UniBi > Universität Bielefeld > LiLi-Fakultät > Verwaltung > Gleichstellung
http://www.uni-bi.de/lili/verwaltung/gleichstellung/index.html
Birte Schaller-Birkenhake (Webversion vom 13.01.2015)

Unser Auftrag

Die Gleichstellungskommission befasst sich mit allen Angelegenheiten zur Gleichstellung von Männern und Frauen an der Fakultät. Ihre Aufgaben sind u.a.:

Bei Fragen, Problemen, Anmerkungen nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf.

Aktuelles

Aktuelle Datenerhebung zeigt: forschungs- und wissenschaftsorientierte Frauenförderung weiterhin notwendig

Der neue Bericht Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz GWK zeigt, dass Frauen in Leitungspositionen des Wissenschaftssystems weiterhin unterrepräsentiert bleiben. Die Gesamtzahl der Frauen hat sich zwar seit 1993 in allen Statusgruppen erhöht: bei den Promotionen von 30,6 % auf 45,5 %, den Habilitationen von 12,1 % auf 27,0 % und bei den Professuren von 6,9 % auf 20,4 %. Aber auch für das Jahr 2012 gilt nach wie vor: je höher die Besoldungsgruppe, desto niedriger der Anteil der Frauen. In außeruniversitären Forschungseinrichtungen ist zudem der Frauenanteil insgesamt geringer, besonders in Führungspositionen.
Dementsprechend zielen forschungspolitische Instrumente darauf, Professuren mit Frauen zu besetzen und den Anteil von Frauen in anspruchsvollen Positionen des Wissenschaftsmanagements zu erhöhen. Beispiele sind das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder und die von der DFG 2008 verabschiedeten Gleichstellungsstandards. Quelle: Pressemitteilung der GWK

Aktuelle Studie in Unternehmen zeigt: Geringer Anteil von Frauen in Führungspositionen unabhängig von Familienplanung

Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Bain zeigt, dass der geringe Anteil von Frauen in der Führungsebene von Unternehmen nicht auf Familienzeiten zurückzuführen ist. Auf Seite 3 werden aktuelle Zahlen für die USA genannt: "Despite women comprising more than half of all college graduates and about 40% of MBAs, they number only a slim 5% of Fortune 500 CEOs and 17% of board members — numbers that have barely moved in decades." Einem der Herausgeber der Studie nach besteht kein Zusammenhang zwischen Ehe- und Familienstand und Frauenkarrieren, denn die Befragen antworten unabhängig davon alle ähnlich.
Der Studie zufolge sind die bestimmenden Faktoren dafür, dass motivierte und ambitionierte Frauen ihren Ehrgeiz und ihre Zuversicht verlieren: (1) Unflexible und unrealistische Idealvorstellungen: Das Vertrauen, für eine Führungsposition geeignet zu sein, sinkt bei Frauen aufgrund einer mangelnden Passung ihres Selbstbildes und des – männlich geprägten – Idealmodells der Führungskraft, das in den Unternehmen perpetuiert wird. (2) Mangelnde Unterstützung der direkten Vorgesetzten: Besonders nach den ersten Karriereschritten geben Frauen an, dass sie sich von ihren direkten Vorgesetzten in ihrer Karriereplanung und in ihren Aufstiegsambitionen nicht (mehr) unterstützt fühlen. (3) Es gibt zu wenige weibliche Vorbilder in Führungspositionen, was offenbar besonders in Verbindung mit den anderen beiden Faktoren eine Hürde darstellt. Lösungsvorschläge zielen aufgrund dieser Schlüsselfaktoren darauf, zum einen die Idealvorstellungen zu flexibilisieren und diversifizieren und damit auch für die Entwicklung von verschiedenartigen Vorbildern zu sorgen. Zum anderen wird vorgeschlagen, die Führungsebene für verschiedene Formen der Förderung und Unterstützung der Mitarbeiterinnen zu sensibilisieren und neue Kommunikationsweisen zu trainieren.
Quellen: Bain & Company, Inc. (2014). Everyday moments of truth: Frontline managers are key to women’s career aspirations.
Endres, Helene (2015). Aufstieg in Chefetagen: Vorgesetzte bremsen Frauen. In: Spiegel Online

Bielefelder Gleichstellungspreis

Die Fakultät hat den mit 10.000 Euro dotierten Bielefelder Gleichstellungspreis in der Kategorie 'Quantitative Erfolge bei der Professorinnengewinnung' durch das Rektorat verliehen bekommen. Der Preis wurde auf dem Jahresempfang durch die Vorsitzende der Gleichstellungskommission, Frau Prof. Dr. Anne Schröder, und den Dekan, Prof. Dr. Kai Kauffmann entgegengenommen. Vorschläge zur Verwendung der Mittel können ab sofort an das Dekanat eingereicht werden, gerne auch in Absprache mit der Gleichstellungskommission.

Außerdem gratulieren wir Anne-Dorothee Warmuth (Studentin der Germanistik an unserer Fakultät), die den Gleichstellungspreis der Universität Bielefeld in der Kategorie "Genderforschung" für ihre Masterarbeit "Schreibende Familienmänner - Narrative Konstruktion von Vaterschaft in der Gegenwartsliteratur bei Peter Handke, Hanns-Josef Ortheil und Dirk von Petersdorff" verliehen bekommen hat.

 

[Die Seite befindet sich im Moment noch im Aufbau]