Praktische Philosophie
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Aktuelles

Forschungskolloquium Praktische Philosophie

Im Forschungskolloquium werden aktuelle Projekte aus dem Forschungsbereich Praktische Philosophie vorgestellt und diskutiert. Auch Masterstudierende sind herzlich eingeladen. Hier finden Sie die Termine des Kolloquiums.

 

Veranstaltungen und Vorträge

 

Weitere Mitteilungen

Eine Liste mit vergangenen Veranstaltungen finden Sie hier.

 

Unsere Forschungsschwerpunkte

Die Forschung im Rahmen der Professur für Praktische Philosophie hat zwei Schwerpunkte.

  1. Philosophische Handlungstheorie und Philosophie der Person: Es ist eines der wichtigsten und interessantesten Charakteristika des Menschen handeln zu können. Handelnd greifen wir ein in die Welt und als Handelnde müssen wir uns gegebenenfalls vor anderen verantworten. Weil wir handeln, sind wir Personen. Diese Zusammenhänge sind in Bielefeld Gegenstand verschiedener Forschungsprojekte:

    • Was sind Handlungen?
    • Was heißt Absichtlichkeit?
    • Wie hängen Handlungen und Verantwortlichkeit zusammen?
    • Was sind wir wesentlich?
  2. Philosophische Grundlagen der Angewandten Ethik: Die Angewandte Ethik hat sich in den letzten Jahren rasant zu einem der größten philosophischen Arbeitsfelder entwickelt. Angesichts der sich immer weiter auffächernden Teilbereiche der Angewandten Ethik besteht manchmal die Gefahr, dass sie ihren philosophischen Basiskonzepten zu wenig Aufmerksamkeit schenkt. Eine Reihe dieser Konzepte sind Gegenstand von Bielefelder Forschungsprojekten.

    • Leben, Tod, Hirntod und die Ethik der Transplantationsmedizin
    • Töten und Sterbenlassen
    • Menschenwürde und Menschenwürdeverletzungen als ethischer Beurteilungsmaßstab
    • Autonomie und Informed consent
    • Gesundheit und Krankheit

Da einerseits auch die handlungstheoretischen Begriffe eine prominente Rolle in der Angewandten Ethik spielen, andererseits Handlungen unseres Erachtens mit Blick auf ihre moralische Verantwortlichkeit verstanden werden sollten, gibt es zahllose Querverbindungen zwischen beiden Forschungsschwerpunkten.

 

Personen

 

Ralf Stoecker

Ralf Stoecker arbeitet in beiden Arbeitsschwerpunkten der Professur. In der Handlungstheorie hat er in den letzten Jahren ein Handlungsverständnis entwickelt, das Handlungen abweichend von der Standardtheorie aus der sozialen Praxis der Verantwortlichkeit erklärt. Dieses Verständnis und die Konsequenzen für unser Selbstverständnis als Personen ist auch weiterhin Gegenstand seiner Arbeiten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in einem Lösungsvorschlag für die so genannte Hirntoddebatte, der darauf hinaus läuft, Hirntoten einen eigenen Zustand zwischen Leben und Tod mit eigenen moralischen Anforderungen zuzuerkennen. Der dritte Forschungsschwerpunkt liegt in der Entwicklung eines Menschenwürdeverständnisses, das den Würdecharakter der Menschenwürde herausstreicht. Das Thema Menschenwürde wird mit Blick auf ganz unterschiedliche Bereiche der Angewandten Ethik thematisiert, ein besonderer Fokus liegt aber in der psychiatrischen Ethik.

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Almut von Wedelstaedt

Almut von Wedelstaedt arbeitet bisher vor allem im ersten Arbeitsschwerpunkt. Sie hat sich in den letzten Jahren besonders mit der Frage beschäftigt, was wir als Menschen eigentlich für Wesen sind. In diesem Zusammenhang ist ihre Dissertation zu philosophischen Theorien narrativer Identität entstanden. Sie verfolgt diese Fragen weiterhin, arbeitet sich aber zur Zeit auch in das Gebiet der normativen Ethik tiefer ein.

