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Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
Gacek, Renata: Wortschatzlernen – geplant oder dem Zufall überlassen? Theorie und Praxis der Vermittlung und Anwendung von Wortschatzlernstrategien. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2006. – 130 Seiten mit einem Anhang (Fragebogen).
Die Verfasserin kritisiert, daß dem Prozeß der langfristigen Aneignung der l exikalischen Einheiten im Fremdsprachenunterricht bisher nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wurde. fünf ausgewählte Vokabellernstrategien, deren Effektivität in der Fachliteratur bewiesen wurde (Mnemotechniken, Bedeutungserschließung, Vokabelheft, Vokabelkartei, Wörterbuch), werden vorgestellt und im Rahmen einer Befragung von ehemaligen und aktuellen DaF-Studierenden vorgestellt. Die Befragungsergebnisse zeigten allerdings, daß die Lernstrategien nicht ihre erwartete Rolle erfüllen, so daß viele Lerner daran scheitern, die Mehrheit der Befragten gab an, keine systematische Wortschatzarbeit zu betreiben. Es wird an die Lehrkräfte appelliert dem Thema künftig mehr Beachtung zu schenken.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.40 G121, Mediennr.: 158/4330520+01
Gärtner, Rita: Aspekte geschlechtsspezifischen Sprachverhaltens in freien Konversationen: Eine Fallstudie aus dem Unterricht Deutsch als Fremdsprache. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1995. – 90 S. mit einem Anhang (Transkriptionen).
Diese Fallstudie untersucht geschlechtsspezifisches Sprachverhalten innerhalb von freier Konversation im Klassenzimmer im Mittelstufenunterricht einer Berliner Volkshochschule. Es konnte gezeigt werden, das dieses Verhalten die Lernprozesse beeinflußt. Die männlichen Teilnehmer hatten mehr Möglichkeiten, ihre Hypothesen über die Fremdsprache zu testen und diskursive Fertigkeiten einzuüben, weil sie in der Konversation häufiger– auch verschiedene – Aufgaben übernahmen. Damit zeigt die Verfasserin, daß mit der Einführung der Kategorie Geschlecht in die Erforschung des gesteuerten Erwerbs von Deutsch als Fremdsprache Benachteiligungsmuster weiblicher Teilnehmer aufgezeigt werden können, die sich im Unterrichtsalltag der bewußten Wahrnehmung entziehen.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.20 G128 BNR: 158/3225776
Ghanoongooi, Hoodsa: Literatur und Landeskunde im DaF-Unterricht: Zum Einsatz literarischer Texte am Beispiel von "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2007. – 84 Seiten mit Hörmaterialien auf Diskette.
Für die Zielgruppe von erwachsenen iranischen Deutschlernenden auf dem Niveau B1 versucht die Verfasserin die Adaption dieses Kunstmärchens. Dabei beschäftigt sie sich zuerst aus theoretischer Perspektive mit dem Thema Einsatz von Literatur im Fremdsprachenunterricht, auch aus historischer Perspektive. Der Übergang zu Landeskunde basiert auf der Feststellung, Literaturunterricht sei auch immer Landeskundeunterricht. Bei der Anwendung mit der Didaktisierung des Textes wird jede Unterrichtseinheit zuerst in Tabellenform vorgestellt, dem dann Arbeitsblätter mit Aufgaben folgen.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.00 G411, Mediennr.: 158/4330522+01
Ghobeyshi, Silke: Das Thema Schoah im FSU Deutsch: Zur Bedeutung von Emotionen im Landeskundeunterricht. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1997. – 108 S. mit einem Anhang (Zeittafel und Materialien).
Die Verfasserin wurde mit dem Thema Nationalsozialismus während ihres Praktikums in Portugal konfrontiert. Die Schwierigkeiten, die die Verfasserin hatte, das Thema Nationalsozialismus während ihres Praktikums zu behandeln, haben sie dazu bewogen, sich dieser Arbeit mit dem Ziel zu widmen, DaF-Lehrende dazu zu motivieren, sich zu einer Konfrontation mit den nationalsozialistischen Verbrechen im DaF-Unterricht zu entschließen, zumal sich Lehrende angesichts der Brisanz und Komplexität des Themas oftmals überfordert fühlen würden. Dazu wird im 1. Kapitel ausführlich auf den Zusammenhang zwischen Emotion und Kognition eingegangen, anschließend im 2. Kapitel auf die Bedeutung von Emotionen für den Landeskundeunterricht, wobei ein Überblick über die ABCD-Thesen und die einschlägige Literatur gegeben wird. Das eigentliche Hauptthema beginnt im 3. Kapitel mit Überlegungen zum Umgang mit dem Holocaust und seiner Behandlung im Unterricht im 4. und 5. Schuljahr, was auch eine Präsentation der vorliegenden Lehrbuchanalysen mit einschließt, die zeigen, daß in Lehrbüchern die historischen Tatsachen oft vereinfacht, verfälscht oder ignoriert würden. Die Verfasserin plädiert dafür, daß die deutsche Geschichte für die DaF-Lernenden nicht nur theoretisch oder abstrakt bleiben, sondern erfahrbar werden möge.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB299.90 G427; BNR: 158/3225782
Ghobeyshi, Silke: Nationalsozialismus und Schoah als landeskundliche Themen im DaF-Unterricht. Dissertation, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2002. -145 S. mit einem Anhang (Fragebogen). Erschienen als Bd. 72 in der "Werkstattreihe DaF" bei Lang in Frankfurt am Main. ISBN 3-631-50163-3 .
