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Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
Papadopoulou, Kiriaki: Deutsch als Zweitsprache: Sprachverhalten ausländischer Arbeitnehmer am Beispiel griechischer Gastarbeiter. Magister, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1987. - 84 S. mit zwei Anhängen (Gesprächsleitfaden und Transkripte).
Die Arbeit versucht einen Einblick zur sprachlichen Situation der in der Bundesrepublik lebenden griechischen Arbeiter zu geben und befaßt sich mit den besonderen Bedingungen der Spracharbeit mit ausländischen Arbeitern. Nach einem Rückblick über die Ursachen der Arbeitsmigration, einer Beschreibung und Definition des gesprochenen Gastarbeiterdeutsch wird die Durchführung einer empirischen Untersuchung geschildert, die die sprachliche Situation griechischer Arbeiter beleuchtet. Empirische Grundlage ist die Aufzeichnung von auf deutsch geführten Gesprächen mit vier griechischen Ehepaaren. Die Autorin stellt fest, daß aufgrund der spezifischen Lernbedingungen und der besonderen Lernsituation Sprachkurse mit ausländischen Arbeitern höhere Anforderungen an die Lehrenden stellen würde als herkömmliche Fremdsprachenkurse, insbesondere sei der parallele ungesteuerte Zweitspracherwerb zu berücksichtigen.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB230.00 P213 BNR: 158/16446830
Paris, Bettina: Zur Theorie und Praxis einer Landeskunde für Deutsch als Fremdsprache: Grundsätzliche Überlegungen und praktische Ausarbeitung eines Themas der neueren deutschen Geschichte. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1989. – 113 S.
Der Nationalsozialismus als Landeskundethema und eine dafür benötigte Materialsammlung stehen im Mittelpunkt der Arbeit, die ihren Ursprung einem Landeskundeprojekt verdankt. Vor dem Einstieg in die Problematik diskutiert die Autorin die Begriffe implizite und informative Landeskunde, und beschäftigt sich anschließend damit, wie diese informative Landeskunde im DaF-Unterricht vermittelt werden kann. Die Materialsammlung enthält u.a. Kurzbiographien von führerden Nationalsozialisten mit Wahrigschen Worterklärungen von Bormann bis Röhm, eine Chronik des Dritten Reiches sowie Originaltexte über die Judenverfolgung in Minden 1933–1945. Die Arbeit schließt mit Vorschlägen für eine Unterrichtsreihe zum Thema Nationalsozialismus.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB299.90 P232 BNR: 158/1455593
Parnitzke, Christiane: Lieder und Popsongs als Hörtexte im Deutsch als Fremdsprache-Unterricht. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1997 – 115 S. mit einem Anhang (Diskographie, Liedertexte, Unterrichtsmaterial).
Der Einsatz aktueller deutschsprachiger (chansonähnlicher) Lieder und Popsongs der achtziger und neunziger Jahre wird theoretisch begründet und für den Unterricht mit jüngeren Lernern praxisnah aufbereitet. Nach einer Darstellung der Bedingungen auditiver Wahrnehmung folgen Begründungen für den Einsatz von Musik und Liedern im Fremdsprachenunterricht; mögliche Lernziele und Übungsformen werden genannt. Die Verfasserin diskutiert Auswahlkriterien und präsentiert eine nach Themen geordnete Zusammenstellung zeitnaher Lieder und Songs, etwa zu den Bereichen Arbeit und Beruf, Freizeit, Gesellschaftskritik. Reflexionen zu selbsterprobten Didaktisierungen und ein unterrichtspraktischer Anhang schließen die Arbeit ab.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.40 P256 BNR: 158/3271774
Paul, Friederike: Didaktische Phonetik für Deutsch-als-Fremdsprache-Lerner mit spanischer Muttersprache. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1994. – 251 S.
Die Verfasserin stellt fest, daß die Materialien zur Ausspracheschulung für Deutsch als Fremdsprache nun ungenügend entwickelt seien, vorhandene Lehrmaterialien seien nicht kontrastiv angelegt. Für den Bereich Aussprache seien bisher nur wenige Lernspiele entwickelt worden, obwohl gerade hier der Einsatz von großer Wichtigkeit sei. Nach einer theoretischen kontrastiven Analyse des spanischen und deutschen phonetischen Systems wird auf die Didaktik der Phonetik eingegangen. Die Verfasserin setzt ihre Vorschläge sodann konkret und exemplarisch in Lehrmaterialien zur Ausspracheschulung von Deutsch-Lernern mit Spanisch als Muttersprache um.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NJ 239.00 P324 BNR: 158/308103
Pieper, Jutta: "Zur Sprache kommen": Vorkommen und Funktion von Phraseologismen in deutschen Fernseh-Talkshows. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1999. - 151 S. mit einem Anhang (Transkriptionen).