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Johanna Wagner

Johanna Wagners Interessensgebiete liegen primär im ersten Forschungsschwerpunkt. Im Fokus ihrer derzeitigen Arbeit steht der Schnittpunkt von handlungstheoretischen Beobachtungen mit Fragen der personalen Identität. Dabei verfolgt sie die These, dass es unsere spezifische Fähigkeit zu handeln ist, die uns zu Personen macht. Im engen Zusammenhang damit steht die Beschäftigung mit den Möglichkeiten und Grenzen der freien Willensbildung, sowie einer tieferliegenden Klärung, was unser Wille ist und inwiefern er sich auf unsere Handlungen auswirkt.

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Pia Becker

Pia Becker konzentriert sich in ihrer Forschung vor allem auf den zweiten Schwerpunkt der Professur. Derzeit erforscht sie den Zusammenhang zwischen Autonomie und informierter Zustimmung (Informed Consent). Diese Arbeit soll die vorwiegend philosophische Diskussion über personale Autonomie mit dem in der Medizinethik vorherrschenden Konzept der Handlungsautonomie von Patienten, die in Form eines Informed Consent respektiert werden soll, miteinander in Relation setzen. Ziel ist es, der Medizinethik einen theoretisch stärker fundierten Autonomiebegriff zu eröffnen, mithilfe dessen praktischen Problemen in der Medizin besser begegnet werden kann. Neben ihrem Interesse an der Autonomie im Besonderen und der Medizinethik im Allgemeinen interessiert sie sich auch für andere Bereiche der Bioethik, insbesondere für den moralischen Status von Mensch-Tier-Mischwesen und die Hirntod-Konzeption.

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Paloma Schlichting

Paloma Schlichting interessiert sich für viele Bereiche der Philosophie, auch außerhalb der praktischen Philosophie. Sie hat sich bereits mit der Frage beschäftigt, ob Versprechen gehalten werden sollten und beschäftigt sich seit kurzem vermehrt mit dem zweiten Arbeitsschwerpunkt. Allgemein interessieren sie zwischenmenschliche Interaktionen, sowie die Themen Leben und Tod, vor allem im Hinblick auf das Sterben und dem Umgang damit.

 

Gudrun Bülter

Sekretariat und Verwaltung

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Promovierende

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NameThema der DissertationKontakt
Becker, Pia "Autonomie als Grundlage medizinischer Behandlung" Mail
Christ, Sebastian Über die Todesfurcht in der analytischen Tradition: Antike Argumente in modernem Licht Mail
Herbst, Ina  "Dementielle Erkrankungen und das Recht auf Nichtwissen" Mail
Heyder, Clemens "Die ethischen Aspekte der Eizellspende" Mail
Hüllbrock, Linda Dynamische Verantwortung und moralische Zuständigkeit Mail
Kaup, Michael "PRIMUM NON NOCERE. Eine Analyse des Satzes 'Arzt Y schadet Patient X' und seine ethische Anwendung innerhalb der Medizinethik." (Arbeitstitel) Mail
Kotalík, Dorothea "Autonomie am Lebensende. Eine (medizin)ethische Herausforderung" Mail
Müller, Julia Menschenwürde und Armut Mail
Peters, Lisa Christine "Die Patientenverfügung und der autonome Patient. Autonomie im Spannungsfeld von Anwendung und Begründung" Mail
Röttger, Nele "Was ist Selbstachtung?" (Arbeitstitel) Mail
Wagner, Johanna "Personen als Akteure" Mail
Witzel, Herman "Handlung und Verantwortung komplexer Akteure" Mail
Zeh, Marco "Moral und Strafe – Die Idee der Strafe unter dem Blickwinkel der Moral" Mail

 

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Verantwortlich für die Pflege der Seite: Johanna Wagner