Magisterarbeiten
 
 

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Fach: Deutsch als Fremdsprache - FORSCHUNG: MAGISTERARBEITEN & DISSERTATIONEN - ABSTRACTS

Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft


Nasser, Mohamed:Die Modalpartikeln im Deutschen und Arabischen. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2000. 112 Seiten.

Nach einer kurzen Bestimmung des Terminus Modalpartikel werden einige Definitionen aus der einschlägigen Literatur zu Modalpartikeln in Auswahl vorgestellt. Auf dieser Grundlage sollen Modalpartikeln morphologisch, syntaktisch und semantisch-pragmatisch charakterisiert, sowie im weiteren Verlauf der Arbeit von anderen unflektierten Wortklassen abgegrenzt werden. Nach einer Untersuchung der Wirkung von unterschiedlichen Satzstellungen der Modalpartikeln, werden diese in einem nächsten Schritt unter dem Aspekt der subjektiven Modalität als wichtiges Abgrenzungskriterium von anderen Wortklassen betrachtet. Des weiteren wird gezeigt, daß allein semantische Kriterien für eine adäquate Beschreibung von Modalpartikeln nicht ausreichen. Da ihre primäre Funktion kommunikativ ist, werden zusätzlich pragmatische und sprechakttheoretische Kategorien in die Untersuchung mit einbezogen. Nach einer kritischen Darstellung vier pragmatischer Ansätze zur Funktionsbeschreibung von Modalpartikeln, werden die daraus hervorgegangenen Kategorien für die Beschreibung der Funktionstypen von doch genutzt, wobei auch stets ein kontrastiver Vergleich mit den arabischen Entsprechungen angestrebt wird. Abschließend wird vorgestellt, wie Deutschlerner den Gebrauch von Modalpartikeln dadurch erlernen können, daß das Bewußtsein für die Zusammenhänge zwischen alltäglichen Sprechhandlungssituationen und der Verwendung von Modalpartikeln gestärkt wird.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NW124.00 M697 BNR:158/4090391


Nedelcu, Gianina:Bilder im DaF-Unterricht: Analyse zweier Lektionen. Bachelorarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2006. 31 Seiten mit einem Anhang (Lehrbuchausschnitte mit Bildern).

Aus dem Lehrwerk Berliner Platz 1 werden Ausschnitte analysiert und bewertet. Die wichtige Rolle der Bilder und die Arbeit der Lehrperson damit werden beschrieben und bestätigt. die Autorin regt an, die Lehrkräfte für diese Arbeit besonders weiterzubilden.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NA054.25 B06 N371 Mediennr. 158/4283207


Ngo Youmba, Friede-Magloire: Das Auslandsstudium als Problemfeld der qualitativen Bildungsplanung: Spracherwerb und Studienplanung kamerunischer Studierender in Deutschland. Eine empirische Untersuchung. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1997. – 146 S. mit einem Anhang (Fragebogen und Auswertung).

Die Fragestellung habe sich aus der persönlichen Erfahrung der Verfasserin entwickelt und versucht u.a. die Gründe und Motive, die hinter der Entscheidung für ein Auslandsstudium überhaupt und für ein Studium in Deutschland zu ermitteln. Dabei wird anfangs die Geschichte des Deutschunterrichts in Kamerun beschrieben. Bei den weiteren Untersuchungen über das Studium von Kamerun stehen folgende Punkte im Vordergrund. Mangelnde Information über das Studium für Ausländer in Kamerun u.a. durch die Auslandsvertretung oder das Goethe-Institut im Heimatland; finanzielle Gründe für ein Studium in Deutschland, das als Studienland eigentlich wenig gewünscht wird, aber dann wegen der (noch) nicht existierenden Studiengebühren doch akzeptiert wird, Bedingungen für die Erteilung des Studierendenvisums (ZDaF), sinkendes Interesse am Deutschunterricht für Lehrer, steigendes Interesse bei Studierenden aus naturwissenschaftlichen und technischen Fächern. Die Datenbasis besteht aus 58 Fragebögen von kamerunischen Studierenden an verschiedenen Hochschulen in Deutschland, deren Zahl nach Angaben der Verfasserin von 50 im Jahre 1975 auf 1364 im Jahre 1994 gestiegen ist.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.20 N576  BNR: 158/3168811


Nho, Eun-Kyung:Lexikalische Probleme koreanischer Studierender beim Verfassen schriftlicher Texte: Eine Mehrfallanalyse. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1988. – 63 S. mit einem Anhang (Originaltexte und Interviews).

