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Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
Saathoff, Helga Luise: Zur Relevanz naturwissenschaftlich-technischer Fachsprachen für den DaF-Unterricht. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1998. – 252 S. mit einem Anhang (Dokumentation des Umfragen-Rücklaufs).
Während die Relevanz von Wirtschaftsfachsprache für DaF bereits anerkannt ist, werde das bei naturwissenschaftlich-technischen Fachsprachen bisher noch nicht so hoch eingeschätzt. Die verschiedenen Faktoren zu beleuchten, die dabei eine Rolle spielen, ist das Anliegen der Autorin, wobei sie auch die unterschiedliche Situation für das In- und Ausland beleuchtet und besonders zur Verbesserung der Ausbildungssituation ausländischer Studierender in den entsprechenden Disziplinen beizutragen hofft. Als empirische Grundlage der Arbeit dienten dabei drei Umfragen: 31 Antworten von Kursanbietern und 8 von deutschen Unternehmen, die auf Fragen zu Angeboten Informationen zur Verfügung stellten sowie 18 von Hochschulen, die etwas zum Bedarf sagen sollten. Dabei wurden z.B. auch die in der DDR existierenden studienbegleitenden fachsprachlichen Kurse an den Universitäten lobend hervorgehoben. Die Autorin zeigt an den Zahlen der ausländischen Studierenden in Deutschland und der Beschreibung der Sprachproblemen, daß Handlungsbedarf bestehen würde. Zu ihren Diskussionsvorschlägen gehören u.a. die Rolle des Englischen zu akzeptieren, aber auch zu nutzen, die Sprachpolitik zu verändern, die Lehrerqualifizierung zu verbessern, die Kurse zu aktualisieren und die Zusammenarbeit mit dem Ausland zu intensivieren.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.60 S112 BNR: 158/3225442
Sadat-Khonsari, Susan: Stereotype im DaF-Unterricht am Beispiel des Verhältnisses zwischen Ost- und Westdeutschen. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1994. – 112 S.
Die Arbeit will DaF-Lehrende für das Phänomen der Stereotypenbildung sensibilisieren sowie die Möglichkeiten darstellen, die der Fremdsprachenunterricht hat, stereotype Sichtweisen aufzubrechen. Darunter fällt auch die Frage, ob das Erlernen einer Fremdsprache Einfluß auf das attitudinale System der Lernenden hat. Die gegenseitige Stereotypisierung zwischen der ost- und westdeutschen Bevölkerung könne den DaF-Lernenden helfen, eigene, möglicherweise unbewußte stereotype Vorstellungen zu erkennen. Als Einführung in die Arbeit werden die klassischen Begriffe von Stereotyp eingeführt und verschiedene Definitionen angeboten. Davon ausgehend erfolgt die Diskussion, ob ein interkulturell ausgerichteter Fremdsprachenunterricht ein mögliches Mittel zur Annäherung unterschiedlicher Kulturgemeinschaften darstellen könnte. Als Stereotype dienen dabei die historischen Vorurteile der Nachbarn Deutschlands und eine mögliche Veränderung dieser durch die Vereinigung. Auf der Basis dieser Vorarbeiten versucht die Autorin die Entwicklung einer Unterrichtsreihe im Umfang von 4 mal 90 Minuten für DaF-Lernende mit Mittelstufenniveau.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB299.90 S124 BNR: 158/3168810
Salama, Ewald: Migranten in Deutschland als landeskundliches Thema im DaF-Unterricht. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2004. – 87 Seiten mit einem Anhang (Unterrichtsentwürfe).
Durch Einsatz des im Titel genannten Themas im DaF-Unterricht könne das Hintergrundwissen der Lernenden aktiviert und erweitert werden, sie würden befähigt, informationsbezogene Inhalte zu erfassen und zu interpretieren. Nach einer Untersuchung einiger Lehrwerke in Bezug auf das Thema "Migranten" werden Didaktisierungsvorschläge zu authentischen Texten aus Zeitungen und Zeitschriften gemacht, mit denen auch sprachpraktische Fertigkeiten geübt werden können..
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB299.90 Mediennummer 158/4294668
Sander, Cornelia: Entwicklung eines interkulturellen Trainings für britische Angestellte und Führungskräfte in Deutschland. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2001. – 137 Seiten mit einem Anhang (Fragebogen).
Ausgangspunkt dieser Arbeit ist die Annahme, daß Auslandsentsendungen aufgrund mangelnder Vorbereitung allzu oft zum Scheitern verurteilt sind. Es kann zu interkulturellen Mißverständnissen und in der Folge auch zu Konflikten oder gar einem Kulturschock kommen. Mit vorliegender Arbeit soll ein Beitrag zur Prävention dieser unerfreulichen Erscheinungen geleistet werden, was dem Erreichen des beruflichen Zieles im Ausland förderlich sein soll. Im Hinblick darauf wird beispielhaft ein interkulturelles Training für britische Angestellte und Führungskräfte entwickelt, dessen Schwerpunkt auf dem sozialen Miteinander am Arbeitsplatz und in der Freizeit liegt. Vorbereitend werden einige theoretische Grundlagen erläutert, wie z.B. verschiedene Ausrichtungen von Kulturdefinitionen. Darauf folgt die Betrachtung der Schwierigkeiten, die das Leben in einem fremden Land bzw. einer fremden Kultur mit sich bringen kann. Vor dem Hintergrund eventueller Folgen von interkulturellen Mißverständnissen und Akkulturationsproblemen sollen die Möglichkeiten eines interkulturellen Trainings deutlich werden. Zusätzlich werden einige Modelle interkultureller Vorbereitungen mit deren Vor- und Nachteilen erläutert, sowie Faktoren, die für deren Effektivität entscheidend sein können. Da das vorliegende interkulturelle Training anhand des Beispiels von Briten in Deutschland vorgestellt werden soll, werden vorerst Begründungen für die Berechtigung und Notwendigkeit einer solchen Vorbereitung angeführt. Es folgt zuletzt der konkrete Vorschlag für besagtes Training, der die Ergebnisse einer Umfrage unter Briten, die in Deutschland leben und arbeiten, mit einbezieht.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.20 S214; BNR:158/4090421
Sarcletti, Mario: Integration per Verordnung: Eine kritische Analyse des Integrationskurssystems mit den Werkzeugen der soziokulturellen Theorie. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2010. – 138 Seiten.
