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Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
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Das Basismodul Linguistik beinhaltet die d r e i Lehrveranstaltungen Morphologie und Syntax (s. 1.1), Phonetik, Phonologie, Orthografie (s. 1.2) und Semantik und Pragmatik (s. 1.3).
1.1 Morphologie und SyntaxGegenstand dieser Lehrveranstaltung ist die deutsche Morphologie (d.h. der Teilbereich der Linguistik, der sich mit der internen Struktur von Wörtern beschäftigt) und Syntax (d.h. die linguistische Beschreibung und Analyse von Sätzen) in deskriptiver und theoretischer Perspektive unter Berücksichtigung diachroner und variationslinguistischer Aspekte.
1.2 Phonetik, Phonologie, OrthografieDiese Lehrveranstaltung beschäftigt sich vor allem mit den linguistischen Teildisziplinen der Phonetik und Phonologie. Während der Gegenstand der Phonetik die artikulatorische Beschreibung und physikalische Messung der Laute unabhängig ihres Sprachsystems ist, stehen in der Phonologie die lautlichen Strukturen als Einheiten im System einer Einzelsprache im Vordergrund. Die Erkenntnisse dieser eher theoretischen Überlegungen und Modellierungen werden anschließend auf den Themenbereich der Orthografie übertragen und es wird untersucht, wie/inwiefern sich Regeln der Rechtschreibung auf grammatische Grundlagen rückbeziehen lassen. Hier entstehen Berührungspunkte mit der Phonologie, aber auch der Morphologie und Syntax.
1.3 Semantik und PragmatikMit der Semantik und der Pragmatik stehen zwei linguistische Beschreibungsebenen zur Verfügung, die sich mit der Bedeutung von sprachlichen Ausdrücken beschäftigen. Gegenstandsbereich der Semantik ist die Beschreibung und formale Rekonstruktion der wörtlichen Bedeutung sprachlicher Ausdrücke. Alle weiteren Bedeutungsanteile fallen streng genommen nicht in den Bereich der Semantik, sondern ergeben sich aus konkreten Verwendungen der Ausdrücke, wodurch sie zu Untersuchungsgegenständen der Pragmatik werden.
In jeder der drei Veranstaltungen wird die Aktive Teilnahme (= je 3 Credit Points) über die Bearbeitung von Übungsaufgaben zur Einübung der in der Veranstaltung gelehrten analytischen Methoden und theoretischen Konzepte erbracht. Die Aufgaben werden über das E-Learning-System Ilias bereitgestellt und bearbeitet. Über die generelle Nutzung des Systems und den konkreten Ablauf wird in den einzelnen Veranstaltungen informiert und gesorgt.
Die Modulprüfung besteht aus einer dreistündigen (= 180 Minuten) benoteten Modulklausur (= 1 Credit Point), die die Inhalte aller drei Veranstaltungen (s. Abschnitt 1) prüft.
Die Klausur wird in jedem Semester, d.h. zwei Mal jährlich, zu Beginn der vorlesungsfreien Zeit angeboten.
Die Klausur gliedert sich einen Pflicht bereich und einen Wahlpflichtbereich. Zum Pflichtbereich zählen die Themen aus Syntax, Semantik und Phonologie. In den Wahlpflichtbereich fallen Morphologie, Phonetik/Orthografie und Pragmatik. Die Bearbeitung von Aufgaben aus den drei Bereichen der Syntax, Semantik und Phonologie ist obligatorisch (d.h. diese Aufgaben müssen bearbeitet werden). Aus den Bereichen der Morphologie, Phonetik/Orthografie und Pragmatik ist die Bearbeitung auf einen Bereich beschränkt (d.h. es müssen entweder die Aufgaben zur Morphologie oder zur Phonetik/Orthografie oder zur Pragmatik bearbeitet werden). Insgesamt sind folglich Aufgaben aus 4 Teilbereichen zu bearbeiten:
1. Syntax
2. Phonologie
3. Semantik
4. entweder Morphologie oder Phonetik/Orthografie oder Pragmatik
Die Klausur kann beliebig häufig, jedoch stets nur als Ganzes nachgeschrieben werden, d.h. es ist nicht möglich, allein ggf. nicht bestandene Teilbereiche nachzuschreiben.Bei der Modulklausur handelt es sich um eine Zentralklausur, d.h. die Teilnahme an der Klausur und deren Inhalte sind nicht an den Besuch einer konkreten Veranstaltung aus 1.1 bis 1.3 gebunden. Alle drei Veranstaltungen werden in jedem Semester angeboten. Unabhängig davon, bei welchem Dozenten und in welchem Semester die Teilnahme erfolgt, ist der Modulabschluss über die Modulklausur möglich.
Die prüfungsrelevanten Inhalte der Modulklausur sind in Form von Pflichtlektüre festgelegt, die als Scan über Stud.IP über die jeweilige Veranstaltung zur Verfügung gestellt wird. Zum einen ist somit der in der Veranstaltung behandelte Stoff umfangreicher als der prüfungsrelevante Stoff (wenngleich natürlich die Pflichtlektüre inhaltlicher Grundstock der Veranstaltung ist). Als Anhaltspunkt zur Entscheidung der aus der Pflichtlektüre im Besonderen relevanten Anteile dienen die Ilias-Aufgaben (s. Punkt 2), d.h. diese Aufgaben weisen auf diejenigen Textstellen hin, die die klausurrelevanten Inhalte ausmachen.
Begleitend zu den drei Lehrveranstaltungen aus 1.1. bis 1.3 werden Tutorien angeboten. Der Besuch der Tutorien ist nicht verpflichtend, aber dennoch sehr empfehlenswert. Die Tutorien wiederholen - ausgerichtet auf die Modulklausur und weniger auf die konkrete Lehrveranstaltung - die klausurrelevanten Inhalte. Die Tutorien können (beliebig oft und beliebig regelmäßig) parallel zu den Lehrveranstaltungen, aber auch erst nach Besuch der Lehrveranstaltung im Semester der Teilnahme an der Modulklausur besucht werden.
Die Anmeldung zur Modulabschlussklausur erfolgt über das eKVV, d.h. im eKVV des jeweiligen Semesters findet sich ein 'Veranstaltungs'eintrag zur Modulklausur. Die Anmeldung erfolgt auf die gleiche Weise wie zu (üblichen) Lehrveranstaltungen.
Bei weiteren Fragen, die sich nicht mithilfe dieser Information beantworten lassen, wenden Sie sich bitte an Frau Sonja Müller (sonja.mueller@uni-bielefeld.de ).