In dieser Arbeit werden Formen der Auseinandersetzung mit dem Thema Nationalsozialismus und insbesondere mit der Schoah gesucht, die einerseits der Brisanz der Thematik angemessen sind, andrerseits den Interessen und Bedürfnissen von Lernenden des Deutschen als Fremdsprache entsprechen. Die Überlegungen stützen sich auf eine 1998 durchgeführte Erhebung, in der die Akzeptanz und die Verbreitung des Themas Nationalsozialismus im universitären DaF-Unterricht untersucht wurden. Anhand der hier vorliegenden Ergebnisse konnten die Ausgangs- und Rahmenbedingungen für eine Behandlung des Themas Nationalsozialismus im DaF-Unterricht erstmals beschrieben werden. Vor dem Hintergrund der sich als eher ungünstig herausstellenden Unterrichtsbedingungen (fehlende Zeit, fehlendes Lehrmaterial, fehlende Sprachkompetenz) fragt die Autorin nach der Relevanz der Thematik und dem Lernziel der Auseinandersetzung. (Autorin)
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB299.00 G427; BNR:158/4090584
Gick, Cornelia: Möglichkeiten und Chancen der Literatur im fremdsprachlichen Deutschunterricht: Überlegungen zu einer lernzentrierten Literaturdidaktik. Hausarbeit für die 1.Staatsprüfung für das Lehramt der Sekundarstufe II., Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1982. - 140 Seiten mit einem Anhang (Fragebogen und Texte).
Die Verfasserin versuchte schon damals, als das Fach Deutsch als Fremdsprache noch kaum existierte, Auswahlkriterien für literarische Texte im DaF-Unterricht zu finden, sowohl vor dem Hintergrund der Lernerzentriertheit, als auch in Verbindung mit Thema der Stellung der Literatur im DaF-Unterricht und ihrer Funktion. Diesem Zwecke dienen auch einige der vorgestellten Texte, ihre Didaktisierung und Erprobung im DaF-Unterricht in den damaligen PNdS-Kursen, die auch aufgezeichnet und transkribiert wurde. Dabei kommt die Autorin zu der Erkenntnis, daß die größten Chancen für Literatur im DaF-Unterricht in einem Gesprächsangebot über allgemein-gesellschaftliche Fragen, auch im Kontrast zur eigenen lebenswelt bestehen. Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine der ersten DaF-Abschlüsse am Lehrgebiet DaF in Bielefeld, der vor der offiziellen Einführung des Studiengangs noch als Lehramtsabschluß erfolgen mußte.
Gramenoudi, Sofia: Didaktische und methodische Vorschläge zur Verbesserung des Deutschunterrichts in der griechischen Schule in Deutschland unter Berücksichtigung der interkulturellen Erziehung. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1996. – 154 Seiten mit einem Anhang Korrespondenz mit Griechenland, Schülerarbeiten, Fragebogen, Materialien).
Die Autorin beklagt, daß der Deutschunterricht für griechische Kinder und Jugendliche in griechischen Schulen in Deutschland bisher in der Literatur kaum Beachtung gefunden habe. Durch persönliche Kontakte mit Absolventinnen und Absolventen dieser Schulen stellte sie fest, daß die Lehrpläne dieser Schulen die Kultur des Aufnahmelandes überhaupt nicht berücksichtigen und die deutsche Sprache im Stundenplan den Stellenwert einer normalen Fremdsprache hat. Die Arbeit basiert auf Interviews mit Deutschlehrern an Bielefelder griechischen Schulen verschiedener Stufen sowie einer schriftlichen Befragung der Schüler in der Lyzeumsstufe. Befragt wurden 86 Schülerinnen und Schüler. Behandelt dabei wurde z.B. das Gefühl, diskriminiert zu werden und eine Isolierung der Familien in Deutschland. Die Autorin analysiert auch den in den griechischen Schulen erteilten Deutschunterricht und dessen Ausrichtung auf die ministerielle Prüfungsordnung und schließt mit Verbesserungsvorschlägen im Rahmen der interkulturellen Erziehung.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.20 G681 BNR: 158/4014471
Grollmann-Richter, Margrit und Thiel-Schneider, Ulrike: Kulturkontrastiv orientierter Landeskundeunterricht mit AussiedlerInnen aus Polen und aus der UdSSR. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft. 1991 – 210 S. mit einem Anhang (Interviewtranskriptionen).