Die vorliegende Arbeit liefert nach einigen wenigen Übersetzungen einzelner Texte Vygotskijs die erste umfassende Darstellung dieses Ansatzes der Marxistischen Psychologie in deutscher Sprache. Ausgehend von der Entwicklung des Kindes postulierten Vygotskij und Kollegen, daß die Entwicklung der höheren psychischen Funktionen des Menschen zuallererst durch die Internalisierung von Artefakten, also ihren Transfer von der interpersonalen auf die intrapersonale Ebene erfolgt. Ein Artefakt ist zum Beispiel ein Knoten im Taschentuch als Gedächtnisstütze, ein Rechenschieber oder die Sprache. Diese gilt als wirkmächtigstes Artefakt des Menschen. Entsprechend kann davon ausgegangen werden, dass das Erlernen einer neuen Sprache, also die Tätigkeit mit einem neuen Artefakt, Auswirkungen auf die höheren psychischen Funktionen des Menschen haben kann. Folgerichtig untersuchten in den 80er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts Wissenschaftler vor allem in Kanada und den USA (z.B. Lantolf, Thorne, Pavlenko) Zweitspracherwerb, seine Bedingungen und Folgen aus soziokultureller Perspektive. Die aus der soziokulturellen Theorie entwickelte Tätigkeitstheorie schließlich geht davon aus, daß der Einsatz unterschiedlicher Artefakte sowie unterschiedliche Motive der an einem Tätigkeitssystem Beteiligten auch zu unterschiedlichen Tätigkeiten führen. Der Autor der vorliegenden Arbeit kommt nach einer Analyse des bundesdeutschen Integrationskurssystems zu dem Schluß, daß auf Seiten der Aufnahmegesellschaft bzw. der Migranten zwei unterschiedliche Tätigkeitssysteme vorliegen. In dem der Aufnahmegesellschaft wird Migranten dabei die Rolle des Artefakts "defizitärer Ausländer" zugewiesen, der erst einmal beweisen muß, daß er der Integration würdig ist. Der Autor stellt in Frage, daß unter diesen Bedingungen und in Kursen, in denen das Bestehen des Deutschtests im Fokus steht, Integration im Sinne von gleichberechtigter Partizipation möglich ist und macht Vorschläge für eine Umgestaltung des Integrationskurssystems.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.80 S243, Mediennr.: 158/4354162
Schäffer, Daniela-Susann: Auswahl und Einsatz literarischer Texte in neueren Lehrwerken für Deutsch als Fremdsprache. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1999. – 150 S.
In dieser Arbeit werden die DaF-Lehrwerke Moment mal!, Stufen International, em, Sichtwechsel Neu und Unterwegs im Hinblick auf die Auswahl und den Einsatz literarischer Texte analysiert. Das Ergebnis zeigt, inwieweit die neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse der Literaturdidaktik in den neuen Lehrwerken berücksichtigt werden und ob es neue Tendenzen im Umgang mit Literatur in DaF-Lehrwerken gibt. In der Arbeit wird zunächst auf die bisherigen Entwicklungen im Bereich der Literaturdidaktik für den Fremdsprachenunterricht eingegangen. Anschließend folgt die ausführliche Analyse der Lehrwerke, die durch Beispiele belegt wird. Den Schluß bildet die Zusammenfassung und abschließende Beurteilung der Ergebnisse.
Standort in der Fachbibliothek Lili: OM227 S294; BNR:158/4026522
Schlak, Torsten: Grammatikvermittlung im „berufsbezogenen Wirtschaftsdeutschunterricht“ als Beispiel einer zielgruppenorientierten Didaktik/Methodik. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1995. – 142 S.
Ausgehend von der Position, daß es eine für jede Zielgruppe gleichermaßen geeignete Unterrichtsmethodik nicht gibt, wird versucht zu bestimmen, welche Kontextfaktoren bei der Ermittlung eines angemessenen methodischen Vorgehens für konkrete Zielgruppen zu beachten sind. In der Fachliteratur diskutierte Modelle der "Faktorenkomplexion Fremdsprachenunterricht" werden hierzu kritisch hinterfragt und zu einem eigenen Modell erweitert. Die Eignung des als offen und flexibel charakterisierten Modells wird dann dadurch überprüft, daß auf Grundlage des Modells methodische Vorschläge für die Grammatikvermittlung im berufsbezogenen Wirtschaftsdeutschunterricht an nordamerikanischen Colleges erarbeitet werden.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.60 S338 BNR: 158/3168672
Schlak, Torsten: Adressatenspezifische Grammatikarbeit im Wirtschaftsdeutschunterricht an der University of Hawai‘i: Eine qualitativ?ethnographische Studie. Dissertation, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1999. – 378 Seiten. Erscheint in der Reihe „Bausteine Deutsch als Fremdsprache“ im Schneider Verlag Hohengehren.
In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, wie sich zielgruppenorientierte Methodenkonzepte auf empirischer Basis entwickeln lassen. Dazu wird ein forschungsmethodisches Verfahren vorgeschlagen, das sich als qualitativ?ethnographisch und mehrmethodisch?mehrdimensional (teilnehmende Beobachtung, qualitative Interviews, Dokumentenanalyse) charakterisieren läßt. Durch dieses Vorgehen wird es möglich, auf Grundlage einer detaillierten, ethnographisch orientierten Beschreibung eines konkreten Zielkontextes und einer Zusammenfassung des aktuellen Fachwissens zu einem didaktisch/methodischen Problembereich, vorsichtige Handlungsempfehlungen für den Unterricht mit der ausgewählten Zielgruppe hinsichtlich dieser Aspekte zu geben. So werden methodische Vorschläge für die Grammatikarbeit im Wirtschaftsdeutschunterricht an der University of Hawai‘i erarbeitet, ohne dabei die mögliche Transferierbarkeit auf weitere universitäre Kontexte in den USA und Kanada aus den Augen zu lassen.
Standort in der Fachbibliothek Lili: AC802.99 S338 BNR: 018/3235499
Schmidt, Carla: Hörspiele im Fremdsprachenunterricht (Deutsch). Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1991. – 103 S. mit einem Anhang (Unterrichtsmaterial zu Hörspielen).
Die Verfasserin unternimmt den Versuch, das vernachlässigte Kapitel des Einsatzes von für muttersprachliche Hörer produzierten Hörspielen dadurch für den kommunikativ und kritisch orientierten DaF-Unterricht nutzbar zu machen, daß Strategien und Verfahrensweisen für einen sinnvollen Einsatz beschrieben werden. Die Arbeit beginnt mit der Beschreibung von allgemeinen hörspieltheoretischen Erkenntnissen und leitet über zum Einsatz dieses Mediums im Fremdsprachenunterricht, insbesondere zum Hörverstehen und zur fremdsprachlichen Literaturvermittlung, was zur Formulierung potentieller Lernziele und Funktionen führt. Abschließend werden Zielgruppen und Auswahlkriterien für Hörspiele formuliert sowie zwei Hörspiele für den Unterricht aufbereitet.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.00 S349 BNR: 158/3044613
Schmidt, Gabriele: Deutschunterricht für Spätaussiedler aus Polen und die UdSSR: Voraussetzungen – Bedingungen – Lösungsversuche. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft. 1999 - 139 S.