In dieser Arbeit wird der Versuch gemacht, durch eine Fehleranalyse von schriftlichen Arbeiten dreier koreanischer Studenten Fehler im lexikalisch-semantischen Bereich zu identifizieren und bewußt oder unbewußt die dabei verwendeten Kommunikationsstrategien zu analysieren, was Anregung zu weiteren Arbeiten in diesem Bereich geben soll. Anhand der Ergebnisse stellt die Autorin fest, daß die muttersprachlichen Interferenzerscheinungen zum Teil auch auf kulturspezifische Phänomene zurückzuführen sind.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.00 N576  BNR: 158/1507927


Nicolenco, Tatiana: Interkulturelle Wirtschaftskommunikation Deutsch-Rumänisch. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2007. – 118 Seiten.

Vor dem Hintergrund der sich entwickelnden deutsch-rumänischen Handelsbeziehungen möchte die Verfasserin einen Beitrag dazu leisten, auf dabei auftretende Mißverständnis- oder Konfliktpotentiale hinzuweisen, um kulturbedingte Probleme in der deutsch-rumänischen Wirtschaftskommunikation zu minimieren bzw. zu vermeiden. Dabei versucht sie signifikanten Kulturunterschiede zwischen Deutschland und Rumänien herauszuarbeiten und entwirft ein interkulturell ausgerichtetes Trainingsprogramm hauptsächlich für rumänische Teilnehmer. Die empirische Grundlage bildeten 48 von rumänischen und 20 von deutschen Geschäftsleuten zurückgeschickte Fragebogen.

Standort in der Fachbibliothek: NB231.00 N642 Mediennr.: 158/4361664+01


Niedergesähs, Karin:Lernprobleme mit Modalpartikeln: Eine kontrastive Analyse für den DaF-Unterricht mit LernerInnen englischer Muttersprache. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1990. – 155 S.

Gegenstand der vorliegendenden Arbeit ist die formale und funktionale Analyse von insgesamt 17 deutschen Modalpartikeln und ihre Wiedergabemöglichkeiten im Englischen. Einem Überblick über die seit Mitte der siebziger Jahre publizierte Forschungsliteratur folgt ein Kapitel über die interpersonale Funktion von Sprache und die verschiedenen ko-existierenden Modalitätskonzepte, in dem u.a. auch terminologische Fragen erörtert werden. Es folgt eine Beschreibung und Klassifikation der wichtigsten Satztypen und ihrer kommunikativen Funktionen.
Das 3. Kapitel befaßt sich mit der formalen Analyse der Modalpartikeln, d.h. ihrer Klassifikation, ihrer Abgrenzung von homonymen Formen, ihren Stellungsregularitäten und den zwischen ihnen und den einzelnen Satztypen bestehenden Restriktionen. Die im 4. Kapitel vorgenommenen funktionalen Einzelanalysen der MPn in den verschiedenen Satztypen zeigen, daß die Mpn wichtige gesprächs- und verhaltenssteuernde Funktionen haben. Es wird deutlich, daß sie die Illokution einer Äußerung nicht nur indizieren, sondern auch modifizieren können. Darüber hinaus wird aufgezeigt, daß einige von ihnen die Fähigkeit haben, aufeinanderfolgende Äußerungen inhaltlich miteinander zu verknüpfen und eine kausale Relation zwischen ihnen herzustellen. Die kontrastive Analyse mit dem Englischen im 5. Kapitel ergibt, daß die Funktionen, die im Deutschen durch ein einziges sprachliches Ausdrucksmittel erfüllt werden können, i.e. die Modalpartikeln, im Englischen auf verschiedene Mittel auf den verschiedenen sprachlichen Ebenen verteilt sind (z.B. Tonmuster, Satztypen, „tag-questions“, Adverbien, parenthetische Verben, sprechaktbezeichnende Verben.
Den Prognosen über die zu erwartenden Schwierigkeiten, die Deutschlerner mit Englisch als Muttersprache beim Erwerb der deutschen Mpn haben werden, folgt ein Didaktisierungsvorschlag für eine Unterrichtseinheit zur kommunikativen Funktion „Begründen, Erklären, Argumentieren“, die mittels verschiedener Mpn erfüllt werden kann; zu jeder Partikel werden sechs verschiedene Übungstypen angeboten, die in unterschiedlicher Weise den Erwerb der Mpn ermöglichen und fördern sollen.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.80 N666 BNR: 158/1710064


Niehoff, Marion:Video im Fremdsprachenunterricht (DaF). Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1996. - 95 Seiten.

