Bielefelder Zertifikat für Hochschullehre
 
 
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Grundlagenmodul

Lehrveranstaltungen konzipieren und durchführen

Gesamtumfang: 50 AE*

Ziel: Planung, Durchführung und Auswertung einer Lehrveranstaltung.
Wesentliche Arbeitsformen: Workshops, Selbststudium und kollegiale Hospitationen.

Das Grundlagenmodul ist auf ein Semester angelegt und wird in einer festen Arbeitsgruppe absolviert, um einen vertrauensvollen Rahmen für die gegenseitigen Lehrveranstaltungsbesuche zu schaffen und den Austausch unter den Lehrenden zu ermöglichen.

 

Workshop: Elemente der Lehrveranstaltungsplanung (14 AE)

22. & 23. Juli 2013, 9-16 Uhr, A3-126
Dr. Kerrin Riewerts, Claudia Paulsteiner-Doms

In diesem Auftakt-Workshop erhalten Sie einen Überblick über das gesamte Grundlagenmodul. Sie lernen Ansätze zur integrierten Lehrveranstaltungsplanung kennen (Abstimmung von Studienaktivitäten, Rückmelde- und Prüfungsformen) und bekommen Werkzeuge an die Hand, mit denen Sie Ihre Lehrveranstaltung vorbereiten können. Zusätzlich werden Sie bei Bedarf über die Möglichkeiten von E-Learning-Instrumenten informiert, die sie bei der Planung und Durchführung Ihrer Lehrveranstaltungen nutzen können. Weiterhin wird das Konzept des Lehrportfolios als grundlegende Methode zur Reflexion und Dokumentation der eigenen Lehrkompetenzen im Rahmen des Zertifikatsprogramms vorgestellt. Neben kurzen Inputs, Diskussionen, Einzel- und Gruppenarbeiten bieten die praktische Anwendung von Methoden und Techniken die Möglichkeit, konkrete Ideen für Lehrveranstaltungen zu erproben, zu reflektieren und Rückmeldung zu erhalten. Bereits in dieser Auftaktveranstaltung soll eine gute Grundlage geschaffen werden, um eine gemeinsame kollegiale Zusammenarbeit innerhalb des gesamten Moduls und eventuell auch darüber hinaus zu ermöglichen.

Im Rahmen der Veranstaltung werden Sie Gelegenheit haben,

  • Ihre Lehr-und Lernziele zu reflektieren und zu klären,
  • passende Studienaktivitäten auszuwählen,
  • darauf abgestimmte Prüfungsformen zu entwickeln,
  • Methoden für die Entwicklung eines Gesamtkonzeptes Ihrer Veranstaltung kennen zu lernen.

Ziel ist, dass Sie am Ende des Workshops über ein umfangreiches Methodenrepertoire verfügen, um eine Ihrer nächsten Lehrveranstaltungen anhand des Dreiklangs Lehr-Lernziele, Studienaktivitäten und Prüfungsformen (neu) konzipieren zu können.


Praxis: Schriftliche Konzeption einer eigenen Lehrveranstaltung (14 AE)

Mit Hilfe des im Rahmen des Workshops erworbenen Handwerkszeugs verfassen Sie ein Lehrveranstaltungsprogramm, das das Konzept ihrer Veranstaltung dokumentiert und kommuniziert. Während dieser Phase eigenständiger konzeptioneller Arbeit können Sie auf Beratung und Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitsbereichs Lehren & Lernen zurückgreifen.


Workshop: Vertiefung, Feedback, Erfahrungsaustausch (14 AE)

19. & 20. September 2013, 9-16 Uhr, R6-146
Dr. Bettina Ritter-Mamzcek, Dr. Kerrin Riewerts

In diesem Workshop, der kurz vor dem regulären Vorlesungsbetrieb stattfindet, haben Sie die Möglichkeit, Ihre bis dahin entwickelten Lehrkonzepte zu prüfen, mit Kolleginnen und Kollegen zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Der Workshop dient im Wesentlichen dazu, Fragen, die sich beim Schreiben Ihres Lehrveranstaltungsprogramms ergeben haben, zu bearbeiten und zu klären. Folgende Fragen können bearbeitet werden:

  • Wie strukturiere ich meine Lehrveranstaltung? Wie lassen sich Inhalte auswählen und der Stoff reduzieren?
  • Welche Methoden kann ich in meiner Veranstaltung sinnvoll und lernfördernd einsetzen, um gesetzte Lehr-/Lernziele zu erreichen?
  • Wie kann ich die Zusammenarbeit von Studierenden in meiner Veranstaltung sinnvoll einsetzen und anleiten?
  • Welche Prüfungsformen passen zu den Zielsetzungen und Prozessen, die ich für meine Lehrveranstaltung geplant habe? Wie kann ich Lernportfolios zur Dokumentation und Reflexion von Lernprozessen einsetzen?
  • ...