Seit 1987 steigt die Zahl der Spätaussiedler rapide an. 1988 kamen bereits über 200.000 Menschen aus osteuropäischen Staaten überwiegend aus Polen und der Sowjetunion in die Bundesrepublik. Die Mehrzahl dieser Deutschstämmigen verfügt über keine oder nur sehr unzureichende Deutschkenntnisse, so daß die meisten Spätaussiedler nach ihrer Ankunft in der Bundesrepublik zuerst einen Sprachkurs besuchen. Das Angebot an Sprachförderungsmaßnahmen ist mittlerweile vielfältig. Wer welchen Deutschkurs besucht, hängt vom Alter, den Bildungsvoraussetzungen und den Berufserfahrungen ab. Der plötzliche Anstieg der Spätaussiedlerzahlen traf die zuständigen Behörden und Träger von Sprachförderungsmaßnahmen weitestgehend unvorbereitet. Der Druck, innerhalb kürzester Zeit der großen Nachfrage nach Sprachkursen gerecht zu werden, ist ein Grund dafür, daß bislang ein Mangel an fundierten Unterrichtsrichtlinien und Lehrplankonzepten herrscht. Darüber hinaus steht bei vielen kommerziellen Sprachinstituten das finanzielle Interesse im Vordergrund und weniger der Sprachunterricht selbst. Mit der vorliegenden Magisterarbeit möchte die Autorin einen Beitrag zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Bereich „Deutsch für Spätaussiedler“ leisten. In den ersten drei Kapiteln beschäftigt sie sich mit den historischen, soziokulturellen und sprachlichen Voraussetzungen von Spätaussiedlern. Daran anschließend erfolgt im vierten Kapitel eine Darstellung und Diskussion des bestehenden Angebots an Sprachförderungsmaßnahmen. Vor diesem Hintergrund entwickele ich im letzten Kapitel didaktisch-methodische Orientierungen für den Deutschunterricht mit Spätaussiedlern. Insgesamt gesehen stellt diese Arbeit ein Handbuch für Lehrer und Lehrerinnen dar, die im Bereich "Deutsch für Spätaussiedler" tätig sind.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.00 S351 BNR: 158/129849
Schmitter-Wasna, Carmen: Didaktische und methodische Möglichkeiten zur Aufhebung der Diskrepanz zwischen schulischen und außerschulischen Anforderungen an DaF-Lernende. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1997. – 108 Seiten mit einem Anhang (verwendete Unterrichtsmaterialen und Ergebnisse von Schülerarbeiten).
Zentrales Anliegen dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, wodurch es zu einer Diskrepanz zwischen schulischen und außerschulischen Anforderungen an DaF-Lernende kommt, warum auch Lernende mit guten schulischen Leistungen im Fremdsprachenbereich im Dialog mit Muttersprachlern oft überfordert sind und warum es für Lehrkräfte nicht selten schwierig ist, diesem Phänomen entgegenzuwirken. Zu diesem Zweck werden im ersten Teil der Arbeit Forschungs- und Diskussionsergebnisse der Methodik und Didaktik des Fremdsprachenunterrichts vorgestellt, deren Kenntnis als Voraussetzung für eine effektive Auswahl und Planung von kommunikativ orientierten Unterrichtseinheiten gesehen wird. Des weiteren werden Methoden angeboten, die den Anspruch erheben, die Diskrepanz zwischen schulischen und außerschulischen Anforderungen an die sprachliche und interaktive Kompetenz von Fremdsprachenlernern besser zu überwinden. Dabei handelt es sich u.a. um Ansätze, die mit Simulation und Rollenspiel arbeiten. Daraufhin wird aufgezeigt, welche, vom normalen Unterrichtsverlauf abweichenden, besonderen Anforderungen sich daraus sowohl für die Lernenden als auch für die Lehrkräfte und Institutionen ergeben. Vor diesem Hintergrund werden die angeführten Methoden auf ihre Anwendbarkeit und Einsatzmöglichkeit hin überprüft und kritisch diskutiert. Zuletzt werden in der Praxis erprobte Unterrichtseinheiten vorgestellt. Da jedoch alle Didaktisierungsvorschläge an konkreten Lernergruppen erprobt wurden und daher nicht ohne weiteres auf andere Gruppen übertragbar sind, wird zu Beginn des letzten Teils der Arbeit dargestellt, was bei dem Erarbeiten eigenen Materials und der Didaktisierung freier, lehrwerkunabhängiger Unterrichtsformen zu beachten ist.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.00 S355; BNR:158/4090404
Schriek, Ellen: Landeskunde im DaF-Unterricht am Beispiel der "Deutschen Entwicklungszusammenarbeit". Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1994. – 165 S.
Ziel der Arbeit war es, die Erkenntnisse der Landeskundediskussion in ein Unterrichtskonzept zur Entwicklungszusammenarbeit umzusetzen. Dabei wird der Diskussion um die Stellung und Funktion der Landeskunde sowie deren Verhältnis zu den Bezugswissenschaften breiter Raum gewidmet. Nach einer Aufarbeitung des entwicklungspolitischen Zusammenhangs präsentiert die Verfasserin eine Unterrichtseinheit mit verschiedenen Schwerpunkten an Hand von exemplarischen Beispielen.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NI639.00 S376 BNR: 158/3081084
Schütz, Sonja: Das zeitkritische Kabarett im Unterricht Deutsch als Fremdsprache. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1993. – 123 S.
Kabarettistische Texte würden aufgrund ihrer humoristisch-satirischen Aufbereitung und ihres fragmentarischen Charakters allgemein als zu komplex erachtet für den Einsatz im DaF-Unterricht. Dies sei nach Erfahrung der Autorin eine Fehleinschätzung, weil gerade im Kabarett vielfältige Potentiale liegen ürden. Sie stellt sich deswegen die Aufgabe, das zeitkritische Kabarett für den DaF-Unterricht nutzbar zu machen und aufzuzeigen, welche unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten, Funktionen, Präsentations- und Bearbeitungsformen solche Texte für den Unterricht bereithalten. Ergänzt werden diese didaktischen Vorschläge durch einen historischen Abriß.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.00 S385 BNR: 158/3080202
Schütze, Dagmar: "Arbeit und Beruf": Konzipierung, Erprobung und Evaluation einer Unterrichtseinheit für den Deutschunterricht mit erwachsenen Spätaussiedlern. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1993. – 229 S. mit einem Anhang (Statistik).
Die dreijährige Tätigkeit als Lehrkraft in Aussiedlerkursen brachte die Autorin dazu, exemplarisch zu zeigen, wie sich das gewählte Thema im Unterricht mit dieser Zielgruppe verwirklichen läßt. Sie beschreibt eigene Erfahrungen mit der von ihr konzipierten Unterrichtseinheit, die sie in 12 Unterrichtsbausteine aufgliedert, wofür jeweils Didaktisierungen vorgelegt werden. In ihrer Zusammenfassung nach der Erprobung der Einheit im Unterricht beschreibt sie die Schwierigkeiten bei der Umsetzung, z.B. das unrealistische Bild über den beruflichen Alltag, Schwierigkeiten mit Bewerbungsschreiben, Personalfragebögen oder Arbeitsverträgen. Das Einbringen von authentischem Material in den Unterricht wirkte motivierend auf die Lernenden. Abschließend diskutiert die Autorin die Schwierigkeiten, die Lernenden an den kommunikativen und handlungsorientierten Unterricht heranzuführen.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.20 S385 BNR: 158/3080374
Schwartz, Johanna: Kulturelle Differenzen in der Organisation von Dissens in Fernsehdiskussionen: Eine gesprächsanalytische Pilotstudie mit Beispielen aus deutschen und finnischen Diskussionssendungen. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2007. – 123 Seiten mit einem Anhang (Transkripte).
