Verein
Hintergrundbild
Hintergrundbild
Abteilung Philosophie
Universität Bielefeld > Fakultät > Philosophie > Verein
  

Philosophischer Aschermittwoch in Bielefeld 

2016

Wie soll der säkulare Staat mit Religion umgehen?     Plakat

Vielen geht die Trennung von religiösen Gemeinschaften und Staat, von Politik und Religion in der Bundesrepublik nicht weit genug - sie fordern strikte Laizität. Andere sehen die Verflechtungen zwischen Politik und Religion als positive Bereicherung an, auf die auch ein säkularer Staat nicht verzichten sollte. Während die einen Religion als Bedrohung für den Frieden in unserer Gesellschaft einschätzen, betonen die anderen ihr soziales Kapital.

Dieses hochaktuelle Thema ist Gegenstand des diesjährigen "Philosophischen Aschermittwochs", einer Podiumsdiskussion mit interessanten Gästen:

Mina Ahadi (Giordano-Bruno-Stiftung)

Prof. Dr. Johannes Hellermann (Öffentliches Recht, Bielefeld)

Prof. Dr. Wolfgang Reinbold (Rat der Religionen, Hannover)

Jun. Prof. Dr. Michaela Rehm (Philosophie, Bielefeld)

Moderation: Dr. Manuela Lenzen (ZiF)

 

Die Veranstaltung findet statt am

Mittwoch, 10. Februar 2016,

18.00-20.00 Uhr

im Plenarsaal des ZiF (Zentrum für interdisziplinäre Forschung).

Eintritt frei.

 

Veranstaltet vom Verein für Philosophie Bielefeld e. V. und der Abteilung Philosophie der Universität Bielefeld.

 

2015

„Demokratie ohne Lobbyismus?“     Plakat

 

Die Veranstaltung fand statt am Mittwoch,

18. Februar 2015, von 18:00 bis 20:00 Uhr

im Plenarsaal des ZiF (Zentrum für interdisziplinäre Forschung),

Methoden 1, 33615 Bielefeld.

 

Die Veranstaltung wurde durch den Verein der Freunde und Förderer des ZiFs und durch den Verein für Philosophie unterstützt.

Herr Elmar Brok musste seine Teilnahme leider kurzfristig absagen

 

Beiträge:

Dr. Michael Koß, Politikwissenschaft (LMU München), Leiter der Arbeitsgruppe "Politik" bei Transparency International Deutschland,

Peter H. Meyer,  Geschäftsführender Gesellschafter der PH MEYER Wirtschaftsberatung GmbH & Co KG,

PD Dr. Rudolf Speth, Gesellschaftswissenschaften (Universität Kassel),

Prof. Dr. Véronique Zanetti,  Professorin für politische Philosophie in Bielefeld.

Moderation:

PD Dr. Arnd Pollmann, (Universität Magdeburg).

 

Inhalt und Ziel

Interessenvermittlung gehört zu einer funktionierenden Demokratie. Man erwartet einerseits, dass Politiker das Interesse von Verbänden und Unternehmen sachkundig vertreten und sich über deren Bedarf und Probleme angemessen unterrichten. Dabei ist es natürlich, dass sie Informationen auch direkt bei solchen Interessenvertretern einholen. Unternehmen und Verbände sind ihrerseits darum besorgt, bei den Politikern Gehör für ihre Angelegenheiten finden. Auf der anderen Seite darf der Einfluss von Interessengruppen nicht so viel Gewicht bekommen, dass dadurch die Verfahren der Demokratie beeinträchtigt oder korrumpiert werden. Denn die Lobby-­‐Arbeit findet hinter verschlossenen Türen statt und erfüllt die Transparenz-­‐ und Öffentlichkeitskriterien nicht, die für eine demokratische Entscheidungsfindung erforderlich sind. Unter dem Druck der Globalisierung verändern sich die Vermittlungsstrategien der Unternehmen, die mehr Zeit, Geld und Know-­‐how in die Vermittlung ihrer Anliegen und die Einflussnahme auf die Politik investieren. Ungefähr 20’000 Lobbyisten aus allen Teilbereichen der Gesellschaft versuchen in Brüssel die Anliegen ihres jeweiligen Verbandes oder ihrer Regierung zu vertreten und in die europäische Gesetzgebung einfließen zu lassen. Daraus resultiert unvermeidlich eine wachsende Kluft zwischen den Kompetenzen und dem finanziellen Polster verschiedener Interessenvertreter, was ihre Chancen auf Einflussnahme weit auseinandergehen lässt. Das Phänomen des Lobbyismus stellt eine Herausforderung für die Demokratie und für die Gerechtigkeit dar. Wir müssen uns fragen, inwieweit das Lobbying politische Entscheidungen erleichtert, ob die Demokratie es braucht und wie viel sie davon verträgt.

