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Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
Projektleitung: Claudia Riemer
Mitarbeit: Stephanie Immich, Sabina Schommers
Weitere Mitarbeit: Studierende aus Projektseminaren
Laufzeit: seit 1996
Das Projekt ist die Fortsetzung eines Langzeitprojekts, in dessen Rahmen bereits umfassende Ergebnisse vorliegen.
Im Zentrum des Projekts steht die Frage, warum Lernende bei anscheinend gleichen äußeren Bedingungen unterschiedlichen Erfolg beim Fremdsprachenlernen haben. Die Untersuchung individueller Unterschiede beim Erwerb/Erlernen einer Fremdsprache wird als Basis für die Entwicklung einer Lernerfolgstheorie erachtet, die wiederum einen Teil einer umfassenden Fremdsprachenerwerbstheorie bildet. Fokussiert wurde in (z.T. abgeschlossenen, z.T. in Arbeit befindlichen) empirischen Forschungen v.a. die Rolle affektiver und sozialer Faktoren (Motive, Motivationen, Einstellungen, Kontakt zu Muttersprachlern) beim Erwerb des Deutschen als Fremd- und Zweitsprache im Rahmen qualitativer, teilweise longitudinaler Fallstudien mittels relativ offener Erhebungsverfahren (u.a. Interviews, schriftliche Sprachlernbiographien, Unterrichtsbeobachtung). Der Untersuchungsschwerpunkt liegt zur Zeit auf dem Faktor „Motivation" zum Fremdsprachenlernen.
Projektleitung: Claudia Riemer
Mitarbeit: Sabine Beyer, Sevilen Demirkaya, Nazan Gültekin, Stephanie Immich, Katrin Krüger-Anne, Julia Richter, Sabina Schommers, Susanne Solinger
Laufzeit: seit 2003
Es interessieren Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem Erwerb/Lernen des Deutschen als Fremd- oder als Zweitsprache und insbesondere die damit verbundenen Motive, Lernerfahrungen und Erwerbsverläufe. Von besonderer Problematik dabei ist die zunehmende Existenz (auch in lebensgeschichtlicher Perspektive) pluraler Spracherwerbskontexte, in denen eine Sprache nicht trennscharf als Zweitsprache oder Fremdsprache zu spezifizieren ist. Teil des Projekts ist der Aufbau einer auch für praxisbezogene Anfragen und Kooperationen mit Sprachförderprojekten Deutsch als Zweitsprache anwendbaren Informationsstelle und Datenbank.
Projektleitung: Claudia Riemer
Mitarbeit: Studierende aus Projektseminaren
Laufzeit: seit 1999
Forschung zum Fremdsprachenerwerb ist zu ergänzen durch Forschung, die Prozesse des Erhalts bzw. Verlustes fremdsprachlicher Kompetenzen und Kenntnisse fokussiert. Und dies aus zweierlei Gründen: Zum einen liefern Antworten auf Fragen wie „first learned - last forgotten?" oder „best learned - last forgotten?" wichtige Hinweise für die Fremdsprachenerwerbstheorie und -didaktik. Zum anderen sind damit direkt sozial-politische Fragestellungen um Mehrsprachigkeit, Frühbeginn des Fremdsprachenunterrichts an Schulen und Förderung der Herkunftssprachen angesprochen. Im Zentrum des Projekts stehen deshalb Einfluss-faktoren langfristiger Sprach(erwerbs-/-verlust-/-wiedererwerbs-)Prozesse wie Sprachkontakt, Sprachlernerfahrungen und Motive auf den Erwerb/Verlust ausgewählter fremdsprachlicher Fertigkeiten.
Projektleitung: Karin Aguado und Claudia Riemer
Mitarbeit: Doktorand/inn/en des Fachs DaF
Laufzeit: seit 1996
Begleitend zu den anderen im Fach DaF verfolgten Forschungsprojekten werden mit qualitativen und quantitativen Forschungsansätzen verbundene Möglichkeiten und Probleme für die empirische Fremdsprachenforschung untersucht. Im Zentrum stehen Erkenntnisinteressen, Methoden der Datenerhebung, -aufbereitung, -analyse und -interpretation. Überprüft werden dabei die Relevanz und Übertragbarkeit von Qualitätsstandards (Gütekriterien), Forschungsdesigns sowie Methoden und Instrumentarien, die in Nachbarwissenschaften (v.a. Sozialwissenschaften und Psychologie) entwickelt wurden. Neben der Bearbeitung von Problembereichen (z.B. Gütekriterien qualitativer Forschung, die Rolle von Vorerfahrung und Vorwissen bei der Dateninterpretation) werden auch Fragen der Praxisrelevanz und „Außen"wirkung von empirischer Forschung auf die Unterrichtspraxis behandelt.
Projektleitung: Claudia Riemer und Uwe Koreik
Laufzeit: seit 2002
Untersucht werden zentrale Felder für Entscheidungen im Fremdsprachenunterricht, wie u.a. Lehr-/Lernziele, Fremdsprachenlehrmethoden, Ergebnisse der Fremd-sprachenerwerbsforschung und deren Implikationen, Lehr-/Lernmaterialien (unter Einbezug der Neuen Medien). Ziel des Projekts ist die Edition einer völlig überarbeiteten und neu zusammengestellten Auflage der „Einführung in die Didaktik des Unterrichts Deutsch als Fremdsprache mit Videobeispielen" (hrsg. von Gert Henrici und Claudia Riemer 1994)
Projektleitung: Claudia Riemer
Mitarbeit: Heike Brandl, Axel Harting, Stefan Schwan
Laufzeit: seit 2002
Untersucht wird der im Projekt „PunktUm" (siehe 11.2) dokumentierte Sprachbedarf ausländischer Studierender an der Universität Bielefeld nach Aufnahme des Fachstudiums: a) allgemeine und fachsprachliche Wissenschaftssprache; b) produktive und rezeptive Fertigkeiten zur erfolgreichen Bewältigung des Fachstudiums; c) fremdsprachliche Fertigkeiten zur erfolgreichen Bewältigung des Lebens in Deutschland. Das Projekt zielt zunächst auf Evaluation und Entwicklung der Fördermaßnahme „PunktUm" und daneben auch auf die Ermittlung von Fragestellungen und Untersuchungsgegenständen für Folgeprojekte.
Projektleitung: Claudia Riemer
Mitarbeit: Beatrix Hinrichs, Nazan Gültekin, Sarah Weitkamp
Laufzeit: seit 2002
Das Projekt „Förderunterricht" (siehe 11.1) ist seit seiner Gründung im Jahr 2001 rasant gewachsen. Begleitforschung soll nun verstärkt betrieben werden, deshalb stehen im Zentrum des Forschungsprojekts:
a) die sozio-politischen, sozialen und affektiven Voraussetzungen von SchülerInnen nicht deutscher Herkunftssprache, die Förderunterricht an der Universität Bielefeld erhalten. Daneben wird b) der (fremd- bzw. fachfremdsprachliche) Sprachbedarf dieser SchülerInnen untersucht. Analysiert werden im Rahmen des Projekts Förderunterrichts dokumentierte Daten neben weiteren gezielten Befragungen von FörderlehrerInnen und SchülerInnen. Das Projekt zielt auf Evaluation und Entwicklung des Förderunterrichts sowie auf die Ermittlung von Fragestellungen und Untersuchungsgegenständen für Folgeprojekte.