Vor dem Hintergrund ihrer deutsch-finnischen Familie beschäftigt sich die Autorin mit Unterschieden im Unterhaltungswert von Streitgesprächen in Finnland und Deutschland bzw. den Unterschieden im Umgang mit Dissens in der Öffentlichkeit in diesen beiden Ländern. Einleitend werden die verschiedenen Sendeformate für Fernsehdiskussionen und deren Charakteristika beschrieben, dann die gesprächsanalytische Methodik eingeführt. Als Ergebnis zeigen sich deutliche Unterschiede bei der Direktheit bzw. Indirektheit der Stellungnahmen von Diskussionsgästen, die finnischen Sequenzen zeigen eine sehr implizite Art der Stellungnahme, die deutschen expliziter und direkter. In den deutschen Sequenzen erscheinen namentliche Adressierungen und mehr Redeunterbrechungen als in den finnischen Sendungen Nach Meinung der Verfasserin könnten Ausschnitte aus solchen Sendungen auch als Unterrichtsmaterial eingesetzt für interkulturelles Kommunikationstraining eingesetzt werden.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB275.00 S399, Mediennr.: 158/4330521
Schwarz, Ingrid: Der Schulfernsehfilm „Verwaltung eines Unternehmens“ im fremdsprachlichen Fachsprachenunterricht: Ein Beitrag zur Wirtschaftstechnologie. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft. 1990. – 101 S.
Die Einführung in die Fachsprache eines Wirtschaftsunternehmens, das sich elektronischer Datenverarbeitung bedient, soll durch die vorliegende Arbeit exemplarisch dargestellt werden. Der 1. Teil behandelt das Medium Videofilm, Schulfernsehen und EDV und die daraus resultierenden Forderungen für ein neues Bildungskonzept, der zweite Teil befaßt sich mit dem Korpus und den darin auftretenden morphologischen und syntaktischen Merkmalen. Vorschläge für eine Didaktisierung mit dem Lernziel "Textproduktion" bilden den Abschluß der Arbeit.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB231.00 S411 BNR:158/129857
Seifert, Jutta: Wozu das ganze Theater? Vorläufer, Hintergründe und Einblicke in theaterpädagogische Verfahren im Unterricht Deutsch als Fremdsprache. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1995. – 91 S.
Die Autorin beginnt mit einem Überblick über die pädagogisch und fremdsprachendidaktische Nutzung des Schul(theater)spiels, der sich von der Römerzeit bis in die Neuzeit erstreckt und auch Bereiche wie Psychologie, Stehgreifspiel, Playback Theater, Drama in Education sowie die einschlägigen Versuche im DaF-Bereich umfaßt. Anschließend wird versucht, ein theoretisches Fundament für theaterpädagogische Arbeitsformen im DaF-Unterricht zu schaffen, insbesondere weil über die pragmatische Dimension im Theaterspielen die kulturelle Kompetenz in den Unterricht eingebracht werden könne. Das 3. Kapitel mit den Lernzielen und -inhalten beschreibt Theater als methodisches Instrument, z.B. für Stimmtraining, Improvisation oder Zusammenspiel sowie als ein Mittel, die Künstlichkeit der Sprechanlässe und Handlungssituationen im Fremdsprachenunterricht durch einen Rahmen zu ersetzen, in dem authentische Sprachhandlungen möglich werden. Die Autorin zeigt im 4. Kapitel, daß es ihr auch gelungen ist, einige der theoretisch erworbenen Kenntnisse erfolgreich in die Praxis umzusetzen, z.B. durch Theaterprojekte innerhalb von Seminaren im DaF-Magisterstudiengang an der Universität Bielefeld und innerhalb der Lehrerfortbildung.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB292.00 S459 BNR: 158/3136864
Seo, Min-Soon: Auswirkungen von sozialpsychologischen Faktoren beim Fremdsprachenerwerb koreanischer Deutsch-Studierender. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1993. –83 S. mit einem Anhang (Transkription der Interviews und Korrekturen).
Ausgangspunkt der Arbeit waren die Fragestellungen, warum Koreaner beim Deutscherwerb wenig erfolgreich seien oder sprachliche Fortschritte bei ihnen schwer zu erreichen seien. Die Vermutungen der Autorin gingen in die Richtung, daß externe Faktoren Hinweise auf den unterschiedlichen individuellen Erwerbsprozeß im Rahmen der Zweitsprachenerwerbsforschung geben könnten, z.B. mangelnde Kommunikations- oder Kontaktmöglichkeiten. Diese sozialpsychologischen Faktoren werden detailliert im ersten Teil der Arbeit diskutiert. Der zweite Hauptteil beschäftigt sich mit der linguistischen Analyse von auf deutsch durchgeführten Interviews mit zwei Koreanerinnen. Die Autorin kommt zum Ergebnis, daß die sozialen Faktoren den Spracherwerbsprozeß positiv beeinflussen, während die Einstellungsvariable weniger Auswirkungen zu haben scheint als erwartet.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB281.80 S478, BNR: 158/3080315
Seo, Min-Soon:
Interkulturelle Kommunikation: Analyse von argumentativen Gesprächen zwischen koreanischen und deutschen
Interagierenden. Dissertation, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik
und Literaturwissenschaft, 2001. 158 Seiten mit einem Anhang (Transkripte).
Im Buchhandel erschienen unter dem Titel Direkt und Indirekt: Analyse des
interkulturellen argumentativen Gespräches zwischen Deutschen und
Koreanern bei Peter Lang in Frankfurt am Main, 2003. ISBN 3-631-39920-0 .
Die Arbeit untersucht Gründe für Mißverständnisse in argumentativen Gesprächen zwischen Deutschen und Koreanern, deren Analyse bisher relativ wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden ist. Zu diesem Zweck führt die Autorin Beobachtungen im Rahmen von informellen Gesprächen durch, die auf Tonband aufgezeichnet wurden. Nach einer eingehenden Analyse der Transkripte kommt die Autorin zu dem Schluß, daß hauptsächlich kulturell bedingte Unterschiede in der Kommunikation z. B. Hierarchiebewußtsein, lndirektheit und Konfliktscheue sowie mangelnde Deutschkenntnisse der Koreaner zu diesen Mißverständnissen führen. Die Bedeutung der Arbeit liegt darin, die kulturellen und sozialen Differenzen zwischen Deutschen und Koreanern aufzuzeigen und einen Beitrag zu möglichen Problemlösungsstrategien zu leisten.
Standort in der Fachbibliothek Lili: OA722.00 S478; BNR: 158/4118291
Sharif, Maryam: Inhalte und Ziele der Landeskunde im Unterricht Deutsch als Fremdsprache. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1995. - 145 Seiten mit Anhang (Fragebogen, Antworten in Auszügen, ABCD-Thesen zur Rolle der Landeskunde im Deutschunterricht).
