Zentrale Aussagen


1. Definition: Klassische Konditionierung

                


2. Das Grundprinzip

Die Theorie des Klassischen Konditionierens beruht auf einem einfachen Grundprinzip, das im folgenden anhand eines Beispiels erläutert wird:


(a) Vor der Konditionierung

Nehmen wir einen Reiz, der vom menschlichen Organismus automatisch mit einer reflexartigen Reaktion beantwortet wird (= unkonditionierter Stimulus [US]). Für unser Beispiel soll dies eine Zitrone sein. Unmittelbar auf die Wahrnehmung der Zitrone fließt beim Menschen Speichel. Der Speichelfluss wird als unkonditionierte Reaktion (UR) bezeichnet, da er nicht antrainiert wurde.


Im nächsten Schritt ziehen wir einen neutralen Reiz (NS) hinzu. Als neutral gilt der Reiz, wenn er zu keiner spezifischen Reaktion führt. Für unser Beispiel wird als neutralen Reiz eine Karotte dienen.



(b) Konditionierung

Der neutrale Reiz Karotte wird nun in zeitlicher Nähe zum unkonditionierten Stimulus Zitrone dargeboten. Als Reaktion auf die Zitrone fließt weiterhin Speichel.



(c) Nach der Konditionierung

Nach einigen Durchgängen löst die Karotte auch ohne Auftreten der Zitrone den Speichelfluss aus. Die Karotte ist zu einem konditionierten Stimulus (CS) geworden. Der Speichelfluss in Reaktion auf die Karotte gilt als konditionierte Reaktion (CR). Die konditionierte Reaktion ist das Ergebnis eines Lernvorgangs, bei dem durch die Assoziation zwischen den dargebotenen Reizen eine Reizkopplung hergestellt wurde.



3. Wichtigen Faktoren des Lernprozesses

Entscheident für die Ausbildung des Lernprozesses beim Klassischen Konditionieren sind in erster Linie die folgenden Faktoren:

1. Anzahl der Durchgänge bei denen US und CS zusammen dargeboten werden
2. Zeitliche Relation zwischen US und CS (=>siehe Kontiguität)
3. Intensität / Qualität von US und/oder CS
4.
Variable des lernenden Organismus






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