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Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
Lamm, Julia: Das Rollenspiel im Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2004. - 101 Seiten.
Die Arbeit führt eine Reihe von wichtigen Argumenten auf, die aus pädagogischer Sicht für den Einsatz von Rollenspielen im Unterricht sprechen. Das Hauptaugenmerk der Arbeit liegt dabei auf dem Nutzen von Rollenspielen für den Fremdsprachenerwerb und insbesondere für Deutsch als Fremdsprache. Ausgangspunkt für die Überlegungen der Verfasserin ist, daß der einzelne Lerner umso besser zur Entwicklung und Herausbildung fremdsprachlicher Kompetenz in der Lage ist, je lernerorientierter ein betreffendes Unterrichtsmittel gestaltet ist, weshalb sie mit ihrer Arbeit aufzeigen möchte, daß mit dem Rollenspiel besondere Erfolge im Hinblick auf die Ausbildung einer kommunikativen Kompetenz speziell für den Deutsch als Fremdsprache-Unterricht erzielt werden können. Zunächst wird der Begriff der Rolle und seine Entwicklung, speziell aus einer soziologischen Perspektive, näher betrachtet. Im weiteren Verlauf der Arbeit steht die Erläuterung der Bedeutung des Rollenspiels speziell für den Fremdsprachenunterricht im Vordergrund, wobei das Rollenspiel von anderen bekannten Formen des darstellenden Spiels abgegrenzt wird. Im dritten Teil der Arbeit erörtert die Autorin die Möglichkeiten des Rollenspiels bei der Vermittlung von sprachkompetenzfördernden Lerninhalten unter Bezugnahme auf den DaF-Unterricht. Des weiteren wird gezeigt, daß Rollenspiele nicht nur sprachfördernd sind, sondern die ganze Persönlichkeit in ihrem Reifeprozeß beeinflussen können. Das vierte Kapitel befaßt sich mit der praktischen Umsetzung der in den ersten drei Teilen dargestellten theoretischen Erkenntnisse in Form einer Darstellung der Anwendungsmöglichkeiten von Rollenspielen im Unterricht, wonach abschließend eine Auseinandersetzung mit deren Grenzen und Gefahren erfolgt.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.00 L232; BNR: 158/4163098
Leal Pinto, Maria de Lurdes: Landeskunde in Lehrwerken für Deutsch als Fremdsprache: Eine vergleichende Untersuchung am Beispiel der Themenfelder Familie, Arbeit, Umwelt. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1994. – 108 S.
Gegenstand der Arbeit ist die Untersuchung von Lehrwerken für DaF im Hinblick auf ihre landeskundliche Darstellung der Themenfelder Familie, Arbeit und Umwelt. Berücksichtigt werden Lehrwerke, die sich an Erwachsene und ältere Jugendliche ab etwa 16 Jahren wenden. Die Untersuchung erfolgt mit dem Ziel festzustellen, ob die genannten Themenfelder in den untersuchten Lehrwerken realitätsgerecht dargestellt werden. Der Maßstab zur Kritik der Darstellung wird aus der jeweiligen neueren Fachliteratur einschließlich entsprechender Daten und Statistiken gewonnen. Die Einzelergebnisse werden in Form einer kommentierten Matrix zusammengefaßt. Aus landeskundlicher Perspektive wird sodann vom Einsatz bestimmter Lehrwerke abgeraten bzw. der Einsatz anderer empfohlen.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB299.90 L435 BNR: 158/3081501
Lee, Angelika: Schöngeistige Literatur in der Vermittlung landeskundlicher Inhalte im DaF-Unterricht. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2000. - 89 Seiten mit einem Anhang (Presseartikel).
Die Verfasserin stellt sich die Aufgabe, einen funktionalen Einbezug von Literatur in eine neue, in ihrem Heimatland Usbekistan bislang nicht diskutierte Landeskunde-Auffassung zu rechtfertigen und dies anhand von drei westdeutschen Romanen zu illustrieren, die die nationalsozialistische Vergangenheit zum Hintergrund haben. Ein Unterrichtsentwurf verdeutlicht das Gesamtkonzept. Die Verfasserin plädiert damit auch für eine konsequente Beschäftigung mit der Nazivergangenheit, weil nur so "aktuelle politisch-gesellschaftliche Entwicklungen" erklärt werden könnten.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB299.90 L477; BNR:158/4060275
Lee, Hu-Tak: Funktionsverbgefüge (FVG) im Deutschen und Koreanischen: Eine kontrastive Analyse als Grundlage für den DaF-Unterricht. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1998. - 103 Seiten mit einem Anhang (Liste der deutschen Funktionsverben und FVG).