Ziel dieser Arbeit ist es, den Versuch zu unternehmen, durch eine kritische Auseinandersetzung mit vorhandenen Landeskundeansätzen, die Effektivität ihrer Lerninhalte und Methoden in Hinsicht auf ihre Durchführung im Deutschunterricht im Zielsprachenland Deutschland zu überprüfen. Die entsprechenden Landeskundekonzepte werden in erster Linie aus Sicht eines adressatenspezifischen Ansatzes analysiert, der das Individuum in den Mittelpunkt stellt. Um den empirischen Teil der Arbeit vorzubereiten, der sich hauptsächlich auf die Überprüfung der ABCD-Thesen sowie ihrer praktischen Relevanz für heterogene Deutschkurse im Inland bezieht, wird einleitend die Rolle der Landeskunde aus Sicht der Fremdsprachendidaktik untersucht. So sollen Kriterien zur Bestimmung der Landeskundeinhalte und -methodik im Hinblick auf die Zielsetzung des Fremdsprachenunterrichts festgestellt werden. Des weiteren wird die Rolle der Landeskunde auch im Zusammenhang mit der Geschichte des Deutschunterrichts und der Geschichte der Fremdsprachentheorien mit ihren politischen und ideologischen Faktoren bearbeitet, um die heutige Rolle der Landeskunde und ihre Ziele, unter Berücksichtigung der Zielgruppe und des Unterrichtsortes zu beschreiben. In den beiden abschließenden Kapiteln zur Theorie werden die Landeskundeansätze anhand von vorher dargestellten Kriterien sowie die ABCD-Thesen kritisch analysiert.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB299.90 S531; BNR:158/4090407
Sidina, Irina: Wortschatzlernen und -lernen in Deutsch als Fremdsprache: Entwicklungen in der Theorie und deren Niederschlag in DaF-Lehrwerken. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2007. – 112 Seiten.
Die Verfasserin versucht zu beantworten, wie man Lernern helfen kann, ihren lexikalischen Lernprozeß erfolgreicher und effektiver zu gestalten. Dabei werden die verschiedenen Theorien und die gängigen Strategien vorgestellt und bewertet. Die Berücksichtigung im Lehrwerk Moment mal! dient als exemplarischer Versuch der analyse der Rolle der Wortschatzarbeit im Lehrwerk. Es wird gefordert, die DaF-Lehrkräfte mögen sich mehr mit lernpsychologischen Disziplinen beschäftigen und diese Kenntnisse dann im Unterricht anwenden, um den Prozeß der Wortschatzaneignung bewußter zu gestalten.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.40 S568 - Mediennr.: 158/4283219
Siekmann, Katja: Fachsprachenunterricht DaF für Werbefachleute. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2002. - 337 Seiten mit einem Anhang (Fachwörterverzeichnis, Materialien).
Die Arbeit will als kompaktes Werk für Lehrer und Lerner gesehen werden, das die Lücke auf dem fachsprachlichen Lehrwerkmarkt für Werbefachleute zumindest teilweise zu schließen versucht. Dem Lehrer, der in der Regel kein Fachlehrer für Werbung ist, wird ein grober Einblick in die wichtigen Aspekte des Fachsprachenunterrichts für Werbefachleute gegeben, mit dessen Hilfe er seinen eigenen Fachsprachenunterricht aufbauen können soll. Zu diesem Zweck wird zunächst ein Überblick über Fachsprachenforschung und fremdsprachlichen Fachsprachenunterricht im Allgemeinen vorausgestellt. Anschließend wird das Fachgebiet der Werbung von der Geschichte der Werbung bis hin zu den einzelnen Arbeitsschritten in einer Werbeagentur knapp aber anschaulich geschildert. Es werden dabei nicht nur deutsche Werbeorganisationen, sondern auch das Vorgehen von der Werbeidee bis zum endgültigen Werbemittel vorgestellt. Da das Berufsbild des Texters von besonderem Interesse ist, werden auch wichtige Aspekte der Werbesprache aufgezeigt. Diese grundlegenden Informationen fließen abschließend in konkrete Vorschläge zur didaktischen Gestaltung eines Fachsprachenunterrichts für Werbefachleute. Die Arbeit ist reich an authentischem Anschauungsmaterial und bietet als besonders nützlichen Bestandteil ein selbst erstelltes ?Fachwörterlexikon? für die wichtigsten Werbebegriffe.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.60 S571; BNR: 158/4126912
Simsek, Nilüfer: Probleme der Remigration türkischer Jugendlicher: Eine empirische Untersuchung . Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1993. – 90 S. mit einem Anhang (24 Transkriptionen der Interviews, 2 Bände).
Die 24 im Jahre 1986 durchgeführten Interviews mit 35 zurückgekehrten Schülerinnen und Schülern bilden die Forschungsgrundlage der Arbeit, zu der die Autorin aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen angeregt wurde: Sie war nach ihrer Rückkehr in die Türkei "schlecht in Türkisch und weiteren Fächern und konnte nur mit viel Privatunterricht das Klassenziel erreichen" (S. 5). Sie versuchte im Rahmen ihrer Arbeit die sprachlichen Schwierigkeiten und die damit verknüpften sozialen Integrationsprobleme zu ermitteln und erfährt eine Gewichtung zugunsten der sozialen Komponente. Eine detaillierte Beschreibung der Disziplinierungsmittel in den türkischen Schulen steht am Anfang der Beschreibung, die dann die Erhebungsmethode durch Interviews problematisiert. Die Analyse der Interviews konzentriert sich anschließend auf die zeitliche Entwicklung der Sprech- und Schreibfähigkeit im Deutschen und Türkischen, den schulischen Problemen, die nicht durch Sprachmängel entstehen, Erfahrungen (Erfahrungen mit Mitschülern, Hilfe durch die Familie usw.) und mündet in Lösungsvorschlägen der interviewten Schülerinnen und Schüler sowie eigene Vorschlägen der Autorin nebst einer Kritik der Rückkehrerschulen.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NZ990.00 S614 BNR: 158/3046036/37
Skorge, Patricia: Bildgeschichten im Unterricht Deutsch als Fremdsprache. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1993. – 220 S. mit einem Anhang (Fragebögen).
Eine gute Bildgeschichte im Kontext des Fremdsprachenunterrichts muß zum Sprechen und Schreiben einladen. Das tut sie, wenn sie unvollkommen, rätselhaft oder irritierend ist, wenn sie Neugier erweckt. Dieses Prinzip versteht die Autorin in „didaktischen Bildgeschichten” zu verwirklichen, die sie selbst in der Arbeit vorstellt und damit die Praxisorientierung unterstreicht. Vor diesem Teil beschäftigt sich die Autorin mit den Begriffen Bildgeschichte und Comic, den psycholinguistischen Aspekten der Bildwahrnehmung und der Kulturgebundenheit der graphischen Darstellungscodes. Illustrative Beispiele verschiedener Künstler werden vorgestellt, wobei besonders die Werke und die Biographie von Erich Ohser, dem Zeichner der Vater-Sohn-Geschichten, instruktiv sind. Abschließend präsentiert Frau Skorge Didaktisierungsvorschläge für ihre selbstgezeichneten Bildgeschichten, die teilweise bereits an verschiedenen Institutionen ausprobiert wurden, mit Kommentaren von Lernenden und Lehrenden.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB 291.00 S628 BNR: 158/3080254
Smoljan, Blanka: Zum Einsatz von Planspielen im DaF-Unterricht. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2004. – 116 Seiten mit einem Anhang (Planspiel; Teilnehmerdaten; Fragebogenauswertung; Protokolle; Bewertungsbogen zum Planspiel).