Die Arbeit gibt einen Überblick über die Möglichkeiten und Grenzen der Nutzung von Video im DaF-Unterricht. Zu Beginn werden deshalb theoretische Grundlagen der Beziehung zwischen audiovisuellen Medien und Fremdsprachenunterricht vorgestellt, wobei besonders kontroverse Positionen und Entwicklungen im Umgang mit diesem Medientyp Berücksichtigung finden, wobei ein dialog- bzw. kommunikationsanalytischer Theorieansatz vorgestellt wird. Daraufhin werden Theorielage und Forschungsergebnisse zum Thema Fremdsprachenlernen mit AV-Medien kritisch dargelegt. Die Ergebnisse dieser Reflexion bilden die Basis für eine Formulierung von Konsequenzen für den Fremdsprachenunterricht. Anschließend werden zu beachtende Rechtsfragen behandelt. Das zweite Kapitel behandelt die fremdsprachendidaktische Nutzung von Video unter dem Gesichtspunkt der Rezeption von Film- und Fernsehtexten im DaF-Unterricht, wobei die möglichen Lehr- und Lernziele, Sozialformen sowie Übungs- und Arbeitsformen vor einem medien- und textsortenspezifischen Hintergrund untersucht werden. Darauf folgt eine Auswahl von Film- und Fersehtexten für den DaF-Unterricht. Die Nutzung von eigenen Videoproduktionen und -aufzeichnungen im Rahmen des Fremdsprachenunterrichts wird in Kapitel 3 untersucht, was die Berücksichtigung der unterschiedlichen Voraussetzungen, Zielsetzungen, Probleme und möglichen Themen für die Durchführung von Videoproduktionen notwendig macht. Die Möglichkeit der Nutzung von Videoaufzeichnungen wird am Beispiel des "Video-Learning" und anhand von Formen der Unterrichtsmitschau für die Lehreraus- und -fortbildung untersucht. Zuletzt folgt die Darstellung grundlegender Aspekte zur Rolle und Funktion von Mediotheken sowie die Benennung von Problemen und Anforderungen, die im Umgang mit authentischen Film- und Fernsehtexten zu berücksichtigen sind, damit diese als Videomaterialien zum Selbstlernen genutzt werden können.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB292.00 N606; BNR:158/4090406


Nord, Holger:Anzeigenwerbung im Unterricht Deutsch als Fremdsprache: Anzeigen als Zeitdokumente. Eine Analyse der Jahre 1989–1992. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1993. – 169 S.

Die Arbeit gliedert sich in zwei theoretische und einen praktischen Hauptteil. Im ersten Abschnitt wird die Bedeutung des Begriffs Werbung im modernen Sprachgebrauch definiert, danach folgt eine allgemeinhistorische Betrachtung der Werbung, anschließend die Betrachtung der Werbung als kommunikative Strategie. Die konkrete Analyse von Werbeanzeigen erfordert nach Meinung des Autors eine interdisziplinäre Vorgehensweise, insbesondere den historischen Ansatz, der einen wichtigen Ausgangspunkt der Arbeit bildet, wobei er sich auf die Anzeigen im Spiegel von November 1989 bis Juni 1992 und die Schlüsselwörter dieses Zeitraums als Datenbasis stützt und u.a. auch die Werbecampagnen in Ost- und Westdeutschland in diesem Zeitraum vergleicht. Den DaF-Lernenden sollen damit Ansätze und Vorschläge für einen Unterricht mit Werbeanzeigen geboten werden, die über Lexik, Syntax und Grammatik hinausgehen und somit nach Ansicht des Autors ein umfassendes und aktuelles Deutschlandbild dieser Zeit ergeben (mit vielen Farbreproduktionen).

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.00 N828 BNR: 158/3078655


Nsangou, Maryse:Lexikalisch bedingte Kommunikationsprobleme in Gesprächen zwischen deutschen und französischen Sprechern. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1993. – 156 S. mit einem Anhang (Transkriptionen).

Ein Gespräch zwischen deutschen und französischen Sprechern in einer von ihnen gewählten Kontaktsprache, wie z.B. Deutsch, erfüllt die Kriterien einer multilingualen Situation. Den Interaktanten ist bewußt, daß der französische Sprecher nicht in der Lage ist, Deutsch so gut zu verstehen oder zu produzieren wie der deutsche Partner. Ziel der Arbeit ist es, diese Situation der Interaktanten auf der Basis der aktuellen Forschung zu diskutieren und bestimmte Thesen anhand einer empirischen Analyse zu überprüfen. Dabei sollten die Aspekte der Reparatur als typische Erscheinung mündlicher Kommunikation dargestellt werden und anschließend gezeigt werden, wie die nicht-deutschen Informanten und ihre deutschen Gesprächspartner bei ihrer Formulierung ihrer Gesprächsintentionen und der Rezeption derer ihrer jeweiligen Gesprächspartner Deutsch in der Interaktion gebrauchen. Die Autorin kommt zu der Folgerung, daß Kommunikationsabläufe in Kontaktsituationen authentische Lehr- und Lernsequenzen sind, wo der Muttersprachler die Rolle der lehrenden Person erfüllt.

Standort in der Fachbibliothek Lili: NB222.00 N961 BNR: 158/3080204