Faculty of Linguistics and Literary Studies
 
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Fach: Deutsch als Fremdsprache - FORSCHUNG: MAGISTERARBEITEN & DISSERTATIONEN - ABSTRACTS

Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft

Jelinek, Neda: Frauen in Deutschland: Ein landeskundliches Projekt zu deren Stellung in Familie und Gesellschaft. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1995. – 180 S. und Anhang mit Materialien.

Die zweisprachig und bikulturell aufgewachsene Verfasserin (Iran/Österreich) hat dadurch sowohl die Vorbehalte von Fremden gegenüber dem Verhalten deutscher Frauen als auch das Unverständnis vieler deutscher DaF-Lehrender gegenüber der „Rückständigkeit“ in den Geschlechterbeziehungen der Menschen aus der sogenannten Dritten Welt kennengelernt. Infolge dieser Erfahrungen versucht sie im Rahmen des Landeskundeunterrichts, vorhandene Vorurteile aufzugreifen, deren Hintergründe zu durchleuchten und möglicherweise diese Vorbehalte zumindest im Ansatz zu relativieren. Im vorgeschlagenen didaktischen Konzept stellt sie Unterrichtsreihen zu den Themen Ehe und Familie, Frauen und Berufstätigkeit, Frauenorganisationen in Bielefeld sowie literarische Texte aus anderen Ländern und Migrationsliteratur vor. Vor den Didaktisierungsvorschlägen zu diesen Themen steht eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der deutschen Landeskunde bis zur Gegenwart.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB299.90 J48  BNR: 158/3168817


Jendraschek, Eva: Internet im DaF-Unterricht: Voraussetzungen, Möglichkeiten, Grenzen. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1999. - 92 S. mit einem Anhang (Abbildungen).

Die Verfasserin stellt fest, daß sich insbesondere für Lernkontexte außerhalb des deutschsprachigen Kulturraums mit dem Internet die Möglichkeit ergibt, die fehlende Nähe zu überbrücken stellt kritische Überlegungen dazu an, wie das Medium didaktisch sinnvoll eingesetzt werden kann. Sie versucht, einen Überblick über das Internet zu geben, sowohl von der technischen Seite her als auch in Bezug auf die gesellschaftlichen Implikationen. Dazu gehören auch die Rahmenbedingungen, die erfüllt sein müssen, um im Unterricht mit dem Internet arbeiten zu können. Die Einbettung in die aktuellen fremdsprachen-didaktischen Erkenntnisse erfolgt im nächsten Teil, wo auch konkrete Beispiele für praktische Internetanwendungen im Unterricht beschrieben werden. Die Autorin merkt allerdings an, daß noch nicht empirisch nachgewiesen ist, ob sich der organisatorische Aufwand und die Kosten, die der Einsatz des Internets im Unterricht erfordert, wirklich lohnen und postuliert dringenden Forschungsbedarf auf diesem Gebiet.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB292.50 J51; BNR:158/4026514


Jochmann, Ines: Politische Erwachsenenbildung im DaF-Unterricht mit Spätaussiedlerinnen als ein Beitrag zur Integration, dargestellt am Beispiel einer Unterrichtsreihe zu den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen am 1.10.1989. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft. 1990. – 322 S. mit einem Anhang (Fragebogen, Arbeitsblätter und Transkriptionen der Interviews).

Während ihrer Tätigkeit als Lehrkraft in Deutschkursen für Spätaussiedler wurde die Autorin im Oktober 1989 darüber gefragt, „was die Kommunalwahl sei“, was dazu führte, daß die Autorin eine Unterrichtsreihe zu diesem Thema durchführte. Unerwartetes Desinteresse und Anpassung an die politische Meinung der Lehrerin machten eine Diskussion unmöglich, was zu folgenden Fragestellungen führte: Ist die Behandlung von politischen Themen in Aussiedlerkursen überhaupt sinnvoll? Welche Voraussetzungen bestehen bei den Teilnehmern?  Welche methodischen und didaktischen Ansätze sind im DaF-Unterricht in dieser Situation wichtig. Zur Klärung dieser Fragen wurden 181 ausgefüllte Fragebogen und sechs transkribierte Interviews ausgewertet. Als Ergebnis stellt die Autorin einen „Didaktischen Baukasten“ vor, der den Lehrkräften zur Orientierung bei politischen Themen im Unterricht mit Spätaussiedlerinnen und -aussiedlern dienen kann.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB299.00 J63  BNR:158/129855/56


Jörns, Claudia und Puls, Meike: Handlungsorientierung im Fremdsprachenunterricht. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2002. - 153 Seiten.

