Faculty of Linguistics and Literary Studies
 
Background image
Hintergrundbild

You are here:  Bielefeld University > Faculty of Linguistics & Literary Studies > Studium > Fächer/Studieng. > DaF > Studium > Master (alt)

  

Fach: Deutsch als Fremdsprache und Deutschstudien - MASTER

Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft

BEGRÜNDUNG UND AUSBILDUNGSZIELE DES STUDIENPROGRAMMS

Der Master-Studiengang stellt die zweite Stufe im Rahmen des Konzepts gestufter Studiengänge der Universität Bielefeld dar. Er baut auf dem Bachelorstudiengang Deutsch als Fremdsprache auf, kann aber auch von Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs Germanistik studiert werden, des Weiteren von deutschen und ausländischen Studierenden mit vergleichbaren Qualifikationen, die an deutschen oder ausländischen Hochschulen im Rahmen eines Studiums im Umfang von mindestens 6 Semestern erworben worden sind. Das Studium des Fachportals des Studiengangs dient der Gewährleistung vergleichbarer Ausgangsprofile.

Das Masterstudium Deutsch als Fremdsprache und Deutschstudien ist eine wissenschaftliche Ausbildung, die auf eine berufsfeldbezogene als auch wissenschaftsorientierte Nachfrage bezieht, da ein Teil der Studierenden nach Abschluss des Masters in ein Berufsfeld (s.u.) einmündet, ein anderer Teil eine Weiterqualifikation (Promotion) anstrebt. Bielefeld ist einer der wenigen Studienstandorte in Deutschland, die bislang einen eigenständigen und grundständigen Studiengang Deutsch als Fremdsprache anbieten. Der Masterstudiengang steht daher in der Tradition eines seit mehr als 25 Jahre erfolgreich angebotenen grundständigen Magister- (und Promotionsstudiengangs) Deutsch als Fremdsprache im Umfang von mindestens 9 Semestern, der von deutschen und ausländischen Studierenden gleichermaßen nachgefragt wurde und wird. Absolventinnen und Absolventen des Magisterstudiengangs fanden ihren Weg in unterschiedliche Berufsfelder im In- und Ausland, insbesondere in Lehrtätigkeiten.

Leitendes Ziel des Masterstudiengangs Deutsch als Fremdsprache und Deutschstudien ist die Vermittlung von fachwissenschaftlich vertieften und forschungsorientierten Kompetenzen bzgl. der deutschen Sprache als einer fremden Sprache, der deutschen Kultur als einer fremden Kultur inkl. deutscher Literatur als fremdkultureller Literatur sowie Sprach- und Kulturvergleich. Adressaten des Masterstudiengangs Deutsch als Fremdsprache und Deutschstudien sind daher Studierende, die Fragen des Erwerbs und der Vermittlung der deutschen Sprache als Fremd- und Zweitsprache in Kombination mit sprach- und/oder literaturwissenschaftlichen Fragestellungen aus der Fremdperspektive wissenschaftlich vertiefen möchten. Relevante Bezugsdisziplinen des Masterstudiengangs sind daher Fremdsprachenforschung (Sprachlehr- und -lernforschung, Fremd-/Zweitsprachendidaktik, Zweitsprachenerwerbsforschung), Angewandte Linguistik, Linguistik, Kultur- und Literaturwissenschaft.

Aufbauend auf Erfahrungen des Magisterstudiengangs, qualifiziert der Master-Studiengang für Berufsfelder in der Sprach- und Kulturvermittlung (Tätigkeiten in in- und ausländischen Institutionen der Erwachsenenbildung wie Volkshochschulen, Sprachschulen einschließlich Mittlerorganisationen wie DAAD, Goethe-Institut), in DaF-Abteilungen inländischer Hochschulen sowie in Germanistik-Abteilungen ausländischer Hochschulen (gegebenenfalls nach erfolgter Promotion), in der interkulturellen Begegnung, in der pädagogischen Verbindungsarbeit und Weiterbildung, für die Mitarbeit in international tätigen Wirtschaftsunternehmen und für die Mitarbeit in internationalen Organisationen wie der EU. Allgemeines Ziel des Masterstudiengangs sind Forschungs-, Planungs- und Vermittlungskompetenz, die in diesen Berufsfeldern u.a. als Evaluations- und Entwicklungskompetenz von Sprach- und Kulturangeboten sowie Lehr-/Lernmaterialien und medien nachgefragt werden. Die erreichte Vertiefung in Sprach- oder Literaturwissenschaft kommt insbesondere Tätigkeiten in der Sprach- und Kulturarbeit sowie in der Lehre und Forschung an europäischen und außereuropäischen Hochschulen (Auslandsgermanistik; Tätigkeit als Lektor für deutsche Sprache und Kultur) entgegen.