Unser Anliegen ist es, uns unvoreingenommen ein Bild des Problems zu machen und Spezialisten aus unterschiedlichen Horizonten und mit unterschiedlichen Überzeugungen zu Wort kommen zu lassen.

 

2014

Photo

Plakat

„Warum kümmert sich die Politik nicht um unsere Zukunft?“

 

Die Veranstaltung fand statt am Mittwoch,

5. März 2014, von 19:00 bis 21:00 Uhr

im Plenarsaal des ZiF (Zentrum für interdisziplinäre Forschung),

Methoden 1, 33615 Bielefeld.

 

Veranstalter ist der Verein für Philosophie, Bielefeld.

 

Beiträge:

Hans-Ulrich Baumgarten, wiss. Referent der CDU-Landtagsfraktion NRW

Britta Haßelmann, Mitglied des deutschen Bundestags,

Hans Vorländer, Professor für politische Wissenschaft an der TU Dresden,

Rüdiger Bittner, emeritierter Professor für Philosophie in Bielefeld.

Moderation:

Arnd Pollmann, Vertretungs-Professor für Philosophie in Hamburg.

 

Inhalt und Ziel

Warum kümmert sich Politik nicht um unsere Zukunft? – diese Frage stellt sich, weil es zumindest den Anschein hat, dass bestimmte verderbliche Zustände und Entwicklungen nicht allein politisch bewältigt werden, sondern es nicht einmal mehr auf die politische Tagesordnung bringen. Der Klimawandel ist ein Beispiel, der Welt-Hunger ein weiteres, die Erosion freiheitlich-demokratischer Grundordnungen ein drittes. Gewiss, die Ursachen und die besorglichen Folgen dieser Entwicklungen sind ganz verschieden. Gemeinsam haben sie, dass sie trotz ihrer überwältigenden Bedeutung für künftiges Leben von Menschen nicht im Zentrum der politischen Aufmerksamkeit zu stehen scheinen. Etablierte Politik wirkt so selbstzufrieden und unglaubwürdig, das bloße Weitertreiben eines Geschäftszweigs, unempfindlich für begründete Sorgen von Menschen; und ein solcher Eindruck ist für das Gemeinwesen bedrohlich.

Die erste Frage hier muss sein: Ist es wirklich so, wie gerade beschrieben? also öffnet sich eine Schere zwischen politischem Betrieb und Sorge von Menschen um die Zukunft? Oder ist dies nur ein Anschein, dessen Entstehen selbst wieder durch bestimmte Entwicklungen erklärt werden kann?

Wenn es aber so ist wie gerade beschrieben, ist die zweite Frage: Warum ist es so? und diese Frage bedeutet: Was haben wir falsch gemacht? oder allgemeiner: Was läuft schief? Nicht bedeutet sie: Warum haben wir so schlechte Politiker? Politikerschelte an dieser Stelle ist oberflächlich und darum nutzlos. Wenn es so ist, dass Politik sich nicht um unsere Zukunft kümmert, dann liegt das nicht an den Unzulänglichkeiten irgendwelcher Individuen. Sondern? Genau das wird die Frage sein.

Die öffentliche Diskussion dieser Fragen hat den Sinn zum politischen Selbstverständnis von Menschen, die hier leben, beizutragen. Es geht uns nicht um ein politisches Streitgespräch (nichts gegen Streitgespräche), auch nicht um politischen Unterricht (desgleichen). Es geht uns darum, Versuche zu einer politischen Ortsbestimmung, natürlich skizzenhaft, einander gegenüberzustellen, von deren Verschiedenheit gerade wir uns eine erhellende Wirkung für die Zuhörenden versprechen.

 

Kontakt

Verantwortlich für die Pflege der Seite: Cornelis Menke.