Der Verfasser dieser Arbeit beschäftigt sich vorwiegend mit einigen morphosyntaktischen und semantischen Kriterien von Funktionsverben (FV) und Funktionsverbgefügen (FVG) sowie mit dabei auftretenden Problemen. Vorab wird versucht, die unklare Definition von deutschen FVG zu beschreiben und zu klären, wonach im zweiten Kapitel auf die einzelnen Bestandteile von FVG eingegangen wird und ihre grammatische und linguistische Funktion kurz diskutiert werden. Das dritte Kapitel stellt viel diskutierte Kriterien der deutschen FVG dar, wobei untersucht wird, welche morphologischen Eigenschaften sie haben. Anschließend werden insbesondere die Abgrenzungskriterien zwischen den freien Wortverbindungen und FVG geprüft. Im folgenden stehen die semantischen Leistungen der FVG im Mittelpunkt, insbesondere aber die Funktion der Aktionsarten. Schließlich werden auf der Basis dieser theoretischen Darlegung deutsche FVG mit koreanischen verglichen, wodurch in erster Linie die Schwierigkeiten herausgearbeitet werden, die Koreaner beim Erlernen der deutschen Sprache im Hinblick auf dieses spezielle sprachliche Phänomen haben.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.40 L478; BNR:158/4090405
Lee, Young-Sun: Darstellung der von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel in Bielefeld: Ein Beitrag zur Landeskunde im Fremdsprachenunterricht Deutsch. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1996. - 71 Seiten mit einem Anhang (Material zu Bethel).
Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung der von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel im Hinblick auf die Entwicklung von Unterrichtsmaterial, das im Landeskundeunterricht für Deutsch als Fremdsprache verwendet werden kann. Die Didaktisierungsvorschläge richten sich dabei vorwiegend an Theologiestudenten in Korea, die die deutsche Sprache erlernen möchten. Da die v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel den christlich-evangelischen Glauben als Grundlage haben, soll die Beschäftigung gerade mit diesem Themenbereich besonders motivationsfördernd wirken. Der tatsächlichen Didaktisierung dieses Themas geht eine Auseinandersetzung mit Landeskunde unter einem diachronischen und einem synchronischen Aspekt voraus. Dem folgt die Darstellung der Anstalten Bethel, in der einerseits ihr heutiger Stand, andererseits ihre geschichtliche Entwicklung berücksichtigt werden. Auf dieser theoretischen Basis werden zuletzt didaktisierte und analysierte Unterrichtsmaterialien vorgestellt, die jedoch zum Zeitpunkt der Fertigstellung der Arbeit nicht in der Praxis erprobt waren und so nur eine potentielle Behandlung des Themas im Deutschunterricht für koreanische Theologiestudenten darstellen, die der weiteren Untersuchung bedürfen.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB299.90 L481; BNR:158/4090425
Lehmann, Klaus-Peter: Das Deutschlandbild finnischer Germanistikstudenten und seine Auswirkungen auf einen erfolgreichen Deutschunterricht. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1985. – 93 S.
Das Ziel der Arbeit ist die Feststellung des Deutschlandbildes anhand eines Fragebogens, der sich aus qualitativen und quantitativen Fragen sowie dem Gebrauch des semantischen Differentials zusammensetzt. Außerdem soll erfaßt werden, wie in Deutschland und in Finnland lebende Finnen die Eigenschaft der Deutschen sehen. Im Fremdsprachenerwerb und für das Fremdverstehen kommt den effektiven Bedeutungsinhalten eine besondere Relevanz zu. Redewendungen, Gesten oder Reaktionen werden oft falsch eingeschätzt und können Barrieren zum Verstehen einer anderen Sprache und Kultur sein. Am Beispiel des Umweltbewußtseins soll die eigene Einschätzung im Heimatland mit derjenigen im Gastland verglichen werden.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB 291.00:L523 BNR: 158/365571
Levi, Lutz: Suggestopädie. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1997. – 100 S.