Ziel der Arbeit ist, am Beispiel des Planspiels zu zeigen, daß eine theoretische Auseinandersetzung mit der Unterrichtsform Spiel aufgrund ihrer Bedeutung für die Didaktik und Methodik des Fremdsprachenunterrichts notwendig ist. Darüber hinaus soll konkret gezeigt werden, daß Planspiele speziell in Hinblick auf die Vermittlung von landeskundlichem Wissen, zur Unterstützung des interkulturellen Lernens sowie zur Stärkung kommunikativer Kompetenzen beitragen können. In Annäherung an dieses Ziel werden zunächst theoretische Hintergründe beleuchtet. Um weiterhin die Nutzung von Planspielen in der fremdsprachlichen Unterrichtspraxis darzulegen, werden nach einer Begründung für deren Nützlichkeit die Aspekte der Vermittlung von landeskundlichen Kenntnissen sowie der Förderung von kommunikativen Fähigkeiten und Fertigkeiten ausführlich erläutert. Darauf folgend werden wichtige Gesichtspunkte des Einsatzes von Planspielen im Fremdsprachenunterricht benannt und diskutiert, bevor exemplarisch das von der Verfasserin konzipierte Planspiel "Sollen Migrantenkinder mit deutschen Kindern zusammen unterrichtet werden?" vorgestellt wird. Der dritte Teil der Arbeit widmet sich der Analyse der Unterrichtseinheit mit Planspiel anhand einer Pilotstudie, die sich der Aktionsforschung als Analyseinstrument bedient. Insbesondere dient die Studie dazu, das Planspiel als Unterrichtsform sowie das Thema Zuwanderung für den DaF-Unterricht zu evaluieren. Zuletzt erfolgt ein Ausblick auf die Perspektiven des Planspieleinsatzes im fremdsprachenunterrichtlichen Kontext.Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.80 S666 Mediennummer: 150/4188161
Solinger, Susanne: Positive Rahmenbedingungen als lernfördernde Einflußfaktoren: Empirische Studie zum Projekt "Förderunterricht für Schülerinnen und Schüler nicht deutscher Herkunftssprache". Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2003. - 129 S. mit einem Anhang (Frageleitfaden für Interviews, Transkriptionen der Interviews)
Gegenstand der Arbeit ist eine qualitative Studie zur Ermittlung von Eigenschaften und Merkmalen, die aus der Sicht von Schülerinnen und Schüler nicht-deutscher Herkunftssprache Lernorte aufweisen müssen, um effizientes Lernen und eine positive Entwicklung zu ermöglichen oder zu erleichtern. Ausgehend von der Beobachtung einer signifikanten sprachlichen und schulischen Verbesserung bei einer Vielzahl der an dem o.g. Projekt teilnehmenden Schülerinnen und Schülern innerhalb weniger Monate wurde eine Deutsch-Fördergruppe bestehend aus sechs Schülerinnen sowie ihre studentische Lehrerin zum Zweck der Perspektivenvielfalt zu den spezifischen Rahmenbedingungen des Lernens im Förderunterricht befragt. Für die qualitativ-interpretativ angelegte Untersuchung wurde eine leitfadengestützte-halboffene Interviewform gewählt. Da die subjektiven Einstellungen die Grundlage der Datenauswertung bilden, wurden Einzelfallananalysen durchgeführt. Die Analyse der Interviews, die sich aufgrund der großen Datenmenge auf zwei Interviews mit Schülerinnen und das Lehrerin-Interview beschränkt, ergab, daß die Einstellungen der Probandinnen zu den spezifischen Rahmenbedingungen als positive Einflußfaktoren im Zweitsprachenerwerbsprozeß zu bewerten sind, da diese den individuellen Lernbedürfnissen der Schülerinnen entsprechen und bei der Lehrerin zu einer großen Arbeitszufriedenheit beitragen. Auf der Basis der Ergebnisse wird abschließend hypothetisch der ?optimale Lernort? entworfen. (Autorin)
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.20 S686; BNR: 158/4163069/70
Sommer, Britta Seona: Feministische Linguistik als Gegenstand des DaF-Unterrichts. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1996. - 98 Seiten mit einem Anhang (Unterrichtsmaterialien; exemplarische Didaktisierung).
Ziel dieser Arbeit ist es, eine wissenschaftliche Grundlage für die Notwendigkeit der Integrierung der Feministischen Linguistik in den DaF-Bereich zu schaffen und darauf aufbauend einen Vorschlag zu entwickeln, wie ein DaF-Unterricht aussehen könnte, der sich an feministischen Maßstäben orientiert. Vorab wird einleitend im ersten Kapitel skizziert, wie und warum sexistische Sprachmuster mit patriarchalen Gesellschaftsstrukturen verbunden sind, was dies für Frauen in psychologischer Hinsicht bedeuten kann und was die Feministische Linguistik dem entgegensetzt. Das darauffolgende Kapitel gibt einen Überblick über die Entwicklung, den Forschungsstand und die Zielrichtungen der Feministischen Linguistik. Hauptsächlich liegt hierbei das Interesse auf der relevanten deutschsprachigen Literatur, da die Arbeit sich vor allem auf den DaF-Bereich konzentriert. Am Ende des zweiten Kapitels widmet sich die Arbeit der Frage der Wissenschaftlichkeit, um dem Eindruck eines lücken- und fehlerhaften Charakters dieser linguistischen Richtung vorzubeugen. Als Übergang zum praktisch ausgerichteten Teil der vorliegenden Arbeit ist das dritte Kapitel gedacht, in dem die Begriffe Feminisierung und Neutralisierung erläutert werden, die als Hauptstrategien für den nichtsexistischen Sprachgebrauch gelten. Anschließend werden im Zuge einer objektiven Bestandsaufnahme systematisch alle sprachlichen Möglichkeiten des Deutschen aufgelistet, durch die diese Strategien verwirklicht werden können. Aufbauend auf diesen theoretischen Erläuterungen wird im vierten Kapitel ein konkreter Vorschlag unterbreitet, wie im Idealfall ein nichtsexistischer DaF-Unterricht als wünschenswertes Ziel in der Zukunft aussehen könnte. Hauptsächlich verfolgt die Arbeit mit diesem Unterrichtsvorschlag das Ziel, die Diskussion über feministische Forschung im DaF-Bereich einzuleiten.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.00 S697; BNR: 158/4125747
Spagnolo, Vincenzo: Computergestützte Wortschatzarbeit im Fremdsprachenunterricht. Konzeptualisierung eines internetbasierten Wortschatzprogramms für Deutsch als Fremdsprache. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2003. - 127 Seiten mit einem Anhang (Abbildungen des Wortschatzprogramms).