In Anbetracht der zunehmenden Internationalisierung zahlreicher Alltagssituationen sollten Fremdsprachenlerner sowohl zu selbständigem Handeln als auch zur Kommunikation in realen Verwendungssituationen befähigt werden, weshalb Qualifikationen wie sprachlich-kommunikatives Wissen oder soziale und interkulturelle Kompetenzen nach Ansicht der Verfasserinnen im Fremdsprachenunterricht besonders zu fördern sind. Deshalb wird in dieser Arbeit eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Konzept der Handlungsorientierung für den Unterricht im allgemeinen und den Fremdsprachenunterricht im speziellen vorgenommen. Im ersten Teil der Arbeit wird eine Einführung in die historische Entwicklung des Themas und in die theoretischen Überlegungen, die dieser Unterrichtsform zugrunde liegen, gegeben. Im zweiten Teil erfolgt eine Darstellung verschiedener Unterrichtsformen, die die Grundlage für handlungsorientierte Formen bilden. Hierbei wird zwischen ganzheitlichen und offenen Unterrichtsformen unterschieden und die wesentlichen Merkmale werden herausgestellt. Aus diesen Unterrichtsformen ergeben sich sowohl für Lehrer als auch Lerner im Vergleich zu konventionellen Vorgehensweisen zahlreiche Veränderungen, die im dritten Teil der Arbeit thematisiert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Differenzierung und Formulierung der Lehr-, Lern- und Handlungsziele, die Beziehungsstruktur zwischen Lehrer und Lernenden sowie Motive und Motivation von Fremdsprachenlernern. Ein weiteres Anliegen dieser Arbeit ist es, handlungsorientierte Didaktisierungsvorschläge für den Fremdsprachenunterricht zu entwerfen, die abschließend exemplarisch für den DaF-Unterricht vorgestellt werden und als Sammlung von Ideen und Beispielen zu sehen sind, die den Lernenden zu aktivem, sprachlichem Handeln anregen sollen.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.80 J64; BNR: 158/4163073


Justynska, Ewa: Andrzej oder Andreas? Zum Problem der nationalen Identität am Beispiel eines bilingual aufgewachsenen Aussiedlers in der Bundesrepublik Deutschland. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2000. - 127 S.

Der 16jährige Sohn Andrzej/Andreas steht im Mittelpunkt der Arbeit, die in zwei Teile gegliedert ist. Der erste beschäftigt sich mit dem Problem der nationalen Identität jugendlicher Aussiedler aus Polen im allgemeinen, deren Geschichte, soziokulturellen Merkmale, Bildungs- und Berufsverteilung und Altersstruktur sowie den Motiven der Aussiedlung und schließt mit einer Erzählung der eigenen Geschichte, die beschreibt, "nach fast 12 Jahren unseres Lebens in Deutschland muß dennoch sagen, daß wir immer noch eine polnische Familie sind. Unsere Familiensprache ist polnisch, wir haben viele polnische Freunde, außer deutschen abonnieren wir auch polnische Zeitungen und Zeitschriften und machen jedes Jahr Urlaub in Polen.". Anschließend wird die erfolgreiche Assimilation des Sohnes beschrieben, der auch seine eigene Geschichte erzählt: "Eines steht fest, ich fühle mich nicht als Deutscher und auch nicht so recht als Pole ... Die Nationalität existiert für mich nicht. Doch wenn die beiden Nationalmannschaften in irgendwelcher Sportart gegeneinander spielen würden, wäre ich für Polen." Der zweite Teil analysiert die sprachliche Situation der Familie mit der Terminologie der Bilingualismusforschung auch an Hand von Beispielen von Sprachwechsel und einer weiteren Selbstbeschreibung des Sohnes.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB296.50 J96; Mediennr. 158/4125814




 
 


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