Anfangs werden die Entwicklung von deutschen Talkshows, ihre Klassifizierung, das sogenannte Surrounding (Moderatoren, Experten, Gäste, Zuschauer, Dramaturgie), bezogen auf die zugrundeliegenden, fünf verschiedenen Talkshows dargestellt. Nach einer Analyse der Sprache in Talkshows werden Definition und Klassifikation von Phraseologismen vorgenommen. Es folgen eine quantitative und eine umfassende qualitative Auswertung der Daten; Type-token-Analysen, eine Diskussion der vorgefundenen Klassen führen zu dem Ergebnis, daß das Textsortenprofil durch situationsspezifische, verbale und adverbielle Phraseologismen zu charakterisieren ist. Der Vergleich mit vorliegenden Untersuchungen ergibt, daß Talkshows bezüglich ihrer Phraseologizität mit einem Anteil von 9% im Mittelfeld liegen und Talkshow-Sprache nah an der ungesteuerten mündlichen Kommunikation liegt. Für die dominante Gruppe situationsspezifischer Phraseologismen werden Gliederungssignale, ideolektaler Gebrauch, metakommunikative und kommunikationsstrategienbezogene Phraseologismen in ihrer Funktionalität ausführlich diskutiert. Überlegungen zu sprachlicher Minimierung, Verschleierung bei Tabuthemen, zu Selbstentlastung und zu Affektbeschreibung und Affektbegleitung beschließen die Analyse. Der Anhang enthält die Teiltranskriptionen der Talkshows, eine alphabetische Liste der vorgefundenen Phraseologismen sowie ein 5000 Wörter umfassendes Transkript einer Talkshowsequenz, die die Vergleichbarkeit mit vorliegenden Textprofilen ermöglicht.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.00 P748; BNR:158/4090468
Pohlmann, Doris: Alternative Methoden im Fremdsprachenunterricht: Über deren Ursprünge und Bezüge zu ganzheitlichem Lernen und Lehren. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1 999. – 97 Seiten.
Ausgangspunkt für diese Arbeit waren die schwierigen Erfahrungen, die die Verfasserin im Deutschunterricht mit Jugendlichen machen mußte, was sie dazu bewegte, sich im Bereich der Methoden des ganzheitlichen Lernens fortzubilden und die sogenannten Alternativen Methoden in ihren Unterricht einzubauen. Diese werden kritisch dargestellt, zu welchem Zweck im ersten Teil die Ursprünge, die Entwicklung und Ausgangssituation der Alternativen Methoden beschrieben werden. Anschließend wird die Frage, was ganzheitliches Lernen auszeichnet, anhand von Kriterien von Ganzheit und ganzheitlichem Lernen und Lehren beantwortet. Der Hauptanteil der Arbeit widmet sich der Vorstellung von einzelnen Alternativen Methoden im Detail, woraufhin diese dann anhand der aufgestellten Kriterien auf ihre Ganzheitlichkeit hin untersucht und bewertet werden. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Suggestopädie, da diese wesentlich dazu beitrug, daß ganzheitliches Lernen zum Thema in der unterrichtsdidaktischen Diskussion und zu einem wichtigen Aspekt im modern geführten Fremdsprachenunterricht wurde.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.00 P748; BNR:158/4090468
Potratz, Sonja: Fremdsprachen lernen (leicht(er) gemacht: Zur Anwendung lernbiologischer und lernpsychologischer Erkenntnisse im Fremdsprachenunterricht. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1996. - 109 Seiten mit einem Anhang (Abbildungen).
Die ersten Kapitel der Arbeit behandeln verschiedene Ergebnisse aus der Gehirnforschung, Gesichtspunkte der Speicherung und der psychologischen Lernvorgänge. Dann geht es um die Motivationsforschung, das Lernen am Modell und seine Bedeutung für den Unterricht. Das abschließende Kapitel versucht, die verschiedenen Phänomene der Informationsaufnahme auf das Fremdsprachenlernen anzuwenden und verschiedene darauf basierende Ratschläge für Lehrkräfte im Fremdsprachenunterricht zu formulieren.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB191.00 P761; BNR:158/4090457
Prahl, Sabine: Neue Medien im Fremdsprachenunterricht (Deutsch). Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1999. – 102 S.
In dieser Arbeit wird das Potential Neuer Medien, wie Internet, E-Mail-Kommunikation oder Sprachlernprogramme, für den Fremdsprachenunterricht untersucht. Es werden Vorteile und auch Grenzen des Einsatzes der neuen Technologien beim Sprachenlernen aufgezeigt. Beispielhaft werden einige Nutzungsmöglichkeiten der Neuen Medien für den Bereich Deutsch als Fremdsprache vorgestellt und kommentiert. Schließlich wird dargestellt, welche Auswirkungen der Einsatz Neuer Medien im Fremdsprachenunterricht auf Lerner- und Lehrerrollen, sowie Unterrichtsformen und -ziele hat.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB292.50 P898 BNR: 158/4014472
Propach, Ralf: Schrift und Sprache in Wechselwirkung mit kultureller Identität. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1995. – 70 Seiten.
Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Beschäftigung mit der These, daß zwischen Sprache, Denken und Kultur eine Wechselwirkung besteht, wobei die Schriftlichkeit, die sowohl der Kultur als auch der Sprache inhärent sei, als ein weiterer, stark dominanter Faktor hinzukommt. In diesem Sinne befaßt sich ein Großteil der vorliegenden Arbeit mit der Geschichte der Schrift innerhalb der Kulturen der Menschen und den damit verbundenen Konsequenzen, um damit grundlegende Erkenntnisse über die, durch Literalität geprägte Charakteristik von Kultur, wie auch über Beweggründe von Verhalten und Eigenarten von Kultur zu liefern. Im zweiten Teil wird versucht, die Ergebnisse dieser Untersuchung für die Vermittlung des Deutschen als Fremdsprache nutzbar zu machen. Zur Orientierung werden diese Ergebnisse mit den Vorstellungen der Autoren der Lehrerhandbücher des DaF-Lehrwerks Deutsch aktiv über die Sprachvermittlung verglichen. Ziel der Arbeit ist es jedoch nicht, ein ausgearbeitetes, konkretes didaktisches Konzept für DaF zu entwickeln, sondern einen breit gefächerten Wissenshintergrund zu liefern, aus dem heraus Empfehlungen für den DaF-Unterricht entwickelt werden können.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.40 P965; BNR: 158/4126913
Przygoda, Norbert: Homonyme: Problematik der Definitionsabgrenzung und Anwendung in der Sprache. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2007. – 68 Seiten.
Der Verfasser versucht eine genaue Abgrenzung der Homonymie von anderen Termen wie Homographie, Homophonie und Polysemie. Auf der Basis von Sprachvergleich kommt er zu der Erkenntnis daß in den slavischen Sprachen die partiellen Homonyme verbreitet sind, während z.B. im Englischen und Französischen vollständige Homonyme anzutreffen sind. In den meisten Fällen hilft der Kontext, Mißverständnisse zu beseitigen.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB217.00 P973 - Mediennr.: 158/4283216+01
Puhlmann, Stefanie: Der Zweitsprachenerwerb am Beispiel der PNdS-Kurse: Eine empirische Untersuchung zu Persönlichkeitsfaktoren und Sprachleistung. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1993. – 103 S. mit einem Anhang (Teilnehmerliste, Fragebogen, Statistische Ergebnisse).
Der Einfluß der Faktoren Intelligenz, Motivation, Lernstil, Selbstbewußtsein und die Art der Wahrnehmung und Herangehensweise an Probleme auf das Erwerben von Deutsch als Fremdsprache wird in dieser Arbeit durch die Beobachtung zweier PNdS-Kurse untersucht. Verschiedene Thesen der Zweitsprachenerwerbsforschung und erwartete Korrelationen konnten nicht bestätigt werden, z.B. zwischen Motivationsintensität und Sprachleistung in der PNdS. Selbsteinschätzungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich als unrealistisch. Eine hohe signifikante Korrelation bestand zwischen Testergebnissen in nonverbaler Intelligenz und den Prüfungsleistungen.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB294.50 P978 BNR: 158/3081087
Puustinen, Seija: Zur Fachsprache der Musik im Instrumentalunterricht: Eine Befragung und Didaktisierung für Deutsch als Fremdsprache. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1994. – 108 S.
Den Trend zur Fachsprachendidaktik und ihren eigenen Musikinteressen folgend beschäftigte sich die Autorin mit den sprachlichen Problemen des relativ großen Anteils an deutschen Musikhochschulen, für die es bisher keinerlei fachspezifische Unterrichtsmaterialien gibt. Eine Befragung von 20 Musikhochschulen in Deutschland ergab, daß es sich bei diesem Personenkreis um mehr als 2000 Studierende handelt, die vor Aufnahme ihres Fachstudiums weder Sprachprüfung abzulegen haben, noch werden Sprachkurse für sie angeboten. Eine weitere mündliche Befragung erfolgte mit 10 ausländischen Studierenden und 10 deutschen Lehrenden der Musikhochschule Detmold. Weiteres Material ergab sich durch Tonbandaufnahmen von vier Instrumentalstunden, in denen die mündliche Kommunikation zwischen Lehrenden und Studierenden aufgenommen wurde. Auf der Basis dieser Unterlagen stellte die Autorin eine Liste italienischer und deutscher Fachbegriffe und Wörter aus der Allgemeinsprache zusammen, die ihr für Studierende der Musik relevant erscheinen. Den Abschluß der Arbeit bildet ein Kapitel mit Unterrichtsmaterialien für einen fachbezogenen DaF-Unterricht für ausländische Musikstudierende in Deutschland.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB231.00 P993 BNR: 158/3081427