Das Ziel der Magisterarbeit ist es, auf der Grundlage von Erkenntnissen aus dem Bereich der Wortschatzarbeit, der neuen Medien, des Einsatzes neuer Medien im Fremdsprachenunterricht und vor allem der Computerlexikographie ein Wortschatzprogramm zu konzipieren und zu implementieren, welches dem Fremdsprachenlerner die Möglichkeit gibt, das neue Vokabular der zu lernenden Sprache durch möglichst hilfreiche, sinngebende Verknüpfungen zu vernetzen. Dadurch werden die Beziehungen der neuen Begriffe untereinander klarer, woraus sich für den Lerner mehrere Vorteile ergeben (z.B. Verankerung neuer Wörter im Gedächtnis durch visuelle Darstellung der Wortnetze, Üben unter Einbeziehung der Strukturen usw.). Im 1. Teil findet eine Skizzierung der Funktion der Wortschatzarbeit für das Fremdsprachenlernen, die Benennung lernpsychologischer Aspekte sowie die Präsentation didaktisch-methodischer Aspekte der Wortschatzarbeit (Auswahl, Semantisierung, Übung) statt. Dann folgten die Themen "Neue Medien" und "Lernen mit den neuen Medien" ein. Neben zentralen lerntheoretischen Grundlagen werden verschiedene Lernformen und das im vorliegenden Zusammenhang besonders wichtige Konzept der "Lernerorientierung" skizziert. Auf der Grundlage dieser Zusammenhänge geht es dann konkret um den Einsatz neuer Medien im DaF-Unterricht. Von zentralem Interesse für die angestrebte Konzeptualisierung des Wortschatzprogramms ist dabei die kritische Darstellung einer Auswahl von bereits vorhandenen Wortschatz- bzw. Vokabelprogrammen sowie die ausführliche Beschreibung und Bewertung zweier ausgewählter Online-Lexika. Abschließend folgt das im Kernstück dieser Arbeit die "Konzeption eines internetbasierten Wortschatzprogramms". Ausgehend von den theoretischen Grundlagen der Lexikographie und Computerlexikographie folgt die Skizzierung lernpsychologischer und didaktischer Aspekte, bevor im Detail die Struktur und der Aufbau des Wortschatzprogramms erläutert wird. Die Vor- und Nachteile des selbst konzipierten und in Zusammenarbeit mit Informatikern erstellten Programms werden kritisch diskutiert.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB292.00 S733; BNR: 158/4139606
Sprado, Heidrun: Kognitive Rezeptionsprozesse im Fremdsprachenerwerb: Ein Vorschlag für die Modellierung von Erwerbsprozessen im kognitiven System. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1996. – 130 S.
Der Untersuchungsfokus dieser Arbeit ist auf die rezeptiven Prozesse beim Fremdsprachenerwerb gerichtet, weil sie als erste Interaktion der Lernenden mit der unbekannten Sprache betrachtet werden könnten. Demnach gliedert sich die Arbeit in einen Überblick über die wesentlichen Initialtheorien zum Spracherwerb und die daraus resultierenden Spracherwerbsmodelle. Anschließend werden Modelle aus der Rezeptions- und Kognitionsforschung vorgestellt. Als didaktische Perspektive ergibt sich u.a. eine stärkere Berücksichtigung der Individualität, um der Vielfalt der Faktoren, die den Lernprozeß determinieren, Rechnung tragen zu können. Das würde eine stärkere Binnendifferenzierung sowie differenzierte und differenzierende Materialien als Baukastensystem erfordern, woraus sich ein lernerorientierter und flexibler Unterricht ergeben könnte.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.80 S766 BNR: 158/3225790
Stallbaum, Sabine: Möglichkeiten sprachlicher Förderung von Migrantenkindern im Kindergarten: Konturen eines Konzeptes zur Unterstützung der Zweisprachigkeit. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1995. – 101 S.
Im Zentrum der Arbeit steht die Zweisprachigkeit der Migrantenkinder und die daraus resultierenden Forderungen an eine adäquate Förderung im Vorschulbereich, wobei der Muttersprache der Kinder und deren angemessene Förderung eine besondere Bedeutung zukomme. Hinzu kommt die Vorstellung der unterschiedlichen Ansätze und Modellversuche, die zur Förderung von Migrantenkindern bisher entwickelt und erprobt wurden, wobei besonders die sprachliche Förderung beachtet wird. Abschließend geht es um die Entwicklung eines integrierten Ansatzes zur sprachlichen Förderung in multinational zusammengesetzten Kindergruppen. Die Verfasserin gibt am Ende ihrer Arbeit einen Überblick über die vorliegenden Arbeitshilfen zur Sprachförderung im Kindergarten.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.20 S782 BNR: 158/3168660
Stapenhorst, Marita: Analyse des Lehrwerks 'Deutsch aktiv Neu' unter besonderer Berücksichtigung an landeskundlichem Inhalt und deren Einsetzbarkeit für einen Sprachkurs mit Aussiedlern. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1997. – 73 S.
Diese Arbeit basiert auf eigenen Lehrerfahrungen, die die Autorin in früher zehn-, heute sechsmonatigen Intensivkursen für Aussiedlerinnen und Aussiedler gesammelt hat. Während dieser Tätigkeit wurde das Lehrwerk Deutsch aktiv Neu benutzt, was im Rahmen dieser Arbeit vorgestellt und analysiert wird. Nach einer allgemeinen Beschreibung des Lehrwerks erfolgt schwerpunktmäßig die Analyse der dort aufgeführten Themen anhand selbst entwickelter Kriterien. Auf der Basis dieser Fragestelungen und der Erprobung der Einsetzbarkeit der Themen im Unterricht, wird ein Werturteil abgegeben. Diese Ergebnisse werden gestützt von verschiedenen Lehrenden und Lernenden, die mit dem Lehrwerk in einigen Institutionen und Kursen gearbeitet haben.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB292.00 S793 BNR: 158/3225816
Stechemesser, Jutta: Einige Beobachtungen zum gesprochenen Deutsch in Deutschland lebender Japaner. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1997. mit einem Anhang (Transkriptionen).
Bei der Mitarbeit in studienvorbereitenden Deutschkursen fiel der Verfasserin auf, daß sich der Sprachlernstil und Sprechstil vieler Asiaten von dem anderer Lerner unterschied und daß die schriftliche Kompetenz der asiatischen Lerner meist besser als ihre mündliche ist. Die empirische Basis der Arbeit sind Interviews mit drei in Deutschland lebenden japanischen Musikern, dazu kommen zwei Interviews mit zwei Sprechern des Englischen als Kontrollgruppe. Die Verfasserin erwähnt auch mögliche Parallelen mit koreanischen DaF-Lernenden auf Grund deren gemeinsamer Geschichte und Sprachverwandtschaft. Die Arbeit enthält eine historische Beschreibung der Rolle der Fremdsprachen und des Fremdsprachenlernens in Japan, die teilweise auch erklärt, warum das geschriebene Deutsch höher geschätzt wird als das mündliche ebenso wie eine Analyse des Kommunikationsverhaltens in Japan. Den Abschluß der Arbeit bildet eine detaillierte Fehleranalyse.
