

You are here: Bielefeld University > Faculty of Linguistics & Literary Studies > Studium > Fächer/Studieng. > DaF > Forschung > Magisterarbeiten
Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
Yen, Huei-Ling: Bottom-up-Prozesse und Top-down-Prozesse als L2-Hörverstehensstrategien. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 2001. - 131 Seiten.
Ziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, welche der beiden Strategien für ein erfolgreiches L-2-Hörverstehen wichtiger ist. Als theoretische Grundlage widmen sich die ersten beiden Kapitel zunächst der Darstellung von Verstehensprozessen, die bei mündlichen Äußerungen in der Muttersprache und in der Fremsprache ablaufen. Kapitel 1 gibt dabei einen Überblick über die Entwicklung der L-1-Forschung in Bezug auf das Hörverstehen und präsentiert das Modell von Marslen-Wilson und Tyler (1980), auf das sich die vorliegende Arbeit bezieht. Besonderheiten des L2-Hörverstehens werden in Kapitel 3 unter den Gesichtspunkten Gedächtnis, Schemata-Theorie, Sprachwissen und Weltwissen behandelt. Anschließend werden zwei weitere Studien vorgestellt, die Bottom-up-Prozesse als die zentralen L-2-Hörverstehensstrategien nachgewiesen haben. In Kapitel 5 werden im Vergleich dazu vier weitere Studien erläutert, die ergeben haben, daß Top-down-Prozesse beim L-2-Hörverstehen eine zentrale Rolle spielen. Abschließend werden die Studien kritisch diskutiert und durch eigene Überlegungen ergänzt.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.40 Y45; BNR: 158/4090467
Yin, Lanlan und Yü, Xiaoping: Analyse der verbalen und visuellen Elemente der deutschen und der chinesischen Werbung unter Berücksichtigung des kulturellen und gesellschaftlichen Hintergrundes. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1989. – 132 S. mit einem Anhang von 20 Farbbildern.
Entsprechend der Ankündigung im Titel wird in der Arbeit versucht, die Merkmale der chinesischen und deutschen Werbung am Beispiel der Werbung für alkoholische Getränke anhand der „visuellen Zeichenfaktoren“ und der „verbalen Grundbausteine“ kontrastiv zu beschreiben. Die Kapitel gliedern sich in Abschnitte über bisherige Arbeiten zur Werbesprache und einen Exkurs über den sprachlichen und geschichtlichen Hintergrund der chinesischen Werbung. Der Hauptteil präsentiert das Untersuchungsmaterial und die Untersuchungsmethode sowie die Analyse, die z.B. ergibt, daß sich die chinesische Werbung mehr „auf die Befriedigung des allgemeinen Informationsbedarfs“, die deutsche mehr auf „die Bedürfnisse der differenzierten Zielgruppen“ konzentriert.
Standort in der Fachbibliothek Lili: OB531.00 Y51 BNR: 158/1455595
Yu, Su-Yon: Funktionen von Wiederholungen im gesteuerten Fremdsprachenerwerb. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1993. – 88 S. mit einem Anhang (Transkriptionen).
Trotz jahrelangen Fremdsprachenunterrichts im Heimatland haben koreanische Deutsch-Lerner oft große Schwierigkeiten, auf deutsch zu kommunizieren, was nach Meinung der Autorin u.a. daran liegt, daß im Fremdsprachenunterricht in Korea immer noch die Grammatik und Übersetzung im Vordergrund stehen, nicht aber die kommunikative Fähigkeiten. Die Autorin versucht, durch ihre empirisch abgesicherte Arbeit eine Basis für die Unterrichtsplanung von Lehrkräften zu schaffen. Die empirischen Daten bestehen aus Videomitschnitten von Unterrichtsstunden, die im Fach Deutsch und deutsche Literatur an einer Universität in Seoul erhoben wurden. Ob die Erkenntnisse hier möglicherweise spezifisch für koreanische Deutschlernerinnen und -lerner sind, müßten weitere Analysen zeigen.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.00 Y94 BNR: 158/3080252
Yüce, Nilgün: Deutsche Sprache und Kultur in der Türkei. Magisterarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1996. - 148 S. mit einem Anhang (Text von Kulturabkommen, Protokolle, Tätigkeitsberichte usw.).
Ziel der Arbeit war es, den Stand und die Problematik des DaF-Unterrichtens in der Türkei vor dem Hintergrund der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei zu analysieren. Die zusammenfassende Darstellung der Entwicklung der deutsch-türkischen Kulturbeziehungen erfolgt durch eine Einbettung in den jeweiligen historischen Kontext zusammen mit den wirtschaftlichen und politischen Ambitionen Deutschlands der jeweiligen Epoche. Obwohl Deutsch auch in der Türkei im Schatten des Englischen stehe, sei die Zahl der deutschsprachigen Studiengänge Germanistik und Deutschdidaktik angestiegen. Damit habe sich aber sowohl das Profil der Studierenden als auch die Anforderungen an die Lehre verändert. Die Autorin formuliert mit ihrer Arbeit auch Aufgabenstellungen für die zukünftige Forschung und fordert eine Bewußtwerdung der spezifischen Aufgaben sowie die Entwicklung eines neuen Selbstverständnisses für die Germanistik in der Türkei.
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB291.00 Y94; BNR: 158/4163104
Yüce, Nilgün: Kulturökologische Deutschlandstudien: Perspektiven der Kulturökologie als Bezugswissenschaft zur Landeskunde in der Fremdsprachenphilologie. Dargestellt am Beispiel Deutsch als Fremdsprache in der Türkei. Dissertation, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, 1998. - 177 Seiten. Erschienen in Frankfurt am Main: Verlag Peter Lang, 2003 (Werkstattreihe Deutsch als Fremdsprache 75). ISBN 3-631-50403-9 .
In dieser Arbeit wird der Versuch unternommen, die bilateralen deutsch-türkischen Kulturbeziehungen im historischen Kontext sowie in ihrer gegenwärtigen Ausprägung im Bereich Deutsch als Fremdsprache in der Türkei vor dem Hintergrund der auswärtigen Kulturpolitik der Bundesrepublik darzustellen und mit Hilfe der Kulturökologie, einer jüngeren Kulturtheorie, als landeskundliches Thema für die Lehrerausbildung im Bereich DaF (in beiden Ländern) aufzubereiten. Dabei wird davon ausgegangen, daß ökologisches Denken sich auch auf kulturelle Phänomene und Systeme beziehen läßt, und somit neben den herkömmlichen Bezugswissenschaften zur Landeskunde (wie z.B. Geschichte, Literatur, Politik, Wirtschaft, Soziologie, Ethnologie, Kunst etc.) auch die Kulturökologie als zusätzliche neue Bezugswissenschaft anzusehen ist. Es wird dargestellt, auf welche Art und Weise man diese Bezugswissenschaft nutzen könnte. Als Ergebnis dieser Erörterungen wird ein experimentelles Seminar mit dem Titel "Kulturökologische Deutschlandstudien" entwickelt. (Autorin)
Standort in der Fachbibliothek Lili: NB299.90 Y94; BNR: 158/411471