Den Anstoß zur Arbeit bekamen die Autorinnen durch ihre eigene Praxis als Lehrkräfte im DaF-Unterricht für Aussiedlerinnen und Aussiedler, wobei sich ihre Rolle nicht nur auf die von Sprachlehrerinnen beschränkte, sondern auch die von Kulturmittlerinnen umfaßte. Nach einer Darstellung der Landeskundediskussion stellen die Autorinnen fest, daß „keine adäquaten landeskundlichen Theorien bzw. Konzepte vorliegen, die sinnvoll in der Praxis im DaF-Unterricht umsetzbar“ wären. Sie versuchten deshalb, eine Konzeption zu erarbeiten, die konsequent adressatenorientiert ist, wobei dazu eben eine Analyse der Zielgruppe erforderlich ist. Ein weiteres Kapitel thematisiert das Integrationsmodell in der Bundesrepublik. Den Abschluß bildet ein landeskundlicher Inhaltskatalog für Aussiedlersprachkurse, in dem die kontrastive Ausrichtung der landeskundlichen Inhalte eine große Rolle spielen. Datenbasis war neun Interviews mit zwei Aussiedlerinnen aus Polen und sieben Aussiedlern und Aussiedlerinnen aus der Sowjetunion, die im Anhang abgedruckt sind.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB299.90:G895 BNR: 158/129862
Grünewald, Matthias: Deutschland- und Deutschenbilder japanischer Deutschstudenten und -studentinnen: eine Longitudinalstudie an einer ausgewählten japanischen Universität. Dissertation, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2003. - 397 Seiten mit einem Anhangband (Fragebögen mit Auswertung).
Die Arbeit beschäftigt sich mit Versuchen angesichts der abnehmenden Studierendenzahlen in der japanischen Germanistik die Attraktivität des Faches zu steigern. Ausgehend von einer kritischen Betrachtung der Landeskundediskussion folgt eine Auseinandersetzung mit der Interkulturalitätsdebatte und eine Beschäftigung mit der Erforschung von Nationenbildern und -stereotypen sowie mit dem historischen Stellenwert der Vermittlung der deutschen Sprache in Japan. Anschließend wird auf die Studie, deren Teilnehmer sowie und die Universität eingegangen, die zu Beginn ihres Studiums und dann nach acht Monaten Deutschunterricht befragt wurden. Den Abschluß bildet eine kritische Darstellung der Methoden im Bereich der Bilder- und Stereotypenforschung und eine Zusammenfassung der Ergebnisse, darunter z.B. die besondere Wirkungskraft von audiovisuellen Medien sowie ein Plädoyer für vermehrte Angebote zur landeskundlichen Fortbildung u.a. durch finanzielle Unterstützung von Studienaufenthalten in deutschsprachigen Ländern.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB299.90 G886; BNR: 158/3168807
Guan, Ying-Hua: Wortschatzlehren und -lernen im Fremdsprachenunterricht. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1996. – 86 S. (mit einem chinesischen Abstrakt).
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Methoden des effizienten und erfolgreichen Wortschatzlehrens und -lernens, wobei der Autor zuerst auf die relevanten psycholinguistischen, gedächtnis- und lernpsychologischen Theorien eingeht, an die sich eine Beschreibung des mentalen Lexikons anschließt. Den Abschluß der Arbeit bilden didaktische Vorschläge, die sich auf Ergebnisse einer Befragung von Germanistik-Studierenden in Taiwan über Lernschwierigkeiten und -strategien stützen und Strategien für die Wortschatzvermittlung an diese Lernergruppe beinhalten. Nach Meinung des Autors müssen im Unterricht auch Fragen der Wörterbuchbenutzung und Wörterbuchauswahl behandelt werden.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.40 G913 BNR: 158/3168687
Günther, Renate: Medienkompetenz im Unterricht Deutsch als Fremdsprache am Beispiel des deutschen Stummfilms der zwanziger Jahre; mit Unterrichtsmaterial auf CD-ROM. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2004. - 102 Seiten mit einem Anhang (Arbeitsblätter).
