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Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
Überschär, Katrin: Stereotype Konzepte von Weiblichkeit in der heutigen Anzeigen- und Plakatwerbung in Deutschland und Italien. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1998. - 116 S. mit einem Anhang (Anzeigen und Zeitungsartikel).
Wie bestimmt das Frauenbild die Werbung in Italien und Deutschland? Widerspiegelt Werbung bloß die gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnisse, indem sie Frauen und ihre Sexualität zur Steigerung des Absatzes instrumentalisiert? Oder hat Werbung in Zeitschriften und auf Plakaten doch einen Einfluß auf soziale Veränderungen, indem sie durch eine reduzierte und ausschließlich auf den Mann bezogene Darstellung der Frau die traditionellen Rollenklischees verstärkt? Das sind nur einige der Fragen, die sich die Autorin im Rahmen ihrer Abschlußarbeit stellt. Hier werden keine empirisch relevanten Ergebnisse geliefert, aber es wird der Eindruck einer Tendenz vermittelt, die keiner Signifikanz bedarf. Überschär möchte die zu Beginn aufgestellten Hypothesen untermauern, indem sie Werbeanzeigen aus vielgelesenen Frauen- bzw. Wochenzeitschriften beider Länder auf ihren sexistischen Inhalt hin analysiert und überprüft, ob die kontrastiven Unterschiede auf kulturelle und traditionelle Konventionen zurückzuführen sind. Die eingehende Betrachtung der Werbung als Kommunikationssituation reicht von der theoretischen Darstellung eines soziologischen bzw. semiotischen Ansatzes über eine Kategorisierung der jeweils dargestellten Frauenrolle (Soll die Frau hier eher als "femme fatale", "Lolita"-Figur, "sinnliche Romantikerin" oder "sexuell bedrohte Frau" wahrgenommen werden? Oder doch als "Hausfrau", "Mutter" und "Ehefrau"?) bis hin zu Überlegungen für einen Einsatz im DaF-Unterricht mit bestimmten Lernenden und gezielten Methoden.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.00 U14; BNR:158/4060280
Uzuegbu, Ifeyinwa Patricia: "Ich kann nicht warten eine 'graduate' zu werden": Eine fehleranalytische Untersuchung der schriftlichen Texte von Igbo Studierenden mit Englisch als Zweitsprache. Dissertation, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2002. - 257 Seiten mit einem Anhang (schriftliche Aufgaben, Textbeispiele, Fragebogen).
Bei dieser Querschnittsuntersuchung beschäftigt sich die Verfasserin eingehender mit einigen bereits früher von ihr untersuchten Fragen. Ihr Ziel ist es, anhand von drei verschiedenen schriftlichen Aufgaben zu verschiedenen Themen der Frage nach den Sprachbereichen im Deutschen nachzugehen, bei denen Igbo-Muttersprachlerinnen, die Deutsch bzw. Deutsch/Englisch studieren, häufig Fehler unterlaufen. Des weiteren gilt es festzustellen, welche Strukturen bzw. Sprachbereiche für negativen Transfer aus dem Igbo und dem Englischen besonders anfällig sind. Schließlich wird versucht, Anwendungsmöglichkeiten der Ergebnisse der Arbeit für den Sprachunterricht im Unterricht an der Deutschen Abteilung der University of Nigeria, Nsukka zu formulieren. Anfangs wird ein Überblick über den aktuellen Stand der Theorien zum Zweitsprachenerwerb gegeben, die für die vorliegende Thematik relevant sind. Im darauffolgenden Kapitel wird auf den methodischen Ansatz der fehleranalytischen Arbeit eingegangen, indem die Arbeitsdefinition und die Arbeitsschritte im einzelnen sowie die verwendete linguistische Fehlerklassifizierung und Typologie von Fehlerursachen vorgestellt werden. Das vierte Kapitel konzentriert sich auf die soziolinguistische Landschaft Nigerias, womit ein Einblick in die Rolle des Englischen und der einheimischen Sprachen im Bildungssystem des Landes und deren Bedeutung für den Deutscherwerb gegeben werden soll. Zur Erleichterung des Verständnisses vieler sprachlicher Problembereiche nigerianischer Deutschlerner, beschäftigt sich das fünfte Kapitel außer mit der Geschichte und der Stellung des Fachs auch mit den problematischen institutionellen Rahmenbedingungen des Studienfachs in Nigerien. Nach der Darlegung des Forschungsgegenstandes werden im siebten Kapitel die Forschungsergebnisse präsentiert. Danach erfolgt eine Analyse möglicher Fehlerursachen, um daraufhin abschließend einige Empfehlungen für die Nutzbarmachung der linguistischen und nicht-linguistischen Ergebnisse im Unterricht zu unterbreiten.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.20 U99; BNR: 158/4118288/4138675