesem Gebiet in finnischen Unternehmen skizziert. Die weiteren Kapitel widmen sich der Schilderung der Durchführung der Untersuchung und der Darstellung der Umfrageergebnisse, gefolgt von zusammenfassenden Schlußfolgerungen.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.20 B917; BNR: 158/4125562


Buggisch, Barbara: Sozio-kulturelle Voraussetzungen des Deutschunterrichts mit Frauen aus der Türkei in der Bundesrepublik Deutschland. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1987. – 143 S.

Beschreibt einleitend in zwei Kapiteln „Aspekte der sozialen Situation türkischer und kurdischer Frauen in der Bundesrepublik Deutschland“ und „Sozialen Wandel und Familienstruktur“ der Zielgruppe, worauf im 3. Kapitel „Überlegungen zum Deutschunterricht mit Frauen aus der Türkei in der Bundesrepublik“ angestellt werden. Im Anhang werden zwei Interviews wiedergegeben

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.00 B931  BNR: 158/1478185


Büker, Stella: Die studentische Perspektive beim Schreiben einer akademischen Abschlußarbeit in der Fremdsprache Deutsch. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1997. – 146 S. mit einem Anhang (Reflexionsberichte zu den Interviews bzw. Verlaufsprotokolle und Thematische Interviewdarstellungen). Auch als Monographie erschienen unter dem Titel Wissenschaftliches Schreiben in der Fremdsprache Deutsch. Baltmannsweiler: Schneider Hohengehren, 1998. ISBN 3-89676-077-7 Pick It! .

Den Gegenstand der Arbeit bilden sieben Interviews mit ausländischen Studierenden, die schon akademische Erfahrungen in ihren Heimatländern gesammelt haben und jetzt im Interview darüber berichten, wie sie ihre Abschlußarbeit in deutscher Sprache an der Universität Bielefeld angefertigt haben. Dadurch versuchte die Autorin Einblick in die Vorgehensweisen und die dabei auftretenden Probleme zu gewinnen, wobei sie besonderen Fokus auf die Schreibaktivitäten der ausländischen Studierenden legte. Sie interessierte sich auch gleichzeitig für ihre Fähigkeit, über ihren Arbeitsprozeß in deutscher Sprache Auskunft geben zu können. Im Erkenntnisinteresse liegt auch der mögliche kulturelle Einfluß auf den Herstellungsprozeß der Abschlußarbeit. Als Ergebnis der Studie zeigt die Verfasserin Anhaltspunkte für didaktische Konzeptionen von betreuenden Maßnahmen für ausländische Studierende auf, wozu z.B. gehört, daß ausländische und inländische Studierende gemeinsam als Klientel in betreuenden Maßnahmen betrachtet werden sollten.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.40 B928  BNR: 158/3172137/38


Bünermann, Marion: Kontrastive didaktische Phonetik für den DaF-Unterricht mit niederländischen Muttersprachlern. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1997. - 212 S. mit einem Anhang (Fragebogen, Analysetexte).

Die Arbeit ist der Versuch einer kontrastiven und zugleich didaktischen Phonetik für den DaF-Unterricht, d.h. ein Vergleich des Niederländischen und Deutschen auf linguistisch-phonologischer Ebene und Didaktisierungsvorschläge für die Unterrichtspraxis mit niederländischen Muttersprachlern. Die Analyse wird ergänzt durch eine eigene Fehleranalyse zum Deutsch von Niederländern. Auf der Basis der theoretischen Analyse wird ein "phonetisches Minimum" für den DaF-Unterricht in den Niederlanden erstellt. Die didaktische Umsetzung erfolgt durch exemplarische konkrete Übungen zu den häufigsten phonetischen Interferenzen. Die Analysetexte wurden von 5 niederländischen Probanden auf Band gesprochen.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.40 B928; BNR:158/4026515


Büscher, Ulrike: Überlegungen zur Optimierung des DaF-Unterrichts mit heterogenen Gruppen. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1996. – 107 S.

Die Autorin berichtet, daß im DaF-Unterricht im Zielsprachenland Lehrkräfte häufig mit stark heterogenen Lerngruppen konfrontiert würden, was problematisch und unterrichtserschwerend sein könne. Unter Optimierung versteht sie sowohl die Lösung der heterogenitätsbedingten Probleme als auch die Nutzung der Chancen, die durch Heterogenität geboten werden. Nach Berichten über eigene Erfahrungen mit heterogenen Gruppen in Ferien- und Aussiedlergruppen und der Beschreibung von Formen und Ursachen dafür führt sie u.a. als eine Lehrmethode in solchen Fällen das Prinzip der Binnendifferenzierung ein, die auf Kooperation und gegen Konkurrenzverhalten ausgerichtet und damit in der Lage sei, ein gutes Gruppenklima zu schaffen. Eine weitere Methode sei Projektunterricht in der Form von gemeinsamen sinnvollen Vorhaben, z.B. auch Projekte mit landeskundlichem Inhalt, wobei als übergeordnetes Unterrichtsziel die Orientierung auf die Lernenden oberstes Postulat sein müsse.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.20 B928  BNR: 158/3225784




 
 


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