Die Suggestopädie ist eine sogenannte 'alternative' Unterrichtsmethode, die sich durch eine konsequente Berücksichtigung der natürlichen, lernpsychologischen Gegebenheiten des Menschen auszeichnet. Dabei kommt vor allem der Rolle des Lehrers eine große Bedeutung zu. Seine besondere Aufgabe ist es, durch den bewußten Umgang mit Suggestionen auf verschiedenen Ebenen Alle lernhemmenden Faktoren abzubauen (Desuggestion) bzw. zu vermeiden und gleichzeitig bestimmte lernfördernde Faktoren in den Lernern selbst, in der sozialen Interaktion und in der Lernumgebung gezielt einzusetzen bzw. zu aktivieren. Durch die ganzheitliche Ausnutzung sowohl der bewußten als auch der unbewußten' Kommunikationsebene im suggestopädischen Unterricht können ungenutzte Potentiale der Lerner freigelegt und höhere Lernleistungen erreicht werden. Aufgrund der großen Mengen von sequentiell angeordneten Leminhalten, die mit diesem System vermittelt werden können, eignet es sich besonders gut für das Erlernen einer Fremdsprache und kann somit auch sehr gut im DaF-Unterricht eingesetzt werden. In dieser Arbeit geht es zunächst um die Darstellung des suggestopädischen Lernsystems als Ganzes mit seinen Grundlagen, Prinzipien und Techniken. Danach erfolgt eine detaillierte Analyse der einzelnen Komponenten, die in der suggestopädischen Methode vereinigt sind sowie eine Erörterung der Rolle des Lehrers, die in der Suggestopädie einen zentralen Stellenwert einnimmt. Den Abschluß bilden eine überblicksartige Bestandsaufnahme der suggestopädischen Diskussion und ein Ausblick auf deren mögliche Entwicklung in der Zukunft.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.00 L664 BNR: 158/3224786
Liebsch, Sonja: Fernsehwerbung im Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1992. – 238 S. mit einem Anhang (Schaubilder, Texte und Anzeigenreproduktionen).
Die Autorin betrachtet Werbung als ein Stück Alltag, die darauf Anspruch hat, im Fremdsprachenunterricht landeskundlich wahrgenommen zu werden. Durch ihre Nähe zur authentischen Alltagskommunikation liefert die Werbung auch sprachliche Kommunikationsmuster, die von den Lernenden aufgenommen werden können. Eine Befassung im Unterricht erfordert nach Auffassung der Autorin auch wirtschaftswissenschaftliche Erkenntnisse über Werbelehre, die Rolle des Fernsehens als Werbeträger und die Gestaltung von Fernsehwerbespots sowie die Werbeerfolgskontrolle. Das letzte Kapitel klärt die didaktischen und inhaltlichen Anforderungen an die Unterrichtsgestaltung. Eine Unterrichtsskizze soll beispielhaft verdeutlichen, wie sechs Werbespots des deutschen und ein Spot des englischen Fernsehens in Arbeitsaufträge umgesetzt werden können. Die Werbespots sind auch auf einer Kassette zugänglich.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB 291.00 L717 BNR: 158/3078657
Lignowski, Ina: Rechtschreibprobleme ausgesiedelter Auszubildender. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1997. - 123 Seiten mit einem Anhang (Zahlenmaterial zu Aussiedlern, Originaldiktatbeispiele und Übungsvorschläge).