Das für solche (partiell durchaus unterschiedliche) Tätigkeiten benötigte Qualifikationsprofil muss neben fachwissenschaftlich fundierten Kenntnissen und forschungsorientierten Fähigkeiten fachübergreifende Qualifikationen umfassen, die dazu befähigen, die am jeweiligen Fachgegenstand erlernten wissenschaftlichen Methoden auch auf „neue“ Anforderungen in den Bereichen Sprache, Kultur, Literatur anzuwenden und gegebenenfalls weiter zu entwickeln. Dies impliziert die Fähigkeit zu selbständiger Forschungs- und Entwicklungsarbeit ebenso wie die Fähigkeit, Fachwissen und Methoden des Faches an andere Personen zu vermitteln. Dementsprechend wird das grundlegende Fachwissen gefestigt und ausgebaut (im Fachportal), werden forschungsorientierte Kompetenzen erworben und angewandt (in den Profilmodulen), werden auch fachübergreifend anwendbare Fähigkeiten der Vermittlung von Fachwissen erworben (im Mentoring-Praktikum), wird wissenschaftliches Arbeiten eingeübt (im Forschungspraktikum), eine wissenschaftliche Arbeit erstellt und die Teilnahme am wissenschaftlichen Diskurs geübt (im Mastermodul).

Durch die Kooperation mit dem Fach Germanistik (in der fachlichen Basis und in zwei Profilmodulen) wird das Qualifikationsprofil der Absolventinnen und Absolventen über das Fach Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache hinaus erweitert; dadurch werden zugleich die Einsatzmöglichkeiten der Absolventinnen und Absolventen insbesondere an ausländische Hochschulen verbessert (sowohl für deutsche Studierende als Lektoren als auch für ausländische Studierende als Mitarbeiterinnen an heimischen Hochschulen).

Als innovativ ist die Verzahnung von vertiefender fachwissenschaftlicher Ausbildung und Forschungsorientierung auf der einen Seite mit der vermittlungs- und forschungspraktischen Ausbildung auf der anderen Seite (im Anwendungs- und im Mastermodul) anzusehen.

Die Ausbildungsziele des Studiengangs ergeben sich aus dem oben beschriebenen Qualifikationsprofil (genauer: den durchaus differenzierten Profilen aufgrund der beiden Profilmodule). Sie lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs

  • kennen aktuelle Entwicklungen in der Fremd- und Zweitsprachendidaktik, in der Fremdsprachenlehr- und -lernforschung sowie in der Zweitsprachenerwerbsforschung; sie können diese Entwicklungen mit bereits vorhandenen Konzepten vergleichen sowie ihre Relevanz für Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache einschätzen und begründen;
  • kennen aktuelle Entwicklungen in der (germanistischen) Linguistik und/oder in der (germanistischen) Literaturwissenschaft; sie können deren Relevanz für das Lehren und Lernen von Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache einschätzen, vor allem im Hinblick auf Analyse und Beschreibung von Formen, Strukturen und Funktionen der deutschen Sprache als fremder Sprache sowie im Hinblick auf die Analyse von deutscher Literatur als fremder Literatur;
  • kennen aktuelle Entwicklungen im Bereich der Landes- und Kulturkunde; sie können landes- und kulturkundliche Themen recherchieren, dokumentieren und didaktisieren;
  • können (in exemplarischer Weise) das deutsche mit einer anderen Sprache vergleichen und die Ergebnisse dieses Vergleichs auf das Lehren und Lernen von Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache anwenden;
  • können Grundlagenwissen in den Bereichen Sprachwissenschaft, Fremdsprachendidaktik sowie Sprachlehr- und -lernforschung im Rahmen des Mentoring-Praktikums an Studienanfängerinnen und -anfänger des BA-Studiengangs Deutsch als Fremdsprache und Masterstudiengangs Deutsch als Fremdsprache und Deutschstudien vermitteln und einüben;
  • kennen Forschungsmethoden in den genannten Bereichen und können diese Methoden anwenden;
  • können selbständig wissenschaftlich arbeiten und sich am wissenschaftlichen Diskurs beteiligen.

Sie können die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten weiterentwickeln und im Hinblick auf die in den genannten Berufsfeldern sich ergebenden Aufgaben und Herausforderungen anwenden und gegebenenfalls modifizieren.

Der Praxisbezug der Ausbildung ist dokumentiert in der beschriebenen Herleitung des Qualifikationsprofils aus den möglichen Berufsfeldern. Er manifestiert sich des Weiteren in dem Mentoring-Praktikum und dem Forschungspraktikum. Als Vorbereitung auf wissenschaftlich fundierte Berufstätigkeit ist er dem Mastermodul immanent.



 
 


Icon picture of a printing machine