Angebote für BSc- und MSc-Arbeiten

Wir bieten ab dem WS18 laufend BSc/MSc-Arbeiten an. Die Themen lehnen sich an die Forschung unserer Arbeitseinheit an:

  • (räumliche oder zeitliche) Verarbeitung von Berührung
  • Bewegungen zu Berührungsreizen
  • Entwicklung von Berührungsverarbeitung und Bewegung im Kindesalter
  • Schmerzverarbeitung
  • Motorische Planung und Kontrolle
     

 

--- (räumliche oder zeitliche) Verarbeitung von Berührung ---

 
Zielgruppe: BSc/MSc (2-3 Arbeiten möglich)
Thema: Wie wir Berührungen repräsentieren: Körper im Raum
Kurzbeschreibung: Viele experimentelle Befunde legen nahe, dass Berührungen automatisch im Raum - also in “3D” - wahrgenommen werden. Die Ergebnisse der experimentellen Aufgaben, die zu diesem Schluss geführt haben, können aber teilweise auch anders interpretiert werden. In diesem Experiment untersuchen wir, ob diese experimentellen Paradigmen tatsächlich das hergeben, was ihnen zugesprochen wird.
Beginn: ab WS18
 
Zielgruppe: BSc/MSc (1-2 Arbeiten möglich)
Thema: Does limb identification depend on space?
Kurzbeschreibung: Zwei Koordinaten-Systeme spielen eine Rolle bei de Lokalisierung von Berührung; ein anatomisches Koordinatensystem (wo sind meine Körperteile) und ein externales Kooridnatensystem (wo befindet sich mein Körper im Raum). In dieser Studie wollen wir untersuchen ob unser Wissen wo unsere Körperteile sich befinden vom Rauminformation abhängt. Um das zu untersuchen werden Arme/Beine gekreuzt und Berührungsreize angeboten. 
Beginn: ab WS18

Zielgruppe: BSc/MSc
Thema:
Kurzbeschreibung: Die zeitlich genaue Abfolge der Verarbeitung von Berührungen ist bis heute nicht genau geklärt. Man geht davon aus, dass bei einer Berührung zwei Referenzsysteme eine wichtige Rolle spielen. Das anatomische Referenzsystem, wo auf der Haut war der Reiz, und das externe Referenzsystem, wo befindet sich dieser Teil meines Körpers im Raum. Ob diese zwei Referenzsysteme nacheinander oder parallel verarbeitet werden, ist nicht hinreichend beantwortet. In diesem Projekt werden Entscheidungsprozesse über taktile Reize bewusst frühzeitig erzwungen, um dann anhand von Reaktionszeiten dieser Frage nachzugehen.
Beginn: ab WS18
Kontakt: kenan.suljic@uni-bielefeld.de

 

--- Bewegungen zu Berührungsreizen ---


Zielgruppe: MSc (2-3 Arbeiten möglich)
Thema: Wie Berührungen in Bewegungen umgesetzt werden
Kurzbeschreibung: Berührungen wahrzunehmen und auf sie zu reagieren erscheint uns simpel und selbstverständlich. Tatsächlich ist unser Nervensystem überaus flexibel bei der Steuerung von Bewegungen - Korrekturen auf unerwartete Änderungen während einer Bewegung finden bspw. bereits nach 80-150 ms statt. Die Verknüpfung sensorischer Informationen auf der Haut mit den Antworten des Bewegungsapparats erfordert aber komplexe räumliche Umrechnungen, die zusätzlich von unseren Absichten und Zielen abhängen. In diesem Projekt untersuchen wir, wie Sensorik, Kognition und Motorik zusammenarbeiten, und welchen Einschränkungen und Verarbeitungsprinzipien diese Zusammenarbeit unterliegt.
Beginn: jederzeit

 

--- Entwicklung von Berührungsverarbeitung und Bewegung im Kindesalter ---


Zielgruppe: BSc/MSc (1-2 Arbeiten möglich)
Thema: Effekte der Körperstellung auf die Verarbeitung von Berührung bei Kindern
Kurzbeschreibung: Zwei Koordinaten-Systeme spielen eine Rolle bei de Lokalisierung von Berührung; ein anatomisches Koordinatensystem (wo sind meine Körperteile) und ein externales Kooridnatensystem (wo befindet sich mein Körper im Raum). Das letztere entwickelt sich unter der Einfluss vom visuellen System (Studien zeigen das blinde VPs kein externales koordinatensystem haben). In diesem Experiment untersuchen wir ab wann beide Koordinatensysteme bei Kinder vorhanden sind, da wir wissen das das Visuelle System lange braucht bevor es funktioniert wie bei Erwachsenen. Um dies zu untersuchen bekommen Kinder Berührungsreize auf gekreuzte und ungekreuzte Gliedmaßen. 
Beginn: ab WS18