Das zentrale Anliegen dieser Arbeit ist, die Richtigkeit der These zu überprüfen, daß sich die russische Muttersprache der Lernenden, oftmals im Konflikt mit dem zu lernenden Deutsch befindet, was zu zahlreichen Interferenzerscheinungen auf verschiedenen sprachlichen Ebenen führen und sich somit störend auf den Prozeß des Deutschlernens, auswirken kann. Deshalb bildet die vergleichende Gegenüberstellung von voneinander abweichenden orthographischen Elementen des deutschen und russischen Rechtschreibsystems, und somit von potentiellen Fehlerquellen, die Basis dieser Arbeit. Zielgruppe dieser Analyse sind junge Aussiedler aus den ehemaligen Sowjetunionstaaten. Aus diesem Grund beschäftigt sich das erste Kapitel auch ausführlich mit der Situation und den Problemen junger Aussiedler beim Übergang von der Schule in die Berufsausbildung. Das zweite Kapitel widmet sich der Bedeutung der Orthographie in verschiedenen gesellschaftlichen Lebensbereichen, was im Widerspruch zur Vernachlässigung der Orthographie im Sprachunterricht steht, wo die gesprochene Sprache und kommunikative Lernziele stark in den Vordergrund gerückt sind. Daraufhin verschiebt sich der Fokus der Arbeit auf die Untersuchung typischer Rechtschreibprobleme junger Aussiedler in der Ausbildung. In einem ersten Schritt wird das theoretische Fundament erarbeitet, wobei das Prinzip der Kontrastivität und die Fehleranalyse systematisch in Beziehung zueinander gesetzt werden. Darauf folgt die Durchführung eines eher didaktisch orientierten Sprachvergleichs Russisch-Deutsch im Hinblick auf die Orthographie, mit dem Ziel, mögliche Quellen für Rechtschreibschwierigkeiten der Russischsprecher zu ermitteln sowie Prognosen über zu erwartende Rechtschreibfehler dieser Gruppe aufzustellen. Diese werden daraufhin durch eine Fehleranalyse auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Die Auswertung vorliegender Diktatübungen und der Berichtshefte der Auszubildenden bestätigen oder widerlegen die Vorhersagen der kontrastiven Sprachbeschreibung. Aufgrund dieser gewonnenen Erkenntnisse werden einige didaktische Lösungsvorschläge zu ausgewählten Problembereichen der deutschen Rechtschreibung entwickelt.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.20 L725; BNR: 158/4125751
Lim, Mi-Ja: Verben mit untrennbaren Präfixen im Deutschen: Analyse und Lernschwierigkeiten unter besonderer Berücksichtigung der mit "be-"-präfigierten Verben. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1988. – 104 S. mit einem Anhang (be-Verben).
Die Funktion der deutschen Verbalpräfixe, insbesondere die des Präfixes be- aus der Perspektive der Valenzgrammatik steht im Mittelpunkt dieser Arbeit, die sich auch mit den Schwierigkeiten beschäftigt, die koreanische Deutschlernende beim Erlernen der Präfixverben haben. Dazu macht die Autorin u.a. den Vorschlag, die dominierenden Bedeutungsvarianten und die „charakteristischen Eigenheiten“ der Präfixverben zu vermitteln, wobei vorerst eine rezeptive Kompetenz angestrebt werden soll.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB251.00 L732 BNR: 158/1455726
Limbrunner, Christine: Schriftliche Bewerbungen in Europa: eine kontrastive Studie mit einem Bewerbungsleitfaden für Deutschland. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1999. - 75 Seiten mit einem Anhang (Anschreiben aus verschiedenen Ländern).
Schriftliche Bewerbungen entscheiden manchmal innerhalb von fünf Minuten, ob eine Chance eingeräumt wird ? oder nicht, manchmal werden nicht normgerechte Unterlagen trotz hoher Qualifikation aussortiert. Die Verfasserin erfuhr während ihres Praktikums in Australien, daß die Vorgaben für Bewerbungsunterlagen länderspezifisch sind, als ihre australischen Studierenden sich um ein Praktikum in Deutschland bewerben sollten. Ihr Ziel war deshalb die Überprüfung der typographischen und inhaltlichen Unterschiede von schriftlichen Bewerbungen zwischen europäischen Ländern und die Erstellung eines Leitfadens für die Bewerbung in Deutschland, wobei auch die konkreten Unterschiede zwischen den deutschen Bewerbungskonventionen und denen der einzelnen europäischen Länder behandelt werden. Dieser Leitfaden kann auch DaF-Lehrenden als Grundlage für die Didaktisierung um Unterricht dienen.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB226.00 L733; BNR: 158/4163206
Lindhorst, Monika: K-Lychees: Die Bedeutung der 'Kategorie' der Fremde für das Fach Deutsch als Fremdsprache am Beispiel 'Indien'. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1988. – 125 S.
Angeregt durch ein DaF-Praktikum in Indien plädiert die Autorin dafür, daß Überlegungen zu einer 'Kategorie der Fremde' im Rahmen 'interkultureller Kommunikation' ein notwendiges Forschungsfeld für das Fach Deutsch als Fremdsprache geworden sei. Sie versucht, den Aspekt des projektiven Charakters von Fremdbildern im Sinne aufklärerischer Bewußtseinsbildung zu verdeutlichen. Über einen historischen Rekurs auf die Entstehung von Imaginationen 'des Fremden' werden Mechanismen beschrieben, mit denen Europäer außereuropäischen Kulturen begegneten. Der Hauptteil beschäftigt sich mit den gegenwärtigen Formen der 'Indienbegegnung' in den Bereichen Literaturwissenschaft und Medien, weil sie sich didaktisch im DaF-Unterricht aufbereiten lassen. Die Arbeit schließt mit Überlegungen zur indischen Germanistik.
