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DFG-Projekt DR 392/5-1

"Funktionalität von Task Sets bei der Aufmerksamkeitssteuerung"


Eine der fundamentalen Fähigkeiten menschlicher Kognition besteht darin, die für eine aktuelle Absicht relevanten Aufgabenmerkmale zu beachten und irrelevante Merkmale auszublenden. Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht die Frage, wie diese Fokussierung der Aufmerksamkeit bei gleichzeitiger Abschirmung gegenüber möglichen Störeinflüssen aus der Umwelt ermöglicht wird. Woher „weiß“ das kognitive System, welche Merkmale relevante Merkmale im Sinne der Aufgabenstellung sind und entsprechende Beachtung verdienen und welche nicht? Und wovon hängt es ab, ob scheinbar irrelevante Merkmale dennoch Zugang zur Aufgabenrepräsentation erlangen? Ich nehme an, dass Task Sets bei der Aufmerksamkeitssteuerung eine zentrale Rolle einnehmen. In Voruntersuchungen zum geplanten Projekt konnte bereits gezeigt werden, dass ein irrelevantes Stimulusmerkmal (z.B. die Farbe des gezeigten Stimulus) die Aufgabenbearbeitung in einer seriellen Reaktionszeitaufgabe nachhaltig beeinflusst, nicht aber, wenn der Bearbeitung eben dieser Stimuli ein Task Set (eine kategoriale Entscheidung) zugrunde gelegt wurde (Dreisbach & Haider, in press;).


Bisherige Projektarbeiten:

Dreisbach, G. & Haider, H. (2008). That's what task sets are for: Shielding against distraction. Psychological Research, 72, 355-361.

Dreisbach, G. & Haider, H. (submitted). Further evidence for the shielding function of task sets.

Metzker, M. & Dreisbach, G. (submitted). Bi-directional priming processes in the Simon Task.