 

--- Schmerzverarbeitung ---


Zielgruppe: MSc
Thema: Wie Schmerzen die Bewegung beeinflussen
Kurzbeschreibung:Bei chronischen Schmerzen spielt es eine wichtige Rolle, dass bestimmte Bewegungen vermieden werden. Diese Vermeidung kann das Ergebnis eines Konditionierungsprozesses sein bei dem Bewegung mit akutem Schmerz assoziiert wurde. Aus der bisherigen Forschung zum Assoziationslernen zu Bewegung und Schmerz wird allerdings noch nicht klar, was für Informationen eigentlich miteinander konditioniert werden. In diesem Projekt kann eine Arbeit durchgeführt werden, bei der gezielt Bewegungen variiert werden, um herauszufinden, ob bei Schmerz-induzierter Bewegungsvermeidung Bewegungen, Orte oder Körperstellungen vermieden werden.
Beginn: ab sofort möglich

 

--- Motorische Planung und Kontrolle ---


Zielgruppe: MSc (1 Arbeit)
Thema: Sonifikation und Taktifikation: Bewegung auditiv und taktil unterstützen
Kurzbeschreibung: Manchmal fällt es uns schwer, unseren Körper wahrzunehmen und unsere Bewegungen zu optimieren: was ist der optimale Laufstil beim Joggen, wie führe ich eine Übung beim Kunstturnen exakt aus, und wie sollte ich meine Schultern beim Gewichtestemmen halten? In diesem Projekt untersuchen wir in Kooperation mit der Ambient Intelligence Group der Technischen Fakultät, ob sich Bewegungen und Haltung verbessern lassen, wenn man Körperinformationen wie Beschleunigung und Lage der Arme und Beine in Töne oder Berührungsreize umcodiert und der trainierenden Person so Körperinformationen rückmeldet.
Beginn: ab WS18
Kontakt: tobias.heed@uni-bielefeld.de

Zielgruppe: BSc/MSc
Thema: Wie unser sensomotorisches System mit Unsicherheit umgeht
Kurzbeschreibung: Unsere Umwelt ist höchst dynamisch und geprägt von Unsicherheit. Um darin zu überleben, muss unser sensomotorisches System in der Lage sein schnell auf Veränderungen reagieren. Neurophysiologische Befunde legen nahe, dass unser Gehirn, um dieser Unsicherheit und Dynamik Rechnung zu tragen, mehrere Handlungspläne gleichzeitig vorbereitet um so flexibel auf Umweltänderungen reagieren zu können. In diesem Projekt wollen wir diese Theorie mit Methoden aus der Sensomotorik- und Aufmerksamkeitsforschung auf die Probe stellen.
Beginn: ab WS18
Kontakt: christian.seegelke@uni-bielefeld.de

Zielgruppe: BSc/MSc
Thema: Planung, die Hand und Fuß hat - Effektor- oder funktionale Spezifität?
Kurzbeschreibung:Die Ausführung bestimmter Handlungen ist typischerweise an bestimmte Effektoren gebunden: So schreiben wir meistens mit unseren Händen/Armen während unsere Füße/Beine hauptsächlich der Fortbewegung dienen. Allerdings können wir in bestimmten Situationen unsere Effektorauswahl auch sehr schnell und flexibel anpassen, wenn wir beispielsweise eine Türklinke mit dem Knie betätigen, weil wir gerade schwere Einkaufstüten tragen. Experimentelle Ergebnisse legen nahe, dass unser Gehirn Bewegungen nicht per se effektor-spezifisch plant, sondern abstrakte motorische Pläne erstellt. In diesem Projekt wollen wir mittels verschiedener experimenteller Paradigmen der Frage nachgehen, was für Informationen in solch abstrakten Pläne enthalten ist und wie und welche Informationen zwischen  Effektoren (Fuß,Hand) und den Hemisphären ausgetauscht werden können.
Beginn: ab WS18