Standort in der Fachbibliothek Lili: OL850 L746 BNR: 158/1603242
Lindner, Petra und Rullkötter, Astrid-Irena: „60 und (k)ein bißchen weise?“: Alter(n) als landeskundliches Thema im DaF-Unterricht. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1998. – 156 S. mit einem Anhang (Texte und Transkriptionen).
Das Thema Landeskunde steht eindeutig im Vordergrund der Arbeit der beiden Autorinnen, wobei sie sich auf die Altergruppe der älteren Deutschen konzentrieren und dabei die verschiedenen Wissensgebiete zu ihrer breit angelegten Untersuchung heranziehen. Die historische Perspektive beginnt bei Konfuzius und erstreckt sich bis ins 20. Jahrhundert. Gerade bei der sich abzeichnenden Entwicklung der Bevölkerungstruktur ist dieses Thema wegen seiner Universalität und der auch in dieser Arbeit behandelten unterschiedlichen Behandlung von älteren Menschen in verschiedenen Kulturen von aktueller Bedeutung nicht nur für die Gesellschaft, sondern dementsprechend auch für den DaF-Unterricht.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB299.00 L747 BNR: 158/3271759
Lintfert, Marita: Migration als Thema im Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht: Eine empirische Untersuchung zur Darstellung der Lebenssituation der ‚zweiten Generation' türkischer Herkunft in der BRD. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1996. 154 Seiten mit einem Anhang (Kurzbiographien). Unter dem Titel /Migrantenbiographien/ 1998 erschienen beim Verlag Lang in Frankfurt am Main, ISBN 3-631-33403-6 .
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der Kulturenbegegnung im Fremdsprachenunterricht, die kommunikative und kulturbedingte Mißverständnisse bewirkt. Vor diesem Hintergrund versucht sie, die Bedingungen zu klären, unter denen Fremdsprachenlernende mit ihren jeweiligen Kulturinhalten wahrgenommen werden. Als didaktisch-methodische Konsequenz haben Lehrende im Fach Deutsch als Fremdsprache unter Berücksichtigung der einflußreichen Größe Kultur eine Vielzahl an Anforderungen zu erfüllen. Mit Hilfe der vorgestellten Textfragmente von Migrantinnen und Migranten der zweiten Generation türkischer Herkunft wird Einblick in die zwischen den Kulturen stattfindenden Erfahrungen gewährt und die Bedeutung von Kultur als Bezugsgröße für Individuum und Gesellschaft exemplifiziert. Kultur und Migration bleiben nach Ansicht der Autorin herausfordernde Themen in der Deutsch als Fremdsprache-Ausbildung. Sie geht der Frage nach, inwieweit Lehrende im Rahmen der Ausbildung und Praxis den Ansprüchen eines interkulturell orientierten DaF-Unterrichts gerecht werden.
Lio, Me-Shio: Probleme taiwanesischer Studierender an der Universität Bielefeld in der Anfangsphase des Fachstudiums. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1994. – 127 S. mit einem Anhang (Fragebogen).
Die Autorin fragte sich am Anfang ihrer Arbeit, ob es an ihr gelegen hatte, daß sie am Anfang ihres Studiums nur 20% von Vorlesungen verstehen konnte und ob andere Taiwanesen ähnliche Probleme hatten. 25 Landsleute an der Universität Bielefeld aus verschiedenen Studiengängen wurden zu folgenden Bereichen befragt: Sprachliche Probleme sowohl mit der Umgangssprache, als auch mit der Fachsprache; soziokulturelle Hintergründe, verschiedene Lebensgewohnheiten und deren Auswirkungen auf das Studium; Haltung der Behörden gegenüber dem Ausländerstudium allgemein in und seine Auswirkungen auf das Studium taiwanesischer Studierender. Die Anregungen von Seiten der Studierenden sind gedacht als Anregung für die Forschenden und Lehrkräfte im Bereich des Ausländerstudiums in der Bundesrepublik, insbesondere auch durch seine Beurteilung der PNdS-Kurse und ihrer Effektivität.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB231.00 L763 BNR: 158/3081428
Lu, Xin-Mei: Keine Tabus für die Landeskunde: Vorschläge zur Verbesserung der Landeskundeinhalte in zukünftigen chinesischen DaF-Lehrwerken. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1993. – 88 S.