Standort in der Fachbibliothek Lili: OA839.00 S811 BNR: 158/4014470
Stein, Marcus: Schriftliche Erzählungen von Lernern des Deutschen als Zweitsprache und Elemente eines Verfahrens zu ihrer Beurteilung. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1989. – 236 S. inkl. Anhang mit schriftlichen Arbeiten.
Der Autor stellt fest, daß es, was die schriftliche Sprache von DaF/DaZ-Lernern betrifft, Bedarf an Wissen gibt darüber, a) welche Komponenten schriftsprachlicher Kompetenz für welche Gruppen von Lernenden von besonderer Wichtigkeit sind; b) unter welchen Bedingungen die Entwicklung verschiedener schriftsprachlicher Kompetenzen bei welchen Gruppen von Lernenden welche typischen Verlaufsformen zeigt und c) welche Möglichkeiten sich daraus für Lehrende ergeben, die Entwicklung schriftsprachlicher Kompetenzen zu fördern. Nach der vergleichenden Analyse von schriftlichen Arbeiten von 21 Muttersprachlern und 16 Lernern kommt der Autor zur Erkenntnis, daß der Grad der Differenzierung einzelner Strukturbereiche, von denen sich nicht alle als geeignete Indikatoren für die Beurteilung der Kompetenz erweisen, mit zunehmenden Erwerbsstand forschreite. Andererseits steige auch der Grad der strukturellen und funktionalen Adäquatheit lernersprachlicher Äußerungen, so daß Texte in vier Kompetenzstufen eingeteilt werden könnten.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB226.00 S819 BNR: 158/1455723
Steinbrede, Petra: Kulturelle Vorurteile in heterogenen Lernergruppen und ihre Bedeutung für den Fremdsprachenunterricht Deutsch. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakulät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1998. – 97 S.
Die Verfasserin nimmt einen Konfliktfall zwischen zwei verfeindeten Jugendbanden in Paderborn aus dem Jahre 1995 zum Anlaß, Vorschläge für die Behandlung eines solchen Themas im DaF-Unterricht zu machen, insbesondere weil sie in ihrem eigenen Unterricht an einer Privatschule Konflikte zwischen Türken und Kurden miterlebte, wodurch die Unterrichtssituation massiv belastet wurde und das Erreichen des Unterrichtsziels in Frage gestellt wurde. Nach einem Überblick über die Rassismus- und Stereotypenforschung beschreibt die Autorin z.B. das "Antirassismustraining" nach van den Brock oder die Möglichkeiten der Theaterpädagogik. Abschließend plädiert sie für eine intensive Auseinandersetzung mit kulturellen Vorurteilen, aber auch die Einschaltung von sozialarbeiterischen Handlungsansätzen im DaF-Unterricht und stellt eigene Unterrichtsmaterialien vor.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.20 S819; BNR:158/4027427
Steinfeld, Julia: Authentische Fernsehsendungen im Unterricht Deutsch als Fremdsprache am Beispiel des ZDF-Jugendjournals Doppelpunkt. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1990. - 96 Seiten mit einem Anhang (Fragebogen; Materialien zu Sendungen).
Ziel dieser Arbeit ist, zur Professionalisierung der Beschäftigung mit Video im DaF-Unterricht beizutragen und die Aufmerksamkeit auf den Bereich "authentische Fernsehsendungen"; zu lenken. Zu diesem Zweck werden Überlegungen angestellt, wie man den Unterricht anhand der Sendung Doppelpunkt gestalten könnte: zwei Folgen dieser Sendereihe werden daher didaktisiert, woran sich die Auswertung des tatsächlichen Einsatzes dieses Jugendjournals als Material für einen Landeskundekurs an der Université de Montréal in Kanada anschließt. Zunächst werden diese praktischen Hinweise jedoch theoretisch vorbereitet und begründet. Einleitend findet eine Reflexion über den Einsatz von Video im Fremdsprachenunterricht im allgemeinen statt, wobei vorab eine Beschreibung des aktuellen Diskussionsstandes zu diesem Themenbereich erfolgt, die um die Darstellung ausgewählter, für den Einsatz von Video im Fremdsprachenunterricht wesentlicher, medieninterner Aspekte erweitert wird. Das darauffolgende Kapitel widmet sich insbesondere dem Einsatz von authentischen Fernsehsendungen. Dann wird die Frage behandelt, inwieweit authentische Fernsehsendungen zur Vermittlung landeskundlicher, aber auch sprachlicher Informationen geeignet sind. Des weiteren werden grundsätzliche Betrachtungen der Didaktisierung von authentischen Fernsehsendungen dargelegt. Nicht zuletzt gehört zu den theoretischen Vorbereitungen auch die Analyse der Textsorte Fernsehgespräch bzw. -diskussion als Kategorie authentischer Fernsehsendungen sowie die Auflistung von Argumenten, die für die Verwendung dieser Textsorte im Fremdsprachenunterricht sprechen.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB292.00 S822; BNR: 158/4125750
Strüßmann, Antonia: Höflichkeit im interkulturellen Kontext: Welche Aspekte der Höflichkeit sind für die interkulturelle Kommunikation im DaF-Unterricht operationalisierbar? Bachelorarbeit, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2009. – 31 Seiten.
Die Verfasserin versucht herauszufinden, welche Regeln und Ansätze für Höflichkeit in der Kommunikation auch in anderen Kulturen verwendbar sind und im DaF-Unterricht angewendet werden können sowie welche sprachlichen und pragmatischen Aspekte bei Höflichkeit eine Rolle spielen. Vier verschiedene Richtungen der Höflichkeit und Kritik an den traditionellen Konzepten werden vorgestellt. Die sprachliche Form der Höflichkeit muß durch pragmatische Aspekte ergänzt werden, z.B. durch den Verweis auf Unterschiede zwischen familiären und formellen Anlässen.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NA054.25 B09 S927; Mediennummer 158/4342572
Sturges, Linda: Motivation im Spracherwerb: Die Rolle von Einstellungsfaktoren und persönlichen Kontakten im Zweitsprachenerwerbsprozeß; anhand zweier Längsschnittuntersuchungen (L1-Englisch, L2-Deutsch). Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät fü Linguistik und Literaturwissenschaft, 1987. – 102 S. mit einem Anhang (Transkripte).
Die Arbeit beschäftigt sich damit, inwieweit persönliche Kontakte und Einstellungsfaktoren das Erlernen von Deutsch als Zweitsprache beeinflussen. Empirische Grundlage sind längere Gespräche mit zwei in der Bundesrepublik lebenden Amerikanern.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.00 S935 BNR: 158/795044