In dieser Arbeit werden konzeptionelle Überlegungen zur Entwicklung einer Medienkompetenz für DaF mit dem fremdsprachendidaktisch motivierten Einsatz von Stummfilmen verbunden, Neue Medien (CD-ROM), Filmeinsatz im Fremdsprachenunterricht Deutsch, Medienpädagogik und deutsche Filmgeschichte verknüpft. Nach der Begründung der Schlüsselqualifikation Medienkompetenz und einer Darstellung der DaF-Diskussion zum Filmeinsatz erfolgt der Hinweis darauf, daß dieser in der Praxis unreflektiert, als "enrichment" eingesetzt wird, die nächste Innovation also bereits in Unterrichtsprozesse eingebunden werden soll, bevor die letzte noch nicht bewältigt worden ist - sowie einer ausführlichen Auseinandersetzung mit den Neuen Medien folgt die landeskundliche Kontextualisierung des deutschen Stummfilms der Weimarer Zeit; die stilbildenden Charakteristika des sogenannten Weimarer Stummfilms werden herausgearbeitet. Danach werden Erstellung und Aufbau der selbstkonzipierten CD-ROM beschrieben, im letzten Kapitel zur Didaktisierung werden Vorschläge zur filmanalytischen und handlungsbezogenen Behandlung und zu den drei Genres Kunstfilm des Expressionismus (Caligari), Dokumentarfilm der Sachlichkeit (Berlin) und realistischer Spielfilm (Freudlose Gasse) gemacht. Der umfangreiche Anhang enthält Arbeitsblätter und eine vollständige sogenannte Folienübersicht, mit deren Hilfe bestimmte "Folien" (Texte, Bilder, Zeittafeln, Elemente der Filmanalyse) direkt angewählt werden können.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.00 G927; BNR: 158/4162941
Gutounik, Nicole: Sprach- und Bild-Besonderheiten bei der Darstellung von Frauen in der Fernsehwerbung und ihre Anwendung im Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht. Magisterarbeit Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1995. - 140 S. mit einem Anhang (Transkriptionen, Fragebogen, Assoziationstests, Statistiken). Mit einer Videokassette.
Die Autorin geht von der Voraussetzung aus, daß eine Analyse der verbalen und visuellen Elemente des Frauenbildes in der Fernsehwerbung im DaF-Unterricht drei wichtige inhaltliche Aufgaben erfüllen könne: Vermittlung der Alltagskultur in Deutschland, Nachdenken über die Situation der Frauen im Heimatland, Anregung zur Diskussion zwischen weiblichen und männlichen Lernern über ihre Situation in Deutschland oder im Heimatland. Besonders die bisher nicht bearbeitete Verbindung zwischen der visuellen und der verbalen Ebene steht im Vordergrund der Arbeit. Dazu kommen dann noch die detailliert vorbereiteten Didaktisierungsvorschläge, die die sprachpraktischen Übungsmöglichkeiten mit einbeziehen. Es geht außerdem darum, daß bei den Lernenden am Ende des Einsatzes eine "Medienkompetenz", d.h. kritisches Verhalten gegenüber Werbung erzielt werden soll. Die Autorin greift dabei auf eine umfangreiche Literatur zurück, in der der Einsatz von Fernsehsendungen und Videos im Unterricht empfohlen wird, ganz besonders wenn didaktische Mittel gesucht werden, die als Sprachanlässe dienen können. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Fernsehwerbung bzw. die Werbespots und die Art und Weise ihrer Herstellung. Auf der Basis auf eines umfangreiches Korpus von 156 Fernsehwerbespots wurden 23 ausgewählt, in denen Frauen Hauptpersonen sind. Ein Exkurs in die Semiotik belegt, daß bisher ein Instrumentarium für die umfassende Beschreibung von Wort und Bild noch nicht zur Verfügung stand. Diese Parallelen von akustischer und visueller Ebene werden auch durch Ausschnitte aus Spots nachgewiesen und führen zu einem Vorschlag, diese bisher fehlende Terminologie durch die Übertragung des Terminus Kollokation auf die Wort- und Bildebene zu schaffen. Die Perspektive des Frauenbildes in Fernsehspots wird durch einen Literaturüberblick eingeführt, durch die verschiedenen Rollen illustriert, durch die visuellen Kollokationen bestätigt sowie mit Resultaten aus anderen Ländern und der gesellschaftlichen Realität verglichen. Die dabei aufgeworfenen Fragestellungen nimmt die Autorin zum Anlaß, zur Didaktisierung der Fernsehspots überzugehen und Vorschläge für den Ablauf von Unterrichtsstunden zu machen, von denen einige bereits erprobt wurden. Diese erstrecken sich u.a. auf besonders in der Werbesprache frequente Wortbildungsmuster, idiomatische Redewendungen und lexikalische Besonderheiten der deutschen Sprache. Die Verfasserin trägt jetzt den Namen Vegelahn.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.00 G984; BNR:158/4028714