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Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
Der Masterstudiengang Deutsch als Fremdsprache und Deutschstudien stellt ein eng geführtes Masterprogramm mit eingeschränkten Wahlmöglichkeiten im Rahmen des fachwissenschafltichen Studiums dar. Das Studium soll die Studierenden zu selbständigem, methodisch-reflektiertem und forschungsorientiertem wissenschaftlichen Arbeiten, insbesondere für die Durchführung von empirischen Untersuchungen befähigen. Damit werden den Studierenden Fachkenntnisse und Qualifikationen vermittelt, die sowohl für eine spätere Berufspraxis als auch für wissenschaftliche Laufbahnen relevant sind.
Das Studium setzt sich aus einer fachlichen Basis, einem Profilbereich und einem individuellen Ergänzungsbereich zusammen. Durch Modulwahl im Profilbereich können die Studierenden die zwei unterschiedlichen Profile Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache und linguistische Deutschstudien oder Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache und literaturwissenschaftliche Deutschstudien ausbilden und sich dadurch stärker im Bereich der Sprachwissenschaft oder Literaturwissenschaft und dadurch für die in 3.2 beschriebenen angezielten Berufsfelder qualifizieren. Der Erwerb weiterer berufsrelevanter Schlüsselqualifikationen wird in zahlreichen Einzelveranstaltungen des Studiengangs (Forschungstechniken, Präsentations- und Moderationstechniken, Sprach- und Medienkompetenzen) integriert und gezielt unterstützt.
Im Masterstudiengang Deutsch als Fremdsprache und Deutschstudien werden vielfältige Lehrmethoden eingesetzt. Das Anknüpfen an der sprachlichen und kulturellen Vielfalt, an wissenschaftlich reflektierten Sprachlern- und lehrerfahrungen und interkulturellen Erfahrungen der Studierenden ist durchgängiges Prinzip der Lehrveranstaltungen. Ein weiteres Prinzip ist die besondere Förderung des prozeduralen Könnens und Wissens, das den Studierenden den exemplarischen Charakter des erworbenen (deklarativen) Fachwissens und die Notwendigkeit des lebensbegleitenden Weiterlernens verdeutlicht. Die eingesetzten Lehrmethoden zielen daher insbesondere darauf ab, die Selbstständigkeit und Problemlösungsfähigkeiten der Studierenden zu fördern. Im Masterstudiengang wird im Rahmen des Fachportals weitgehend mit Vorlesungen plus begleitende Übungen, die von fortgeschrittenen Master-Studierenden (Mentoring-Praktikum) durchgeführt werden, gearbeitet. Die Vorlesungen dienen der überblicksartigen Einführung in einen Themenbereich, die Übungen der Erprobung und Vertiefung des erworbenen Wissens und Könnens. Die meisten der Lehrveranstaltungen des Profilbereichs sind Seminare, die teilweise mit kurzen Vorlesungsanteilen v.a. durch Plenumsgespräche zwischen Lehrenden und Lernenden strukturiert sind und der gemeinsamen Erarbeitung der Lerngegenstände dienen. Zusätzlich werden in den Seminaren Beteiligungen der Studierenden durch unterschiedliche Formen (u.a. Kurzreferate, Stellungnahmen zu Referaten, Gruppenarbeit, Präsentation von Arbeitsgruppenergebnissen) eingebunden. Im Rahmen der betreuten Forschungs- und Mentoring-Praktika (Anwendungsmodul) wird (in der Regel in Gruppenarbeit) Projektarbeit durchgeführt, und Projekte (Forschungsprojekte, Lehrprojekte) werden erarbeitet. Die Verbindung von Theorie und (Forschungs-/Lehr-)Praxis ist dabei wichtiges Prinzip: Die Projektarbeit folgt Prinzipien der Handlungsorientierung und des selbständigen Arbeitens.
Die Lehrveranstaltungen sehen in der Regel ein Verhältnis zwischen Präsenzzeiten und Selbststudium von 1 zu 3 (inkl. Workload für die zu erbringenden Einzelleistungen) vor.
Einzelleistungen werden in der Regel durch folgende Formen erbracht: Hausarbeiten im Umfang von 15?20 Seiten, Klausuren von 2?4 Stunden Dauer, mündliche Prüfungen von 20?45 Minuten Dauer, medialisierte Präsentationen von Forschungsprojekten, Masterarbeit im Umfang von 80?90 Seiten.
Das Curriculum umfasst 120 Leistungspunkte. Die fachliche Basis besteht aus drei Modulen, die im ersten Fachsemester studiert werden. Die Studierenden verfügen nach erfolgreicher Absolvierung der fachlichen Basis über eine vertiefte Orientierung in den Theorien und Methoden der Fächer Deutsch als Fremdsprache und Germanistik. Es werden fachspezifische Kompetenzen wissenschaftlichen Arbeitens erworben, die es den Studierenden ermöglichen, wissenschaftliche Veröffentlichungen kritisch zu rezipieren und in einem ersten Zugang eigenständig einen theoretischen Rahmen für eine wissenschaftliche Fragestellung zu konzipieren.
Das Studium im Profilbereich erfolgt im zweiten und dritten Fachsemester. Es besteht aus jeweils 5 Modulen, wobei in beiden Profilen die Module PM SLF, PM SKV, PM AM und MM zu studieren sind. Je nach gewähltem Profil wählen die Studierenden die Module PM SKSK (Profil "Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache und linguistische Deutschstudien") oder PM LHGP (Profil "Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache und literaturwissenschaftliche Deutschstudien"). Das Mastermodul wird im vierten Semester studiert.
Kontakt: Dr. Julia Settinieri
(julia.settinieri@uni-bielefeld.de)