Chinesische Studierende leiden so stark unter der Isolierung und der Ablehnung durch die Einheimischen in Deutschland, daß sie kaum eine Chance haben, durch Kontakt oder Kommunikation die kulturbedingten Verhaltensunterschiede wahrzunehmen. Dieser Schock ist nach Beobachtungen der Autorin bei Chinesen stärker als bei Studierenden aus anderen Ländern, weil die Realität in den westlichen Ländern bis heute in der VR China nur beschränkt vermittelt werde. Sie plädiert deshalb für einen DaF-Unterricht und DaF-Lehrwerke mit vollständigen, "tabulosen" landeskundlichen Inhalten, so daß Deutschlernende in Vorbereitungskursen im Heimatland ihre Beweggründe für einen Studienaufenthalt überprüfen können, bevor sie als "Privatstudenten" nach Deutschland kommen. Die Autorin beschreibt und analysiert einige in China verwendete Lehrwerke und zeigt durch drei Vorschläge, wie sie sich die landeskundliche Information der zukünftigen ausländischen Studierenden vorstellt (Ausländerprobleme, Rechtsextremismus, Realität einer chinesischen Studentin).
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB299.90 L926 BNR: 158/3080317
Lütgemeyer, Jutta: Das Medium Radio im Fremdsprachenunterricht (Deutsch) am Beispiel von Sendungen des WDR Radio 5. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1999. - 111 S. mit einem Anhang (Radiomaterial, Quellen).
Die Autorin hat Radiotexte in ihrem eigenen DaF-Unterricht eingesetzt und stellt das Thema nun in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Zu Beginn führt sie sehr ausführlich in die Thematik des Radios als Massenmedium ein und untersucht anschließend die "gesprochene Sprache" im Hinblick auf ihre linguistischen Merkmale, ihre Einsetzbarkeit im DaF-Unterricht und die damit verbundenen Lernzielsetzungen. "Gesprochene Sprache", die ja wesentlicher Bestandteil des Radios ist, kann in spontane, vorbereitete und abgelesene Sprache eingeteilt werden und Lütgemeyer kommt zu dem Ergebnis, daß Radiotexte wünschenswerte Beiträge zum Unterricht liefern können, da sie einen hohen Grad an Authentizität bieten, das Hörverstehen und die Autonomie der Lernenden fördern sowie in die Bereiche der Medien- bzw. Landeskunde einführen. Auf die theoretischen Ausführungen folgt ein praktischer Teil, in dem die Autorin verschiedene Radiotexte didaktisiert und eine Aufgabentypologie für Grund- und Mittelstufe, sowie für weiter fortgeschrittene Lernende zusammengestellt hat. Außerdem protokolliert sie abschließend ihren eigenen Umgang und ihre - überwiegend positiven - Erfahrungen mit Radiotexten im Unterricht.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB292.50 L948 BNR:158/4060272
Lützenkirchen, Ilona: "Ziehste dir doch auch jeden Sonntag rein!": Linguistische Analysen der Familienserie Lindenstraße und ihre Verwendbarkeit im DaF-Unterricht. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1995. - 212 S. Seiten mit einem Anhang (Interviewausschnitte Storys und Filmprotokolle).
16 Sendungen wurden 34 Szenen entnommen, die in Hinblick auf die Themenstellung als Datenmaterial ausgewählt wurden. Dieses Material wurde in Bezug auf die vorkommenden Erzählformen kategorisiert, außerdem werden die strukturellen Merkmale und technischen Besonderheiten der Sendung beschrieben. Es folgt ein exemplarischer Vergleich zwischen Drehbuchtext und Filmdialog sowie eine Einführung in die ethnomethodologische Konversationsanalyse, mit der die Mikrostrukturen der Dialoge analysiert werden, insbesondere die auftauchenden Routinen und Rituale wie Anrede- und Referenzformen sowie Kontakteröffnung und -beendigung. Abschließend wird eingegangen auf die fremdsprachendidaktisch relevanten Ergebnisse der Analysen und der unterrichtlichen Behandlung von Lindenstraßen-Ausschnitten, wobei es nicht das Ziel war, konkrete Unterrichtsentwürfe zu entwickeln, sondern eine Sensibilisierung für Gesprächsstrukturen und ihre Kulturabhängigkeit zu erreichen.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.40 L948 BNR: 158/4163353