Entsprechend dieser Fragen entwickeln Sie Ihr konkretes Lehrveranstaltungsdesign: Didaktische Methoden und Medien zur Durchführung von Lehrveranstaltungen stehen ebenso im Zentrum des Workshops wie Techniken zur Vorbereitung und Seminarplanung. Es wird prototypisch an den eigenen Lehrveranstaltungen gearbeitet. Die konkrete Ausgestaltung des Workshops orientiert sich an Ihren Fragen und Lehrveranstaltungskonzepten.

 

Praxis: Kollegiale Hospitation (8 AE)

Mit Beginn der Vorlesungszeit erproben Sie Ihre neuen Lehrkonzepte im Rahmen Ihrer Lehrveranstaltungen. Im Laufe des Semesters bietet Ihnen die kollegiale Hospitation die Möglichkeit, Rückmeldungen zu erhalten und Fragen der Umsetzung zu besprechen. Wechselseitige Lehrbesuche sind die Grundlage von Feedback zu didaktischen Konzepten, Methoden, Auftreten, Studierendenaktivitäten u.v.a.m.

Im Rahmen des Grundlagenmoduls sind zwei kollegiale Hospitationen in der Vorlesungszeit vorgesehen, und zwar in Tandems, die Sie während der vorbereitenden Workshops gebildet haben. Um sowohl ein fachnahes Feedback als auch ein Feedback aus der fachfernen Außenperspektive zu ermöglichen, empfehlen wir, je einen gegenseitigen Lehrveranstaltungsbesuch mit einer fachnahen Person und den zweiten mit einer möglichst fachfremden Person durchzuführen. Ein Gast aus dem eigenen Fachgebiet kann sich schneller und realistischer in die fachspezifische Situation hineindenken und entsprechend vertiefte fachbezogene Rückmeldungen geben. Der fachfremde oder -ferne Blick sieht hingegen häufig Dinge, die Personen aus dem eigenen Fach evtl. nicht bemerken würden.


Workshop: Einführung in das Lehrportfolio und Reflexion des Grundlagenmoduls (7 AE)

11. Februar 2014, 9-16 Uhr, R6-146
Christiane Henkel, Dörte Husmann

Dieser Workshop vermittelt Grundlagen der Portfolioarbeit und bietet ausführlich Gelegenheit an der Konzeption des eigenen Lehrportfolios zu arbeiten. Sie lernen verschiedene Methoden kennen, mit denen Sie Ihre Lehrpraxis dokumentieren sowie Ihre persönlichen Kompetenzen beschreiben können. Da Sie durch die Teilnahme am Grundlagenmodul bereits weitere Erfahrungen mit spezifischen Ansätzen der Lehrveranstaltungsplanung und der kollegialen Hospitation sammeln konnten, wird die Auswertung des Grundlagenmoduls als exemplarisches Fallbeispiel integriert. Portfolioarbeit lebt vom Feedback und so können Sie in diesem Workshop auch vom Austausch mit Kollegen und Kolleginnen profitieren und wertvolle Anregungen für die inhaltliche Gestaltung Ihres Lehrportfolios erhalten.

Im Mittelpunkt stehen Informationen und Übungen zu den Themen:

  • Formate und Funktionen eines Lehrportfolios
  • Formen zur Fremd- und Selbsteinschätzung von Lehrkompetenzen
  • Lehrsituationen analysieren und auswerten
  • Lehrverständnis und Lehransatz

 

Anmeldung

Anmeldefrist verlängert!

Anmeldeschluss ist der 24. Mai 2013. Bei Interesse am nächsten Durchgang im kommenden Wintersemester wenden Sie sich bitte an u.g. Kontakt.

Die Anmeldung zum Grundlagenmodul erfolgt per Vertragsabschluss bei der/dem Modulverantwortlichen. Für den Programmdurchlauf des Grundlagenmoduls werden bis zu 15 Teilnehmende aufgenommen. Melden sich mehr als 15 Lehrende an, nimmt die/der Modulverantwortliche eine Auswahl vor. In einer Informationsveranstaltung bzw. Informationsgesprächen wird über den Umfang, die Abfolge und Inhalte der Ausbildungsabschnitte sowie die Praxisanteile aufgeklärt.

Bei Interesse am Bielefelder Zertifikat für Hochschullehre bzw. am Grundlagenmodul melden Sie sich bitte zunächst persönlich bei:

Claudia Paulsteiner-Doms
E-Mail: claudia.paulsteiner-doms@uni-bielefeld.de
Telefon: 0521 – 106 – 6053

 

*Arbeitseinheiten