Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
 
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Sprache und Gender

 

"Sprache ist nicht neutral. Sie ist wichtigster Teil des Symbolsystems einer Gesellschaft, in dem sich tradierte Werte und Normen widerspiegeln. Das hierarchische Verhältnis zwischen Männern und Frauen drückt sich in der deutschen Sprache bis heute in der Dominanz männlicher Ausdrucksformen aus. Regelfall ist das „generische Maskulinum". Angesprochen – und gemeint – wurden lange Zeit damit allein Männer. Sie galten als Maßstab des „freien Bürgers" und des „allgemein Menschlichen".
Mit der Gleichstellung der Geschlechter geht ein Denk- und Wertewandel einher. Dieser beeinflusst auch die Sprache. Zunehmend wird das Maskuline durch geschlechtsneutrale Begriffe ersetzt. Studenten werden Studierende – und damit werden Studenten und Studentinnen angesprochen; Minister werden Ministerien – und damit werden auch Frauen in diesen Positionen denkbar, und die Mitarbeitenden der Verwaltungen sichtbarer." (Quelle: GenderKompetenzZentrum)

 

Zum Thema Sprache und Gender gibt es bereits viele gute Informationen im Netz. Daher sollen hier aus unserer (sprachwissenschaftlichen) Sicht besonders gelungene Empfehlungen vorgestellt werden:

Für einen ersten Einstieg in das Thema "Geschlechtersensible Sprache" eignet sich der im Rahmen des Projektes "Gendertexte" an der Universität Bielefeld entstandene Überblicksartikel, den sie hier nachlesen können. Ein kurzer Auszug:

 

  1. Kongruenz: weibliche Personen werden in der weiblichen Form genannt. Bsp.: anstatt „sie ist Student“, „sie ist Ingenieur“ wird formuliert: „sie ist Studentin“, „sie ist Ingenieurin“; entsprechend gilt für männliche Personen die männliche Form. Diese Kongruenzregel gilt auch bei Nomen. Bsp.: „die Hochschule ist als Arbeitgeberin…“
  2. Vermeidung von sexistischen bzw. abwertenden Ausdrücken: anstatt „Fräulein“ wird „Frau“ verwandt; anstatt „Hausmädchen“ wird „Hausangestellte“ genutzt.
  3. Explizite Nennung von Frauen: anstatt „für Studenten ist der Eintritt frei“ wird „für Studentinnen und Studenten ist der Eintritt frei“ verwandt. (Paarformulierung).

 

Außerdem empfehlen wir das "Merkblatt Geschlechtergerechte Sprache" der AG4 Prävention und Gesundheitsförderung der Fakultät für Gesundheitswissenschaft, dass Sie über diesen Link aufrufen können: Link.

 

Viele weitere Anregungen und Empfehlungen zum Thema Sprache und Gender sind auf dieser Seite zusammengetragen: GenderKompetenzZentrum.

 

Konkrete Formulierungshilfen sind auf der Seite "Geschickt gendern" gesammelt. Weitere Beiträge dort stets erwünscht! http://geschicktgendern.de/