Prof. Dr. Tobias HEED

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Faculty of Psychology and Sports Science
Bielefeld University
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Forschung:

Mich fasziniert, wie unser Körper unser Denken formt. Unsere Sprache drückt viele Dinge körperlich aus: ich "sehe etwas ein", "ergreife eine Chance" oder "erfasse eine Idee".

Meine Forschung beginnt bei einem noch grundlegenderen Level. Ich erforsche, wie das Gehirn solch scheinbar simple Aufgaben erledigt wie Berührungen wahrzunehmen und Handbewegungen auszuführen. Mein Ziel ist zu verstehen, wie solche einfachen Funktionen komplexere Phänomene erklären, beispielsweise die Wahrnehmung eines Selbst, unser Verständnis von Raum, und die Fähigeit, viele Einzelinformationen zu einem kohärenten Ganzen zusammenzufügen.

Ein großer Teil meiner bisherigen Forschung hat zwei Aspekte dieser Faszination mit dem Körper herausgegriffen: unsere Berührungswahrnehmung und die Bewegung unserer Arme und Beine - wissenschaftlich oft als "Effektoren" bezeichnet.

Berührung

Unser Berührungssinn ist besonders wichtig dafür, uns selbst zu begreifen: unsere Haut ist schließlich die Grenze zwischen unserem eigenen Körper und der Welt. Da wir sehr bewegliche Körper besitzen, verändert sich fortlaufend die Lage der verschiedenen Körperteile zueinander. Damit unser Gehirn Berührungen interpretieren kann, muss es daher stets die Lage der einzelnen Körperteile im Auge behalten. Wie es das genau anstellt, beschäftigt mich bereits seit meiner Dissertation.

Effektoren

Wir nehmen Dinge nicht einfach "nur so" um ihrer selst willen wahr. Vielmehr nehmen wir wahr, um Entscheidungen darüber zu treffen, was wir als nächstes tun können und sollten. In vielen Situationen könnten wir unsere Ziele auf viele Arten erreichen. Denken Sie zum Beispiel mal daran, wie Sie von einem Einkauf zurück kommen. Normalerweise öffnen Sie Ihre Haustür mit Ihrer dominanten Hand. Haben Sie nun aber grade eine große Tüte in der Hand, öffnen Sie sie diesmal vielleicht mit der anderen Hand, oder Sie drücken die Klinke mit dem Ellenbogen. Tragen Sie gerade mit beiden Händen eine schwere Kiste, drücken Sie die Klinke vielleicht sogar mit dem Knie oder dem Fuß. Wie das Gehirn diese Vielzahl von Möglichkeiten bereithält, ist ein zweiter Fokus meine Forschungsarbeit.

Wie alles zusammenläuft

Das übergreifende Ziel meiner Arbeitsgruppe ist, die beiden Themen Berührung und Bewegung miteinander zu verknüpfen und zu verstehen, wie das Gehirn Bewegungen auf den eigenen Körper zu planen kann – Bewegungen also, die meistens durch Berührungsempfindungen ausgelöst sind. Hier in Bielefeld erforschen wir diese Fragen nun auch mit einem besonderen Blick auf Entwicklungsprozesse bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen in unserem 2017 neu gestarteten Kinderlabor B hoch 3. Die drei B stehen dabei genau für die Forschungsfragen, die wir bearbeiten: Berühren, Bewegen und Begreifen.

 

Publikationen:

Zeitschriftenartikel

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